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Archive für Mai 2009
Das Bild der Dolmetscherin in verschiedenen Kulturen
24.5.2009 von Richard Schneider.
Welche Bedeutung hat der Beruf Dolmetscherin in verschiedenen Kulturen? Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Darstellung von Dolmetscherinnen in zwei unterschiedlichen Kulturen - der ungarischen und der lateinamerikanischen. Gibt es Gemeinsamkeiten, die darauf hinweisen, dass die Vertreter verschiedener Kulturen ähnliche Vorstellungen vom Dolmetscherberuf haben?
Das Buch richtet sich an einen breiten Kreis von Lesern, die sich ein Bild vom Berufsbild Dolmetscherin in der Literatur machen wollen und an alle, die sich für die Problematik des Dolmetschens und Übersetzens interessieren.
Vyacheslav Andriychuk (2008): Das Bild der Dolmetscherin bei Jesús Díazund Ágnes Gergely: Die Darstellung des Dolmetschens und die Rolle von Stereotypen. Vdm Verlag Dr. Müller. 88 Seiten, 49,00 Euro, ISBN-13: 978-3639042078.
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Österreich: NUNTIO vermietet Flüsterkoffer und mobile Dolmetschanlagen
24.5.2009 von Richard Schneider.
Ein Flüsterkoffer, auch Führungsanlage oder Tour Guide genannt, ist die praktische Lösung für mobiles Dolmetschen, wenig Sprachen und kurze Übersetzungsdauer. NUNTIO Audio-Video Solutions GmbH, der Spezialist für Veranstaltungs- und Dolmetschtechnik, vermietet Flüsterkoffer und mobile Dolmetschanlagen. Bei Fragen ist das NUNTIO-Team rund um die Uhr erreichbar. NUNTIO betreut in Wien mehr als 30 Veranstaltungsorte. Mit der Aufstockung des Vermietparks an Dolmetschtechnik wurde Ende 2008 der positiven Geschäftsentwicklung in dieser Sparte Rechnung getragen.
Die von NUNTIO eingesetzten Dolmetschkabinen entsprechen dem neuesten technischen Stand und entsprechen der ISO-Norm 4043 für mobile Dolmetschanlagen. 500 kabellose Dolmetsch-Empfangseinheiten ermöglichen dank neuester volldigitaler Infrarot-Technik eine störungsfreie und kristallklare Sprachübertragung.
Für Veranstaltungen mit geringerer Teilnehmerzahl, oder unter Bedingungen, die keine Nutzung einer Dolmetschkabine erlauben, bietet NUNTIO mobile Führungsanlagen (Personenführungsanlagen), so genannte Flüsterkoffer an. Der Flüsterkoffer ist eine sehr mobile und kostengünstige Lösung. Der Dolmetscher hört dabei den Redner direkt, und spricht in das Mikrofon der Personenführungsanlage. Die Übersetzung wird dann direkt zu den Kopfhörern der Zuhörer weitergeleitet.
Als eines der führenden Dolmetschtechnik-Unternehmen Österreichs vermittelt NUNTIO auch qualifizierte Dolmetscher. „NUNTIO ist Full-Service-Anbieter für Dolmetschtechnik. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden nicht nur bei der technischen Umsetzung, sondern vermitteln auch qualifizierte Dolmetscher, mit denen wir seit Jahren hervorragende Erfahrungen gemacht haben“, so Mag. Christian Golob, Geschäftsführer der NUNTIO Audio-Video Solutions GmbH.
NUNTIO Audio-Video Solutions GmbH
Die Firma NUNTIO Audio-Video Solutions GmbH vermietet und verkauft Veranstaltungstechnik, Dolmetschtechnik und Medientechnik für Pressekonferenzen, Incentives, Kongresse, Tagungen und mehrsprachige Konferenzen. Das Angebot von NUNTIO fußt auf den Erfahrungen zahlreicher Kongresse im In- und Ausland – von Washington bis Kyoto. Das Unternehmen ist technischer Partner von Palais Ferstel, Museumsquartier Wien, Kursalon Wien, Palais Niederösterreich sowie zahlreicher anderer Event-Locations und Seminar-Hotels. Zu den Kunden zählen u. a. Österreichische Ärztekammer, die Wirtschafskammer, Raiffeisenbank sowie Volvo Trucks.
