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Archive für Juli 2009

Buch: Traumberufe mit Fremdsprachen

Auf dem Arbeitsmarkt ist Sprachkompetenz mehr denn je gefragt, schon um sich international verständigen zu können. Daher interessieren sich auch immer mehr Schüler und Studenten für das Erlernen von Fremdsprachen. Und so ist es nur folgerichtig, wenn sie auch beruflich mit Sprachen umgehen möchten. Die Sprachtrainerin Ulrike Beyler zeigt neben den klassischen Fremdsprachen-Berufen viele weitere Möglichkeiten, mit mehren Sprachen beruflich erfolgreich zu sein. Neben den nötigen Informationen zu Qualifikationen und Anforderungen der einzelnen Berufe hilft dieses Buch dem sprachbegeisterten Berufseinsteiger einzuschätzen, wo seine Stärken liegen und zu welchem Job sie passen. Berichte, Reportagen und Interviews geben hierzu lebendige und praxisnahe Einblicke in die verschiedensten Berufsfelder.

Ulrike Beyler (2008): Traumberufe mit Fremdsprachen: Anforderungen für den Berufseinstieg. Redline Wirtschaftsverlag, München. 240 Seiten, 17,90 Euro, ISBN 978-3636015815.

[Text: Redline. Bild: Redline.]

Handelsblatt: Warum Dolmetscher so wichtig sind

Ein Kolumnist des Handelsblatts betreibt Aufklärung zum Thema „Dolmetscher bei Geschäftsverhandlungen im Ausland“. Seine Ratschläge für Manager lauten unter anderem:

Achten Sie bei den Verhandlungen auf einen höflichen Umgangston und regelmäßige Pausen, um dem Dolmetscher Gelegenheit zu geben, sich zu erholen. Dies trägt erheblich zur Verbesserung des Verhandlungsklimas bei.
     Informieren Sie den Dolmetscher vor den Verhandlungen detailliert und lassen Sie ihn Einblick in die Agenda nehmen. Je intensiver die Vorbereitung, desto besser die Leistung.
     Sprechen Sie laut, deutlich und langsam. Vermeiden Sie überflüssige und ungebräuchliche Ausdrücke oder Dialekte sowie doppelte Verneinungen. Erklären Sie die wichtigsten Sachverhalte und Argumente immer auf zwei oder drei verschiedene Arten, damit Sie wirklich verstanden werden.
     Sprechen Sie deshalb nie länger als eine, höchstens zwei Minuten und lassen Sie den Dolmetscher dann erst übersetzen.

Den vollständigen Artikel können Sie auf der Website der Zeitschrift absatzwirtschaft lesen.

Bundesrat korrigiert Fehler des EU-Übersetzungsdienstes

Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 10. Juli 2009 der Verordnung über die „Einsatzbedingungen des fahrenden Personals im interoperablen grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr“ (Eisenbahn-Fahrpersonalverordnung) zugestimmt, dabei allerdings eine wesentliche Änderung beschlossen. Die nach einer auswärtigen Ruhezeit ursprünglich vorgesehene tägliche Ruhezeit am „Wohnort“ kann nunmehr am „Dienstort“ des Zugpersonals absolviert werden.

Mit der Eisenbahn-Fahrpersonalverordnung wird die EU-Richtlinie 2005/47/EG in deutsches Recht umgesetzt. Diese Richtlinie regelt insbesondere Dienstzeiten, Ruhepausen und Ruhezeiten der Lokführer im internationalen Verkehr. Sie sieht in ihrem französischen Urtext vor, dass Eisenbahnverkehrsunternehmer dafür Sorge tragen müssen, dass Lokführer nach einer auswärtigen Ruhezeit eine Ruhezeit an ihrem „Dienstort“ verbringen. Durch einen Übersetzungsfehler ist in der deutschen Fassung der EU-Richtlinie nicht von einer Ruhezeit am „Dienstort“, sondern am „Wohnort“ die Rede. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hatte in seinem Verordnungsentwurf den Übersetzungsfehler in das deutsche Recht übernehmen wollen. Der Bundesrat hat nun diesen Fehler behoben, indem er den Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entsprechend korrigiert und eine Rückkehr an den Dienstort vorgesehen hat.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt diesen Beschluss ausdrücklich. VDV-Hauptgeschäftsführerin Dr.-Ing. Claudia Langowsky hierzu: „Die Pflicht zur Rückkehr an den Wohnort, die der Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums vorsah, hätte skurrile Folgen gehabt. Beispielsweise hätte ein Lokführer, der in Görlitz wohnt, aber seinen Dienst an der französischen Grenze versieht, nach jeder auswärtigen Ruhezeit in Frankreich an seinen Wohnort nach Görlitz zurückkehren müssen. Damit wären sinnvolle Einsatzpläne für den internationalen Verkehr kaum noch möglich gewesen. Dies wäre auch zu Lasten der Arbeitnehmer gegangen, die weit entfernt von ihrem Dienstort wohnen.“

