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Archive für August 2008
Uni Mainz übersetzt für 3sat Magazinsendung ins Lateinische
21.8.2008 von Richard Schneider.
Im Rahmen des 3sat-Thementages “Imperium Romanum” wird am 23. August um 19.20 Uhr eine “Kulturzeit extra” in lateinischer Sprache mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt. Für die Übersetzung der ursprünglich deutschen, englischen und französischen Moderations- und Beitragstexte ist ein Expertenteam um Univ.-Prof. Dr. Christine Walde (Foto) vom Seminar für Klassische Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verantwortlich. Sieben Studierende und Doktoranden haben zusammen mit ihrer Professorin dabei nicht nur Texte übersetzt, sondern mit der Moderatorin Andrea Meier und den Synchronsprechern auch die Aussprache eingeübt.
“Für uns war es eine einmalige Erfahrung, diese alte Sprache gerade in Zusammenarbeit mit dem modernen Medium Fernsehen einmal anders als im universitären und schulischen Kontext zu gebrauchen. Es war wohl für beide Seiten eine Horizonterweiterung der besonderen Art”, resümiert Christine Walde die Erlebnisse der letzten Wochen. Während der vergangenen 14 Tage war täglich zumindest ein Seminarteilnehmer bei 3sat vor Ort, um aktiv und beratend an der Produktion der Sendung mitzuarbeiten. “Dabei zeigte sich, dass Übersetzung und Synchronisation mit Latein ebenso funktionieren wie mit einer modernen Fremdsprache”, so Walde. Die Klassische Philologin erwartet, dass die vermutlich weltweit erste “normale” Fernsehsendung in lateinischer Sprache auch dem Lateinunterricht an Schulen und Universitäten neue Impulse geben könnte.
“Was heißt Bankomat auf Latein?”, “Wie übersetzt man Hubschrauberlandeplatz?”, “Welches lateinische Wort gibt es für Internet?” Diese Fragen stellen sich die Mitarbeiter der Fondazione Latinitas im Vatikan immer wieder, deren ausschließliche Aufgabe es ist, den Sprachbestand des Klassischen Lateins mit den Anforderungen der heutigen Zeit zu harmonisieren. Latein ist im kleinsten Staat der Welt Amtssprache und so müssen auch moderne Wörter in die Sprache des alten Rom übersetzt werden.
Vor ähnlichen Problemen stand das Team der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den letzten Wochen. In der 3sat-Sendung “Kulturzeit extra” werden aktuelle Themen mit Bezug zum alten Rom in der Sprache der alten Römer präsentiert. Unter anderem wird Tina Mendelsohn in London mit Richard Harris über den zweiten Teil der Cicero-Trilogie sprechen, an der der Erfolgsautor aktuell arbeitet. Ernst Grandits lässt sich von Mitarbeitern des Vatikans erklären, wie man dort im Alltag mit der lateinischen Sprache umgeht und die Gruppe “Ista” rappt auf Latein.
Eine PDF-Datei mit einer Programmübersicht des Thementages und ausführlichen Informationen zu jeder Sendung finden Sie auf der Website von 3sat.
[Text: Uni Mainz. Quelle: Pressemitteilung Uni Mainz, 2008-08-21. Bild: Uni Mainz.]
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Stuttgart: Prozess gegen Russenmafia droht wegen Übersetzungsfehler zu platzen
20.8.2008 von Richard Schneider.
Seit einem halben Jahr wird am Landgericht Stuttgart gegen vier mutmaßliche Mitglieder der russischen Mafiaorganisation “Ismailowskaja” verhandelt. Die Anklage wirft ihnen Geldwäsche in großem Stil durch Grundstücksgeschäfte vor.
Das Problem: Ein abgehörtes Telefonat, das die Mafiaverbindung der Männer belegen soll, enthält offenbar einen groben Übersetzungsfehler. Die Stuttgarter Zeitung schreibt:
Ein Angeklagter soll seiner Ehefrau auf Russisch erzählt haben, die Mafiaorganisation sei “die unsrige”. So hatten es die Übersetzer des Landeskriminalamtes (LKA) protokolliert. Beim Abspielen in der Verhandlung hörten zwei vereidigte Dolmetscherinnen aber etwas völlig anderes: der Angeklagte plaudert mit seiner Frau, erzählt von neuen Wortschöpfungen, mit denen er verschiedene Gruppierungen beschreibe. Dabei erwähnt er auch die Ismailowskaja. Nirgends ein Hinweis, dass die berüchtigte Moskauer Mafia “die unsrige” sein soll.
Der Anwälte der Verteidigung sehen sich dadurch bestätigt. Sie vermuten, dass der Dolmetscher des LKA - möglicherweise unter Druck - das belastende Wort schlicht erfunden hat.
Der Staatsanwalt bleibt derweil gelassen und erklärt, dass er seine Anklage nicht nur auf einem einzigen Telefonat aufgebaut habe. Allerdings sei diese Stelle am eindeutigsten gewesen. Das LKA könne sich die Unstimmigkeit nicht erklären. “Entweder hat der Dolmetscher hier überinterpretiert, oder er hat schlampig gearbeitet”, so der Staatsanwalt.
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TU Chemnitz entwickelt preisgünstiges Bluetooth-System für Dolmetschkonferenzen
19.8.2008 von Richard Schneider.