[Text: NUNTIO. Quelle: Pressemitteilung NUNTIO, 2009-05-20. Bild: NUNTIO.]
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Tag der offenen Tür beim Bundessprachenamt
23.5.2009 von Richard Schneider.
Am Sonntag, dem 7. Juni 2009, veranstaltet das Bundessprachenamt in Hürth einen Tag der offenen Tür aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens. Den Besuchern wird ein buntes Informationsprogramm geboten. So können Interessierte rund 30 verschiedene Schnuppersprachkurse besuchen, beispielsweise in Englisch, Finnisch oder Arabisch, und Möglichkeiten der computerunterstüzten Sprachausbildung, interaktive Überlebenssprachführer und multimediale Sprachlernprogramme zum Selbststudium kennen lernen. Gezeigt wird auch der Einsatz von Simultandolmetschern und die Tätigkeit von Übersetzern und Terminologen. Darüber hinaus präsentieren die ausländischen Lehrgangsteilnehmer am Bundessprachenamt ihre Länder sowie regionale Spezialitäten und Bräuche im Rahmen eines “Tages der Nationen” in der Mehrzweckhalle des Bundessprachenamtes.
Buntes kulturelles Programm
Rund um diese Darstellungen bietet das Bundessprachenamt ein abwechslungsreiches kulturelles Tagesprogramm. Höhepunkt der Veranstaltung wird am frühen Nachmittag ein rund zweistündiges Konzert der Big Band des Heeresmusikkorps 300 der Bundeswehr sein. Außerdem treten bereits am Vormittag mehrere Chöre und Tanzgruppen auf, darunter die Türkische Tanzgruppe Kars Folklör ekibi, der Moderne Singkreis Hürth, der 1. Shanty Chor MGV Hürth und der Chor DaCapo aus Dansweiler. Am Abend spielt die Band “Seven Creeks in the Garden”. Für Kinder wird unter anderem ein Straßenmalwettbewerb angeboten und eine Hüpfburg bereitgestellt.
Infostände im Außenbereich
Zusätzlich präsentieren sich eine Reihe von Ämtern, Behörden und Dienststellen, für die das Bundessprachenamt Sprachausbildungen oder Übersetzungsleistungen erbringt, darunter die Polizei, das Amt für Geoinformationswesen, das Technische Hilfswerk und die Fachhochschule des Bundes. Insgesamt rund 20 dieser Einrichtungen stellen sich im Rahmen von Informationsständen der Bevölkerung und den Beschäftigten vor. Eine Reihe von Informationsständen informiert darüber hinaus über Beschäftigungsmöglichkeiten in der Bundeswehr oder in anderen Einrichtungen.
Die Veranstaltung in der Horbeller Straße 52 in Hürth steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers der Verteidigung und beginnt um 10 Uhr. Voraussichtliches Ende ist gegen 18 Uhr. Am Eingangsbereich des Tages der offenen Tür finden Ausweiskontrollen und ggf. Taschenkontrollen statt. Kinder unter 14 Jahren können die Veranstaltung nur in Begleitung von Sorgeberechtigten besuchen. Parkplätze sind begrenzt vorhanden. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, möglichst im Umfeld des Bundessprachenamtes zu parken.
Ausführliche Informationen zum Bundessprachenamt und dem Tag der offenen Tür finden Sie in dem 56-seitigen Programmheft.
[Text: Bundessprachenamt. Quelle: Pressemitteilung Bundessprachenamt, 2009-05-20. Bild: Bundessprachenamt.]
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Dokuwerk: Terminologieberatung jetzt eigenständiges Geschäftsfeld
22.5.2009 von Richard Schneider.
Die Dokuwerk KG baut ihr Portfolio weiter aus und bietet Terminologieberatung künftig als eigenständiges Geschäftsfeld an. Der Bereich mit der Computerlinguistin Maryline Hernandez an der Spitze bietet den Kunden von Dokuwerk Unterstützung bei einem durchgängigen Terminologiemanagement. Durch konsequentes Einhalten der Unternehmensterminologie lassen sich beispielsweise die Kosten für technische Dokumentationen und Übersetzungen deutlich senken und die Qualität der internen und externen Kommunikation erhöhen.
