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Archive für Januar 2009
Juvenes Translatores 2008: Die Gewinner stehen fest
31.1.2009 von Richard Schneider.
Wie die EU-Generaldirektion Übersetzen mitteilt, ist die Bewertung der im Herbst 2008 eingereichten mehr als 2000 Übersetzungen von Schülern aus ganz Europa abgeschlossen. Die 27 Gewinner des laufenden Übersetzungswettbewerbs Juvenes Translatores stehen fest. Die Jury schreibt:
Unsere Übersetzer, die die Beiträge bewertet haben, waren vom Talent und Einfallsreichtum der Teilnehmer sehr beeindruckt. Einige der besten Übersetzungen werden auf unserer Website für die nächste Auflage von Juvenes Translatores veröffentlicht. Sie können dann von Schulen für die Wettbewerbsvorbereitung oder im Unterricht verwendet werden.
Besonders möchten wir uns bei allen Lehrern bedanken, die so viel Zeit und Mühe in die Organisation des Wettbewerbs an ihren Schulen gesteckt haben. Herzlichen Dank auch denjenigen, die unseren Fragebogen ausgefüllt haben: Die Antworten werden uns helfen, Juvenes Translatores beim nächsten Mal noch erfolgreicher zu gestalten.
Die Gewinner werden – zusammen mit jeweils einer erwachsenen Begleitperson – zur Preisverleihung am 3. April 2009 nach Brüssel eingeladen. Wir werden in Kürze mit den Preisträgern Kontakt aufnehmen, um Einzelheiten zu Anreise und Unterbringung zu besprechen.
Von den Schülern der 24 deutschen Schulen, die am Wettbewerb teilnahmen, wird Anika Richter von der Salzmannschule im thüringischen Schnepfenthal, einem staatlichen Spezialgymnasium für Sprachen, die Auszeichnung (Bild) erhalten. Für Österreich trug Mona Schönauer vom Akademischen Gymnasium in Graz den Sieg davon.
Ausführliche Informationen zum Übersetzungswettbewerb finden Sie auf der Website von Juvenes Translatores.
[Bild: Generaldirektion Übersetzen.]
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Übersetzung und Terminologieverwaltung mit crossbase
30.1.2009 von Richard Schneider.
Die Böblinger crossbase mediasolution GmbH bietet verschiedene Lösungen für die Übersetzung und Terminologieverwaltung an, darunter die Module crossbase.trans, crossbase.online [trans] und crossbase.term.
Übersetzen mit crossbase.trans
crossbase.trans ist das Modul, mit dem Übersetzer arbeiten, um Texte in beliebige Sprachen zu übersetzen. Bereits übersetzte Texte werden wiederverwendet, und der Übersetzer kann den Textlängenlauf und den Umbruch online im Layout prüfen.
Produktmanager, Marketing-Experten und Übersetzer arbeiten mit crossbase.trans äußerst effizient zusammen. Statt jede Publikation in einer Sprache fertig zu stellen und dann erst zu übersetzen, setzen Sie mit crossbase.trans viel früher an:
Einfache Verwaltung durch Standard-Workflow: Marketingtexte in vielerlei Versionen, Sprachen und Formatierungen lassen sich durch die crossbase-Datenbank und den Standard-Workflow einfach verwalten. Mit crossbase.text und crossbase.trans können Texte und Übersetzungen effizient erstellt sowie konsistent verwendet werden.
Einmal übersetzt – vielfach verwendet: Üblicherweise werden Texte in Publikationen mehrfach verwendet und trotzdem immer wieder neu übersetzt, obwohl das eigentlich nicht notwendig ist. Der datenbankbasierte Workflow mit crossbase vermeidet diesen unnötigen Mehraufwand. Der Workflow läuft in standardisierten Schritten ab und integriert Medienverantwortliche, Layouter und Übersetzer.
Automatisierte Übersetzungsprozesse: crossbase.trans erstellt Übersetzungen maschinell mit Translation Memories und speichert sie wieder in die Datenbank zurück.