Wer internationale Kongresse durchführt, benötigt oft nicht nur Dolmetscher, sondern auch die dazugehörige Dolmetscheranlage. Und da der Mietpreis dieser umfangreichen Technik für mehrtägige Konferenzen schnell vierstellige Summen erreicht, soll ein ehrgeiziges Projekt an der Technischen Universität Chemnitz das Dolmetschen auf Veranstaltungen merklich preiswerter machen und vereinfachen.
Wie das gehen soll, haben Mitarbeiter der Professur Technische Informatik auf der CeBIT in Hannover am Gemeinschaftsstand “Forschung für die Zukunft” demonstriert. Ihr System braucht keine teure Spezialhardware und auch keine große Steuerzentrale. “Lediglich ein paar handelsübliche Bluetooth-Headsets und modifizierte WLAN-Router wären künftig bei internationalen Tagungen noch nötig”, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Wolfram Hardt. Auch WLAN-fähige Handys der Konferenzgäste können einfach in das System eingebunden werden und für die nötige Verständlichkeit sorgen.
“Unser Ziel war es, vorhandene Technologien für neue Anwendungsgebiete nutzbar zu machen”, erklärt Matthias Vodel, Mitarbeiter der Professur. “WLAN und Bluetooth können bereits leisten, was wir benötigen. Wir mussten die Technologien nur zueinanderbringen.” Das geschah mittels Technik, die man in jedem Elektronikmarkt kaufen kann. Daran nahmen die IT-Fachleute der TU einige kleine Modifikationen vor und entwickelten die passende Software.
Im fertigen Prototyp sendet nun ein einfacher PC die mehrsprachigen Audiodaten der Dolmetscher per Wireless LAN in den Veranstaltungsraum. Eine kleine Softwareapplikation ermöglicht es den Handys der Konferenzteilnehmer, die gewünschte Übersetzung an die Headsets am Ohr der Besitzer weiterzuleiten. Wer kein WLAN-fähiges Mobiltelefon besitzt, greift einfach auf ein Bluetooth-Headset zurück, welches kostengünstig vom Veranstalter gestellt werden kann. Dieses erhält die Audiodaten direkt von einem der verfügbaren WLAN-Router, die das eingehende Audiosignal verzögerungsfrei konvertieren und mittels angestecktem Bluetooth-Adapter zum Veranstaltungsteilnehmer weiterleiten. Dabei sind durch die Anpassungen der Chemnitzer Informatiker erstmals auch mehrere Headsets über ein Bluetooth-Modul ansprechbar. “So haben wir eine kostengünstige Lösung für kleine und mittelgroße Konferenzen bis zu 100 Teilnehmer geschaffen”, verspricht Hardt.
[Text: Pressestelle TU Chemnitz. Quelle: Pressemitteilung TU Chemnitz, 2008-02-19. Bild: Heiko Kießling, TU Chemnitz.]
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FIT zeichnet BDÜ-Website aus
18.8.2008 von Richard Schneider.
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) erhielt auf dem Kongress der internationalen Dachorganisation für Übersetzerverbände FIT am 7. August 2008 in Shanghai den Preis für den besten Internetauftritt der Branche. Fünf Übersetzerverbände hatten sich beworben.
Die Messlatte für den begehrten Preis, der im Abstand von drei Jahren verliehen wird, ist hochgehängt: Die Webseiten müssen das Image der Übersetzer/Dolmetscher am besten fördern, die Inhalte müssen im Hinblick auf Qualität, Darstellung und Relevanz am besten abschneiden. Einstimmig fiel die Wahl der Fédération Internationale des Traducteurs (FIT) in diesem Jahr auf den Internetauftritt des BDÜ.
“Der BDÜ-Auftritt ist genau auf die Zielgruppe zugeschnitten”, lobte der Vertreter der Prüfkommission. “Der Benutzer kann sich leicht auf den Seiten zurechtfinden und die Werbung ist dezent.” Besonders gefiel den FIT-Vertretern außerdem, dass alle drei Sprachversionen (Deutsch, Englisch, Französisch) separat aufrufbar sind, der Datenschutz ernst genommen wird und die Bandbreite der berufsrelevanten Themen groß ist. Ferner haben die Webseiten des größten Berufsverbands für Dolmetscher und Übersetzer im deutschsprachigen Raum einen erzieherischen Effekt: Die Kunden werden über den Beruf mit seinen Anforderungen und verschiedenen Ausprägungen aufgeklärt. Auch das Angebot des BDÜ für seine Mitglieder im Mitgliederbereich MeinBDÜ der Website spielte bei der Entscheidung der Jury eine wichtige Rolle.
Der Präsident des BDÜ, Johann J. Amkreutz (Bild links), nahm den Preis entgegen: “Es ist ein bedeutendes Ereignis für uns, diesen Preis verliehen zu bekommen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem der BDÜ sich nach einigen Jahren des Rückzugs wieder aktiv in der FIT engagiert.” Er führte aus, dass der Internetauftritt des BDÜ in dieser Form nur durch Zutun einer ganzen Gruppe ehrenamtlich tätiger Kolleginnen und Kollegen möglich wurde und hob besonders die Rolle von Dr. Stanislaw Gierlicki bei der anspruchsvollen technischen Realisierung der Website und des Mitgliederbereichs MeinBDÜ hervor. Wolfram Baur (Bild rechts), als Vizepräsident IT des BDÜ für Konzeption und Projektkoordination der Website mitverantwortlich, nahm an der Preisverleihung persönlich teil, er war außerdem einer der Vortragenden auf dem internationalen Kongress gewesen.