Selbst die Europäische Transportarbeiter-Föderation habe sich deshalb dafür ausgesprochen, hier nicht auf den Wohn-, sondern den Dienstort abzustellen. Bei den europaweiten Einsatzmöglichkeiten des Fahrpersonals sei der Kraftverkehr bislang noch erheblich im Vorteil. Deshalb wäre es kaum verständlich, wenn durch gesetzgeberische Aktivitäten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen mutwillig geschwächt würde.

[Text: Andreas Romahn. Quelle: www.newstix.de, das Informationsportal für den öffentlichen Personenverkehr, 2009-07-13.]

Berlin hebt Residenzpflicht für Gerichtsdolmetscher auf

Berliner Gerichtsdolmetscher sollen künftig nicht mehr zwingend in Berlin wohnen müssen. Es muss lediglich weiterhin gewährleistet sein, dass sie kurzfristig den Berliner Gerichten zur Verfügung stehen können. Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung am 28.07.2009 auf Vorlage von Justizsenatorin Gisela von der Aue beschlossen, den Gesetzentwurf zur Neuregelung der allgemeinen Beeidigung von Dolmetschern für die Berliner Gerichte und die Ermächtigung von Übersetzern beim Abgeordnetenhaus einzubringen.

Derzeit müssen die Berliner Gerichtsdolmetscher zwingend ihren Wohnsitz in Berlin haben. Ein Umzug schon nach Brandenburg, und hier selbst in das nahegelegene Kleinmachnow oder Falkensee, ist nicht möglich. Diese so genannte Residenzpflicht ist nicht mehr zeitgemäß und soll deshalb aufgehoben werden.

Des Weiteren soll zwischen Dolmetschern und Übersetzern unterschieden werden. Während Dolmetscher mündlich und schriftlich übersetzen, führen Übersetzer ausschließlich schriftliche Arbeiten aus. Beide Berufsgruppen sollen in einem über das Internet (www.justiz.de) für jedermann abrufbaren bundesweiten gemeinsamen Verzeichnis der Dolmetscher und Übersetzer geführt werden. Dadurch wird die Suche nach geeigneten Sprachmittlern durch die Gerichte oder auch einzelne Bürger erleichtert.

Die weiteren Neuregelungen vereinfachen das Zulassungsverfahren für Sprachmittler und passen das Gesetz an die Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie sowie der EU-Berufsqualifikationsanerkennungsrichtlinie an.

[Text: Senatsverwaltung für Justiz. Quelle: Pressemitteilung des Presse- und Informationsamts des Landes Berlin, 2009-07-28. Bild: photocase.de.]

Portugiesisch wichtigste Arbeitssprache der Fußball-Dolmetscher

„Rund 230 Spieler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden in der kommenden Saison in den Erstliga-Vereinen beschäftigt sein, fast die Hälfte. In Leverkusen stehen Spieler aus neun Nationen im Kader, beim 1. FC Köln 15. 30 Fremdsprachen von Arabisch über Neu-Hebräisch bis Ungarisch werden in der Liga gesprochen, ein babylonischer Zustand.“ Das schreibt der Kölner Stadtanzeiger, der sich in einem Artikel eingehend mit den unverzichtbaren Sprachmittlern in der deutschen Fußball-Bundesliga beschäftigt.

Die meisten Vereine organisieren für ihre ausländischen Kicker Sprachunterricht und stellen darüber hinaus Begleitdolmetscher zur Verfügung. Diese sind nicht nur beim Training und Mannschaftsbesprechungen anwesend, sondern leisten auch bei Interviews, Arztbesuchen und Problemen des Alltags wertvolle Hilfe.