Wenn Marketing- und Entwicklungsabteilung die Eigenschaften eines neuen Produkts beschreiben, führen unterschiedliche Sichtweisen häufig zu verschiedenen Benennungen für dieselbe Komponente oder denselben Vorgang. Um ein Produkt in all seinen Vorteilen eindeutig und verständlich zu beschreiben, ist es jedoch unerlässlich, sich auf eine Unternehmensterminologie zu einigen und diese konsequent zu verwenden.
Ein effizientes Terminologiemanagement stellt die einheitliche Verwendung sämtlicher Produktbezeichnungen und -informationen über das gesamte Unternehmen hinweg sicher. Eine firmenspezifische Terminologiedatenbank verwaltet den durchgängigen Sprachgebrauch, erleichtert sowohl redaktionelle Arbeiten als auch die computergestützte Übersetzung und senkt so die Kosten für den Dokumentationsbedarf im Unternehmen.
„Bei Dokuwerk steht ein optimales Ergebnis der Dokumentationsprojekte unserer Kunden im Vordergrund“ erläutert Martin Gundlach, Geschäftsführer der Dokuwerk KG. „Daher gehört für uns die Beratung in allen Fragen der Terminologie bei jedem Dokumentationsprojekt von Anfang an dazu. Wir legen großen Wert auf die Pflege der Terminologiedatenbanken unserer Kunden, setzen Werkzeuge zur Terminologieprüfung ein und integrieren und optimieren sämtliche Terminologieprozesse.“
Kosten für Dokumentationsprojekte und Übersetzungen senken
Beim Aufbau und der Pflege von Terminologiedatenbanken oder bei der Aktualisierung der Termini für ein Firmenwörterbuch berät und unterstützt Dokuwerk seine Kunden umfassend. Um beispielsweise Produktinformationen in mehreren Sprachen effizient zu erfassen, zu verwalten und zu publizieren, ist die Definition von Metainformationen wie Kontext oder zugehörige Grafiken in einer Datenbank ratsam. Außerdem wird die Terminologie in der Quellsprache und allen relevanten Zielsprachen festgelegt.
Bei der Erstellung von Produktkatalogen, Datenblättern, Bedienungs-, Betriebs- und Wartungsanleitungen sowie anderen kunden- und zielgruppenspezifischen Publikationen hilft ein effizientes Terminologiemanagement, durchgängig für alle Dokumente ausschließlich einheitliche, eindeutige und geprüfte Termini zu verwenden sowie „unzulässige“ Terminologie wie zum Beispiel veraltete Produktbezeichnungen zu vermeiden. Für den Übersetzungsbereich lassen sich darüber hinaus auch über einen längeren Zeitraum hinweg konsistente Übersetzungen erstellen und aufgeblähte Übersetzungsdatenbanken vermeiden. Dank der hohen Strukturierung der Daten in der Terminologiedatenbank und des Austauschformats XML lässt sich die Terminologie automatisch verarbeiten. Insgesamt kann ein Unternehmen so die Kosten für die Erstellung seiner Produktinformationen entscheidend senken und profitiert darüber hinaus von einer qualitativ hochwertigeren Kommunikation.
Maryline Hernandez verstärkt die Terminologieberatung
Seit April 2009 verstärkt Maryline Hernandez im Rahmen des Portfolioausbaus bei der Dokuwerk KG das Geschäftsfeld Terminologie. Sie berät die Dokuwerk-Kunden insbesondere zu den Schwerpunkten Terminologieprüfung und Sprachkontrolle. Die Diplom-Fachübersetzerin verfügt über langjährige Erfahrungen als Computerlinguistin beim Institut für Angewandte Informationsforschung IAI in Saarbrücken. Dort gehörten die Weiterentwicklung der Komponente “Terminologiekontrolle” der Software CLAT sowie die Durchführung von Dienstleistungen wie Terminologie-Evaluierung oder -Extraktion zu ihren Aufgaben. Zudem war sie für CLAT-Schulungen und die Kundenbetreuung zuständig.