Für den Preis der besten Fachzeitschrift für Übersetzer und Dolmetscher hatten sich acht Verbände beworben, vier davon hatten bereits in jüngster Zeit den Preis erhalten (wie z.B. im Jahre 2002 das Mitteilungsblatt des BDÜ, 2005 das ITI Bulletin). In diesem Jahr ging der Preis an Argentinien. Silvana Marchetti aus Buenos Aires nahm den Preis entgegen und bedankte sich bei ihren Kollegen, die Tag für Tag dafür sorgen, dass ein solches Produkt überhaupt entstehen kann.
Die Pierre-François-Caillé-Medaille für einen Berufsvertreter, der sich in besonderer Weise auf internationaler Ebene um den Berufsstand verdient gemacht hat, wurde dieses Jahr Liese Katschinka (Bild) zuerkannt. Als Konferenzdolmetscherin hat sie sich besonders um eine Annäherung der Verbände AIIC und FIT bemüht und sich über viele Jahre hinweg für das Thema Gerichtsdolmetschen und Konferenzdolmetschen stark gemacht. Bereits seit 1982 engagiert sich die ehemalige Vorsitzende des österreichischen Berufsverbands für die FIT. Sie hatte verschiedene Ämter innerhalb der FIT inne, u.a. war sie FIT Secretary General.
Weitere Preise wurden in den Bereichen Literatur-, Sachbuch- und Kinderbuchübersetzen verliehen. Der norwegische Übersetzer der Harry-Potter-Bände hat mit seinen Wortschöpfungen der Eigennamen der Autorin erreicht, dass diese in den norwegischen Wortschatz Einzug erhielten.
Im Anschluss an die Preisverleihung konnten die 1.400 Übersetzer und Dolmetscher, die an dem viertägigen internationalen Kongress teilgenommen hatten, bei einem Sektempfang voneinander Abschied nehmen.
[Text: BDÜ. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2008-08-12.]
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Rechtzeitig zu Olympia: Das Langenscheidt-Taschenwörterbuch Chinesisch
17.8.2008 von Richard Schneider.
„Eine Welt. Ein Traum.“ – Passend zum Motto der Olympischen Sommerspiele 2008 in Beijing lädt Langenscheidt zum Dialog mit dem Reich der Mitte ein. Mit rund 40.000 Stichwörtern und Wendungen aus der modernen Umgangssprache hilft das Taschenwörterbuch Chinesisch Olympia-Reisenden ebenso wie Studenten, Übersetzern und Geschäftsleuten.
Typisch Langenscheidt ist die einfache Orientierung: Alle chinesischen Stichwörter in blauer Farbe sind leicht aufzufinden und sowohl alphabetisch nach ihrer Lateinumschrift Pinyin als auch in chinesischen Schriftzeichen aufgeführt – dies gilt ebenso für alle chinesischen Wendungen und Übersetzungen. Eine Radikalliste macht außerdem auch das Nachschlagen über die chinesischen Zeichen möglich. Eine Fülle von Info-Fenstern zur Landeskunde erleichtert zudem den Zugang zur fernöstlichen Lebensweise und Kultur.
Alles blickt nach China. Alles reist nach China. Und Chinesisch ist längst in aller Munde. Rund 10.000 Menschen im deutschsprachigen Raum lernen derzeit Chinesisch. Tendenz stark steigend. Denn China ist durch die Austragung der Olympischen Spiele 2008 nicht nur zum beliebten Reiseziel geworden, in der Wirtschaft gilt die Volksrepublik als der Markt der Zukunft.
Für Urlauber, Geschäftsleute, Touristikexperten sowie für Sinologen in Studium und Beruf hat Langenscheidt darum seine erfolgreiche Taschenwörterbuch-Reihe um Chinesisch erweitert. Wie auch die anderen Bände der Reihe enthält der neue Titel hochaktuellen Wortschatz aus der modernen Umgangssprache. Dazu gehört „Internetcafé“ 网吧 wangba ebenso wie „Copyright“ 版权 banquán oder das neudeutsche „cool“ 酷 kù.
Langenscheidt wäre nicht Langenscheidt, wenn das neue Taschenwörterbuch dem deutschen Benutzer nicht den Zugang zu dieser schwierigen Sprache so leicht wie möglich machen würde. Deshalb sind im chinesisch-deutschen Teil alle Stichwörter nach der offiziellen Umschrift Pinyin alphabetisch geordnet – ganz gemäß westlichen Gewohnheiten. Eine so genannte Radikalliste ermöglicht aber auch das Nachschlagen der chinesischen Stichwörter über die Schriftzeichen, deren Grundelemente als Radikale bezeichnet werden.
Wie alle aktuellen Langenscheidt Wörterbücher punktet auch der Chinesisch-Titel durch sein extra-übersichtliches Layout. Alle Stichwörter in Pinyin fallen durch ihren blauen Druck sofort ins Auge. Ebenso die blau hervorgehobenen Info-Fenster zu Sprache und Kultur – als interkulturelle Brücke selten so wichtig wie in diesem Wörterbuch!
