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Archive für Juni 2009
IDS-Studie zeigt: Deutsche lieben ihre Sprache
22.6.2009 von Richard Schneider.
Die große Mehrheit der Deutschen empfindet Liebe und Stolz für die deutsche Sprache. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten, repräsentativen Studie zu Spracheinstellungen in Deutschland, die das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) und der Lehrstuhl Sozialpsychologie der Universität Mannheim durchbeführt haben. Über 2.000 Menschen in Deutschland, darunter auch Nicht-Muttersprachler, wurden nach ihren Gefühlen gefragt, die sie für die deutsche Sprache empfinden. Sie bewerteten Dialekte und fremdsprachige Akzente, äußerten sich zur Entwicklung des Deutschen und machten Angaben zu ihrem Mediengebrauch. Förderer der Studie ist die Volkswagenstiftung.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der in ihrer Komplexität einzigartigen Studie ist die große Verbundenheit der Deutschen mit ihrer Sprache. 87% aller Befragten geben an, dass ihnen die deutsche Sprache gut bis sehr gut gefällt. Sie empfinden Stolz (56%) und Liebe (47%) für ihre Sprache und beschreiben sie als schön, anziehend, logisch, aber auch schwierig. Während 1997/1998 nur 13% aller Deutschen erklärten, ein großes Interesse an der Pflege der deutschen Sprache zu haben, sind es heute 35%.
Norddeutscher Dialekt am sympathischsten
Mehr als die Hälfte aller Deutschen, nämlich 60%, sprechen einen Dialekt. Die meisten Dialektsprecher leben im Süden bzw. Südwesten Deutschlands und im Ostteil Berlins: Im Saarland sind es 94%, in Bayern und in Baden-Württemberg jeweils 86%, in Rheinland-Pfalz 75%. Mit 83% gehört auch der Ostteil Berlins zu einem der Gebiete mit dem höchsten Anteil an Dialektsprechern. Das Vorurteil, Dialekte seien ein Zeichen von niedrigem sozialen Status, konnte die Studie widerlegen: Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Dialektkompetenz und Bildungsgrad.
Am sympathischsten wird der norddeutsche Dialekt empfunden (24%), gefolgt von Bairisch (20%) und Alemannisch (13%). Nur eine Minderheit (9%) gibt an, keinen Dialekt zu mögen, und immerhin fast ein Drittel der Befragten findet keinen der deutschen Dialekte unsympathisch.
Französischer Akzent am beliebtesten
Fremdsprachigen Akzenten stehen die Deutschen eher positiv gegenüber. Fast die Hälfte aller Teilnehmer der Studie (48%) erklären, dass es keinen Akzent gibt, der ihnen unsympathisch ist. Nur ein Fünftel findet keinen Akzent sympathisch. In der Riege der positiv bewerteten Akzente schneidet der französische mit 36% eindeutig am besten ab. Deutsch mit einem italienischen Akzent wird von 21% der Befragten als sympathisch bewertet.
Verständigung mit Einwanderern wird häufig als schwierig empfunden
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung (43%) empfindet die Verständigung mit Einwanderern als schwierig oder sogar sehr schwierig. Dass Einwanderer in bestimmten Lebensbereichen überwiegend ihre Muttersprache sprechen, bewerten 44% der Befragten ebenfalls als schlecht oder sehr schlecht.
Mehrheit der Deutschen betrachtet die Entwicklung der deutschen Sprache mit gemischten Gefühlen und Sorge
Waren es 1997/1998 noch 53% der Deutschen, denen Veränderungen in der deutschen Sprache auffielen, so sind es heute 84%. Als Ursachen des Wandels werden der Einfluss durch fremde Sprachen (28%), und hier vor allem des Englischen (21%), wahrgenommen, die (neue) Rechtschreibung (25%), die Sprache der Jugend (15%), mangelnde Sprachsorgfalt, unangemessenes Sprechen und Schreiben (12%) sowie Veränderungen in der Grammatik. Die Hauptverantwortung an der Veränderung der deutschen Sprache wird mit 37% den Medien zugeschrieben.