Fußball-Fremdsprache Nummer eins ist Portugiesisch. Denn: „Brasilien ist immer noch das beliebteste Importland, und die Südamerikaner haben es etwas schwerer als zum Beispiel viele Osteuropäer, die deutsche Sprache zu lernen.“

Die meisten Trainer begrüßen die Unterstützung ihrer Arbeit durch Dolmetscher. So etwa Jupp Heynckes von Bayer Leverkusen: „Ich stehe dem Einsatz von Dolmetschern völlig offen gegenüber. […] wichtig ist, dass der Dolmetscher das Fingerspitzengefühl hat, sich in einer Fußball-Mannschaft zurechtzufinden.“ Andere, wie der ehemalige Nationalspieler und Bundestrainer Rudi Völler, können sich noch daran erinnern, dass früher nicht so ein Aufwand getrieben wurde: „Als ich damals nach Rom ging, […] musste man Italienisch lernen, wenn man klarkommen wollte.“

Den genannten Artikel können Sie im Kölner Stadtanzeiger lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 2009-07-25. Bild: Richard Schneider.]

Ergebnisse der FOLT-Umfrage zu Open Language Tools

FOLTIm Rahmen eines kooperativen Forschungsprojekt mit dem Forum Open Language Tools (FOLT) haben das Zentrum für empirische Forschung Steinbeis ism und die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart eine webbasierte Befragung zu Translation Memory Systemen (TMS) durchgeführt.

Angesprochen wurden Übersetzer und Übersetzungsdienstleister, Industrie-, Handels- und Serviceunternehmen, Software- und Internetanbieter, Institutionen des öffentlichen Dienstes sowie Hochschulen, die direkt oder indirekt mit der Übersetzungsarbeit zu tun haben.

Gefragt wurde unter anderem nach der Organisation von Übersetzungen, der Nutzung von TM-Systemen, der Art der Übersetzungen und den Anforderungen an ein TM-System.

Die Ergebnisse der Studie liegen jetzt vor und können als 67-seitige PDF-Datei auf der Website des FOLT heruntergeladen werden:

[Text: Richard Schneider. Quelle: FOLT-Newsletter Juli 2009. Bild: FOLT.]

Wohanka: Computer-Netzwerk statt Großraumbüro

Die Übersetzerin Anja Neubert hat für die Deutsche Welle einen Beitrag über die Inhaberin des Übersetzungsbüros Wohanka & Kollegen GmbH und deren Geschäftskonzept verfasst. Barbara Wohanka beschäftigt überwiegend fest angestellte Mitarbeiter. Über die technische Infrastruktur heißt es:

Barbara Wohanka hat auf die neueste Technik gesetzt; ohne diese hätte ihre Geisenhausener Firma nicht in dem Maße wachsen können. In dem Fünftausend-Seelen-Ort befindet sich weitab von jeder Großstadt der firmeneigene Server – ein blechernes Hirn aus Bits und Bytes. Eine dreiviertel Million Euro haben Einrichtung, Technik und Softwarelizenzen gekostet. Gut angelegtes Geld, denn so können Wohankas Übersetzer auch unkompliziert länderübergreifende Teams bilden.
     Obwohl ihre 100 festangestellten Mitarbeiter an verschiedenen Orten sitzen, behält Wohanka den Überblick, denn alle arbeiten auf dem gemeinsamen Server. Das sei nötig, “weil wir dadurch natürlich auch alle Aufträge im Haus bearbeiten können, auch wenn der Mitarbeiter in der Niederlassung in Sheffield sitzt”, so Wahanka. ” Wir und die Korrektoren können zentral darauf zugreifen und für den Kunden ist gewährleistet, dass die Aufträge in einem geschlossenem System bearbeitet werden, aus dem nichts nach außen dringen kann.”

Den vollständigen Artikel können Sie auf der Website der Deutschen Welle lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Deutsche Welle, 2009-05-19.]

ATICOM-FORUM 2/2009: Terminologie-Suchmaschinen

Das neue FORUM, die Verbandszeitschrift der ATICOM (Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher), ist soeben erschienen. In dieser Ausgabe werden dem Thema „Suchmaschinen“ mehrere Artikel gewidmet. Aus dem Inhalt:

Das aktuelle Thema
- Prüfung zum Nachweis von Kenntnissen der deutschen Rechtssprache
Veranstaltungsankündigungen
- ATICOM-Kompaktkurs: Computertipps für die Übersetzungspraxis
- ATICOM-Fachseminar: Grundlagenkurs Wordfast Classic (Niveau 1)
- ATICOM-Kompaktkurs: Alignment (für Wordfast- und sonstige CAT-Tool-Anwender)
- ATICOM-Fachseminar „Aufbaukurs Wordfast Classic (Niveau 2)“ als PC-Schulung
Veranstaltungskalender
- ATICOM-Veranstaltungen
- Sonstige Veranstaltungen
Veranstaltungsberichte
- Rechtsspanisch für Übersetzer
- Tag der Offenen Tür im Bundessprachenamt in Hürth
- Anglophoner Tag
Suchmaschinen
- Linguee.de
- WolframAlpha
- pons.eu
- Termdat
- LinearB
- Google, der Internet-Pirat
Kurz berichtet
- Zoll oder Zentimeter
- Rechtssprache soll verständlicher werden
- Protextbewegung
- Das Gesetz der Wirtschaft
Praxistipps
- English Style Guide
- Mailinglisten zur Einholung von Auskünften über die Zahlungsmoral von Auftraggebern
Rezension
- Auspack und freu 
Steuern & Versicherung
- Steuerliche Behandlung von Versicherungsbeiträgen ab 2010
- Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung versperrt
Rechtsberatung

