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Archive für 30.9.2008

10 Jahre mt-g: 75 Mio. übersetzte Wörter für die Medizin

mt-gDer europäische Marktführer für medizinische Fachübersetzungen mt-g feiert am 10.10.2008 seinen 10. Geburtstag. In der vergangenen Dekade hat das Unternehmen mit Sitz in Ulm rund 75 Millionen Wörter für die Medizin in über 150 Sprachen übersetzt. Aktuell beschäftigt mt-g 36 fest angestellte Mitarbeiter, darunter sechs Auszubildende, und über 600 freie Übersetzer.

Gegründet wurde mt-g 1998 von Gerlinde und Andreas Bendig, die heute als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen leiten. Das Dienstleistungsspektrum umfasst ausschließlich Übersetzungen und Informationsmanagement für die Medizin. Zu den Schwerpunkten gehören Übersetzungen von Bedienungsanleitungen für medizintechnische und diagnostische Produkte, Zulassungsunterlagen und Packungsbeilagen für die Pharmazie sowie Produktinformationen für den Dentalbereich. Darüber hinaus unterstützt mt-g global agierende Unternehmen bei der Optimierung von Übersetzungsprozessen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Kostenreduzierung.

mt-g betreut weltweit über 1.000 Kunden der Medizin- und Pharmaindustrie. Insbesondere der hohe Spezialisierungsgrad auf die Medizin und ihre Fachgebiete zählt zu den Erfolgsfaktoren von mt-g. “Medizinische Fachübersetzungen auf Top-Niveau sind nur mit speziellem Know-how und hochqualifizierten Experten zu realisieren, da bleibt keine Zeit für andere Branchen”, erläutert Andreas Bendig die Unternehmensphilosophie.

Übersetzungen von mt-g werden ausschließlich von Muttersprachlern erstellt, die den hohen Qualitätsstandards des Unternehmens entsprechen.

Zum 10. Geburtstag hat mt-g eine Sonderausgabe der Kundenzeitschrift Beipackzettel (Auflage 6.700) veröffentlicht. Neben der Unternehmenshistorie und einer ausführlichen Vorstellung des gesamten Teams enthält die Ausgabe Nr. 16 Glückwünsche von Ernst Pfister, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Dr. Peter Kulitz, Präsident der IHK Ulm sowie Dr. Philipp Daniel Merckle, Initiator der Aktion “World in Balance”, und der Stiftung “Menschen für Menschen” von Karlheinz Böhm.

[Text: Rüdiger Tillmann. Quelle: Pressemitteilung mt-g, 2008-09-30. Bild: mt-g.]

30. September: Heute ist Weltübersetzertag

Heute ist Weltübersetzertag - im von der UNO ausgerufenen “Jahr der Sprachen” 2008. Offiziell handelt es sich um einen “internationalen Tag der Übersetzung” (FIT: “International Translation Day”, “Journée mondiale de la traduction”). Der Tageszeitung Die Welt war dies unter der Überschrift “Internationaler Tag des Übersetzens” immerhin ein paar Zeilen wert.

Warum der 30. September? Dieser Tag gilt als Todestag des großen Gelehrten Hieronymus, dem Schutzpatron der Übersetzer. Dieser übersetzte zahlreiche Werke (u. a. die Bibel) aus dem Griechischen ins Lateinische. Lange Jahre lebte er als Einsiedler in der Wüste – eine Arbeitssituation, die auch heutigen Übersetzern vertraut ist. Weitere Parallelen sind sein nichtlinearer Lebenslauf und das Hin- und Hergerissensein zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen.

Seine Sprachkenntnisse im Hebräischen, Griechischen und Lateinischen sowie sein Überblick über die Wissenschaften waren für seine Zeit außergewöhnlich. Im Urteil der Nachwelt war er ein vorzüglicher Übersetzer. Insgesamt soll er sieben Sprachen beherrscht haben.

Geboren wurde Hieronymus 342 oder 347 in Stridon, an der Grenze der römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien (heute Sdrin, Kroatien). Gestorben ist er 419 oder 420 in Bethlehem. Wer ihm dort Blumen aufs Grab legen möchte, wird ihn nicht mehr antreffen, denn im 13. Jahrhundert wurden seine Gebeine nach Rom überführt.

Wie jedes Jahr wird dieser Gedenktag weitgehend ignoriert - selbst branchenintern. Er ist somit eher ein Tag der verpassten Chancen. Wie gut könnte man ihn nutzen, um die Öffentlichkeit auf unsere Berufsgruppe aufmerksam zu machen!

Rühmliche Ausnahmen: Der Übersetzerverband ATICOM veranstaltete aus diesem Anlass ein Kollegentreffen mit Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen und gab zum 30. September eine Pressemitteilung heraus. Die FIT, der Weltdachverband der Übersetzerverbände, trat ebenfalls wie jedes Jahr mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit, diesmal zur Bedeutung der Terminologie und Terminologen. Und auch der österreichische Übersetzerverband Universitas zeigt, wie man den Gedenktag nutzen kann. Er brachte folgende Presseaussendung auf den Weg:

Sprachdienstleistungen als Lebensretter: Mangelhafte Ausbildung besonders in Krisengebieten gefährlich

Am 30. September feiern ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen weltweit ihren Schutzpatron, den Heiligen Hieronymus.

In Kriegsgebieten sind gerade DolmetscherInnen oft auf einen Schutzengel angewiesen: Die tägliche Arbeit, etwa im Irak oder in Afghanistan, kann lebensgefährlich sein. “Das ist insofern besonders tragisch, als SprachdienstleisterInnen normalerweise Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen”, bedauert die Präsidentin des Österreichischen Übersetzer- und Dolmetscherverbandes UNIVERSITAS, Mag. Eva Holzmair-Ronge. Dazu kommt, wie kürzlich im ORF-”Weltspiegel” am Beispiel Afghanistan gezeigt, die Gefahr von Missverständnissen zwischen kriegsführenden Parteien, die durch mangelhafte Dolmetschungen gefördert werden. “Hier werden oft völlige Laien zum Dolmetschen herangezogen. Das ist so, als ob ein Fleischhauer zum Operieren ins Krankenhaus beordert würde.” In den Augen des Österreichischen Übersetzer- und Dolmetscherverbandes UNIVERSITAS wäre es daher angebracht, bei militärischen Operationen, Friedenssicherungs- und Wiederaufbaueinsätzen genügend Ressourcen zur Ausbildung der benötigten professionellen DolmetscherInnen bereitzustellen.

In Österreich absolvieren professionelle ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen eine universitäre Ausbildung, die auch Berufsethik beinhaltet, damit sie in ihrer so wichtigen Vermittlerrolle nicht nur den fachlichen, sondern auch den ethischen Anforderungen gerecht werden können. Die Jobaussichten sind gut: Weltweit wird der Markt für Übersetzungsdienstleistungen auf 11 Milliarden Dollar geschätzt. In einer zunehmend globalisierten Welt wächst der Bedarf nach Sprachdienstleistungen stetig, sowohl in der Privatwirtschaft als auch bei Behörden und, wie man sieht, auch in den Krisengebieten weltweit.

Alle Mitglieder des Österreichischen Übersetzer- und Dolmetscherverbandes UNIVERSITAS sind ausgewiesene Profis, für deren Qualifikation und Verlässlichkeit der Verband bürgt. Im Online-Verzeichnis auf www.universitas.org kann je nach gewünschter Sprache - von Albanisch bis Ungarisch - nach Mitgliedern gesucht werden. Das Verzeichnis kann auch kostenlos bei UNIVERSITAS angefordert werden.

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