Die Dokuwerk KG
Die Dokuwerk KG mit Sitz in Friedrichshafen und Heidelberg ist ein Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen für alle Themen rund um die Produktkommunikation. Der Full-Service-Dienstleister bietet neben der Konzeption und Erstellung anwendergerechter Produktinformationen wie beispielsweise Bedienungsanleitungen, Produktkatalogen oder Online Hilfen auch Unterstützung bei korrespondierenden Themen. Dazu zählen die Bereiche Übersetzen, Terminologie-Management und kontrollierte Sprache. Der Einsatz effektiver Lokalisierungstools und Übersetzungsdatenbanken stellt hierbei die durchgängige Qualität mehrsprachiger Texte sicher.
Als Beratungsunternehmen unterstützt Dokuwerk Unternehmen auch bei der Auswahl, Einführung und Integration von Redaktions- oder Katalogsystemen sowie bei der Datenaufbereitung. Über 1000 Projekte hat Dokuwerk seit der Gründung im Jahr 2003 erfolgreich umgesetzt. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen der Elektronik-Industrie und der Medizintechnik, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Sanitärtechnik, Verlage, Geräte- und Apparatebau. Unter anderem vertrauen ABB STOTZ-KONTAKT, Geberit International, Corning Cable Systems, Interroll, Kaeser Kompressoren, KaVo Dental und SICK auf das Know-how von Dokuwerk.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Dokuwerk, 2009-05-19. Bild: Dokuwerk.]
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68 Sprachen: Emil Krebs, das Sprachgenie im Auswärtigen Amt
21.5.2009 von Richard Schneider.
Der Sprachendienst des deutschen Auswärtigen Amts verfügt über so manche außergewöhnliche sprachliche Begabung. Emil Krebs, der bis zu seinem Tod im Jahr 1930 im Auswärtigen Amt arbeitete, hält jedoch alle Rekorde: Im Laufe seines Lebens erlernte er 68 Sprachen. 25 Jahre war er als Diplomat und Dolmetscher in China auf Posten, anschließend für mehr als 10 Jahre in Berlin, wo er unter anderem Japanisch, Finnisch, Chinesisch und Arabisch übersetzte. Mehr zu Emil Krebs samt Fotos und Interview auf der Website des Auswärtigen Amts.
Vergleiche dazu auch “EU-Übersetzer Ioannis Ikonomou spricht 32 Sprachen“.
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SDL Trados Studio 2009: Bilder und Videos der Markteinführungsveranstaltung
20.5.2009 von Richard Schneider.
SDL Trados Technologies hat nun Bilder und Videos der Frankfurter Veranstaltung zur Markteinführung von “SDL Trados Studio 2009″ veröffentlicht. Wer die Vorträge verpasst hat, kann sich sowohl die Vortragsfolien als auch die Vorträge in voller Länge im Internet anschauen oder herunterladen.
Am 12.05.2009 hatten sich mehr als 300 Interessierte zur Präsentation des neuen Produkts im Steigenberger Airport Hotel versammelt. Auf dem Programm standen die Vorstellung der Neuerungen, eine Podiumsdiskussion, Fallstudien und Workshops.
Siehe dazu auch unseren Bericht “Frankfurt: 300 Teilnehmer bei Präsentation von SDL Trados Studio 2009“.
Der Link zu den Bildern und Videos: www.lspzone.com/de/landing/frankfurt.asp
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Interessengemeinschaft Bundesdeutscher Gerichtsdolmetscher (IGBG) gegründet
19.5.2009 von Richard Schneider.
Im April 2009 wurde in Hamburg unter Federführung von Frau Dipl.-Phil. Helena Piprek (Bild), Dolmetscherin und Übersetzerin für Polnisch, die Interessengemeinschaft Bundesdeutscher Gerichtsdolmetscher (IGBG) gegründet. Die Initiatoren sind Teilnehmer des Veranstaltungszyklus beim Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg, insbesondere Mitglieder einzelner Berufsverbände (ADÜ Nord, VÜD, VVÜD, BDÜ), akademisch ausgebildete Dolmetscher und Übersetzer, Juristen und Diplomaten. Die vierteljährlich stattfindenden, kostenlosen Veranstaltungen sind u. a. den rechtlichen Rahmenbedingungen, Fragen der Vergütung und der Qualitätssicherung und dem Berufsbild von beeidigten, vereidigten oder ermächtigten Sprachmittlern gewidmet.