Die Mehrheit der Befragten betrachtet die Entwicklung der deutschen Sprache mit gemischten Gefühlen oder sogar mit Sorge. Auf die Frage, ob die Veränderung der deutschen Sprache positiv oder negativ zu bewerten sei, antwortet mehr als die Hälfte der Befragten (53%) unentschieden. 30% sind der Ansicht, die Entwicklung sei “eher besorgniserregend” oder “sehr besorgniserregend”. 16% der in Deutschland lebenden Bevölkerung findet die Veränderungen “eher erfreulich” bzw. “sehr erfreulich”. Einwanderer bewerten die Entwicklung der deutschen Sprache deutlich positiver als Muttersprachler.
Fast alle Befragten halten es für wichtig bis sehr wichtig, dass man sich beim Sprechen (92%) und Schreiben (95%) sorgfältig ausdrückt und die Rechtschreibregeln beachtet. Einwanderer messen der Sorgfalt beim Sprechen eine noch größere Bedeutung bei.
Schule und Politik sollten mehr für die deutsche Sprache tun
78% der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden sollte. Ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache lehnt die Mehrheit (58%) dennoch ab. Vor allem von Lehrern, Schulen und Jugendeinrichtungen wird erwartet, dass sie sich stärker um die Sprache kümmern sollten (73%). An zweiter Stelle wird die Politik genannt (39%), an dritter Stelle die Eltern (28%).
Lesen im Internet hemmt das Interesse an Büchern nicht
Knapp die Hälfte der Befragten liest mindestens einmal pro Woche deutsche Bücher (49%) und deutsche Beiträge im Internet (45%). Noch mehr Befragte lesen regelmäßig deutsche Zeitungen oder Zeitschriften: 70% tun dies täglich, 21% einmal pro Woche. Während Frauen häufiger Bücher lesen als Männer, verfolgen Männer häufiger Beiträge im Internet.
Menschen, die häufig im Internet lesen, zeigen insgesamt ein intensiveres Leseverhalten. Sie nutzen häufiger deutsche Wörterbücher und lesen häufiger Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Hinweise darauf, dass der Internetkonsum dazu führt, dass weniger Bücher gelesen werden, finden sich in der Studie nicht.
Institut für Deutsche Sprache
Das Institut für Deutsche Sprache ist die zentrale außeruniversitäre Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation der deutschen Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte. Es gehört zusammen mit 83 anderen außeruniversitären Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen zur Leibniz-Gemeinschaft. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das Institut jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Baden-Württemberg getragen. Hinzu kommen in wechselndem Umfang Mittel von forschungsfördernden Organisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Volkswagen-Stiftung. Förderung erfährt das IDS auch von der Stadt Mannheim und dem Verein der Freunde des Instituts für Deutsche Sprache e.V. Derzeit beschäftigt das IDS 111 Mitarbeiter, davon sind 69 wissenschaftliche Angestellte. Mit seinen Vortragsveranstaltungen, Tagungen und Kolloquien ist das IDS ein Ort der wissenschaftlichen Begegnung und Kommunikation für in- und ausländische Germanisten und alle an Sprache Interessierten.
[Text: Dr. Annette Trabold. Quelle: Pressemitteilung IDS, 2009-06-17. Bild: IDS.]
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Interview mit EU-Dolmetscherin Anja Rütten
21.6.2009 von Richard Schneider.
“In der EU gibt es offiziell 23 verschiedene Amtssprachen. Damit die Kommunikation der Parlamentarier trotzdem reibungslos verläuft, beschäftigt die Gemeinschaft ein Heer von Dolmetschern. Anja Rütten aus Düsseldorf ist eine von ihnen. Die 35-jährige Diplomdolmetscherin übersetzt vom Spanischen, Englischen und Französischen ins Deutsche - und bei der EU niemals umgekehrt, denn dort gilt das Muttersprachlerprinzip: Jeder Dolmetscher darf nur in seine eigene Sprache übersetzen. Bei außergewöhnlicheren Sprachkombinationen, etwa wenn das Lettische ins Slowenische übertragen werden muss, arbeiten sie und ihre Kollegen mit einem System von sechs ‘Relaissprachen’: Die selteneren Sprachen werden zunächst ins Englische, Französische, Deutsche, Italienische, Polnische oder Spanische gedolmetscht und dann erst in die ‘Zielsprache’.” So leitet die Süddeutsche Zeitung ein Gespräch mit Dr. Anja Rütten über die Berufspraxis der für die EU-Institutionen arbeitenden Simultandolmetscher ein.
