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20 Jahre Fatwa gegen Rushdie: Mordanschläge auf drei seiner Übersetzer
Dieser Eintrag stammt von Richard Schneider Am 14.2.2009 @ 20:09 In Missstände, Literaturübersetzer | Kommentarfunktion deaktiviert
Heute vor 20 Jahren, am 14. Februar 1989, verurteilte der iranische Staatschef Ayatollah Khomeini den indisch-britischen Autor Salman Rushdie in einer Fatwa zum Tode. Dessen Buch Satanische Verse verunglimpfe den Islam, den Propheten Mohammed und den Koran. Moslems in aller Welt wurden aufgefordert, das Urteil zu vollstrecken.
Im Gegensatz zu Rushdi stehen seine Übersetzer nicht unter Polizeischutz. Drei von ihnen wurden dadurch zum leichten Ziel von Anschlägen.
“Heute wirkt dieses Todesurteil wie das erste Kapitel einer finsteren Geschichte, die nicht mehr aufhören will”, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der Fundamentalismus ist stärker denn je, die Islamisierung vieler westlicher Gesellschaften (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) schreitet fort.
Dies äußert sich unter anderem darin, dass Islam-kritische Stellungnahmen nicht mehr veröffentlicht oder gar als Volksverhetzung gewertet werden. Selbst für Kabarettisten wie Harald Schmidt und Bruno Jonas, die gerne und oft auf der katholischen Kirche herumhacken, ist das Thema Islam auf der Bühne tabu. Immerhin stehen die beiden zu ihrer Feigheit und bekennen offen und ehrlich, dass ihnen ihr Leben lieber ist als eine gelungene Pointe.
Wer weiß, ob sich heute überhaupt noch Verlage und Übersetzer für Rushdies Satanische Verse finden ließen?
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