Da die Anforderungen an das Berufsbild komplex sind, das Berufsbild des „Gerichtsdolmetschers und -übersetzers“ in Deutschland ungeschützt ist, und es zu wenig spezialisierte akademische Lehrstühle gibt, besteht in vielerlei Hinsicht ein erheblicher Standardisierungs- und Regelungsbedarf. Dieser Herausforderung haben sich die IGBG, das Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg und die Deutsch-Polnische Juristenvereinigung (DPJV)angenommen. Und zwar im Kontext einer zunehmenden, EU-weit notwendigen Harmonisierung von Studiengängen und Berufsbildern, die auf eine Doppelkompetenz Dolmetschen und Übersetzen sowie Rechtswissenschaften abzielen („linguist-lawyer“/“lawyer-linguist“). – Die bereits im EU-Grünbuch von 2003 empfohlene Doppelkompetenz ist unabdingbar für eine Tätigkeit als Sprachmittler bei nationalen und internationalen Behörden der Justiz und des Inneren.
Vor genanntem Hintergrund und 16 verschiedenen, bundesdeutschen Verwaltungsvorschriften bzw. in der Entstehung begriffenen Justizdolmetschergesetzen ist es ein Gebot von Effizienz und Wirtschaftlichkeit, diese inhaltlich nicht nur einander anzupassen, sondern gleichzeitig geltenden EU-Richtlinien Rechnung zu tragen. Auch ein Blick über den bundesdeutschen Tellerrand kann hier nur förderlich sein. EU-Mitgliedsstaaten wie Österreich und Polen haben für die Konzipierung und den Schutz der Berufsbildes eines „Gerichtsdolmetschers und -übersetzers“ bereits wegweisende Arbeit geleistet. Für Herbst 2009 ist unter dem Namen EULITA die Gründung eines europäischen Gerichtsdolmetscherverbandes geplant.
Wichtige Vorarbeit leistete die ATICOM, die für das Bundesland Nordrhein-Westfalen erreichen konnte, dass nur professionell ausgebildete Justizdolmetscher- und -Übersetzer in die Gerichtsverzeichnisse aufgenommen werden und diese bei Einsätzen auch nur direkt hinzugezogen werden. Ein enormer Schritt hinsichtlich der Qualitätssicherung in unserem Berufsstand und eines hohen Standards der Rechtspflege - dem so genannten „Auftragsmakeln“ wird ein Riegel vorgeschoben. Die Berufsverbände, Interessengemeinschaften, der Gesetzgeber und die akademischen Lehrstühle in der Bundesrepublik stehen vor der Herausforderung, das Rad des „entprofessionalisierten Berufsstandes“ der Dolmetscher und/oder Übersetzer infolge verwässerter Verwaltungsvorschriften und unpräziser Gesetzesbestimmungen engagiert und beherzt zurückzudrehen. Die Kompetenz ist in Form exzellent ausgebildeter und praxiserprobter Kolleginnen und Kollegen vorhanden. Diese müssen nunmehr - durch den Gesetzgeber eindeutig definiert – gezielt zum Einsatz kommen.
Die Mitgliedschaft im IGBG ist kostenlos. Herzlich eingeladen sind alle Kolleginnen und Kollegen, Privatpersonen, Firmen, Einrichtungen, Verbände etc., die die IGBG-Ziele in Form von Petitionen, Gesetzesentwürfen, Unterschriftensammlungen und sonstigen Aktionen unterstützen möchten. Ausführliche Informationen zum IGBG und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter www.gerichtsdolmetscher.cc.
[Text: Helena Piprek. Quelle: Pressemitteilung IGBG, 2009-05-13. Bild: Piprek.]
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tekom 3/2009: Technische Dokumentation in Japan
18.5.2009 von Richard Schneider.
Die soeben erschienene Ausgabe 3/2009 der Fachzeitschrift technische kommunikation widmet sich folgenden Themen:
Schwerpunktthema: Technische Dokumentation in Japan
Eine Herausforderung für Papa - Auch wenn Japan und Deutschland eine Menge verbindet, so existieren bei der technischen Dokumentation tief greifende Unterschiede. Steht in deutschen Anleitungen das effiziente Nutzen im Mittelpunkt, so ist es in Japan die emotionale Beziehung zum Produkt. Weitere Unterschiede, aber auch zahlreiche Gemeinsamkeiten auf dem Gebiet der technischen Dokumentation beleuchten Mai Mizutani und Roland Schmeling.