Rütten hat in Saarbrücken studiert und promoviert. Von 2004 bis 2006 war sie Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Köln. Nach einigen Jahren als Angestellte in der Wirtschaft arbeitet Sie heute freiberuflich unter anderem für die EU. Auf ihrer Website schreibt sie: “Meine Arbeitssprachen sind neben meiner Muttersprache Deutsch vor allem Spanisch als aktive Fremdsprache sowie Englisch und Französisch als passive Fremdsprachen. Somit übersetze ich und dolmetsche simultan und konsekutiv aus dem und ins Spanische sowie aus dem Englischen und Französischen.”
Das Interview können Sie in der Süddeutschen Zeitung lesen, die Website von Anja Rütten finden Sie unter www.sprachmanagement.net.
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Anwenderkonferenz von Across Systems in der Schweiz
20.6.2009 von Richard Schneider.
Mit einer Anwenderkonferenz in der Schweiz hat Across Systems die Reihe seiner diesjährigen Informationsveranstaltungen für Kunden und Interessenten fortgesetzt. Zahlreiche Schweizer Unternehmen und Across-Partner wirkten aktiv an dem Konferenzprogramm mit. Unter anderem berichteten Vertreter der Franke Kaffeemaschinen AG und der Maxon Motor AG über aktuelle Projekte und erläuterten die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Across Language Server, der unternehmensweiten Plattform für alle sprachlichen Belange. Technologisches Highlight der Veranstaltung war die Präsentation der neuen Produktgeneration Across v5.
Wie bereits die Anwenderkonferenz in Köln, die 240 Teilnehmer besucht hatten, war auch die Veranstaltung in der Schweiz ausgebucht. Erneut lobten die Teilnehmer den hohen Informationsgehalt der Konferenz und die zahlreichen Möglichkeiten zum direkten Erfahrungsaustausch.
Mehrsprachigkeit – in der Schweiz ein Thema mit besonderer Bedeutung
„Schweizer Unternehmen sind in besonderem Maße mit dem Thema Mehrsprachigkeit konfrontiert, zum einen durch die vier Landessprachen, zum anderen weil sie einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland erzielen. Um die Kosten für die Lokalisierung der Produkt- und Unternehmenskommunikation niedrig zu halten, sind effiziente Lösungen für das Übersetzungsmanagement gefragt. Das ist genau das, was wir mit unserem Language Server bieten“, erklärt Michael Mannhardt, der bei Across zuständig ist für die Schweiz.
Neben führenden Banken und Versicherungen waren Across-Kunden aus der produzierenden Industrie stark vertreten, so beispielsweise die Belimo AG, die Bühler AG, die Hovalwerk AG, die Von Roll Umwelttechnik AG, Burckhardt Compression AG, die Habasit AG und die Saia-Burgess Controls AG.
Die meisten Across-Kunden setzen den Language Server unter anderem für die Realisierung nahtlos vernetzter Prozesse mit ihren Sprachdienstleistern ein. Deshalb haben an der Konferenz auch alle großen Schweizer Sprachdienstleister teilgenommen. Die CLS Communication AG hatte bereits im Vorfeld der Schweizer Anwenderkonferenz eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Across unterzeichnet und sich dem umfangreichen Across Partner-Netzwerk angeschlossen.
Einblicke in die Lokalisierungspraxis und in die neue Produktgeneration Across v5
Im Praxisteil der Konferenz berichtete Robin Franke von der Franke Kaffeemaschinen AG über den Einsatz von Across als zentraler Plattform für die Erstellung multilingualer Dokumente. Die Franke Kaffeemaschinen AG erzielt 80 Prozent ihres Umsatzes im Ausland.
