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Archive für Februar 2009
Rentnerschwemme: EU befürchtet Dolmetschermangel
19.2.2009 von Richard Schneider.
In den nächsten Jahren wird die erste Generation der EU-Dolmetscher und -Übersetzer und damit ein ungewöhnlich hoher Anteil der Beschäftigten in den Ruhestand gehen. Schon heute liegt der Altersdurchschnitt der Sprachendienstler bei 50 Jahren.
Besonders nachteilig wird sich dies bei der wichtigsten Amts- und Relaissprache Englisch auswirken. Nach Angaben der EU-Kommission wird bis 2015 mehr als ein Drittel der derzeit bei der EU beschäftigten englischen Muttersprachler ausscheiden. Auch Sprachmittler für Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch würden schon bald in ähnlichem Umfang fehlen.
Auf diese Chance für Neueinsteiger weist der Fernsehsender Euronews in einem Bericht hin: “Zwar schafft nur ein Drittel der Kandidaten den Einstellungstest, aber das Einstiegsgehalt von etwa 5000 Euro netto sollte über diese Anstrengung hinwegtrösten …”
Doch trotz der fürstlichen Gehälter für die im Vergleich zur freien Wirtschaft überbezahlten EU-Sprachmittler ist die Nachwuchsrekrutierung bei einzelnen Sprachen schwierig. Dazu gehören nicht nur die Sprachen kleiner oder neuer Mitgliedstaaten.
So bemüht sich die EU bereits seit Längerem, bei den sprachfaulen Briten durch die Förderung entsprechender Studiengänge und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit junge Talente für den Beruf zu begeistern. Ob es gelingen wird, die sich in den nächsten Jahren auftuende Lücke rasch zu schließen, ist mehr als fraglich. Denn auch auf dem deutschen Übersetzungsmarkt besteht seit Jahrzehnten ein Mangel an englischen Muttersprachlern. Dieser ist nicht behebbar, weil Briten und Amerikaner einfach keine Fremdsprachen lernen wollen. In den Studiengängen für Übersetzer und Dolmetscher auf der ganzen Welt sind englische Muttersprachler eine kleine exotische Minderheit. Selbst in großen, renommierten Instituten wie dem FASK Germersheim muss man sie mit der Lupe suchen.
Die Süddeutsche Zeitung befragt zu dieser Problematik Alexander Drechsel (27), der in Leipzig studiert hat und nun für die EU-Kommission dolmetscht. Zu den Werbemaßnahmen der EU schreibt die Zeitung:
Wegen des drohenden Nachwuchsmangels will die EU-Kommission die Dolmetscher jetzt wenigstens zeitweise ins Rampenlicht rücken. Um Nachwuchs anzulocken, startet sie am Donnerstag eine Kampagne, unter anderem mit Werbespots auf der Internetseite Youtube. Zunächst werden Englisch-Dolmetscher angesprochen, Deutsch soll im Laufe des Jahres folgen.
Das aktuelle sechsminütige Werbevideo der EU-Generaldirektion Dolmetschen trägt den Titel “Interpreting for Europe … into English”. Zu Wort kommen die Abteilungsleiter David Smith (Bild) und Miguel Gomes sowie die Dolmetscher Kate Davies, Rachel Hayes, Marilena Iannidinardi, Jonathan McKie, Nicholas Roche, Jeffrey Silver, Karl Telfer und Andrew Upton. Sie finden es in englischer Sprache auf YouTube.
Den erwähnten Zeitungsartikel können Sie in der Süddeutschen Zeitung lesen, der Fernsehbeitrag steht auf der Website von Euronews.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2009-02-19; Euronews, 2009-02-19. Bild: EU.]
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Across Systems lädt ein zur Anwenderkonferenz crossPoint
19.2.2009 von Richard Schneider.