Frauen sprechen höflicher - Obwohl japanische Produkte aus unserem Alltag kaum wegzudenken sind, gilt Japanisch als Exotensprache. Doch was ist das Schwierige daran? Ist es wirklich die Sprache oder sind es die Zeichen? Wolfgang Sturz erläutert wichtige Eigenschaften und Unterschiede. Außerdem, worauf es bei der Übersetzung ins Japanische ankommt.
Arbeitspraxis
Übersetzungsgerecht schreiben - Durch die konsistente Verwendung geeigneter Formulierungen und Formatierungen lässt sich die Qualität eines Ausgangstextes erheblich steigern. Gleichzeitig sinken die Kosten für die Übersetzung. Petra Drewer nennt die Grundlagen für das übersetzungsgerechte Schreiben und gibt Tipps für die Umsetzung.
Werkzeuge
Praxistipps FrameMaker: Mit Version 9 in die Gegenwart
Praxistipps Word: In Position gebracht
Sprache
Praxistipps Sprache: Mit PowerPoint punkten
Beruf und Karriere
Vom Redakteur zum Sachbuchautor - Komplexe Technik einfach zu erklären, ist nicht nur das Ziel von Anleitungen. Auch viele Verlage haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem Technikanwender das Leben zu erleichtern, zum Beispiel durch Sachbücher. Martin Häberle, Nebil Messaoudi, Theresa Rickmann und Frank Ully erklären, warum sich technische Redakteure als Sachbuchautoren eignen.
Einstieg technische Redaktion
Gesetze, Normen, Richtlinien
Unsicherheiten bei der CE-Kennzeichnung - Seit etwa 15 Jahren regelt die CE-Kennzeichnung grundlegende Sicherheitsanforderungen an technische Produkte und Maschinen. Nicht zuletzt durch die neue Maschinenrichtlinie, die Ende des Jahres in Kraft tritt, werden manche Aussagen falsch bewertet oder unklar wiedergegeben. Mit typischen Missverständnissen beschäftigen sich Jens-Uwe Heuer und Matthias Schulz.
Informationsmanagement
XML-Dokumente nach allen Regeln - Die kontektorientierte Validierungssprache Schematron gilt als passende Ergänzung von Regelwerken wie DTD und XML-Schema. Mögliche Publikationsfehler lassen sich frühzeitig ermitteln und die Produktion technischer Dokumentation vereinfachen. Björn Dünckel, Marko Hedler und Manuel Montero Pineda erklären Grundlagen und Funktionsweise von Schematron.
Managementfragen
Wie viel verdienen technische Redakteure? - 2009 stellt die tekom einen neuen Gehaltsspiegel für die technische Kommunikation vor. Darin aufgelistet sind aktuelle Einkommen für Einsteiger, Fachkräfte mit Berufserfahrung und TD-Verantwortliche, außerdem Sonderleistungen und Stundensätze von Selbstständigen. Daniela Straub erläutert die wesentlichen Ergebnisse und Unterschiede zur letzten Gehaltsumfrage.
Ausführliche Informationen zur technischen kommunikation und den Bestellmöglichkeiten links im Menü unter “Zeitschriften”.
[Text: tekom. Bild: photocase.de.]
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Spanisch weltweit auf dem Vormarsch
17.5.2009 von Richard Schneider.
Die Zahl der Deutsch-Muttersprachler und Deutschlerner schrumpft und schrumpft und schrumpft. Die Zahl der Spanisch-Muttersprachler und Spanischlerner hingegen wächst und wächst und wächst. Auf den Hispanismustagen an der Universität Heidelberg sollen die Hintergründe und Folgen beleuchtet werden.