Auch für die Maxon Motor AG ist das Auslandsgeschäft und damit die multilinguale Unternehmenskommunikation von großer Bedeutung. Mario Warthmann von Maxon Motor schilderte in seinem Anwenderbericht das Auswahlverfahren bei der Evaluierung einer Software-Lösung für zentrales Übersetzungsmanagement.
Technologischer Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der neuen Produktgeneration Across v5 durch Entwicklungsleiter Stefan Kreckwitz. Er bezog sich dabei schwerpunktmäßig auf die Automatisierung von Übersetzungsprozessen, die regelbasierte Qualitätssicherung von Texten, webbasierte Sprachportale sowie die Adaption von Methoden der Business Intelligence und des Text Mining für die Sprachtechnologie.
Across Systems (www.across.net) mit Sitz in Karlsbad bei Karlsruhe und Glendale, Kalifornien, ist Hersteller des Across Language Server – der weltweit führenden unabhängigen Technologie für die „Linguistic Supply Chain“. Der Across Language Server ist eine zentrale Software-Plattform für alle Sprach-Ressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen. Er vereinfacht, beschleunigt und verbessert die Steuerung, Koordinierung und Durchführung von Übersetzungen. Die Software beinhaltet unter anderem ein Translation-Memory- und Terminologie-System sowie leistungsfähige Werkzeuge für das Projekt-Management und die Workflow-Steuerung von Übersetzungen.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems, 2009-06-19. Bild: Archiv.]
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Birgitt Bohn belegt zweiten Platz beim größten Lauf der Welt
19.6.2009 von Richard Schneider.
Die für Alinea Financial Translations startende Dipl.-Dolm. Birgitt Bohn belegte bei der “J.P. Morgan Corporate Challenge” in Frankfurt am Main dieses Jahr den zweiten Platz in der Frauenwertung. Sie musste sich lediglich einer Läuferin von der Bundesbank geschlagen geben. Bohn konnte damit an ihre hervorragenden Platzierungen aus den Vorjahren anknüpfen. 2007 gewann sie sogar das Rennen und bescherte ihrer Arbeitgeberin einen schönen PR-Erfolg. (Das Foto rechts zeigt sie beim Zieleinlauf 2008.)
Erneut eine sensationelle Leistung der Dolmetscherin, wenn man bedenkt, dass sich insgesamt 69.042 Teilnehmer aus 2.708 Firmen auf die 5,6 Kilometer lange Strecke durch die Frankfurter Innenstadt gemacht hatten. Das größte Kontingent stellte die Commerzbank mit 2.475 Läufern, gefolgt von der Lufthansa und der Deutschen Bank.
Wie schon im vergangenen Jahr beteiligten sich drei Übersetzungsbüros aus der Region mit jeweils mehreren Teams: Alinea Financial Translations (Frankfurt), EVS Translations GmbH (Offenbach) und die KERN AG Sprachendienste (Frankfurt). Und wie schon im vergangenen Jahr hatte der kleinste der drei Sprachdienstleister dank seiner Mitarbeiterin Birgitt Bohn klar die Nase vorn.
Bohn ist passionierte Läuferin. Sie trainiert in Hessens größtem Laufverein, Spiridon Frankfurt, und ist in dessen Vorstand für den Bereich Leistungssport zuständig. 2007 und 2008 war sie deutsche Vizemeisterin über die Marathonstrecke. 2009 reichte es trotz persönlicher Bestzeit “nur” für Rang 3, aber dafür gewann sie Gold in der Teamwertung.
Ihr Dolmetscherdiplom hat Birgitt Bohn an der Uni Heidelberg erworben, ihre Arbeitssprachen sind Französisch, Spanisch und Englisch. Sie hat sich auf das Hauptfachgebiet Recht spezialisiert.
Auch in anderen Regionen erfreuen sich Firmenläufe steigender Beliebtheit. Der BDÜ Bayern hat - zumindest 2007 - ein recht großes Team für einen ähnlichen Wettbewerb in München an den Start geschickt.