Am 12. März 2009 lädt Across Systems erneut zur Anwenderkonferenz ‚crossPoint‘ nach Köln ein. Die Veranstaltung bietet praxisnahe Informationen zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Across Language Server, der Plattform für alle sprachlichen Belange im Unternehmen. Einblicke in den Anwenderalltag geben Sina Zimmermann, HypoVereinsbank AG, Rene Petri, Nero AG und Gerald Salisbury, SMA Solar Technology AG. Auf der Agenda stehen auch Workshops zu aktuellen Themen, wie das Terminologie-Management, und Beiträge zu unterschiedlichen Integrations-Szenarien. Die Teilnehmer erhalten ebenfalls eine Vorschau auf Version v5 des Language Server.
„Mit nahezu 200 Teilnehmern war die Anwenderkonferenz im letzten Jahr ein voller Erfolg“, sagt Niko Henschen (Bild), Geschäftsführer der Across Systems GmbH. „Wir waren mehr als ausgebucht. Das spiegelt das große Interesse an unserer Technologie wider. Um den internationalen Markt bedienen zu können und den Anforderungen an eine effiziente mehrsprachige Produkt- und Unternehmenskommunikation zu genügen, suchen die Unternehmen nach geeigneten Lösungen.“
Das Konferenzprogramm ist in diesem Jahr noch stärker an den Informationsbedürfnissen der Teilnehmer ausgerichtet. Sie erhalten gleich zu Beginn der Veranstaltungen einen Einblick in die neue Version v5 des Language Server. Im Anschluss berichten namhafte Anwender über den Einsatz von Across in der Praxis: Wie das System als konzernweite Plattform bei der HypoVereinsbank AG genutzt wird und für alle Mitarbeiter über ein webbasiertes Sprachportale zugänglich ist, erläutert Sina Zimmermann von der HypoVereinsbank. Um einen kundenspezifisch automatisierten Übersetzungs-Workflow als Basis für die Adressierung von 300 Millionen Nero-Anwendern weltweit, geht es bei Rene Petri von der Nero AG. Gerald Salisbury stellt dar, wie der Language Server bei SMA Solar Technology AG als zentrale Plattform zur Integration von Dienstleistern und korrespondierenden Anwendungen zum Einsatz kommt.
Nachmittags: Integrations-Szenarien und Anwender-Workshops
Der Nachmittag ist gegliedert in die Bereiche ‚Integrations-Szenarien’ und ‚Anwender-Workshops’. Technologie-Partner von Across zeigen auf, wie durch das effiziente Zusammenspiel korrespondierender Systeme durchgängige Prozesse realisiert werden können. Dieses Jahr sind vertreten die SAP AG, die Netzwerkstatt GmbH mit einer TYPO3-Anbindung, Ovidius und SCHEMA mit XML-basierten Redaktionslösungen, Optimal Systems zum Thema Mehrsprachigkeit und Compliance sowie die Lots of Dots AG zur Lokalisierung von Layout-Dokumenten.
In den parallel angebotenen Anwender-Workshops liegt der Schwerpunkt auf den Themen ‚Terminologiearbeit mit dem Across Language Server’ und ‚nahtlose Zusammenarbeit mit Dienstleistern auf der Basis von crossGrid’. Als Workshopleiter und Moderatoren stehen Renate Dockhorn, BDÜ Nordrhein-Westfalen, sowie Constantin Walter, Senior Consultant Across Systems, zur Verfügung. Stefan Kreckwitz, Entwicklungsleiter Across Systems, betreut den Workshop zur Automatisierung von Übersetzungs-Workflows.
In den Konferenzpausen erleichtern sogenannte Themen-Tische den gezielten Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit anderen Konferenzteilnehmern bzw. den Ansprechpartnern von Across und seinen Partnern.
Informationen zur Veranstaltung
Veranstaltungsort ist das Hilton Cologne in Köln. Die Teilnahme an der Anwenderkonferenz ist kostenfrei. Am Vorabend findet ein Get-together statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.across.net
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems, 2009-02-18. Bild: Across Systems.]
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Dolmetscher sind auf dem Balkan Spitzenverdiener
18.2.2009 von Richard Schneider.
