Lübecker Übersetzertreffen mit Günter Grass beendet

Was ist ein „Landei“? Was ist ein „krummes Ding“? Was bedeutet „zu Potte kommen“? Was ist ein „Resthof“? Diese und ähnliche Fragen hat Günter Grass fünfzehn Übersetzern beantwortet, die der Steidl Verlag für eine Woche in Lübeck versammelt hatte.

„Seite für Seite gehen die Teilnehmer das Buch durch. Geduldig beantworten Grass und sein Lektor Helmut Frielinghaus, der das Treffen moderiert, die vielen Fragen“, berichtet die dpa. Die Finnisch-Übersetzerin Oili Suominen meint: „Günter Grass macht es uns Übersetzern nicht leicht. Er verwendet gerne Wortspiele, Dialektausdrücke und eigene Wortschöpfungen, die sich nur schwer in andere Sprachen übertragen lassen.“

Diesmal ging es um die Übersetzung seines neuesten Prosabandes Die Box. Dies ist der zweite Teil seiner Autobiografie, die in rund 25 Sprachen übersetzt werden soll.

Die Grass’schen Übersetzertreffen gelten in der Literaturübersetzungsbranche als vorbildlich. Obwohl es sie bereits seit 1978 gibt, haben sie bislang keine Nachahmer gefunden.

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