Online übersetzen mit Layoutvorschau: crossbase.online [trans]
crossbase.online [trans] ermöglicht einen effizienten Übersetzungsprozess ohne weitere Korrekturzyklen über das Internet. Texte können online im Kontext zum entsprechenden Printlayout übersetzt und kontrolliert werden. Übersetzer können an jedem beliebigen Ort auf der Welt über das Internet auf Übersetzungsaufträge zugreifen und die Texte in das druckfertige Layout einpassen.
Die Arbeitsschritte mit crossbase.online [trans]:
- Übersetzungsauftrag erstellen: Zunächst werden mit crossbase.trans, z.B. anhand einzelner Katalogseiten, Übersetzungsaufträge erstellt. Das System prüft, ob alle Texte und Bilder vorhanden sind, schlägt für die Zielsprache mögliche Übersetzer vor und stellt einen Übersetzungsauftrag zusammen. Dieser kann anschließend auf den Webserver geladen und dort zur Verfügung gestellt werden.
- Texte übersetzen: Der entsprechende Übersetzer erhält eine Benachrichtigung per E-Mail und kann über seine Benutzerkennung sofort mit der Übersetzung beginnen. Zur besseren Übersicht werden nur die Texte angezeigt, die für den Übersetzer relevant sind. Bereits übersetzte Texte können ausgeblendet und vor der finalen Freigabe auch zwischengespeichert werden.
- Überprüfung mit druckverbindlicher Vorschau: Mit der einzigartigen Online-Textflusskontrolle kann der Übersetzer die Texte sofort online in vorhandene Print-Layouts fließen lassen, um den Zeilenfall und den Umbruch in der Fremdsprache exakt zu überprüfen. In einem automatisch generierten PDF kann er außerdem sofort kontrollieren, ob die Texte passen. Nach der Freigabe werden die Texte direkt in die Datenbank verbucht.
Vorteile und Nutzen
- Volle Textflusskontrolle: Der Textfluss im fremdsprachigen Layout kann über die Online-Textflusskontrolle direkt nach der Übersetzung kontrolliert werden. Durch den neuen Übersetzungsworkflow im Webbrowser lassen sich bis zu 50% der bisherigen Zeit und Übersetzungskosten einsparen!
- Vermeidung von Korrekturzyklen: Der Übersetzungsprozess ist – sofern keine weitere qualitätssichernde Endkontrolle gewünscht wird – in einem Durchlauf abgeschlossen. Auf Wunsch kann der Workflow natürlich auch individuell angepasst werden.
- Effizientes Übersetzungsmanagement: Redundantes Arbeiten wird vermieden, da bereits übersetzte Texte, die auf mehreren Katalogseiten verwendet werden, nach der Übersetzung auf allen weiteren Seiten verfügbar sind.
Terminologieverwaltung mit crossbase.term
crossbase.term ist eine von crossbase neu entwickelte Applikation, die Redakteure und Übersetzer durch ein Terminologiemanagement bei der täglichen Arbeit unterstützt.
crossbase.term unterstützt die Pflegearbeiten z.B. mit folgenden Funktionen:
- Einfacher Abgleich von Texten mit den in der Datenbank hinterlegten Definitionen von Termen.
- Wenn bei der Überprüfung eines Termes Begriffe gefunden werden, die nicht verwendet werden dürfen (sog. Negativterme), werden diese zusammen mit den passenden Wörtern (sog. Positivterme) in einer Übersicht aufgelistet.
- Der Benutzer hat die Möglichkeit Begriffe alphabetisch in einer Baumnavigation zu filtern oder durch eine Volltextsuche im Titel und/oder in der Beschreibung zu suchen.
- Häufig verwendete Begriffe können als Lesezeichen für den schnellen Zugriff abgelegt werden.
- Falls verfügbar bzw. gepflegt, werden zu den Begriffen auch passende Synonyme und Bilder (z.B. Icons oder Piktogramme) angezeigt.
