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Blowjob bei Ryanair? Dolmetscherin irritiert
Dieser Eintrag stammt von Richard Schneider Am 9.7.2008 @ 22:13 In Nachrichten | Kommentarfunktion deaktiviert
Neulich in Düsseldorf: Michael O’Leary, Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, kündigte auf einer Pressekonferenz die Einführung einer vergleichsweise teuren Business-Class für Transatlantikflüge an. Geboten würden “beds and blow jobs”.
Betretenes Schweigen im Saal. Die Dolmetscherin wirkt irritiert und übersetzt die Floskel nicht. O’Leary setzt jedoch nach und fragt, was denn nun “Blowjob” auf Deutsch heiße. (”Surely you have a word for blow jobs in German?”)
Schließlich springt die deutsche Vertriebs- und Marketing-Chefin ein und erklärt: Der Slang-Ausdruck „bed and blowjob“ sei nicht wörtlich gemeint, sondern bedeute einfach “mit allem Drum und Dran”, mit “Komfort und Spitzenservice”.
Der für markige Sprüche bekannte Flugunternehmer erntete für seinen Griff in die unterste Schublade der Stilebenen tags darauf die zu erwartende Klatsche. Die stets auf political correctness bedachte deutsche Presse bezeichnete ihn als “Billigtiefflieger” und formulierte: “Er ist Ire und gibt sich gern irre.”
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