Dolmetscher, die auf dem Balkan für internationale Organisationen arbeiten, sind in ihrem Land Spitzenverdiener und gehören zur neuen wirtschaftlichen Elite. Dies geht aus einem Artikel des Österreichischen Rundfunks ORF hervor, in dem neuere Untersuchungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in den ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken nach der Unabhängigkeit von Serbien zitiert werden.
Insgesamt gesehen gehe es vorwärts, aber die Schere zwischen Arm und Reich klaffe immer weiter auseinander. Der Großteil der Menschen beurteile die wirtschaftliche Situation als schlecht, und das Vertrauen in die staatlichen Institutionen sei äußerst gering. Zu diesen Ergebnissen kommt der “Gallup Balkan Monitor 2008″, für den das bekannte Meinungsforschungsinstitut 7.000 Personen in sechs Balkanstaaten befragt hat.
Vedran Dzihić, Politikwissenschaftler an der Universität Wien, erklärt: “Es gibt neue Eliten, die äußerst stark profitierten, aber auch jene, die dabei auf der Strecke bleiben.” Der monatliche Durchschnittslohn betrage in Serbien etwa 300 Euro, im Kosovo 200 Euro. Der ORF schreibt:
Die soziale Ungleichheit ist in den Ländern am stärksten, die während der Jugoslawienkriege besonders stark gelitten haben. Das sind Bosnien Herzegowina und der Kosovo. “So muss ein Sarajevoer Pensionist mit 50 bis 100 Euro im Monat zurecht kommen, diejenigen, die beispielsweise als Übersetzerin oder als Berater für die Internationalen Organisationen zuständig sind, verdienen zwischen 1000 und 2000 Euro oder auch mehr. Und im Kosovo verdient ein für die österreichischen Truppen tätiger Dolmetscher drei Mal so viel wie ein auf höchster Ebene tätiger Ministerialbeamter”, sagt Vedran Dzihić.
[Text: Richard Schneider. Quelle: ORF, 2009-02-18.]
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Schweiz: SNF empfiehlt Englisch als Teil-Amtssprache
18.2.2009 von Richard Schneider.
Der Schweizerischer Nationalfonds (SNF) untersucht im Forschungsprojekt “NFP 56″ die “Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz”. Soeben hat er folgende Pressemitteilung zur “Sprachenpolitik im Einwanderungsland Schweiz” herausgegeben:
Immer mehr Menschen, die in der Schweiz leben und arbeiten, verstehen die lokale Sprache nicht oder nur schlecht. Der Staat sollte seine Politik deshalb auf die neue Sprachenvielfalt ausrichten, indem er das Erlernen der Landessprachen fördert, aber auch vermehrt Übersetzungshilfen anbietet.
Sprachkenntnisse bezeichnet man heute oft als Schlüssel für die Integration von Zugewanderten. Auch die Schweizer Gesetzgebung sieht in Sprachkenntnissen zunehmend das ausschlaggebende Kriterium für den Umgang mit Ausländerinnen und Ausländern. So erlaubt das neue Ausländergesetz den Behörden, das Erteilen einer Aufenthaltsbewilligung an die Bedingung zu knüpfen, dass der Betreffende einen Sprachkurs besucht. Die Niederlassungsbewilligung soll zukünftig nur noch erteilt werden, wenn der Ausländer über gute Sprachkenntnisse verfügt.
Problematisch dabei ist einerseits, dass das Aufzwingen von Sprachkursen mit den Grundrechten kollidieren kann, wie die Juristen Alberto Achermann und Jörg Künzli in ihrer im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms “Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz” (NFP 56) erstellten Studie aufzeigen. Andererseits kann man Angehörige von EU-Staaten nicht zur Integration verpflichten, was zu Rechtsungleichheit unter den Immigranten führt. Daher wäre vermehrt auf positive Anreize zu setzen, dass etwa, wer eine Amtssprache beherrscht, die Niederlassungsbewilligung schneller erhält.