Da Terme oft in Translation Memory Systemen verwaltet werden, wird crossbase eine Schnittstelle zu diesen Systemen anbieten. So wird sichergestellt, dass Terme nur an einer Stelle verwaltet werden, jedoch übergreifend verwendet werden können. Außerdem ist es geplant, speziell ausgewählte Begriffe in einem Glossar, z.B. für den Printkatalog, automatisch zu layouten.
crossbase mediasolution GmbH
Das Unternehmen ist inhabergeführt und in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Seit über 10 Jahren setzen namhafte, international marktführende Hersteller und Handelsunternehmen crossbase ein – entweder in Form einer Standardlösung oder als individuell angepasste Lösung auf Basis der Standardsoftware. Die konsequente Kundenorientierung bei der Weiterentwicklung der crossbase-Software und -Services sind die Basis für das ertragsorientierte Unternehmenswachstum und die hohe Investitionssicherheit.
Die Cross-Media-Lösung von crossbase ist komplett eigenentwickelt. Die Entwicklung wurde 1996 von Geschäftsführer Thomas Kern in einem Druck- und Verlagsunternehmen eingeleitet. Im Jahr 2001 konnten die Softwarerechte samt der Kundenkontakte von diesem Verlagshaus übernommen werden. Seither wird die Cross-Media-Lösung in der crossbase mediasolution GmbH konsequent weiterentwickelt.
Über 40 Kunden vertrauen auf crossbase. Dazu zählen vor allem international aktive Industrie- und Handelsunternehmen. Referenzen im Bereich PIM und Cross-Media sind die Julius-Blum GmbH in Österreich, Arthur Fischer (Fischerdübel) in Waldachtal, CERATIZIT Austria GmbH in Österreich/Luxemburg, Belimo Automation Ltd. in der Schweiz und item industrietechnik GmbH in Solingen.
[Text: crossbase. Quelle: Website und Pressemitteilungen von crossbase. Bild: crossbase.]
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Arthritis statt Arthrose durch Übersetzungsfehler
29.1.2009 von Richard Schneider.
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie weist in einer Mitteilung unter der Überschrift “Rheuma-krank durch Übersetzungsfehler” darauf hin, dass die Ergebnisse einer englischen Studie durch einen Übersetzungsfehler in den deutschen Medien falsch wiedergegeben wurde:
Menschen, die einschlägige Medien wie Bild, Welt oder Stern aufmerksam gelesen haben, könnten demnächst die Rheuma-Praxen stürmen. Anfang Januar berichtete die Presse über den Zusammenhang zwischen dem Längenverhältnis von Ring- und Zeigefinger und dem Risiko einer Arthritis-Erkrankung. Die zugrunde liegende, britische Studie, die in Arthritis & Rheumatism publiziert wurde, spricht jedoch von “osteoarthritis” - zu Deutsch “Arthrose”.
Da wurde nicht gründlich recherchiert, will man meinen. Denn der Fehler liegt im Detail: Die zitierte Studie, die in der Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatism erschien, untersucht den Zusammenhang zwischen Länge von Zeige- und Ringfinger und der Wahrscheinlichkeit, an einer “osteoarthritis of the knee” zu erkranken. Die Forscher erkannten eine positive Relation, wenn der Ringfinger den Zeigefinger überragt. In der deutschen Übersetzung wurde aus der “osteoarthritis” jedoch fälschlicherweise eine Arthritis.
Während wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und kontinuierlich daran arbeiten, den grundlegenden Unterschied zwischen entzündlichem Rheuma und degenerativen Formen in die Öffentlichkeit zu transportieren, torpedieren ungenaue Meldungen wie diese unsere Bemühungen im Schneeballprinzip. Denn der Übersetzungsfehler sprang von einer Zeitung zur nächsten.
[Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V., 2009-01-24. ]
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Lingua-World eröffnet Filiale in Berlin
28.1.2009 von Richard Schneider.
Lingua-World feiert einen ganz besonderen Meilenstein in seiner Entwicklung. Am 27. Januar 2009 wurde in Berlin der 15. Standort des Dolmetscher-, Übersetzer- und Lokalisierungsservices Lingua-World von Gründerin und Geschäftsführerin Nelly Kostadinova (Bild) feierlich eröffnet. Der Filialleiter von Lingua-World Berlin heißt Pawel Kolobkow. Zu seinen Kunden für Übersetzungen und Dolmetscherdienstleistungen zählen Vertreter internationaler Botschaften, Konsulate und Repräsentanten großer Unternehmen. Pawel Kolobkow studierte an der Humboldtuniversität in Berlin Germanistik. Bisher war er Leiter einer Export-Firma.