Diese und ältere Ausgaben des FORUMs stehen als PDF auf der ATICOM-Website unter www.aticom.de/a-verbzeit.htm zum Download bereit.

[Text: Bettina Behrendt. Quelle: Mitteilung ATICOM, 2009-07-22.]

Duden und Wahrig in neuer Auflage erschienen

Diese Woche sind die beiden Standardwerke zur deutschen Rechtschreibung in neuer Auflage erschienen.

DudenDer Duden – Die deutsche Rechtschreibung erscheint in 25., völlig neu bearbeiteter und erweiterter Auflage. Der Dudenverlag nimmt die Jubiläumsausgabe zum Anlass für ein besonderes Angebot und bietet den neuen Duden zusammen mit der Korrektursoftware „Duden Korrektor kompakt” in einem Medienpaket zum Jubiläumspreis von nur 25 Euro an. Das Angebot gilt bis 31. Dezember 2009 und wendet sich an alle, die sich nicht nur beim schnellen Nachschlagen, sondern auch beim Verfassen und Bearbeiten von Texten am Computer auf den Duden verlassen möchten.

135 000 Stichwörter, mehr als 5 000 Neuaufnahmen von „Abwrackprämie” bis „Zwergplanet”

Mit rund 135 000 Stichwörtern und über 500 000 Beispielen, Bedeutungserklärungen und Angaben zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Stilebenen und Etymologie präsentiert der neue Duden den aktuellen Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache so umfassend wie nie zuvor. „Abwrackprämie”, „fremdschämen”, „Hybridauto”, „twittern” und „Zwergplanet” gehören zu den mehr als 5 000 neu aufgenommenen Wörtern. Rund 400 Infokästen mit leicht verständlichen Regeln und praktischen Beispielen erklären schwierige Zweifelsfälle. Der neue Sonderteil „Sprache in Zahlen” vermittelt wissenswerte Informationen rund um den deutschen Wortschatz.
 
„Duden Korrektor kompakt”: Rechtschreibprüfung für Microsoft Office und Works

Der „Duden Korrektor kompakt” (Version 6.0) integriert sich nahtlos in Microsoft Office und Works und ist kinderleicht zu installieren und zu bedienen. Er prüft und korrigiert u. a. Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Worttrennung. Dabei korrigiert die Software nicht nur nach der neuen, 25. Auflage des Rechtschreibdudens, sondern enthält diese auch digital zum bequemen Nachschlagen direkt aus der Microsoft-Office-Anwendung heraus.
Durch die „Dudenempfehlungen” verhelfen Wörterbuch und Korrektursoftware in bewährter Weise zu einer einheitlichen Schreibpraxis.
 
Digitale Version für alle etablierten Plattformen

Den neuen Duden gibt es nicht nur im Medienpaket, sondern selbstverständlich auch allein als Buch, als CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux in der Office-Bibliothek Version 5.0 sowie als Software für PDAs und Smartphones. Mit der neuen, 25. Auflage steht das Standardwerk der deutschen Rechtschreibung erstmals auch iPhone-Besitzern zur Verfügung.

Die digitale Version des neuen Dudens ist darüber hinaus standardmäßig in den neuen „Duden Korrektoren 6.0” für Microsoft Office und Works („Duden Korrektor 6.0”, „Duden Korrektor PLUS 6.0” und „Duden Korrektor PLUS 6.0 Update”) und im „Duden Korrektor 6.0” für OpenOffice und StarOffice zum Nachschlagen enthalten.
 