LANGENSCHEIDT TASCHENWÖRTERBUCH CHINESISCH
Rund 40.000 Stichwörter und Wendungen • 1.200 Seiten • 9,6 x 15,1 cm • Kunststoffeinband • ISBN 3-468-11090-0 • € 29,90 (D), € 30,80 (A), sFr 49,90
[Text: Langenscheidt. Quelle: Pressemitteilung Langenscheidt, 2008-04. Bild: Langenscheidt.]
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MDÜ 3/2008: Übersetzen und Dolmetschen für die Medien
16.8.2008 von Richard Schneider.
Zwar arbeiten Übersetzer und Dolmetscher für die Medien mit berühmten Künstlern unmittelbar oder indirekt über das Medium Film oder Fernsehen zusammen, doch geschieht dies stets im Hintergrund. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der komplexen Medienlandschaft, weil Kunst und Nachrichten über Landesgrenzen hinweg in die Öffentlichkeit gebracht werden.
Für das Titelthema “Übersetzen und Dolmetschen für die Medien” in der Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer, MDÜ, die am 15. August 2008 erschienen ist, hat die Redaktion mit verschiedenen auf diese Branche spezialisierten Übersetzern und Dolmetschern gesprochen.
Eine besondere Herausforderung ist es, die künstlerische Botschaft und die Zwischentöne einer Nachricht in die andere Sprache zu übertragen und etwaige interkulturelle Unterschiede zu berücksichtigen. Doch nicht nur das: Beim Untertiteln von Filmen sind ein breites Allgemeinwissen und Offenheit für technische Hilfsmittel gefordert, beim Übersetzen von Nachrichten oder etwa der Live-Untertitelung internationaler Sportereignisse Flexibilität und Präzision des Ausdrucks. Für die Untertitelung für Hör- und Sehgeschädigte macht sich das Unternehmen TITELBILD Subtitling and Translation GmbH von Mary Carroll bereits seit vielen Jahren stark.
Eine besondere Stellung haben Übersetzer und Dolmetscher beim Fernsehsender ARTE, der seine Programme durchgängig zweisprachig ausstrahlt. Dies erfordert besondere Maßnahmen wie der für die Verdolmetschung von Fernsehsendungen verantwortliche Hubert Moreau schildert.
China ist in diesen Tagen häufig in den Medien. Frau Dr. Yang Ying-Feng nimmt Sie auf eine Reise zur chinesischen Sprache mit, die gleichzeitig eine Reise in die Geschichte des Landes ist. Darüber hinaus thematisiert die MDÜ-Redaktion in dieser Ausgabe internationale Unterschiede beim Lokalisieren von Webseiten ebenso wie eine Untersuchung des Marktes für Dolmetscher.
Über das MDÜ
Das MDÜ ist die auflagenstärkste Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Berichte über Arbeitswerkzeuge. Interviews und Hintergrundberichte zu wissenschaftlichen Erkenntnissen oder neuen Normen und Gesetzen bringen Sprachmittler auf den neuesten Stand. Herausgeber des MDÜ ist der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ). Weitere Informationen finden Sie links im Menü unter “Zeitschriften”.
[Text: Jutta Witzel. Quelle: MDÜ-Pressemitteilung, 2008-08-15. Bild: MDÜ.]
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HanDeDict und bab.la entwickeln größtes Chinesisch-Deutsch-Online-Wörterbuch der Welt
15.8.2008 von Richard Schneider.
Die Entwickler des Chinesisch-Deutsch-Online-Wörterbuchs HanDeDict und das mehrsprachige Sprachportal bab.la kooperieren ab sofort bei der Weiterentwicklung des interaktiven Wörterbuchs. Ab sofort ist es zusätzlich auf der bab.la-Website verfügbar. “Gemeinsam wollen wir das größte und beste Chinesisch-Deutsch-Wörterbuch der Welt aufbauen”, erklärt Andreas Schroeter von bab.la. Bereits jetzt umfasst es weit über hunderttausend Einträge.
Das Wörterbuch soll nicht nur durch den umfangreichen Wortschatz, sondern auch durch seinen interaktiven Ansatz überzeugen. Nutzer können es aktiv mitgestalten, indem sie Übersetzungen vorschlagen, ergänzen und überprüfen. Diese werden zusätzlich noch einmal von einem erfahrenen Editorenteam überprüft. Dank vieler freiwilliger Helfer ist seit der Gründung vor ca. zwei Jahren bereits ein umfassender Wortschatz entstanden. Die Nutzung des Wörterbuchs ist vollständig kostenlos.
“Die Bedeutung Chinas für Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Immer mehr Deutsche wollen Chinesisch lernen. Mit unserem Chinesisch-Deutsch-Wörterbuch wollen wir alle unterstützen, die Chinesisch in Arbeit und Freizeit benötigen”, erklärt Dr. Michael Klaus Engel vom HanDeDict-Team.
Die HanDeDict-Website finden Sie unter www.chdw.de.
Über HanDeDict
Zusammen mit den Gründern und Leitern des HanDeDict-Projektes, Jan Hefti und Dr. Michael Klaus Engel, arbeitet ein Team freiwilliger Mitarbeiter an der Weiterentwicklung des Wörterbuches. Neben einer automatischen Übersetzungshilfe für digitale chinesische Texte gibt es auf der Projekt-Homepage (chdw.de) eine Reihe von Lernmaterialien, die auf den Wörterbuchdaten aufbauen. HanDeDict gehört zu den Preisträgern des Friedhelm-Denninghaus-Preises 2008. Dieser Preis wird vom Fachverband Chinesisch e.V. für besondere Leistungen in der Förderung des Chinesischunterrichts im deutschsprachigen Raum verliehen. HanDeDict wird von der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft e.V. in Hamburg unterstützt.