Zur Eröffnung kamen zudem besondere Gäste: 40 freie Mitarbeiter aus Berlin und Umgebung. Die eingeladenen Dolmetscher sind Muttersprachler, von A wie Afrikaans bis Z wie Zyprisch, und wurden aus zahlreichen Bewerbern nach den Qualitätskriterien der Marke Lingua-World ausgesucht, so dass sie nun bei Dolmetschereinsätzen vor Ort im Rahmen des 24-Stunden-Services an 365 Tagen im Jahr eingesetzt werden können. Der Sprachdienstleister Lingua-World arbeitet mit 10.000 Übersetzern weltweit, die mit Fachübersetzungen und Lokalisierungsprojekten in alle Fachbereiche beschäftigt werden.
Ein hoher Qualitätsstandard zeichnet Lingua-World zudem aus. “Während andere Unternehmen im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise immer mehr reduzieren müssen, freue ich mich besonders, weiterhin expandieren und Arbeitsplätze vor allem in unserer Hauptstadt schaffen zu können”, so Nelly Kostadinova, Geschäftsführerin von Lingua-World.
In der Tauentzienstraße am Ku’damm und in der Nähe des KaDeWe in Berlin, wird Pawel Kolobkow in der Hauptstadt-Filiale die anspruchsvolle Geschäftswelt von Lingua-World bedienen. Beachtlich ist dabei auch die Nähe zu wichtigen Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft, Politik und Finanzbranche, die zukünftig von Lingua-World Berlin bei Dolmetscher- und Übersetzeraufträgen zuverlässig betreut werden können. Mit Berlin verfügt das Unternehmen Lingua-World seit 1997 mittlerweile über ein Netz von 15 Standorten und einem ausländischen Franchisebetrieb in Wien. Somit geht die europaweite Expansion von Lingua-World weiter.
[Quelle: Pressemitteilung Lingua-World, 2009-01-27. Bild: Lingua-World.]
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Katja Raeke neue Vorsitzende des BDÜ Berlin-Brandenburg
27.1.2009 von Richard Schneider.
Auf der Mitgliederversammlung des BDÜ-Landesverbandes Berlin-Brandenburg am 24. Januar 2009 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Künftig wird der Verband von Katja Raeke (Bild oben) als 1. Vorsitzender geführt, 2. Vorsitzende ist Nicoletta Negri. Neu im Vorstand des Landesverbandes sind Peter Krachenwitzer und Michael Failenschmid. Die Ressortverteilung wird der Vorstand auf seiner konstituierenden Sitzung beschließen und auf der Internetseite bekannt geben.
Der bisherige 1. Vorsitzende André Lindemann (Bild unten) trat nach sechs Jahren in dieser Funktion und 12 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wahl an und wird auf Vorschlag des Landesverbandes im März für die Wahl in den Bundesvorstand kandidieren.
Außerdem wurde auf der Jahresmitgliederversammlung eine neue Satzung des Landesverbandes errichtet, die in den nächsten Tagen ebenfalls auf der Website unter www.bdue-berlin.de abrufbar sein wird.
Der Landesverband Berlin-Brandenburg ist einer von insgesamt 13 Mitgliedsverbänden im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ).
[Quelle: Mitteilung des BDÜ Berlin-Brandenburg, 2009-01-26. Bild: BDÜ Berlin-Brandenburg.]
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Übersetzungskritik: 35 Jahre Star-Trek-Synchronisation
26.1.2009 von Richard Schneider.

Es ist keine leichte Aufgabe, ausländische Fernsehserien zu synchronisieren. Besonders schwer haben es die Übersetzer von Kultserien wie Star Trek, denn die Fangemeinde protokolliert gnadenlos jeden Übersetzungsfehler wie diesen hier: “Was ist das für ein Mist, den ich da sehe?” Diese Frage stellt Beverly Crusher dem Computer, als sie in der TNG-Folge “Das Experiment” auf ihrem Bildschirm einen nebelartigen Dunst im Weltraum erblickt. Im Original fragt sie: “What’s that mist I’m seeing there?” (en: mist = de: Nebel).
