Sie befinden sich aktuell in den uepo.de - Das Nachrichtenportal für Übersetzer Blog-Archiven für den folgenden Tag 31.8.2008.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jul | Sep » | |||||
| 1 | 2 | 3 | ||||
| 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
| 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 |
| 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |
| 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
- Ausbildung (66)
- Bibel/Koran (12)
- Bücher (75)
- Büroorganisation (13)
- Deutsche Sprache (93)
- Dolmetschen (95)
- Einwanderer (23)
- EU (40)
- Fremdsprachen (51)
- Gebärdensprachdolmetscher (9)
- Gebärdensprache (14)
- Gerichtsdolmetscher (81)
- Geschichte (30)
- Honorare/Gehälter (14)
- Interview (4)
- Literaturübersetzer (111)
- Lokalisierung (12)
- Markt (28)
- Maschinelle Übersetzung (12)
- medizinisch-soziales Dolmetschen (9)
- Missstände (47)
- Nachrichten (73)
- Nachrufe (8)
- Politik (59)
- Porträt (49)
- Qualitätssicherung (9)
- Recht (2)
- Simultandolmetscher (28)
- Sprache allgemein (60)
- Terminologie (24)
- Übersetzen (31)
- Übersetzungsfehler (31)
- Unternehmen (129)
- Veranstaltungen (163)
- Verbände (129)
- Videos (7)
- Werkzeuge (129)
- Wissenschaft (30)
- Wörterbücher (53)
- Zeitschriften (68)
- 17.5.2012: Anglizismen-INDEX Nr. 10 erhältlich
- 16.5.2012: Brandenburg: Kürzungen beim bilingualen Unterricht geplant
- 15.5.2012: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet
- 14.5.2012: Linguee startet Abonnement-Dienste "Premium" und "Professional"
- 13.5.2012: Kurzkrimi "Der Dolmetscher" von Marla B. Singer
- 12.5.2012: 9. Wolfenbütteler Gespräch im Juni
- 11.5.2012: BDÜ Bayern auf Bayreuther Ökonomiekongress: "Wir bringen Unternehmen und Übersetzer zusammen"
- 10.5.2012: Latein muss sein: Ein Plädoyer für Latein als Schulfach
- 9.5.2012: Lesen statt Hören: Schriftdolmetscher für Schwerhörige
- 8.5.2012: Studie: Zweisprachigkeit verfeinert das Gehör
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
Archive für 31.8.2008
Unternehmen in Europa: Geschäftseinbußen durch mangelnde Fremdsprachenkenntnisse
31.8.2008 von Richard Schneider.
Jedes Jahr entgehen tausenden europäischen Unternehmen Geschäfte und Verträge, weil sie nicht über die nötigen Fremdsprachenkenntnisse verfügen – so heißt es in einem Bericht, der vom CILT (National Centre for Languages, UK) 2006 im Auftrag der EU-Kommission erstellt wurde. Die Ergebnisse legen nahe, dass für mittelständische Unternehmen in Europa ein enormes Potenzial für die Ausweitung ihrer Exporttätigkeit besteht, wenn sie mehr in Sprachen investieren und kohärente Sprachstrategien entwickeln würden. Jüngste Forschungsarbeiten zeigen, dass Unternehmen, die ihre Sprachkenntnisse erweitern, besser von den Geschäftsmöglichkeiten des EU-Binnenmarkts – mit fast einer halben Milliarde Einwohner der weltweit größte Markt – profitieren können.
„Investitionen in Sprachkenntnisse stellen für Unternehmen durchaus keine überflüssige Ausgabe dar,“ sagte Leonard Orban (Foto), EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, „sie können vielmehr erheblich zur Ausweitung ihrer Geschäftsmöglichkeiten beitragen. Ich beabsichtige, der Mehrsprachigkeit einen zentralen Platz in der Lissabon-Strategie für mehr Wachstum und Beschäftigung einzuräumen.“
So lautet eine der Schlussfolgerungen der Studie mit dem Titel „ELAN: Effects on the European Economy of Shortages of Foreign Language Skills in Enterprise“. Diese Studie ist der erste Versuch auf europäischer Ebene, die für EU-Unternehmen aufgrund fehlender Fremdsprachenkenntnisse entstehenden Unkosten einzuschätzen. Die präsentierten Daten stützen sich auf eine Stichprobe von 2 000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus ganz Europa, in Verbindung mit Informationen von 30 multinationalen Unternehmen und einer Gruppe von Sachverständigen aus den beteiligten Ländern und ergänzt durch eine Reihe von Fallstudien.
Nahezu 50 % der untersuchten exportorientierten KMU planen, ihre Aktivitäten in den nächsten drei Jahren auf neue ausländische Märkte auszudehnen. Folglich gehen sie davon aus, dass ihr Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen zunehmen wird, damit sie diese Pläne verwirklichen können. Allerdings ziehen sie es vor, sich – statt selber in Sprachkurse zu investieren – auf die nationalen Bildungs- und Ausbildungssysteme zu verlassen und darauf, dass diese Personal mit geeigneten Sprachkenntnissen zur Verfügung stellen. Oder aber sie suchen auf dem Arbeitsmarkt nach geografisch mobilen Menschen, die über die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen.
Die Forschung zeigt, dass diese Vorgehensweisen zunehmend unzureichend sind. Vielen europäischen Unternehmen entgehen Exportgeschäfte aufgrund mangelnder sprachlicher und interkultureller Kenntnisse. Die Studie legt nahe, dass höhere Investitionen in die EU-weite Entwicklung von Sprachkenntnissen umfassende wirtschaftliche Vorteile erbringen und sich insbesondere positiv auf die Produktivität und Exporttätigkeit der KMU auswirken würden.
Während der Bericht die Bedeutung von Englisch als Weltwirtschaftssprache bestätigt, kommen bei der Verständigung auch andere Sprachen in großem Umfang zum Einsatz. Die Analyse zeigt insbesondere, dass Bedarf an einer Reihe weiterer Sprachen besteht, wenn geschäftliche Beziehungen erfolgreich sein sollen. Als wichtigste werden u. a. die großen europäischen Sprachen genannt, wie z. B. Deutsch, Französisch und Spanisch, aber auch in zunehmendem Maße andere Weltsprachen wie Mandarin, Arabisch und Russisch.
Die Studie bildet die Grundlage für die künftigen Arbeiten des Unternehmensforums, das EU-Kommissar Orban dieses Jahr gemeinsam mit europäischen Unternehmen einrichten will, um ein besseres Verständnis der Auswirkung von Sprachkenntnissen auf Handel und Beschäftigung in der EU zu erlangen.
Zusammenfassung der Studienergebnisse auf Deutsch:
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/elansum_de.pdf
Vollständiger Text der Studie auf Deutsch:
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/elan_de.pdf
[Text: EU. Quelle: Pressemitteilung, 2007-02-23. Bild: EU.]
Geschrieben in EU, Unternehmen | Drucken | Keine Kommentare »