Über bab.la
Das von Andreas Schroeter, Thomas Schroeter und Patrick Uecker gegründete mehrsprachige Sprachportal bab.la basiert auf dem Mitmachprinzip: Nutzer können im Online-Wörterbuch Übersetzungen nachschlagen und mithilfe des Vokabeltrainers oder Tests Sprachen lernen, aber auch eigene Übersetzungsvorschläge oder Sprachtests eingeben. bab.la ist bereits in acht Sprachen verfügbar. Mehr dazu unter www.bab.la.
[Quelle: Pressemitteilung von HanDeDict/bab.la, 2008-08-07.]
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Oberlehrer Deutschland: Die China-Kritik aus Anlass der Olympischen Spiele
14.8.2008 von Richard Schneider.
China ist wegen der Olympischen Spiele in Beijing schon seit Wochen das Hauptthema in den Medien. Wie bei solchen Anlässen üblich erscheinen zahlreiche Dokumentationen und Sondersendungen über Land und Leute. So weit, so gut.
Höchst ungewöhnlich ist jedoch die bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit geäußerte China-Kritik. Gerade Deutschland gebärdet sich dabei als Oberlehrer und behandelt ein 1,3-Milliarden-Volk mit 5.000-jähriger Geschichte wie eine aufmüpfige Überseekolonie. Gefordert werden Menschenrechte, Demokratie und Pressefreiheit – und zwar sofort.
Eine Vielzahl völlig unbekannter Sportler kündigt an, an der Eröffnungsfeier nicht teilnehmen zu wollen, um gegen die Verletzung der Menschenrechte zu protestieren. Athleten, die sich in China auskennen und das alles ganz anders sehen, können sich da kaum Gehör verschaffen. Ein Beispiel ist Britta Heidemann, die schon mehr als 20 Mal in China war und in Köln chinesische Regionalwissenschaften studiert. Sie befürwortet die Entscheidung des IOC, die Spiele in Beijing auszutragen. (Heidemann gewann gestern die Goldmedaille im Degenfechten.)
Die Belehrung der Chinesen und der deutschen Öffentlichkeit nimmt nicht selten groteske Züge an. Etwa wenn Das Erste bei der Fernsehübertragung der Eröffnungsfeier dem Sportreporter erstmals eine politische Kommentatorin zur Seite stellt. Sandra Maischberger kennt sich zwar weder im Sport noch in Asien aus, aber sie sorgte dafür, dass bei all der Begeisterung für die beeindruckende Eröffnungsfeier die moralischen Verfehlungen des Gastgeberlandes nicht vergessen wurden: “Wir wissen natürlich, dass unter diesen Kostümen auch Tibeter und Uiguren stecken, denen alles andere als zum Tanzen zumute ist.” (Siehe Artikel von Matthias Matussek bei Spiegel Online.)
In den ungefilterten Meinungsforen des Internets treten jahrhundertealte Vorurteile offen als China-Hass zutage (”die spionieren uns aus”, “die kopieren einfach alles”, “die essen Affenhirn, Hunde und Katzen”). Einige Argumente erinnern dabei an das um 1900 herum (”Boxeraufstand”) übliche Gerede von der “gelben Gefahr”. Auch der Spiegel agitiert fleißig mit. Heft 35/2007 brachte folgende Titelgeschichte: “Die gelben Spione - Wie China deutsche Technologie ausspäht”.
Für den Westen liegt das neue “Reich des Bösen” offenbar in Fernost. Nach den Deutschen, den Russen und den Moslems müssen sich die Chinesen nun darauf gefasst machen, in künftigen James-Bond-Filmen als Bösewichte herzuhalten.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt warnte schon im Mai 2008 in der Zeit:
Weil China den Tibetern “die Menschenrechte verweigert”, erlebt die westliche Welt […] eine Welle antichinesischer Proteste und Propaganda – vom Internet und von CNN bis zum olympischen Fackellauf und bis in einige Staatskanzleien Westeuropas. Dabei mischen sich idealistische Motive mit Antikommunismus und mit Angst vor dem aufstrebenden Konkurrenten China. […] Wer von außen sich an solcher Zuspitzung [des Tibet-Konflikts] beteiligt, der verkennt die Vitalität Chinas und sein künftiges wirtschaftliches und politisches Gewicht in der Welt. […] Unserer Regierung ist Abstand und Respekt anzuraten – vor China und vor jeder Religion.
Im Juli 2008 wies dann das Evangelische Missionswerk in Deutschland auf die “verengte Sichtweise der westlichen Medien auf China” hin. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass China nicht berechtigt sei, die Olympischen Spiele auszutragen, erklärte die Vorsitzende des Missionswerks, Bischöfin Maria Jepsen. Die Tibetfrage dürfe nicht für eine generelle China-Feindlichkeit instrumentalisiert werden. Jepsen: “Viele Menschen in China nehmen die Berichte in unseren Medien als Wiederbelebung einer traditionellen anti-chinesischen Stimmung im westlichen Ausland wahr.”
Viele der oft jungen, naiven Tibet-Aktivisten leben in der Illusion, in Deutschland herrsche Meinungsfreiheit. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes und früherer Politiker der Grünen, wies vor Ort in Beijing darauf hin, dass nicht nur in China, sondern auch in Deutschland missliebige Internet-Seiten für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Dafür wurde er von allen Seiten heftig kritisiert und war gezwungen, eine relativierende Erklärung abzugeben, um seinen Kopf zu retten.