Seit 1973 wird Star Trek ins Deutsche übersetzt. Bernd Schneider hat Übersetzungsfehler und -Probleme aus über 35 Jahren Synchronisationsgeschichte in einem längeren Aufsatz zusammengestellt. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich auch der Stil der Synchronisation verändert. In den 1970er Jahren wurde übertrieben locker und flockig übersetzt. (Schneider: “Im Original hat Kirk zu einem Außerirdischen nie so etwas wie ‘Mach dir mal nicht ins Hemdchen’ gesagt.”) Heute ist der Stil eher spröde. (”Seven of Nine spricht im Deutschen gestelzt wie eine pensionierte Oberverwaltungsdirektorin: ‘Die Kinder wünschen an dieser Aktivität zu partizipieren.’”)
Ziemlich verkrampft wirken rückblickend die Zensurmaßnahmen des ZDF zur kindgerechten Aufbereitung der Serie. So wurden in der Folge “Weltraumfieber” reichlich vorhandene und für die Handlung wichtige erotische und sexuelle Anspielungen bis hin zur völligen Sinnverdrehung getilgt. Die Geschichte handelt davon, dass der gefühlskalte, von Logik und Vernunft beherrschte Spock durch eine Krankheit in das genaue Gegenteil umschlägt: Er mutiert zu einer von Sehnsüchten, Trieben und Gelüsten beherrschten Person. Eine andere Folge (”Patterns of force”), in der Spock in SS-Uniform herumläuft, um einen von Nazis beherrschten Planeten zu retten, wurde gar nicht erst synchronisiert.
Manche Schnitzer sind darauf zurückzuführen, dass sich die Übersetzer in der Star-Trek-Welt nicht auskennen. So wird die Anweisung “Lower the forcefield!” mit “Verringern Sie das Kraftfeld!” eingedeutscht, obwohl es - wenn man weiß, was gemeint ist - hier nur “Senken Sie das Kraftfeld!” heißen kann. Ein weiteres Beispiel: Die Maßeinheit “microns”, also simple “Mikrometer”, wird in einigen TNG-Folgen mit “Mikronen” übersetzt.
Vereinzelt wurden aber auch Fehler im Original durch die Synchronisation korrigiert. So kommen Kirk und Spock bei einer Verfolgungsjagd an eine Tunnelgabelung. Kirk deutet nach rechts und sagt im Original zu Spock, er solle nach links gehen. Dann weist er nach links und sagt, dass er selbst in den rechten Gang laufen werde. Die Übersetzer sorgten dafür, dass sich William Shatner mit seiner Rechts-links-Schwäche nicht beim deutschen Publikum blamierte.
Zur Übersetzung der Eigennamen schreibt Schneider:
Pavel Chekov wurde in der deutschen Fassung ohne greifbaren Grund zu “Pane”, was wohl nicht einmal ein russischer Name ist. Spocks Mutter Amanda wurde in TOS: “Die Reise nach Babel” zu “Emily” abgeändert. […] Ein Sinn dieser Umbenennungen ist bis heute nicht ersichtlich. Genauso verhält es sich mit Gary Seven, der in TOS: “Ein Planet, genannt Erde” zu “Felix Sevenrock” mutierte.
Eine Fehlübersetzung ist übrigens schon der berühmte Vorspann, in dem es heißt: “Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.” Kirk und Spock haben unsere Galaxie aber nie verlassen, weil sie es nicht konnten. Für eine Reise zum Rand der Milchstraße hätte auch die Enterprise trotz Warp-Antrieb rund 300 Jahre gebraucht. Im englischen Ausgangstext kommt das Wort “Galaxie” überhaupt nicht vor. Hier heißt es einfach: “… to boldly go where no man has gone before.”
Trotz dieser Pannen gelten die Star-Trek-Serien und -Filme als gut übersetzt. Verantwortlich für die Synchronisierung waren Bavaria Film Synchron in München und Arena Synchron in Berlin.
Einen ausführlichen Artikel zum Thema können Sie auf der Website Ex Astris Scientia lesen.
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Lübecker Übersetzertreffen mit Günter Grass beendet
25.1.2009 von Richard Schneider.
