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Archive für August 2009

Von Chruschtschow bis Gorbatschow: Interview mit Dolmetscher Viktor Sukhodrev

 Viktor Sukhodrev, Andrei Gromyko

Viktor Sukhodrev (77) arbeitete als Dolmetscher des sowjetischen Außenministeriums von 1956 bis 1994 auf höchster Ebene für Spitzenpolitiker wie Chruschtschow und Breschnjew. Dabei lernte er acht amerikanische Präsidenten persönlich kennen, am intensivsten Richard Nixon. Das Bild oben zeigt ihn im Jahr 1961, als er für den sowjetischen Außenminister Andrei Gromyko bei einer Unterredung mit dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy dolmetschte. Sukhodrev wurde in Litauen geboren und verbrachte sechs Jahre seiner Kindheit in London. Zuletzt arbeitete er auch für Michail Gorbatschow, der in Russland nicht als guter Redner gilt. Ein Teil von „Gorbis“ Popularität im Westen wird der hervorragenden Arbeit seiner Dolmetscher zugeschrieben.

Der russische Fernsehsender Russia Today (RT) hat vor Kurzem zwei Interviews mit Sukhodrev in englischer Sprache geführt. RT ist ein 2005 gegründeter und staatlich finanzierter Fernsehsender mit Sitz in Moskau, der sich in englischer Sprache an ein internationales Publikum wendet.

Sukhodrev-Interview 2

Video 1: Interview mit Sukhodrev aus Anlass des Obama-Besuchs 2009 in Moskau (7:23 Minuten)

Sukhodrev-Interview 1

Video 2: Spotlight: General of Interpreters. Viktor Sukhodrev als Gast von Al Gurnov in der täglich ausgestrahlten Gesprächsrunde Spotlight (25:02 Minuten)

[Text: Richard Schneider. Quelle: RT. Bild: RT.]

Die Übersetzung des Jahres: Reinhard Kaisers Simplicissimus

Simplicissimus Reinhard KaiserDer Literaturübersetzer Reinhard Kaiser (59) hat den 340 Jahre alten Roman Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch in eine zeitgemäße Sprache übersetzt und damit heutigen Lesern zugänglich gemacht. Das Feuilleton feiert das soeben erschienene Werk und überschlägt sich in Lobeshymnen:

Reinhard Kaiser […] hat sich die Mühe gemacht, den verknorzten Simplicissimus Satz für Satz in ein so verständliches wie elegantes, dazu unbedingt zeitgenössisches Deutsch zu übertragen - eine Übersetzung aus dem Deutschen ins Deutsche, wie man sie auch mancher anderen Schrift des 17. und 18. Jahrhunderts wünschen möchte. Das Ergebnis ist die unverhoffte Wiederkehr eines ziemlich verschollenen Meisterwerks, ein kleines Wunder des Literaturbetriebs. (Der Spiegel, 03.08.2009)

Jetzt kann man Grimmelshausen wieder verstehen. […] von überzeugender Schönheit und Wucht. (Thomas Schmid, Die Welt)

Noch heute hätte der große Roman, von Reinhard Kaiser erzählerisch neu beatmet und in einer zweibändigen Prachtausgabe kredenzt, das Zeug dazu, ein Volksbuch der Deutschen des 21. Jahrhunderts zu werden. (Harro Zimmermann, Radio Bremen)

Der abentheuerliche Simplicissimus Teutsch, erstmals 1668/1669 in Nürnberg gedruckt, ist der eine, ganz große Roman des deutschen Barock, das große Volksbuch der deutschen Literatur. Es hatte zu Lebzeiten des Autors Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1625 – 1676) bahnbrechenden Erfolg, es gab mehrere Fortsetzungen und andere „simplicianische“ Schriften.

Wahrscheinlich wurde über dieses Buch alles gesagt und geschrieben, was dazu zu sagen und schreiben ist. Zumindest die Zuschreibungen, die der Simplicissimus im Laufe seiner dreihundertvierzigjährigen Wandlungsgeschichte erfahren hat, müssten ihn zu einem der populärsten Bücher aller Zeiten machen: Dieses Buch sei eine Persiflage und Parodie auf Wolfram von Eschenbachs Parzival, es sei ein Bindeglied zwischen Parzival und Goethes Wilhelm Meister – und damit eingereiht in den Olymp des deutschen Entwicklungsromans. Ein Bekehrungsroman sei er, ein Schelmen-, ein Picaro-Roman, ein Abenteuerroman, ein komischer dazu, ein Stück große Satire, ein Narrenspiegel, ein christliches Erbauungsbuch, ein autobiographischer Roman, ein Kriegsroman, ein Zeiten- und Sittenbild, in Teilen eine Utopie, erotische Groteske, ein phantastischer Reisebericht, eine Robinsonade und noch einiges mehr.