Dabei hätte er noch hinzufügen können: Auch in Deutschland wird man ins Gefängnis geworfen, wenn man sich im Internet die falschen Bilder anschaut, zuhause im Regal verbotene Bücher stehen hat oder einfach Meinungen ausspricht, die nicht konsensfähig sind. Im Gegensatz zu China gibt es in Deutschland zwar nur sehr wenige, eng umrissene Tabus und Denkverbote, diese werden von staatlicher Seite und von den in solchen Fällen wie gleichgeschaltet wirkenden Medien aber unerbittlich durchgesetzt.
Zu bedenken ist auch, dass die Entwicklung in China klar erkennbar in Richtung mehr Freiheit geht, während sie in den westlichen Gesellschaften nicht erst seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 rasant in die entgegengesetze Richtung verläuft. (Hier eine Karikatur zum Thema.)
Die individuellen Freiheitsrechte werden in Deutschland von Jahr zu Jahr stärker eingeschränkt und die vorbeugende Überwachung aller Bürger intensiviert. (Das Bankgeheimnis ist bereits abgeschafft. Die Telefon- und Internet-Verbindungsdaten aller Bürger werden gespeichert. Bei den Mobilfunkdaten werden auch die Standorte gespeichert, an denen telefoniert wurde, die Mautbrücken auf der Autobahn erfassen sämtliche Kennzeichen, so dass umfassende Bewegungsprofile von Personen und Fahrzeugen erstellt werden können, die heute schon zur Aufklärung von Verbrechen genutzt werden. Im kommenden Jahr wird eine als Steuernummer getarnte, lebenslang gültige Personenkennziffer eingeführt.)
Eigentlich hat der Westen keinen Grund, sich über China zu beklagen, denn dort verläuft die Entwicklung politisch wie wirtschaftlich ganz in seinem Sinne – in den Augen von Fachleuten sogar viel zu schnell.
Es besteht die Gefahr, dass China das Schicksal der Sowjetunion erleidet und auseinanderbricht. Und das wünscht sich wegen der unabsehbaren politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen sowie der damit verbundenen Flüchtlingsströme nun wirklich niemand. Schon eine uneingeschränkte Reisefreiheit für alle Chinesen wäre für den Westen eine Katastrophe.
So gesehen sind viele Forderungen verlogen und heuchlerisch. Die Protestposen der deutschen Regierung sind in den Augen des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder “ritualisierte, symbolhafte und nur für die deutsche Öffentlichkeit gedachte Aktivitäten”. Um bei den Wählern gut dazustehen, übt man Kritik, aber hinter den Kulissen machen Deutsche und Chinesen unbeirrt das, was sie am liebsten machen: gute Geschäfte. Und insgeheim hoffen alle, dass die KP in China noch möglichst lange die Zügel straff in der Hand hält.
Die rechthaberische Kritik zweitrangiger Politiker, der Medien und der Kulturschickeria an einem (noch) unterlegenen Konkurrenten ist von historischer Unkenntnis und Intoleranz gegenüber anderen Kulturen geprägt.
Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten: Die Kritik ist ein Symptom der Zukunfts- und Verlustängste einer vergreisenden, schrumpfenden Gesellschaft, deren nationale Identität seit mehr als einem halben Jahrhundert zunehmend zerbröselt.
In 50 Jahren wird China die einzige Weltmacht sein, da sind sich die meisten Politiker und Wirtschaftswissenschaftler einig. Die deutschsprachige Provinz der Vereinigten Staaten von Europa und die in einen spanischsprachigen Südwesten und einen englischsprachigen Nordosten zerfallenen USA werden dann sicherlich keine wesentliche Rolle auf der Weltbühne mehr spielen.
Was also tun? Chinesisch lernen! Oder eben, weil es nichts kostet und einfach schick ist, auf China einprügeln. Solange man sich das noch leisten kann.
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Franchising: Lingua-World eröffnet in Regensburg 13. Niederlassung
13.8.2008 von Richard Schneider.
Corinna Beitler und Jürgen Krotter (Bild) eröffnen heute als Inhaber und Franchisenehmer die insgesamt 13. Niederlassung des Sprachdienstleisters Lingua-World. Zur Eröffnung wurden 60 freie Mitarbeiter aus Regensburg und Umgebung eingeladen. Vor allem in den Fachgebieten Mikroelektronik und Elektrotechnik sowie der Automobilbranche soll in Regensburg ein ständig wachsender Markt erschlossen werden.
Für die Lingua-World-Gründerin Nelly Kostadinova bringen Beitler und Krotter die besten Voraussetzungen mit. Corinna Beitler, halb deutsch, halb Italienerin und geboren in Brasilien, durchlief in einem Regensburger Übersetzungsbüro eine Ausbildung zur Bürokauffrau, wo sie nach ihrem Abschluss erst einmal weiterarbeitete. Der gebürtige Regensburger Jürgen Krotter ist gelernter Industriekaufmann und hat zudem zwei Universitätsabschlüsse: Wirtschaftspädagogik in Nürnberg und BWL an der Fernuniversität Hagen.