Das Wachstumspotenzial des Spanischen im 21. Jahrhundert ist größer als das jeder anderen Sprache. Bereits jetzt wird sie von über 400 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesprochen - mit steigender Tendenz: Vermutlich bis Mitte des 21. Jahrhunderts werden es 500 Millionen Menschen sein. Auf den 1. Hispanismustagen der Universität Heidelberg vom 19. bis 20. Mai 2009 sollen nicht nur sozio-ökonomische Folgen beleuchtet werden, die sich aus der Verbreitung dieser Sprache weltweit und insbesondere auch im deutschsprachigen Raum ergeben, sondern zugleich Hintergründe aufgezeigt werden, die dazu geführt haben. Experten und Protagonisten dieser Entwicklung richten den Blick auf die spanische Sprache aus linguistischer, sozialer, ökonomischer und kultureller Perspektive. Veranstalter ist die spanische Abteilung des Seminars für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Óscar Loureda.
Grußworte auf den 1. Hispanismustagen sprechen Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, sowie Fernando José Belloso Fernández, spanischer Generalkonsul in Deutschland. Herausragende Gastredner der Veranstaltung sind Prof. Dr. Salvador Gutiérrez Ordóñez, Mitglied der Real Academia Española, Dr. José Francisco Sánchez, Leiter der Stiftung Santiago Rey Fernández-Latorre, sowie Prof. Dr. Walther Bernecker von der Universität Nürnberg-Erlangen.
Die spanische Sprache als Geschäftssprache in der globalisierten Welt steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, eine zweite Diskussionsrunde befasst sich mit dem Zusammenhang der Ausbreitung der spanischen Sprache und internationalen Wanderbewegungen. Zum Abschluss wird am 20. Mai um 17.00 Uhr schließlich der spanische Film “Un Franco, catorce pesetas” (2006) gezeigt. Im Anschluss daran besteht die Gelegenheit, mit dem Regisseur Carlos Iglesias und der Hauptdarstellerin Isabel Blanco zu diskutieren. Diese wie auch alle anderen Veranstaltungen werden simultan verdolmetscht.
Das Programm der 1. Hispanismustage kann auf den Seiten der spanischen Abteilung des Seminars für Übersetzen und Dolmetschen (SUED) der Uni Heidelberg abgerufen werden.
[Text: Dr. Michael Schwarz. Quelle: Pressemitteilung Universität Heidelberg, 2009-05-12.]
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Across v5 mit erweiterten Projektmanagement-Funktionen
16.5.2009 von Richard Schneider.
Mit der Produktgeneration v5 läutet Across Systems eine neue Ära für die mehrsprachige Produkt- und Unternehmenskommunikation ein. Was sich im kaufmännischen Bereich als “Business Intelligence” etabliert hat, setzt der Technologie-Anbieter unter dem Stichwort “Enterprise Language Intelligence” nun auch für multilinguale Dokumente und Inhalte um. International agierende Unternehmen erhalten mit Across v5 die Kontrolle über ihre wertvollen Sprachressourcen und über die Steuerung der oft komplexen Übersetzungsprozesse - und das trotz des weit verbreiteten Outsourcings von Lokalisierungsprojekten.
Der neue Across Language Server v5 verfügt über leistungsstarke Werkzeuge für die Prozessautomatisierung sowie für die Bewertung und Analyse von Arbeitsabläufen. So lassen sich beispielsweise mit der neuen Komponente crossAnalytics Kennzahlen ermitteln und bisher ungenutzte Potenziale für die Prozessoptimierung aufzeigen. Die Optionen für die Steuerung komplexer Übersetzungsprojekte werden um eine Komponente für das webbasierte Projektmanagement ergänzt. Als weitere Innovationen führt crossMining die Prinzipien des Data und des Text Mining in die Sprachtechnologie ein und crossAuthor Linguistic erweitert die Autorenunterstützung um Methoden der regelbasierten Qualitätssicherung.
Mit der neuen Produktgeneration v5 wurde auch der Plattform-Charakter von Across weiterentwickelt. Die Anzahl der standardmäßig verfügbaren direkten Anbindungen korrespondierender Systeme ist auf mehr als 50 gewachsen. Neu verfügbar sind beispielsweise die Anbindung an SAP ERP, eine enge Schnittstelle zum BPM-Tool Plunet, zum Web-CMS Typo 3 sowie zur ECM-Lösung von Optimal Systems.
Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird Across v5 auf der Localization World, die vom 8. bis 10. Juni 2009 in Berlin stattfindet.