All diese Zuschreibungen treffen zu und doch war die Lektüre dieses Werks im 21. Jahrhundert nicht mit Lust, sondern wegen der Unlesbarkeit eher mit Frust, Langeweile und vor allem Mühsal verbunden.

Warum diese Mühsal? Warum nicht erkennende Lust? Das fragte sich Reinhard Kaiser, als er sich an die Übersetzung des Simplicissimus machte und die „brutale Operation“ des Übersetzens in Angriff nahm. Hier galt es, den verborgenen Glanz wieder zum Vorschein zu bringen: dieses Buch durch Übersetzen zu entziffern und beim erneuten Lesen zu Entdeckungen zu verhelfen, mit denen der Leser nicht gerechnet hat.

Kaiser sagt: „Der Simplicissimus ist keine altbackene, muffig und fast ungenießbar gewordene Scharteke, sondern ein Roman, der mit seinem Scharfsinn, seinem Witz und seiner gedankenspielerischen Kunstfertigkeit, mit seiner Großartigkeit und Eindringlichkeit zu den allerbesten gehört, die es in unserer Literatur gibt.“

Zur Besonderheit des Übersetzens aus dem Deutschen ins Deutsche erklärt er im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt:

Ich habe viele Bücher aus dem Englischen, einige auch aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Aber für mich war Übersetzen immer eine genuin literarische Betätigung, ein schöpferisches Umgehen mit der eigenen Sprache anlässlich eines Buches in einer fremden Sprache. Und den literarischen Reiz, den das Übersetzen für mich hat, habe ich schon während des Studiums zum ersten Mal im Mittelhochdeutsch-Seminar wahrgenommen. Insofern war mir die Idee, in diesem Falle aus dem Deutschen ins Deutsche zu übersetzen, von Anfang an sehr verlockend.

Was ich dabei nicht unbedingt erwartet habe: dass diese Übersetzungsarbeit in mancher Beziehung tatsächlich schwieriger war als das Übersetzen aus einer der Fremdsprachen, die mir vertraut sind. Das hing, glaube ich, damit zusammen, dass die Spielräume größer, die Wahlmöglichkeiten zahlreicher und damit die unzähligen Entscheidungen, die man als Übersetzer fällen muss, komplizierter waren, als dies im Umgang mit den anderen Sprachen der Fall ist. Aber auch das machte mir diese Arbeit nur umso interessanter. Das Neuerschaffen dieses ungeheuer vielschichtigen alten Textgebildes in einer gegenwärtigeren Sprache und zugleich das abenteuerliche Ausloten und Durchdringen der Sprache des Originals und der Welt, aus der sie stammt und von der sie erzählt.

Dreißigjähriger Krieg 

Vierzig Prozent der Deutschen starben im Dreißigjährigen Krieg

Der Simplicissimus ist vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges ein Roman über Krieg und Geld, über das Leben und Lieben, das Hauen und Stechen in einer verkehrten Welt, in der es drunter und drüber geht. Ein Zeitbild, das nichts auslässt und auf der literarischen Klaviatur alle Register zum Klingen bringt.

Der Dreißigjährige Krieg (1618 – 1648) war ein europäischer Krieg auf deutschem Boden. Gemessen an den prozentualen Bevölkerungsverlusten ist er das zerstörerischste Gemetzel, das Europa bis heute gesehen hat. Der Erste und Zweite Weltkrieg wirken daneben wie unbedeutende Scharmützel.

In den deutschen Ländern lebten Anfang des 17. Jahrhunderts rund 20 Millionen Menschen, von denen gut 40 Prozent während der Kriegswirren umkamen – vor allem durch militärische Handlungen, aber auch durch Hungersnöte und Seuchen. Einzelne Herzogtümer wie etwa Württemberg verloren zwei Drittel ihrer Bevölkerung. Fremde Mächte wie Schweden, die sich in Mitteleuropa austobten, verzeichneten ebenfalls einen spürbaren Bevölkerungsrückgang. Denn drei Viertel der nach Deutschland entsandten schwedischen Soldaten fielen.

Reinhard Kaiser erhält Grimmelshausen-Preis

Für seine Übertragung des Simplicissimus aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts in eine allgemein verständliche Sprache, die in hervorragender Weise Rythmus, Ton und Geist des ursprünglichen Textes bewahrt, wird Reinhard Kaiser im Herbst 2009 den Grimmelshausen-Sonderpreis 2009 erhalten. Der Johann-Jakob-Christoph-von-Grimmelshausen-Preis gehört seit 1993 zu den renommierten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum und wird von den Städten Renchen und Gelnhausen sowie den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen gestiftet.

Simplicissimus Grimmelshausen Erstausgabe 1669Der Autor: Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen

Grimmelshausen wurde um 1622 als Sohn eines protestantischen Bäckers und Gastwirts geboren. Er stammte aus einem verarmten Thüringer Adelsgeschlecht. Durch die Plünderung Gelnhausens im Jahr 1634 wurde der Zwölfjährige schon früh in die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges verwickelt. Ab 1639 nahm Grimmelshausen zunächst als Soldat und dann als Schreiber in der Regimentskanzlei des kaiserlichen Oberstleutnants von Schauenburg (Oberkirch) in Offenburg aktiv am Krieg teil.

