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Archive für 19.2.2009

Rentnerschwemme: EU befürchtet Dolmetschermangel

In den nächsten Jahren wird die erste Generation der EU-Dolmetscher und -Übersetzer und damit ein ungewöhnlich hoher Anteil der Beschäftigten in den Ruhestand gehen. Schon heute liegt der Altersdurchschnitt der Sprachendienstler bei 50 Jahren.

Besonders nachteilig wird sich dies bei der wichtigsten Amts- und Relaissprache Englisch auswirken. Nach Angaben der EU-Kommission wird bis 2015 mehr als ein Drittel der derzeit bei der EU beschäftigten englischen Muttersprachler ausscheiden. Auch Sprachmittler für Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch würden schon bald in ähnlichem Umfang fehlen.

Auf diese Chance für Neueinsteiger weist der Fernsehsender Euronews in einem Bericht hin: “Zwar schafft nur ein Drittel der Kandidaten den Einstellungstest, aber das Einstiegsgehalt von etwa 5000 Euro netto sollte über diese Anstrengung hinwegtrösten …”

Doch trotz der fürstlichen Gehälter für die im Vergleich zur freien Wirtschaft überbezahlten EU-Sprachmittler ist die Nachwuchsrekrutierung bei einzelnen Sprachen schwierig. Dazu gehören nicht nur die Sprachen kleiner oder neuer Mitgliedstaaten.

So bemüht sich die EU bereits seit Längerem, bei den sprachfaulen Briten durch die Förderung entsprechender Studiengänge und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit junge Talente für den Beruf zu begeistern. Ob es gelingen wird, die sich in den nächsten Jahren auftuende Lücke rasch zu schließen, ist mehr als fraglich. Denn auch auf dem deutschen Übersetzungsmarkt besteht seit Jahrzehnten ein Mangel an englischen Muttersprachlern. Dieser ist nicht behebbar, weil Briten und Amerikaner einfach keine Fremdsprachen lernen wollen. In den Studiengängen für Übersetzer und Dolmetscher auf der ganzen Welt sind englische Muttersprachler eine kleine exotische Minderheit. Selbst in großen, renommierten Instituten wie dem FASK Germersheim muss man sie mit der Lupe suchen.

Die Süddeutsche Zeitung befragt zu dieser Problematik Alexander Drechsel (27), der in Leipzig studiert hat und nun für die EU-Kommission dolmetscht. Zu den Werbemaßnahmen der EU schreibt die Zeitung:

Wegen des drohenden Nachwuchsmangels will die EU-Kommission die Dolmetscher jetzt wenigstens zeitweise ins Rampenlicht rücken. Um Nachwuchs anzulocken, startet sie am Donnerstag eine Kampagne, unter anderem mit Werbespots auf der Internetseite Youtube. Zunächst werden Englisch-Dolmetscher angesprochen, Deutsch soll im Laufe des Jahres folgen.

Das aktuelle sechsminütige Werbevideo der EU-Generaldirektion Dolmetschen trägt den Titel “Interpreting for Europe … into English”. Zu Wort kommen die Abteilungsleiter David Smith (Bild) und Miguel Gomes sowie die Dolmetscher Kate Davies, Rachel Hayes, Marilena Iannidinardi, Jonathan McKie, Nicholas Roche, Jeffrey Silver, Karl Telfer und Andrew Upton. Sie finden es in englischer Sprache auf YouTube.

Den erwähnten Zeitungsartikel können Sie in der Süddeutschen Zeitung lesen, der Fernsehbeitrag steht auf der Website von Euronews.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2009-02-19; Euronews, 2009-02-19. Bild: EU.]