Eine neue Sprachenpolitik
Das Schweizer Rechtssystem kennt kein allgemeines Recht auf Übersetzung. Bund und Kantone sind nicht verpflichtet, mit der Bevölkerung in einer anderen als einer Amtssprache zu kommunizieren. Aus den Grund- und Menschenrechten lässt sich zwar kein allgemeines Recht auf Übersetzung ableiten, doch im Bildungs- und im Sozialhilfebereich sowie im Gesundheitswesen ist eine allgemein funktionierende Kommunikation unerlässlich.
In gewissen Fällen besitzen Zugewanderte aus rechtsstaatlicher Sicht sehr wohl ein Recht auf Übersetzung - beispielsweise im Vorfeld medizinischer Eingriffe oder wenn der Staat zum Schutz des Lebens verpflichtet ist, die notwendigen Informationen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, etwa bei der Deklaration lebensgefährlicher Produkte. Eine vorausschauende Sprachenpolitik sollte nicht bloss auf Verpflichtungen im Rahmen des Ausländerrechts setzen. Deshalb ist eine weiter greifende Sprachförderungspolitik notwendig.
Englisch als Teil-Amtssprache?
Die Forscher empfehlen den staatlichen Akteuren, im Sinne der vom neuen Ausländergesetz postulierten Chancengleichheit sprachliche Hindernisse abzubauen. Spitäler sollten professionelle Übersetzungshilfen beiziehen und Merkblätter in verschiedenen Sprachen anbieten. Vor schulischen Selektionsentscheiden könnten fremdsprachige Kinder privilegiert unterrichtet werden. Der Staat sollte die lokale Amtssprache bei der familienexternen Kinderbetreuung, auf Kindergartenstufe oder für Unterstützung auf Gymnasialstufe verstärkt vermitteln.
Zu prüfen ist laut den Autoren, die englische Sprache zur Teil-Amtssprache aufzuwerten, d.h. der Staat würde mit der Bevölkerung punktuell vermehrt auf Englisch kommunizieren. Dies käme den von der Wirtschaft begehrten hochqualifizierten Arbeitskräften entgegen, die mit ihrer Familie nur eine begrenzte Zeit hier leben und kaum zum Erlernen einer Landessprache zu verpflichten sind. Die Einführung der Teil-Amtssprache würde zudem die Rechtswirklichkeit nachvollziehen, da bereits mehrere Bereiche der Arbeitswelt, besonders bei international ausgerichteten Unternehmen, vom Englischen durchdrungen sind.
Nationales Forschungsprogramm “Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz” (NFP 56)
Die traditionelle Viersprachigkeit der Schweiz ist längst zur Vielsprachigkeit geworden. Dies wirft für Schule und Gesellschaft Probleme auf. Andererseits aber eröffnet das sprachliche Kapital der Schweiz grosse Chancen, da die internationalen Verflechtungen Sprachenkenntnisse nötiger denn je machen. Die Vielfalt der Sprachen stellt heute neue Fragen an Schule, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und auch an jedes einzelne Individuum. Das vom Bundesrat in Auftrag gegebene NFP 56 erforscht und entwickelt seit 2006 die Grundlagen zur Erhaltung, Förderung und Nutzung der Sprachenvielfalt in der Schweiz.
[Text: SNF. Quelle: Pressemitteilung SNF, 2009-02-17. Bild: Archiv.]
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ADÜ Nord präsentiert Infoblatt 1/2009
17.2.2009 von Richard Schneider.