Der J.P. Morgan Corporate Challenge ist ein Lauf über eine Strecke von 5,6 Kilometern (3,5 Meilen), an dem fest angestellte Mitarbeiter aus Firmen unterschiedlicher Branchen teilnehmen können. Der Wettbewerb wird in sieben Städten der Vereinigten Staaten, zwei europäischen Metropolen (London, Frankfurt) sowie Sydney, Singapur und Johannesburg ausgetragen. Im vergangenen Jahr nahmen weltweit mehr als 242.000 Menschen daran teil. In Frankfurt starteten im Jahr 2009 genau 69.042 Läufer aus 2.708 Firmen. Damit avancierte die Frankfurter Veranstaltung zum fünften Mal in Folge zum größten Lauf der Welt überhaupt. Zum Vergleich: Am New-York-Marathon nehmen lediglich rund 38.000 Läufer teil.

Mittwoch, 17.06.2009, 19:32 Uhr: Jetzt geht’s los!

Siegerehrung 2009: Links die Läuferin der Bundesbank, die den ersten Platz belegte, in der Mitte Birgitt Bohn von Alinea Financial Translations (Platz 2) und rechts eine hessische Polizistin, die Dritte wurde.

Nach dem Lauf entspannen sich die Freitzeitathleten vor der Alten Oper.
Siehe auch “Mit Sprachen schneller ans Ziel: Kern AG mit Frosch beim JPMCC“.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilungen J.P. Morgan. Bild: J.P. Morgan.]
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Verteidigungsminister Jung lobt Arbeit des Bundessprachenamts
18.6.2009 von Richard Schneider.
Anlässlich des Festaktes „40 Jahre Bundessprachenamt“ am 5. Juni 2009 in Brühl lobte Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung (Bild) die Arbeit der Institution.
In seiner Festrede hob der Verteidigungsminister vor allem die Bedeutung des Bundessprachenamtes hervor. Ohne die Hilfe und Ausbildung wären multinationale Einsätze, wie beispielsweise unter dem ISAF-Mandat in Afghanistan, nicht möglich.
Daher sei das Bundessprachenamt ein „Garant für fremdsprachliche Kompetenz und leistungsfähige Ausbildung“, sagte der Verteidigungsminister vor den Gästen im Brühler Schloss Augustusburg.
Die Vermittlung von Sprache und der damit verbundenen „interkulturellen Kompetenz“ sei ein essentieller Bestandteil, um Vertrauen zu schaffen. Das ist vor allem wichtig gegenüber verbündeten Streitkräften oder auch gegenüber der Bevölkerung in den jeweiligen Einsatzgebieten.
Mit einem Angebot von über 40 Sprachen und den Schwerpunkten in Sprachausbildung, Übersetzung und Terminologie sei dafür eine gute Basis geschaffen. Darauf können die über 1.000 Mitarbeiter stolz sein, lobte der Minister, der diese „professionelle Arbeit“ einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Auftrags der Bundeswehr nannte.
Das zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung gehörende Bundessprachenamt ist eine in Deutschland einzigartige Einrichtung. Seine Aufgabenschwerpunkte liegen in den Bereichen Sprachausbildung, Übersetzung und Terminologie. Unter anderem erbringt es Dolmetscher- und Übersetzungsdienstleistungen für die deutschen Soldaten im Auslandseinsatz. Ressort-übergreifend wird das Bundessprachenamt auch für andere Bundesministerien und Bundesbehörden tätig, wie zum Beispiel das Auswärtige Amt und die Bundespolizei.

Zu Gast beim Festakt: Militärattachés aus verschiedenen Ländern
[Text: Bundesministerium der Verteidigung. Quelle: Pressemitteilungen Bundesministerium der Verteidigung, 2009-06-03, 2009-06-05. Bild: Bundeswehr/Bienert/Andrea Bienert.]
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LEO jetzt mit Chinesisch-Wörterbuch, Russisch in Planung
17.6.2009 von Richard Schneider.
“LEO ist ein bilinguales Online-Wörterbuch, das französische, englische, italienische, spanische, chinesische und bald russische Wörter ins Deutsche und wieder zurück übersetzt. LEO wurde 1994 von Studenten und einigen Betreuern als Dienstleistung von TUM, LMU und LRZ (Leibniz Rechenzentrum) ins Leben gerufen, seit 2006 ist es eine GmbH mit Sitz in Sauerlach, einem Vorort von München. Knapp 20 Personen arbeiten hier als Übersetzer und Informatiker. Die Seite gehört zu den erfolgreichsten Online-Wörterbüchern der Welt: Allein für das englisch-deutsche Wörterbuch gibt es im Schnitt zehn Millionen Abfragen pro Werktag.” Das erfahren wir in einem Artikel, den Sie in der Süddeutschen Zeitung in voller Länge lesen können. Siehe auch LEO-Chef Hans Riethmayer im Interview.
[Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2009-06-16.]
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CLS Communication führt Across Language Server ein
16.6.2009 von Richard Schneider.
CLS Communication, der größte Sprachdienstleister der Schweiz, und Across Systems haben am Rande der ersten Schweizer Across-Anwenderkonferenz eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. CLS will durch die Einführung des Across Language Server seine Prozesse optimieren und Kunden in eine durchgängige “Linguistische Supply Chain” einbinden. Mit der Technologie-Plattform von Across lassen sich Übersetzungsprozesse nahtlos verwalten, das Terminologiemanagement individuell steuern und Sprachressourcen zentral zugänglich machen.
CLS Communication hat sich auf das Erstellen, Übersetzen und Verwalten mehrsprachiger Dokumentationen spezialisiert. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden prozessorientiert in jeder Phase, von der Textredaktion und Übersetzung bis hin zur Gestaltung für die Druckvorstufe. Across liefert eine unabhängige und offene Plattform für das verteilte Arbeiten über die 14 internationalen CLS-Standorte hinweg, im Auftrag von weltweit tätigen Kunden.
Die Entscheidung von CLS zugunsten von Across wurde auch durch die wachsende Nachfrage seiner Kunden getrieben. Für sie ist die Across-Technologie die Basis, um Abläufe zu automatisieren und ihre Daten über offene Schnittstellen und spezielle Kollaborations-Tools direkt mit dem Server bei CLS Communication auszutauschen. Die so realisierten durchgängigen Abläufe erlauben kürzere Durchlaufzeiten, weniger manuelles Texthandling, mehr Transparenz für alle Beteiligten und letztlich eine Senkung der Kosten. Auf Wunsch haben die Kunden direkten Zugriff auf die sie betreffenden Sprachressourcen, zum Beispiel um ihre Firmenterminologie auch für Fachabteilungen und Sekretariate verfügbar zu machen.
“Mit dem Across Language Server können wir jetzt eine durchgängige Linguistische Supply Chain umsetzen, vom Kunden über unsere verschiedenen Standorte bis zum einzelnen freiberuflichen Übersetzer”, so Elisabeth Maier (Bild), Chief Technology Officer bei CLS Communication. “Der Einsatz der Across Plattform ist für CLS ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu optimaler Prozessorientierung, die für die Kunden von CLS einen echten Mehrwert im Hinblick auf Flexibilität, Qualität und Effizienz bietet.”
Über die CLS Communication
Die CLS Communication AG ist eine international tätige Sprach- und Technologiedienstleisterin für mehrsprachige Kommunikation in den Fokus-Bereichen Finance und Life Science. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz ist spezialisiert auf das Erstellen, Übersetzen und Management von mehrsprachigen Dokumentationen. Zum Kundenkreis zählen rund 400 namhafte, global tätige Unternehmen. In Europa, den USA und Asien sind für CLS Communication intern über 350 Fachkräfte sowie ein globales Netzwerk von rund 1500 Spezialisten tätig.
Das Unternehmen wurde erst 1997 gegründet, hat aber eine viel längere Geschichte. Denn es ist hervorgegangen aus den Sprachendiensten des Schweizerischen Bankvereins (heute UBS) und der Zurich Financial Services, die 1997 ausgegliedert wurden. Die ehemaligen Übersetzungsabteilungen dieser Unternehmen firmieren seither unter der Leitung von CEO Doris Albisser (Bild) als CLS Communication AG. Die neue Selbstständigkeit erlaubte ein stetes Wachstum. Unternehmen wie Swisscom, sunrise, die Raiffeisen-Gruppe, Banca del Gottardo oder Swiss Re haben ihren gesamten Sprachendienst an die CLS ausgelagert. Rund 400 Unternehmen arbeiten heute mit der CLS zusammen. Im Januar 2003 übernahm das Management der CLS die Aktienmehrheit. Das eigentümergeführte Unternehmen verfolgt seither eine klare Strategie der Internationalisierung: Sei es durch die Akquisition ausländischer Sprachendienstleister oder durch neu eröffnete Standorte in Europa, Übersee und Asien.
www.cls-communication.com, www.across.net
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across, CLS, 2009-06-16. Bild: CLS.]