Across Systems lädt ein zur Anwenderkonferenz crossPoint

Am 12. März 2009 lädt Across Systems erneut zur Anwenderkonferenz ‚crossPoint‘ nach Köln ein. Die Veranstaltung bietet praxisnahe Informationen zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Across Language Server, der Plattform für alle sprachlichen Belange im Unternehmen. Einblicke in den Anwenderalltag geben Sina Zimmermann, HypoVereinsbank AG, Rene Petri, Nero AG und Gerald Salisbury, SMA Solar Technology AG. Auf der Agenda stehen auch Workshops zu aktuellen Themen, wie das Terminologie-Management, und Beiträge zu unterschiedlichen Integrations-Szenarien. Die Teilnehmer erhalten ebenfalls eine Vorschau auf Version v5 des Language Server.

„Mit nahezu 200 Teilnehmern war die Anwenderkonferenz im letzten Jahr ein voller Erfolg“, sagt Niko Henschen (Bild), Geschäftsführer der Across Systems GmbH. „Wir waren mehr als ausgebucht. Das spiegelt das große Interesse an unserer Technologie wider. Um den internationalen Markt bedienen zu können und den Anforderungen an eine effiziente mehrsprachige Produkt- und Unternehmenskommunikation zu genügen, suchen die Unternehmen nach geeigneten Lösungen.“

Das Konferenzprogramm ist in diesem Jahr noch stärker an den Informationsbedürfnissen der Teilnehmer ausgerichtet. Sie erhalten gleich zu Beginn der Veranstaltungen einen Einblick in die neue Version v5 des Language Server. Im Anschluss berichten namhafte Anwender über den Einsatz von Across in der Praxis: Wie das System als konzernweite Plattform bei der HypoVereinsbank AG genutzt wird und für alle Mitarbeiter über ein webbasiertes Sprachportale zugänglich ist, erläutert Sina Zimmermann von der HypoVereinsbank. Um einen kundenspezifisch automatisierten Übersetzungs-Workflow als Basis für die Adressierung von 300 Millionen Nero-Anwendern weltweit, geht es bei Rene Petri von der Nero AG. Gerald Salisbury stellt dar, wie der Language Server bei SMA Solar Technology AG als zentrale Plattform zur Integration von Dienstleistern und korrespondierenden Anwendungen zum Einsatz kommt.

Nachmittags: Integrations-Szenarien und Anwender-Workshops

Der Nachmittag ist gegliedert in die Bereiche ‚Integrations-Szenarien’ und ‚Anwender-Workshops’. Technologie-Partner von Across zeigen auf, wie durch das effiziente Zusammenspiel korrespondierender Systeme durchgängige Prozesse realisiert werden können. Dieses Jahr sind vertreten die SAP AG, die Netzwerkstatt GmbH mit einer TYPO3-Anbindung, Ovidius und SCHEMA mit XML-basierten Redaktionslösungen, Optimal Systems zum Thema Mehrsprachigkeit und Compliance sowie die Lots of Dots AG zur Lokalisierung von Layout-Dokumenten.

In den parallel angebotenen Anwender-Workshops liegt der Schwerpunkt auf den Themen ‚Terminologiearbeit mit dem Across Language Server’ und ‚nahtlose Zusammenarbeit mit Dienstleistern auf der Basis von crossGrid’. Als Workshopleiter und Moderatoren stehen Renate Dockhorn, BDÜ Nordrhein-Westfalen, sowie Constantin Walter, Senior Consultant Across Systems, zur Verfügung. Stefan Kreckwitz, Entwicklungsleiter Across Systems, betreut den Workshop zur Automatisierung von Übersetzungs-Workflows.

In den Konferenzpausen erleichtern sogenannte Themen-Tische den gezielten Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit anderen Konferenzteilnehmern bzw. den Ansprechpartnern von Across und seinen Partnern.

Informationen zur Veranstaltung

Veranstaltungsort ist das Hilton Cologne in Köln. Die Teilnahme an der Anwenderkonferenz ist kostenfrei.  Am Vorabend findet ein Get-together statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.across.net

[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems, 2009-02-18. Bild: Across Systems.]

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