Was ist ein “Landei”? Was ist ein “krummes Ding”? Was bedeutet “zu Potte kommen”? Was ist ein “Resthof”? Diese und ähnliche Fragen hat Günter Grass fünfzehn Übersetzern beantwortet, die der Steidl Verlag für eine Woche in Lübeck versammelt hatte.
“Seite für Seite gehen die Teilnehmer das Buch durch. Geduldig beantworten Grass und sein Lektor Helmut Frielinghaus, der das Treffen moderiert, die vielen Fragen”, berichtet die dpa. Die Finnisch-Übersetzerin Oili Suominen meint: “Günter Grass macht es uns Übersetzern nicht leicht. Er verwendet gerne Wortspiele, Dialektausdrücke und eigene Wortschöpfungen, die sich nur schwer in andere Sprachen übertragen lassen.”
Diesmal ging es um die Übersetzung seines neuesten Prosabandes Die Box. Dies ist der zweite Teil seiner Autobiografie, die in rund 25 Sprachen übersetzt werden soll.
Die Grass’schen Übersetzertreffen gelten in der Literaturübersetzungsbranche als vorbildlich. Obwohl es sie bereits seit 1978 gibt, haben sie bislang keine Nachahmer gefunden.
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technische kommunikation 1/2009 mit Schwerpunkt CE-Kennzeichnung
24.1.2009 von Richard Schneider.
Soeben ist die Ausgabe 1/2009 der technischen kommunikation erschienen, der Fachzeitschrift für technische Dokumentation und Informationsmanagement und Mitgliederzeitschrift der tekom. Aus dem Inhalt:
Schwerpunktthema: CE-Kennzeichnung
- Auf dem Weg zum freien Warenaustausch: Mit dem CE-Zeichen haben die europäischen Politiker den Warenaustausch erheblich vereinfacht. Martin Galbierz beschreibt den Web zum CE-Zeichen, die Rolle der technischen Kommunikation und zukünftige Entwicklungen, zum Beispiel durch die neue Maschinenrichtlinie.
- Die Verantwortung wahrnehmen: Für den Erfolg der CE-Kennzeichnung spielt eine rechtskonforme Anleitung eine entscheidende Rolle. Anhand der Praxis bei SEW-Eurodrive beschreibt Stephan Schneider, welche Schritte ein Unternehmen auf dem Weg zu hoher Anleitungsqualität gehen muss.
Werkzeuge
- Instantlösung für Hilfe und Handbuch: Einfach und pragmatisch unterstützt die Anwendung “Help & Manual” das Erstellen von Online-Hilfen und gedruckten Handbüchern. Marc Achtelig erklärt, was die aktuelle Version 5 für den Einsatz in der technischen Kommunikation alles leisten kann.
- Praxistipp Word: Ein Format in aller Offenheit?
Arbeitspraxis
- Ausgezeichnete Sicherheit für Senioren: Für kranke und ältere Menschen ist ein Hausnotrufgerät lebensnotwendig. Da sich der Betroffene dieser Technik anvertrauen muss, spielt die Gebrauchsanleitung eine außerordentlich wichtige Rolle. Claudia Riese zeigt, wie das Unternehmen Tunstall diese Aufgabe erfüllt hat und warum es dafür einen Dokupreis erhalten hat.
Sprache
- Es lebe der Unterschied! Mit Hilfe von Verben lässt sich die Orientierung in technischer Dokumentation deutlich verbessern. Ageliki Ikonomidis stellt anhand von Beispielen verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung dar.
- Praxistipp Sprache: Fischen in fremden Gewässern
Terminologie
- ERP unterstüzt Terminologie: Etwa zehn Monate dauerte die Einführung eines professionellen Terminologiemanagements bei der Hamburger Eppendorf AG. Als Terminologiequelle verwendet das Unternehmen auch das ERP-System. Auf welche Weise und mit welchem Nutzen für die Praxis, das stellen Rachel Herwartz und Ulrich Pinkernell vor.
