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Archive für 9.11.2008
Weniger als die Hälfte der US-Amerikaner lernt eine Fremdsprache
9.11.2008 von Richard Schneider.
Die Illustrierte Focus weist in ihrer aktuellen Ausgabe darauf hin, dass weniger als die Hälfte aller US-Amerikaner in der Schule eine Fremdsprache erlernen. Von dieser Minderheit entscheiden sich 64,3 Prozent für Spanisch, 22,1 Prozent für Französisch, 6,5 Prozent für Deutsch und 3,7 Prozent für Latein. Allerdings wird der Fremdsprachenunterricht oft erst ab der 9. Klasse und dann auch nur für ein Jahr angeboten.
Nur in einzelnen Bundesstaaten wie Connecticut oder Louisiana müssen Schüler mindestens zwei Jahre lang erfolgreich eine Fremdsprache belegen, um ein High-School-Abschlusszeugnis zu erlangen. Bei den Privatschulen ist es zurzeit „schick“, Chinesisch-Kurse anzubieten.
Bleibt abzuwarten, ob die von Präsident George W. Bush im Januar 2006 gestartete „National Security Language Initiative“ an der desolaten Lage etwas ändern wird. Das mit 114 Mio. Dollar ausgestattete Programm fördert das Lernen „sicherheitsrelevanter“ Sprachen wie Arabisch, Chinesisch und Russisch.
Auch der designierte neue Präsident Barack Obama spricht keine Fremdsprache, obwohl er zum Teil im Ausland aufgewachsen ist. Er ruft seine Landsleute jedoch dazu auf, eine zu lernen:
2008-07-15: Obama fordert Amerikaner auf, Fremdsprachen zu lernen: “Jedes Kind sollte mehr als eine Sprache sprechen”
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Studie: Dolmetschen im Kommunikationsmarkt am Beispiel Sachsen
9.11.2008 von Richard Schneider.
Der Dolmetschmarkt ist sehr heterogen. Viele Anbieter unterschiedlichster Qualifikation sind hier tätig. Anne-Katrin D. Ende untersucht in ihrem Buch diesen Dienstleistungsmarkt theoretisch, indem sie seine Mechanismen beschreibt sowie sich mit den Themen Gewinnung und Bindung von Kunden und dem Thema Werbung auseinandersetzt. Die praktische Untersuchung des Dolmetschmarktes wurde für den Freistaat Sachsen durchgeführt. Dazu wurden Vermittler und Anbieter von Dolmetschleistungen befragt und ihre Einschätzung des Marktes erforscht. Somit entsteht ein interessantes Bild des derzeitigen Marktes, das Aussagen zur Zukunft erlaubt.
Einige Kapitelüberschriften:
- Allgemeine Charakteristika des Marktes
- Der Dolmetschmarkt als Spezialfall
- Gewinnung und Bindung von Kunden
- Berufliche Möglichkeiten für Dolmetscher
- Ausbildungseinrichtungen
- Community Interpreting
- Polizei- und Gerichtsdolmetschen
- Konferenzdolmetschen
- Gesetzliche Vorschriften
- Rolle der Berufsverbände
- Vermittlung von Dolmetschleistungen
- Anbieter von Dolmetschleistungen
- Allgemeine Charakteristika des Marktes
Die Autorin wurde 1973 in Weißenfels geboren. Sie studierte an der Universität Leipzig Dolmetschen und Betriebswirtschaftslehre. Seit 2004 arbeitet sie am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) als Dozentin in der Dolmetscherausbildung Englisch. Daneben ist sie auch als Konferenzdolmetscherin tätig.
Anne-Katrin D. Ende (2006): Dolmetschen im Kommunikationsmarkt. Gezeigt am Beispiel Sachsen. Frank & Timme, Berlin. 228 Seiten, 29,80 Euro. ISBN: 978-3-86596-073-3, 3-86596-073-1.
[Text und Bild: Verlag Frank & Timme.]
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