Vorhandene Sprachressourcen voll ausschöpfen
Die zentral gehaltenen Fremdsprachenfassungen unterschiedlichster Inhalte - vom Produktkatalog über das Bedienungshandbuch bis zur Webseite - können in Anlehnung an Prinzipien des Text- und Data-Minings mit maximaler Effizienz wiederverwendet werden. Dies gilt nicht nur bei der vollständigen oder teilweisen Wiederholung einzelner Textsegmente, sondern beispielsweise auch, wenn Versatzstücke aus bestehendem Text neu kombiniert werden. Gegenüber konventionellen Translation-Memory-Technologien werden dadurch Übersetzungsaufwände und -kosten zusätzlich gesenkt - bei gleichzeitiger Steigerung von Qualität und Konsistenz der Zieltexte.
Im Terminologiesystem von Across werden mit der v5 sogenannte Instanzen eingeführt, die auch bei zentraler Datenhaltung eine fein ausdifferenzierte, unternehmensübergreifende Nutzbarkeit von Fach- und Firmenterminologie gewährleisten. Beispielsweise kann bei einer konzernweiten Nutzung dem unterschiedlichen Sprachgebrauch einzelner Konzernmarken Rechnung getragen oder die Verwendung von digitalen Fachwörterbüchern nahtlos integriert werden.
Um alle Sprachressourcen nicht nur für Übersetzungen, sondern bereits für die Erstellung des Ausgangstextes gewinnbringend zu nutzen, wurde die Autorenunterstützung crossAuthor um Methoden der regelbasierten Qualitätssicherung ergänzt. Dies erlaubt beispielsweise technischen Redakteuren übersetzungsgerechtes Schreiben und die systemgestützte Berücksichtigung von Stilvorgaben.
Volle Kontrolle über Prozesse und Workflows
Mit seinen Technologien zur nahtlosen Vernetzung aller am Übersetzungsprozess beteiligten Akteure hat sich Across zum weltweit führenden unabhängigen Technologieanbieter entwickelt. Externe Sprachdienstleister können beispielsweise per Server-zu-Server-Verbindung direkt angebunden werden und webbasierte Sprachportale ermöglichen die strukturierte unternehmensinterne Beauftragung von Übersetzungen. Mit dem Language Server v5 führt Across ergänzend das webbasierte Management von Übersetzungsprojekten ein und schließt damit die letzte Lücke zum durchgängigen Arbeiten via Internet.
Damit Across-Kunden von durchgängigen Workflows und wachsendem Integrationsgrad maximal profitieren, ist in der Produktgeneration v5 mit crossAutomate ein neues Modul verfügbar, das eine frei konfigurierbare Automatisierung von Prozessen ermöglicht. Die Anwendungs€möglichkeiten reichen von der automatischen Beauftragung definierter Dienstleister in Abhängigkeit beispielsweise von Textsorte und Zielsprache bis zur simplen Benachrichtigung beim Überschreiten von Zeitvorgaben.
Für mehr Transparenz sorgt schließlich auch die neue Komponente crossAnalytics. Sie analysiert alle sprach- und übersetzungsbezogenen Vorgänge und liefert aussagefähige Kennziffern und Auswertungen. Unternehmen können so beispielsweise die Wiederverwendungsquoten von Texten identifizieren oder die Kosten und den Durchsatz von Übersetzungen in einzelne Sprachen ermitteln.
“Auch unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen nimmt die Anzahl der Zielsprachen und die Komplexität der Inhalte weiter zu. Bereits mittelständische Unternehmen geben jedes Jahr sechs- und siebenstellige Beträge für Übersetzungen aus. Mit unserer Technologie lassen sich diese Kosten signifikant reduzieren”, erklärt Across-Geschäftsführer Niko Henschen. “Across versetzt Unternehmen in die Lage, durchgängige Prozesse mit maximaler Effizienz zu realisieren und dabei trotz Outsourcings Herr des Verfahrens zu bleiben. Dies ist nicht nur aus Kostengründen wichtig, sondern auch im Hinblick auf die Integrität und Sicherheit der oft vertraulichen Daten. Die Produktgeneration v5 setzt neue Maßstäbe für das Übersetzungsmanagement in global tätigen Unternehmen, sie wird das Wachstum von Across Systems weiter beschleunigen.”

[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems, 2009-05-12. Bild: Across Systems.]
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