Informationsmanagement
- Richtig verweisen: Verweisgirlanden und tote Links treiben nicht nur den Anwender einer technischen Dokumentation zur Verzweiflung. Ein hilfreicher Verweis erfordert daher viel Aufmerksamkeit. Mareike von der Stück erklärt, wie sich Verweise klassifizieren und sinnvoll integrieren lassen.
tekom-Nachrichten
- Ein Abend für das Ehrenamt
- Neue Schriftführerin Isabelle Fleury gewählt
- Usability - gemeinsame Potenziale ausschöpfen
Ausführliche Informationen über die technische kommunikation finden Sie links im Menü unter “Zeitschriften”.
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Die Zukunft des Internets ist vielsprachig
23.1.2009 von Richard Schneider.
Unternehmen, die den Internet-Markt für sich gewinnen wollen, sollten sich potenziellen Kunden in der jeweiligen Landessprache vorstellen. Noch dominiert Englisch das Internet, doch andere Sprachen wie Chinesisch holen rasant auf.
Allein in Indien werden 100 verschiedene Sprachen gesprochen. Und nur etwa ein Zehntel aller 1,15 Mrd. Inder beherrscht Englisch fließend. Hinzu kommt, dass auch Menschen mit Englisch-Kenntnissen im Alltag ihre Muttersprache bevorzugen.
Deshalb hat Ram Prakash Hanumanthappa, ein Unternehmer aus Bangalore, Quillpad entwickelt, einen Online-Service, der phonetisch in lateinischen Buchstaben geschriebene Wörter in zehn verschiedene Landesalphabete übersetzt. Westliche Technologieunternehmen würden nicht viel von der indischen Sprachvielfalt verstehen und sich dadurch viel Potenzial entgehen lassen, so der Betreiber.
Google bietet seine Dienste in Indien in neun Landessprachen an. Dabei hat man offenbar aus dem Misserfolg in China gelernt. Google ist dort nicht die Nummer 1 der Suchmaschinen, weil die lokalen Gegebenheiten nicht ausreichend beachtet wurden.
Auf diese und weitere Fakten weist ein Artikel hin, den Sie im Standard lesen können.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Der Standard, 2009-01-09.]
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Buch “Dolmetschen bei Gericht” von Mira Kadric
22.1.2009 von Richard Schneider.
Dieses Buch ist das erste grundlegende Werk zum Thema Gerichts- und Behördendolmetschen im deutschsprachigen Raum. Ausgehend von den theoretischen Grundlagen des translatorischen Handelns und den rechtlichen Bedingungen dieses Arbeitsfeldes wird die Dolmetschpraxis anhand von empirischen Untersuchungen systematisch dargestellt und kritisch beleuchtet. Eine Umfrage und eine Fallstudie zeigen, dass das Berufsbild und die Erwartungen, die in der Praxis an Gerichtsdolmetscher gestellt werden, oft weit auseinander liegen. Daran anknüpfend entwickelt die Autorin Vorschläge für eine spezifische Ausbildung im Bereich des gerichtlichen Dolmetschens.
Peter Bartetzky rezensierte das Werk im MDÜ 3/2006: “[Ein] ‘Handbuch für Gerichtsdolmetscher’ im Sinne eines handlichen und zugleich umfassenden Nachschlagwerks […] wärmstens empfohlen.” Und Michaela Ott-Spracklin kommentierte in der Mitgliederzeitschrift der Universitas: “Das 230 Seiten umfassende Werk ist klar und übersichtlich aufgebaut. Mit dieser Publikation ist es Mira Kadric gelungen, auf diesem bislang wenig erschlossenen Gebiet ein Grundlagenwerk zu verfassen, das zu Recht als ‘Bibel’ oder Standardreferenz für den […] angesprochenen Adressatenkreis gelten kann.”
Die Autorin, Ass.-Prof. Mag. Dr. Mira Kadric, lehrt und forscht am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien und ist praktizierende Gerichtsdolmetscherin.
Mira Kadric (2006): Dolmetschen bei Gericht. Erwartung, Anforderungen, Kompetenzen. facultas.wuv Universitätsverlag, Wien. Zweite, vollständig überarbeitete Auflage. 255 Seiten, 19,90 Euro, ISBN-10: 3851149548, ISBN-13: 978-3851149548.
[Text: facultas.wuv Universitätsverlag.]
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