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Glasnost im Süden: BayernInfo jetzt im Netz
15.6.2009 von Richard Schneider.
Endlich hat auch der BDÜ-Landesverband Bayern die Zeichen der Zeit erkannt. Ab sofort bietet er seine gut gemachte Mitgliederzeitschrift BayernInfo für jedermann zum Herunterladen an. Nun kann sich endlich auch die Fachöffentlichkeit außerhalb des Freistaates darüber informieren, was bei dem munteren Bergvolk so abgeht.
Anlass war offenbar die Neugestaltung der Website www.bdue-bayern.de, die man als rundum gelungen bezeichnen kann. Die BayernInfo-Ausgaben der letzten vier Jahre finden Sie hier.
Der Landesverband Bayern ist mit seinen rund 1.200 Übersetzern und Dolmetschern der größte Mitgliedsverband im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer.
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Martin Luther fordert: Übersetzer sollen nicht allein sein
14.6.2009 von Richard Schneider.
Einzelübersetzer wissen, dass das Übersetzen im stillen Kämmerlein zur Vereinsamung führen kann. Einer der einflussreichsten Übersetzer der Weltgeschichte, Martin Luther (1483-1546), wies bereits darauf hin, dass diese Arbeitsweise auch für die Textqualität schädlich ist: ”Dolmetscher oder Übersetzer sollen nicht allein sein, denn einem Einzelnen fallen die guten und richtigen Wörter nicht immer ein.” Ein frühes Plädoyer für das Vier-Augen-Prinzip.

Zitiert nach: Erwin Mülhaupt: Luthers Evangelienauslegung. Vandenhoeck & Ruprecht, 1973. Band 2, Seite 620. Online einsehbar bei Google bücher.
Siehe auch: Luther übersetzte 10 Seiten pro Tag. Neuer Kinofilm über unseren Kollegen
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BDÜ startet neue Honorarumfrage
13.6.2009 von Richard Schneider.
Der BDÜ veröffentlicht jährlich einen Honorarspiegel für Übersetzungs- und Dolmetschleistungen, der auf einer Online-Befragung der Branche basiert. Die diesjährige Umfrage wird vom 01.06. bis 30.06.2009 durchgeführt. Alle Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen mit Sitz in Deutschland sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Die Beantwortung der Fragen wird maximal 10 Minuten in Anspruch nehmen.
Die abgefragten Daten beziehen sich jeweils auf das Vorjahr. Erweitert wurde die Umfrage dieses Jahr um die Fragen zur Abrechnung nach Normseiten, zu Organisationshonoraren von Dolmetschern und zu Preisstaffelungen bei Übersetzungen mit TM-Tools. Aktuell hinzugefügt wurden auch Fragen zu den Auswirkungen der Wirtschaftskrise.
Der in der Reihe “BDÜ aktuell” erscheinende Honorarspiegel für Übersetzungs- und Dolmetschleistungen ist übersichtlich nach Branchen und Sprachen untergliedert und bietet eine Fülle hilfreicher Informationen sowohl für Übersetzer und Dolmetscher wie auch für Kunden. Er schließt eine seit Jahren bestehende Nachfragelücke, wie die Verkaufszahlen der vergangenen Monate bestätigt haben. Den neuen Honorarspiegel können Interessenten im 4. Quartal 2009 bei der BDÜ Service GmbH bestellen.
Damit auch der neue Honorarspiegel wieder ein Erfolg wird, freut sich der BDÜ über Ihre Teilnahme an der Umfrage unter www.bdue.de/umfrage.
[Text: Alice Rollny. Quelle: Mitteilung BDÜ, 2009.06-15. Bild: BDÜ.]
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