Duden – Die deutsche Rechtschreibung. 1 216 Seiten, ISBN 978-3-411-70425-5, 25 Euro (Jubiläumspreis bis 31.12.2009 inkl. Duden-Korrektor).

www.duden.de 

WahrigWAHRIG Die deutsche Rechtschreibung - 7. Auflage erschienen

„Exoplanet“, „Kopfnote“, „skypen“, „Speeddating“, „Whiteboard“ oder „Public Viewing“ – immer neue Wörter ziehen in den deutschen Wortschatz ein. WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung spiegelt diesen Sprachwandel umfassend wider. Topaktuell und um zahlreiche Neuaufnahmen erweitert, erscheint das bewährte Standardwerk in der 7. Auflage. Die Neubearbeitung wurde zudem um ein Komplettverzeichnis der empfohlenen Schreibvarianten der deutschsprachigen Presseagenturen ergänzt.

„Der WAHRIG ist am Puls des aktuellen Schreibgebrauchs. Erstmals sind die Ergebnisse der Sprachbeobachtung durch den Rat für deutsche Rechtschreibung in die Neuausgabe eingeflossen. Dieser analysiert, welche neuen Wörter und welche Variantenschreibungen sich letztendlich durchsetzen“, erläutert Dr. Sabine Krome, Leiterin der WAHRIG-Redaktion. Seine Aktualität und Übersichtlichkeit machen den WAHRIG zum optimalen Arbeitsmittel, auch an Schulen. Hierfür garantiert die Zusammenarbeit mit dem Cornelsen Verlag.

WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung enthält rund 130.000 Stichwörter und Schreibweisen. Zusätzlich bietet das 1.216 Seiten starke Werk mehr als 750 Tipp- und Infokästen. Sie zeigen die wichtigsten Regeln auf einen Blick und geben Sicherheit bei typischen orthografischen Zweifelsfällen.

WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung. 1.216 Seiten, zweifarbig, 17,95 Euro, ISBN 978-3-577-07588-6.

www.wahrig.de

[Text: Duden, Wahrig. Quelle: Pressemitteilung Duden, Wahrig. Bild: Duden, Wahrig.]

Ein Sakrileg? Sechs Übersetzer übertragen neuen Dan Brown in zehn Tagen

Das verlorene SymbolFünf Jahre hat der amerikanische Autor Dan Brown an seinem neuen Thriller gearbeitet. Die Verlagsgruppe Lübbe will das Werk innerhalb von nur zehn Tagen ins Deutsche übersetzen lassen. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Man zerteile den Historienschinken, dessen Umfang auf 600 Druckseiten geschätzt wird, in sechs gleichgroße Häppchen und verteile diese auf ebenso viele Literaturübersetzer. Parallel zur Übersetzung wird fortlaufend lektoriert. Nach zehn Tagen sammle man alle Texte ein und lege sie in der richtigen Reihenfolge hintereinander. Fertig!

Die Originalausgabe von The Lost Symbol erscheint am 15.09.2009. Erst dann – wegen der “Geheimhaltung” – erhält der deutsche Verlag den Ausgangstext. Vier Wochen später, pünktlich zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 14.10.2009, soll die Übersetzung bereits in allen Buchhandlungen stehen. So will es die Verkaufsmaschinerie, die sich offenbar an der Harry-Potter-Vermarktung orientiert. Der Titel des Werks wurde vorab schon übersetzt – ohne Kenntnis des Inhalts. Er lautet Das verlorene Symbol. Auch die Umschlaggestaltung ist bereits fertig und wurde vom Verlag der Presse präsentiert.

Zwar gelten die Bücher Browns (u. a. Sakrileg, Illuminati) als relativ leichte Kost, die immer nach demselben Rezept zubereitet wird. (Man nehme ein paar Verschwörungstheorien, gebe akribisch gesammelte historische Fakten hinzu und verknüpfe alles mit aktuellen Fragen der Zeitgeschichte.) Dennoch ist eine derartige Turboübersetzung in der Belletristik höchst ungewöhnlich. Selbst bei technischen Fachübersetzungen in der Industrie werden Ausgangstexte nur im äußersten Notfall auf ein halbes Dutzend Übersetzer verteilt, da zwangsläufig die Übersetzungsqualität darunter leidet.

Übersetzungsqualität hin, Textkonsistenz her – eines steht jetzt schon fest: Das Symbol wird ein Gigaseller. Die Erstauflage der englischen Fassung, die zeitgleich in den USA, Kanada und Großbritannien herauskommt, beträgt 6,5 Millionen, die deutsche Ausgabe startet mit 800.000 Exemplaren. Hoffen wir, dass ausnahmsweise auch einmal die Übersetzer am Umsatz beteiligt sind.

[Text: Richard Schneider. Quelle: buchreport, 2009-07-21; Süddeutsche Zeitung, 2009-07-21. Bild: Lübbe.]