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Archive für 3.11.2008

Maschinelle Übersetzung soll EU-weite Abfrage der Strafregister ermöglichen

Die Gerichte und Staatsanwaltschaften der EU-Mitgliedstaaten sollen künftig schneller aktuelle Informationen über alle strafrechtlichen Verurteilungen eines Beschuldigten aus ganz Europa einholen können. Zu diesem Zweck haben die EU-Justizminister den Aufbau eines Europäischen Strafregisterinformationssystems (ECRIS, European Criminal Records Information System) vereinbart. Ein entsprechender Rahmenbeschluss wurde bereits im Juni 2007 gefasst, jetzt (Oktober 2008) wurden die technischen Regeln über den elektronischen Austausch festgelegt.

Im Zentrum steht dabei die Einführung eines einheitlichen Austauschformats, das die maschinelle Übersetzung der Informationen ermöglichen soll. Dazu werden für alle Straftatbestände Codenummern eingeführt, die in allen Ländern identisch sein sollen. Anhand der eindeutigen Nummern sollen dann eindeutige automatisierte Übersetzungen möglich sein. Die Schwierigkeit besteht darin, die 27 höchst unterschiedlichen Strafgesetzgebungen, die miteinander verbunden werden sollen, in ein einheitliches Nummernsystem zu pressen.

Der Deutsche Richterbund (DRB) begrüßt die Initiative und erhofft sich davon eine Erleichterung des Informationsaustausches. Ausländische Verurteilungen seien den Richtern im Inland häufig unbekannt und könnten daher bislang bei einer Verurteilung nur selten berücksichtigt werden. In einer Stellungnahme heißt es:

Datenschutzrechtliche Bedenken bestehen angesichts der beabsichtigten Ausgestaltung des Informationssystems nicht. Geplant ist weder die Einführung eines zentralen Strafregisters für alle europäischen Mitgliedstaaten, noch die Möglichkeit des unmittelbaren Online-Zugriffs durch jeden einzelnen Mitgliedstaat, sondern lediglich die Schaffung der technischen und logistischen Voraussetzungen für die Erteilung elektronischer Auskünfte bei Vorliegen einer entsprechenden Anfrage.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob durch das vorgesehene System tatsächlich die Qualität des Informationsaustauschs wie vorgesehen verbessert werden kann. Hiergegen spricht aus Sicht des DRB zum einen, dass auch eine Abfrage in ECRIS eine individuelle Anfrage an einen oder mehrere Mitgliedstaaten voraussetzt. Hierzu muss sich aber aus den Ermittlungen überhaupt ein Anhaltspunkt für Beziehungen des Beschuldigten in diesen Staat ergeben. Insoweit ergibt sich aus hiesiger Sicht keine Verbesserung gegenüber dem Status quo.

Es dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis die einzelstaatlichen Register zu einem europäischen Zentralregister zusammengeführt werden. Die Überführung der Daten in ein einheitliches Format ist dazu nur der erste Schritt, mit dem die Mitgliedstaaten jetzt ohnehin erst einmal ein paar Jahre beschäftigt sind.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Verlag C. H. Beck, 2008-10-27; DRB, 2008-09. Bild: Richard Schneider.]

Andrä AG präsentiert ontram als SaaS-Version auf tekom-Tagung

Die Andrä AG, unabhängiger Hersteller von Softwareprodukten für das professionelle Übersetzungsmanagement, zeigt auf der tekom-Jahrestagung in Wiesbaden vom 5. bis 7. November 2008 (Halle 8, Stand 818) erstmals die neue SaaS-Version (Software as a Service) von ontram, dem Online Translation Management Framework.

Die intuitiv bedienbare Software ermöglicht es Unternehmen, ihre Übersetzungs-, Abstimmungs- und Korrekturprozesse effizienter, transparenter und kostengünstiger zu gestalten. Mit der ontram-SaaS-Edition kann die volle Leistungsfähigkeit des Online Translation Management Frameworks genutzt werden, ohne dass in Kauf oder Wartung der Software investiert werden muss.

Mit der neuen Edition reagiert die Andrä AG auf die gestiegene Nachfrage nach Software-Mietmodellen. Dieses Modell bietet sich vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen an, die so ohne hohen Kostenaufwand alle Funktionen von ontram einsetzen können. Auf die Anforderungen des Anwenders skaliert und unabhängig vom abgewickelten Auftragsvolumen steht ontram SaaS für eine monatliche Nutzungsgebühr zur Verfügung. Der Preis richtet sich nach dem Umfang der gewünschten Schnittstellen und Import-Filter und beträgt in der Basisversion 30 Euro pro Benutzer.

ontram arbeitet mit allen gängigen Dateiformaten zusammen und lässt sich problemlos in bestehende Systemlandschaften wie Content-Management-Systeme, E-Learning-Systeme und Product-Information-Management-Systeme integrieren. So ermöglicht die Lösung der Andrä AG einen systemübergreifenden Austausch von Inhalten, Daten und Workflowinformationen und erschließt erhebliche Einsparpotenziale im Vergleich zu herkömmlichen Übersetzungsprozessen.

ontram ist in drei weiteren Editionen erhältlich: als „ontram Value“, die kompakte und voll leistungsfähige Version für Prozessgruppen mit bis zu 50 Anwendern, als „ontram Enterprise“, eine exakt für individuelle Anforderungen konfigurierbare Version für umfangreiche Übersetzungsprozesse mit einer großen Nutzeranzahl und als „ontram DTP“, speziell für Kunden, die die Software für InDesign-Prozesse nutzen wollen.

Auf der tekom-Tagung in Wiesbaden können Besucher die unterschiedlichen Editionen von ontram erleben und sich im Rahmen einer Toolpräsentation ein Bild von den möglichen Einsparpotenzialen beim Management von Übersetzungsprozessen machen.

Über die Andrä AG
Die Andrä AG mit Stammsitz im schwäbischen Straubenhardt und Niederlassungen in Berlin, Karlsruhe und Darmstadt wurde 1999 gegründet. Seitdem unterstützt die Andrä AG Unternehmen als unabhängiger Dienstleister und Hersteller hochwertiger Softwareprodukte bei der systematischen Optimierung von Übersetzungs- und Abstimmungsprozessen.
ontram, das Online Translation Management Framework der Andrä AG, ist derzeit bei mehr als 1.000 Anwendern im Einsatz, die mit der intuitiv bedienbaren Software jährlich über 10.000 Übersetzungsaufträge in sämtlichen Sprachen abwickeln. Durch den vollständig webbasierten Ansatz, offene Schnittstellen und die Integration aller Projektbeteiligten innerhalb eines gemeinsamen Workflows ermöglicht ontram ein effizientes Übersetzungsmanagement und Marktabstimmung in Echtzeit.
Zu den aktuellen Referenzkunden zählen unter anderem Daimler AG, Robert Bosch GmbH und Raytheon Professional Services.

www.andrae-ag.de

[Text: Andreas Wegner. Quelle: Pressemitteilung Andrä AG, 2008-10-29. Bild: Andrä AG.]

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