Soeben hat der ADÜ Nord die Februarausgabe seines Infoblatts veröffentlicht. Auf 24 Seiten präsentieren die “Assoziierten Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland” diesmal folgende Themen:
- Runderneuerte Internetpräsenz des ADÜ Nord
- Bedeutung der Freiberuflichkeit für die Gesellschaft
- Rechtsecke: Dolmetschergesetz in Schleswig-Holstein und Niedersachsen
- Buchrezensionen: Übersetzen und Philologie; Italienisches Recht
- Veranstaltungsberichte: tekom-Tagung, “Verständlich schreiben”, Spanisch-Seminar
- Seminare, Veranstaltungen und weitere Termine
Gleichzeitig weist der Verband auf die nächsten Veranstaltungen im Norden hin:
- 23.03.2009: Sprachmittler als Marke (Abendseminar in Hamburg)
- 27.03.2009: Bilder machen Leute
- 09.05.2009: Zeitmanagement - mehr Lebensqualität
- 15.-16.05.2009: Zertifizierung nach DIN EN 15038
Näheres dazu unter www.adue-nord.de. Das aktuelle Infoblatt können Sie sich unter http://infoblatt.adue-nord.de/infoblatt-2009-01.pdf herunterladen.
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woerterbuch.info jetzt mit mehr als 3.250.000 Einträgen
17.2.2009 von Richard Schneider.
Seit über vier Jahren bietet woerterbuch.info einen umfassenden Zugriff auf zahlreiche Übersetzungen und Synonyme. Das kostenlose Online-Wörterbuch, bei dem alle Benutzer eigene Wortvorschläge einbringen können, ist im Herbst 2004 mit knapp einer halben Million Einträgen gestartet. In den folgenden Jahren wurde der Wortschatz auf derzeit über 3.250.000 Übersetzungen und Synonyme in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch ausgebaut.
Seit Kurzem steht bei woerterbuch.info neben der Suche im Wörterbuch- und Synonym-Datenbestand auch eine automatische Volltext-Übersetzung zur Verfügung. Die maschinelle Übersetzung verarbeitet zusammenhängende Texte bis zu einer Länge von 500 Zeichen und beherrscht jede beliebige Übersetzungsrichtung.
Hinter der schlichten Optik des kostenfreien Online-Dienstes finden sich noch eine Vielzahl weiterer nützlicher Zusatzfunktionen. So wurde für sämtliche Übersetzungen und Synonyme eine umfangreiche Sprachausgabe integriert. Diese ermöglicht es den Benutzern, sich die Ergebnisse und eigene freie Formulierungen und Sätze vorlesen zu lassen und hilft somit, ein Gefühl für die richtige Aussprache zu entwickeln. Eine automatische Rechtschreib-Korrektur unterstützt beim Finden schwieriger Vokabeln. Tippfehler korrigiert das Wörterbuch automatisch.
Noch komfortabler wurde die Benutzung des Wörterbuches durch Toolbars für alle gängigen Browser-Typen und Betriebssysteme: Sowohl für den Internet-Explorer, als auch für Firefox und Mac OS X werden Erweiterungen zum Download angeboten. Über 250.000 Installationen und zahlreiche Empfehlungen namhafter Zeitschriften zeugen von der hohen Qualität der angebotenen Software.
Die technische Infrastruktur des Angebotes wird zurzeit wieder einmal erweitert, um dem wachsenden Benutzeransturm weiterhin standhalten zu können. In Stoßzeiten befinden sich bereits über 2.500 Benutzer gleichzeitig auf der Seite und stellen bis zu 75 Suchanfragen pro Sekunde.
[Text: Julia Becker. Quelle: Pressemitteilung Pagedesign GmbH, 2009-02-16. Bild: woerterbuch.info.]
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Afghanistan: 20 Jahre Haft für Koran-Übersetzer
16.2.2009 von Richard Schneider.
Ein afghanisches Berufungsgericht hat Ahmad Ghaus Salmai und Muschtak Ahmad am 15.02.2009 zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Die beiden hatten 2007 eine umstrittene Koran-Übersetzung veröffentlicht, ohne die arabischen Originalverse danebenzustellen. Islamgelehrte bewerteten die „unvollständige Übersetzungsarbeit“ als Gotteslästerung und forderten die Todesstrafe.
Bereits in erster Instanz waren die Männer zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Verteidigung kündigte an, jetzt beim obersten Gerichtshof des Landes in Berufung zu gehen.