Als sie in der Presse auf Lingua-World aufmerksam wurden, trafen sie zunächst die „Kopf- und dann die Herzensentscheidung“, so Krotter, sich als Franchisenehmer mit der Marke Lingua-World und dem Produkt „Sprache“ selbständig zu machen.
Die Lingua-World hat ihren Hauptsitz in Köln und betreibt in Regensburg, Bremen, Hamburg, Dresden, Essen, Bochum und Hannover nun bereits sieben Franchiseniederlassungen - neben sechs eigenen Büros in Deutschland und den Niederlanden. Nur etwa eine Handvoll Übersetzungsbüros nutzt in Deutschland das Franchisingkonzept. Von diesen sind die Kölner am erfolgreichsten.
[Quelle: Pressemitteilung Lingua-World.]
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Sisulizer 2008, das Lokalisierungs-Werkzeug aus Finnland
12.8.2008 von Richard Schneider.
Immer mehr Software-Entwickler stellen sich den benachbarten Märkten und übersetzen ihre Software in andere Sprachen. Das Programm Sisulizer 2008 ermöglicht und überwacht die Übersetzung, ohne dabei den Quelltext für externe Mitarbeiter freizugeben. Viele neue Funktionen und eine besonders einfache Handhabung zeichnen die neue Version des Software-Übersetzers aus.
Eine deutschsprachige Software lässt sich leider nur im deutschsprachigen Umfeld vermarkten, also in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Wer auch die benachbarten Märkte in Europa und auf der ganzen Welt bedienen möchte, muss zusehen, dass die eigene Software die in anderen Ländern gesprochenen Sprachen ebenfalls beherrscht. Damit das gelingt, ist eine Lokalisierung notwendig. Dabei werden alle Texte der Software in eine andere Sprache übersetzt.
Die Firma Sisulizer Ltd & Co KG stellt mit Sisulizer 2008 die neueste Version der beliebten Lokalisierungs-Software vor. Die Windows-Anwendung konzentriert sich ganz darauf, es für die Entwickler so einfach wie nur irgendwie möglich zu machen, die eigene Software in andere Sprachen zu übersetzen. Während interne oder externe Mitarbeiter an der Übersetzung der Texte arbeiten, versteckt Sisulizer 2008 den Quelltext vor allzu neugierigen Augen. So bleibt die eigene Entwicklungsarbeit gesichert und kein Mitarbeiter gerät in Versuchung, den Quelltext zu kopieren. Die Kosten für Sisulizer finanzieren sich dabei sehr schnell gegen, schließlich ist es mit den lokalisierten Versionen möglich, neue Märkte zu erobern und zusätzliche Gelder einzunehmen.
Die neue Version Sisulizer 2008 unternimmt große Anstrengungen, um den Übersetzern ganz besonders hilfreich zur Seite zu stehen. Dazu gehört, dass sich die Software intuitiv bedienen lässt - es werden keine technischen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Das ist wichtig, damit sich die Übersetzer ganz auf ihre Aufgabe und damit auf die in eine andere Sprache zu übertragenden Texte konzentrieren können.
Sisulizer 2008 unterstützt ab sofort die Windows Presentation Foundation (WPF). Dies erlaubt es allen Übersetzern, Windows WIN32 Formulare, Windows Formulare und die neuen WPF-Dialoge zu sichten, ohne dass es dafür nötig wäre, sich mit der .NET-Laufzeit auseinanderzusetzen.
Um die Produktivität des Übersetzers noch weiter zu steigern, wurde Sisulizer 2008 mit einer neuen Rechtschreibprüfung ausgestattet, die sehr an die klassische Word-Korrektur erinnert. Sie kontrolliert jedes neue Wort bereits auf eine korrekte Schreibweise hin, noch während es eingetippt wird. Zusätzlich zur eingebauten Rechtschreibprüfung unterstützt das Programm auch die Hunspell-Engine, die von Hause aus über 80 Sprachen unterstützt. Auch die Lingsoft-Engine wird unterstützt. Sie liefert exzellente Ergebnisse vor allem im skandinavischen Bereich. Sisulizer kommt allerdings mit allen Sprachen zurecht, darunter auch solchen, die von rechts nach links verlaufen oder die zu den Double-Byte-Sprachen gehören.
Sisulizer 2008 weist viele hundert technische Verbesserungen auf. Dazu zählt auch ein Support für WPF/XAML, für .NET 3.0 und 3.5, für Visual Studio 2008, Access 2007 und für Firebird.

Lokalisierung in drei Schritten
Im ersten Schritt scannt Sisulizer die zu lokalisierende Anwendung und bringt dabei den ganzen Text in Erfahrung, der in der Software zum Einsatz kommt. Dabei kommt das Programm mit Anwendungen zurecht, die in .NET, C++ Builder, Delphi, Visual C++, Visual Basic, Visual Studio, Borland Developer Studio und Java geschrieben sind. Außerdem werden Windows Binaries, XLIFF und .NET Assemblies unterstützt. Der Übersetzer gibt einfach vor, welche Windows-Ressource zu übersetzen ist. Dabei lassen sich auch Icons, Menüs, Dialogboxen, Strings und andere Programmelemente lokalisieren. Auch mit HTML und XML kommt das Programm bestens zurecht. Sisulizer kann zu übersetzende Texte auch aus Textdateien und aus Datenbanken extrahieren. Renate Reinartz, Geschäftsführerin der Sisulizer Ltd & Co KG: “Sisulizer 2008 ist auch in der mobilen Welt zuhause und unterstützt .NET Compact Framework, Pocket PCs, Symbian-Programme und J2ME.”