Link zum Thema im Übersetzerportal
Afghanistan: 20 Jahre Haft für fehlerhafte Koran-Übersetzung
[Quelle: Basler Zeitung, 2009-02-15.]
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Per N. Döhler aktualisiert Umsatzsteuerleitfaden
15.2.2009 von Richard Schneider.
Übersetzerkollege Per N. Döhler (Bild) hat seinen Leitfaden zur „Umsatzsteuer von selbstständigen Übersetzern und Dolmetschern“ durchgesehen und in Details überarbeitet. Er gilt für alle, die ihre Einnahmen in Deutschland versteuern und berücksichtigt besonders die Leistungen für ausländische Kunden.
„Dieses Jahr ändert sich nicht so viel“, so Döhler. „Aber ab 2010 gibt es dann viele redaktionelle Änderungen in den für uns einschlägigen Paragrafen, was die Steuerbarkeit betrifft (allerdings bisher keine nennenswerten Änderungen in der Sache) und (wenn die Behörden fertig werden) ein neues Verfahren zum Rückholen von Vorsteuer aus dem EU-Ausland.“
Auf fünf Seiten erläutert er knapp und verständlich die wichtigsten Grundsatzfragen. Viele Übersetzer haben Privat- und Geschäftskunden im Ausland, so dass die je nach Kundenart und Land unterschiedlichen Umsatzsteuerregelungen schnell zu einem Verwirrspiel werden. Auch viele Steuerberater und Finanzbeamte blicken da nicht auf Anhieb durch. In solchen Fällen empfiehlt es sich, ein ausgedrucktes Exemplar des Leitfadens zu überreichen und so ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten.
Für Einzelfragen steht Döhler allerdings nicht zur Verfügung. Diese sollten Sie mit Ihrem Steuerberater oder Finanzbeamten besprechen.
Den Leitfaden können Sie als PDF-Datei unter folgender Adresse herunterladen: www.triacom.com/archive/umsatzsteuer.de.pdf
[Text: Richard Schneider. Quelle: Mitteilung Per N. Döhler auf verschiedenen Mailinglisten. Bild: Döhler.]
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20 Jahre Fatwa gegen Rushdie: Mordanschläge auf drei seiner Übersetzer
14.2.2009 von Richard Schneider.
Heute vor 20 Jahren, am 14. Februar 1989, verurteilte der iranische Staatschef Ayatollah Khomeini den indisch-britischen Autor Salman Rushdie in einer Fatwa zum Tode. Dessen Buch Satanische Verse verunglimpfe den Islam, den Propheten Mohammed und den Koran. Moslems in aller Welt wurden aufgefordert, das Urteil zu vollstrecken.
Im Gegensatz zu Rushdi stehen seine Übersetzer nicht unter Polizeischutz. Drei von ihnen wurden dadurch zum leichten Ziel von Anschlägen.
- 03.07.1991: Ettore Capriolo, der italienische Übersetzer der Satanischen Verse, wird in Mailand von einem Iraner niedergestochen. Er überlebt schwer verletzt.
- 12.07.1991: Hitoshi Igarashi, der japanische Übersetzer und Dozent, wird vor seinem Büro an der Universität Tsukuba tot aufgefunden - von mehreren Unbekannten erstochen.
- 02.07.1993: Aziz Nesin, der türkische Übersetzer, entging auf einem alevitischen Kulturfestival nur knapp einem Brandanschlag türkischer Islamisten auf das Hotel, in dem er wohnte. 37 unbeteiligte Menschen verloren im Feuer ihr Leben.
“Heute wirkt dieses Todesurteil wie das erste Kapitel einer finsteren Geschichte, die nicht mehr aufhören will”, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der Fundamentalismus ist stärker denn je, die Islamisierung vieler westlicher Gesellschaften (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) schreitet fort.
Dies äußert sich unter anderem darin, dass Islam-kritische Stellungnahmen nicht mehr veröffentlicht oder gar als Volksverhetzung gewertet werden. Selbst für Kabarettisten wie Harald Schmidt und Bruno Jonas, die gerne und oft auf der katholischen Kirche herumhacken, ist das Thema Islam auf der Bühne tabu. Immerhin stehen die beiden zu ihrer Feigheit und bekennen offen und ehrlich, dass ihnen ihr Leben lieber ist als eine gelungene Pointe.
Wer weiß, ob sich heute überhaupt noch Verlage und Übersetzer für Rushdies Satanische Verse finden ließen?
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Prokom 2009: Andrä AG präsentiert Typo3-Anbindung an ontram
14.2.2009 von Richard Schneider.
Die Andrä AG zeigt nächste Woche auf der Prokom in Mainz (”Kongressmesse für erfolgreiche und effiziente Produktkommunikation”) die Integration ihres webbasierten Translation Management Systems ontram mit Typo3. Als derzeit einziger Anbieter ermöglicht die Andrä AG einen vollautomatischen Datenaustausch mit dem bewährten Open Source Content Management System (CMS) sowie eine interaktive Vorschau im Endlayout.
Typo3 hat sich mittlerweile als CMS für die Erstellung umfangreicher, mehrsprachiger Webinhalte etabliert. Bisher erfolgten die zugrundeliegenden Übersetzungsprozesse vor allem im Backend: entweder durch das direkte Arbeiten des Übersetzers im CMS oder durch den manuellen Austausch von XML-Dateien ohne Bezug zum Layout der Webseite. Durch die Weiterentwicklung einer Typo3-Extension ist jetzt die direkte Anbindung an ontram möglich, so dass sich Übersetzungsprozesse effizienter, kostengünstiger und transparenter gestalten lassen.
Die zu übersetzenden Bereiche werden in Typo3 ausgewählt und direkt an ontram übermittelt. Dort wird aus den Inhalten ein Übersetzungsauftrag erzeugt. Nach dem Vergleich mit den im Translation Memory bereits vorliegenden Inhalten werden die ausgewählten Texte übersetzt und den jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Während des gesamten Übersetzungs- und Abstimmungsprozesses können alle am Workflow Beteiligten jederzeit eine Vorschau des aktuellen Textstandes generieren.
Durch das Aktivieren der Vorschaufunktion werden die Daten automatisch in einen Vorschaubereich auf dem Typo3-Server übertragen und können dort angesehen werden – im Endlayout und mit sämtlichen Navigationsfunktionen. Dies sorgt für schlanke Prozesse, indem Liegezeiten verkürzt und Korrekturschleifen reduziert werden. Ein ebenfalls neu entwickelter Back-Link bietet die Möglichkeit, aus der Vorschauansicht an die passende Stelle im Übersetzungsauftrag zurück zu wechseln.
Andrä AG
Die Andrä AG mit Stammsitz im schwäbischen Straubenhardt und Niederlassungen in Berlin, Karlsruhe und Darmstadt wurde 1999 gegründet. Seitdem unterstützt die Andrä AG Unternehmen als unabhängiger Dienstleister und Hersteller hochwertiger Softwareprodukte bei der systematischen Optimierung von Übersetzungs- und Abstimmungsprozessen. ontram, das Online Translation Management Framework der Andrä AG, ist derzeit bei mehr als 1.000 Anwendern im Einsatz, die mit der intuitiv bedienbaren Software jährlich über 10.000 Übersetzungsaufträge in sämtlichen Sprachen abwickeln. Durch den vollständig webbasierten Ansatz, offene Schnittstellen und die Integration aller Projektbeteiligten innerhalb eines gemeinsamen Workflows ermöglicht ontram ein effizientes Übersetzungsmanagement und Marktabstimmung in Echtzeit. Zu den aktuellen Referenzkunden zählen unter anderem Daimler AG, Robert Bosch GmbH und Raytheon Professional Services.
[Text: Andrä AG. Quelle: Pressemitteilung Andrä AG, 2009-02-09. Bild: Andrä AG.]
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