Im zweiten Arbeitsschritt geht es um die eigentliche Übersetzung. Zu diesem Zweck stellt Sisulizer einen visuellen Editor bereit. Bei der Übersetzung ist es möglich, jeden einzelnen Satz seinem Status entsprechend zu markieren – z.B. als fertig übersetzt oder als automatisch übersetzt. Der Sisulizer-Austauschassistent erlaubt es auch, Projektdateien zusammen mit einer selbstinstallierenden Sisulizer Free Edition an externe Übersetzer weiterzugeben. Die externen Mitarbeiter sind dann dazu in der Lage, den ihnen zugewiesenen Text im WYSIWYG-Editor zu übersetzen, um am Ende eine einzelne Datei wieder an den Auftraggeber zurückzusenden. Dabei ist es nicht nötig, den Quelltext der Software mit zu versenden - was gerade bei externen Mitarbeitern in anderen Ländern einfach zu unsicher wäre.
Im dritten Arbeitsschritt generiert Sisulizer die lokalisierte Version einer Software. Dabei läuft alles vollautomatisch ab. Der Anwender muss nicht darüber nachdenken, an welche Stelle die einzelnen Textschnippsel gehören - darum kümmert sich die Lokalisierungs-Software selbst. Sisulizer verfügt außerdem über ein Übersetzungs-Gedächtnis (Translation Memory). Das bedeutet, dass sich das Programm alle durchgeführten Übersetzungen merkt. Bei einer neuen Lokalisierung ist es dann problemlos möglich, auf die früheren Arbeiten zurückzugreifen.

Drei Versionen für Entwickler, zwei für Übersetzer
Mit allen Sisulizer-Editionen können beliebig viele Textpassagen in beliebig viele Sprachen übersetzt werden. Sie unterscheiden sich lediglich in den unterstützten Entwicklungsumgebungen.
Für Entwickler stehen drei Editionen zur Auswahl. Die Professional Edition (1.199 Euro) deckt die meisten Einsatzgebiete im Desktop-Umfeld ab. Die Enterprise Edition (1.749 Euro) unterstützt darüber hinaus die Automatisierung sowie die Lokalisierung von Server-Datenbanken und Webserver-Plattformen. Die neue Standard Edition (299 Euro) ermöglicht kleinen Software-Unternehmen den Einstieg in die Welt der professionellen Software-Lokalisierung. Dabei kommt Sisulizer mit C++Builder-, Delphi-, Visual Basic-, Visual C++- und Java-Anwendungen zurecht. Auch bei mobilen Projekten ist die Standard Edition eine große Hilfe. Sie liest außerdem verschiedene Textformate wie INI oder PO aus.
Gleich zwei Sisulizer-Editionen sind für die Übersetzer gedacht. Die kostenlose Free Edition wird von Entwicklern an ihre Übersetzer verteilt, damit diese im Kontext visuell übersetzen. Die neue Translator Edition (399 Euro) richtet sich an internationale Unternehmen, bei denen vor Ort nicht nur übersetzt, sondern auch direkt die lokalisierte Version erstellt werden soll. Dadurch wird der Lokalisierungszyklus schneller und unabhängiger von der Zentrale, was auch die Entwickler entlastet.
Testversion 30 Tage kostenfrei ausprobieren
Sisulizer 2008 arbeitet unter Windows XP, 2003 und Vista. Auf der Homepage (http://www.sisulizer.com/downloads.shtml) steht eine kostenlose 30-Tage-Testversion zur Verfügung, die sich auf dem eigenen Rechner ausprobieren lässt.

Sisulizer Ltd
Die Sisulizer Ltd, Finnland, wurde 2005 gegründet, um Software-Entwicklern auf der ganzen Welt die Lokalisierung ihrer Software zu erleichtern. Das Mastermind hinter Sisulizer ist Jaakko Salmenius - seit fast 10 Jahren ein bekannter Referent auf Konferenzen wie JavaOne, BorCon und Ekon. Als Mitbegründer und CTO der finnischen Unternehmen Innoview Data Technologies und Multilizer Oy sammelte Jaakko Salmenius langjährige und wichtige Praxiserfahrung bei der Entwicklung von Lokalisierungs-Tools und den spezifischen Problemen bei der Software-Lokalisierung. Das Ergebnis ist das von Grund auf neu entwickelte Produkt Sisulizer, in dem bewährte Verfahren und neue Ideen harmonisch zusammenfliessen.
Den weltweiten Vertrieb außerhalb von Asien hat die Sisulizer Ltd & Co KG in Bedburg bei Köln übernommen. Deren Gründer, Markus Kreisel und Renate Reinartz, verfügen über gut 15 Jahre Erfahrung auf internationalen Märkten. Im deutschsprachigen Raum kennen Sie Herrn Kreisel und Frau Reinartz von den vielen Konferenzen, an denen Sie als K&R Software teilgenommen haben. K&R Software war langjähriger Vertriebspartner von Innoview und Multilizer und hat sich bei der Lokalisierung vieler Software-Produkte und Websites einen sehr guten Ruf als Lokalisierungsspezialist erworben. Weitere Infos unter www.sisulizer.com
[Text: Pressebüro Typemania. Quelle: Pressemitteilung Sisulizer, 2008-08-07. Bild: Sisulizer.]
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