Nach Kriegsende heiratete er 1649 in Offenburg. Anschließend zog er nach Gaisbach im Renchtal, wo er ein Grundstück erwerben konnte und als Pferde- und Weinhändler arbeitete. In dieser Zeit trat er zum katholischen Glauben über. Von 1662 bis 1665 war er als Burgvogt auf der benachbarten Ullenburg tätig. Von hier aus knüpfte Grimmelshausen seine Kontakte zur Sprachvereinigung Aufrichtige Gesellschaft von der Tannen in Straßburg.

Danach übernahm er bis 1667 in Gaisbach die Gastwirtschaft Zum Silbernen Stern. In dieser Zeit begann seine Tätigkeit als Schriftsteller. 1667 wurde er Schultheiß in Renchen im Dienste des Straßburger Bischofs Leopold Wilhelm von Österreich.

In der Regel benutzte Grimmelshausen Pseudonyme, unter denen seine Werke veröffentlicht wurden. So nannte er sich auf der nebenstehend abgebildeten Titelseite der Erstausgabe des Simplicissimus „German Schleifheim“.

Der Übersetzer: Reinhard Kaiser

Reinhard Kaiser, geboren 1950 in Viersen am Niederrhein, ist einer der brillantesten und angesehensten Übersetzer aus dem Englischen. Er studierte Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Berlin, Paris, Köln und Frankfurt (a.M.), arbeitete als Übersetzer und Lektor (Belletristik und Sachbuch) erst für den Suhrkamp-Verlag und ab 1980 als freier Übersetzer und Lektor für viele große Publikumsverlage. Seit 1976 übersetzte er über 70 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche von Isaiah Berlin bis zu Irene Dische, Sylvia Plath und Susan Sontag, von D.H. Lawrence, Sam Shepard, Neil Postmann bis zu Richard Sennet und schrieb bisher acht Bücher als originaler Autor.

Das Buch

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch. Aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts von Reinhard Kaiser. Frankfurt am Main: Eichborn, 2009. 762 Seiten, 49,95 Euro, ISBN-13: 978-3821847696.

[Text: Material des Eichborn Verlags, überarbeitet und angereichert von Richard Schneider. Quelle: Eichborn Verlag; Wikipedia (Grimmelshausen-Biografie); Die Welt, 2009-08-27. Bild: Eichborn, Wikipedia.]

KERN AG expandiert trotz Wirtschaftskrise: Neue Filialen in Hessen und NRW

Die Frankfurter KERN AG, Global Language Services, besitzt das mit Abstand größte Filialnetz aller deutschen Sprachdienstleister und expandiert weiter. Im Mai 2009 wurde eine Niederlassung in Offenbach/Main, der fünftgrößten Stadt in Hessen, eingerichtet. Im Juni öffnete ein weiteres Sprachenzentrum in Mönchengladbach am Niederrhein seine Pforten. Damit ist die Zahl der KERN-Filialen in Deutschland auf 37 gestiegen, weltweit auf 44.

Thomas Kern„Offenbach ist aufgrund der guten Infrastruktur, der starken Industrie, und der Lage im Rhein-Main-Gebiet eine sehr interessante Stadt für uns als Sprachendienstleister, da sich in den letzten Jahren dort viele neue Firmen angesiedelt haben. Durch das stetige Wachstum in der Region und den ansässigen namhaften Industrie-, Service- und Produktionsfirmen entstand eine zunehmende Nachfrage nach sprachlichen Dienst- und Werkleistungen. Der schnelle Zugriff auf unsere Niederlassung vor Ort bietet vielen Firmen in Offenbach nun eine noch effektivere und kundennähere Anlaufstelle für nahezu alle sprachlichen Aufgaben“, begründet Dr. Thomas Kern, Vorstandsmitglied der KERN AG, die Entscheidung.

Sein Bruder Michael Kern, ebenfalls Vorstandsmitglied, erläutert: „Trotz der Finanzkrise sehen wir immer noch einen großen Bedarf an fremdsprachlichen Leistungen in diversen Branchen. Unsere Kunden kommen aus nahezu allen Bereichen: Informationstechnologie, Automobiltechnik, Medizin, Pharmazie, Chemie und der Finanzdienstleistung. Deshalb können wir die Schwächen in bestimmten Industriezweigen hervorragend ausgleichen.“

An allen Standorten wird die gesamte Palette der KERN-Dienstleistungen angeboten: Vom Übersetzen und Dolmetschen in allen Weltsprachen über Software-, Multimedia- und Webseiten-Lokalisierung bis hin zu Terminologieverwaltung sowie Satz und Druck von mehrsprachigen Unterlagen und Sprachtraining für Privat- und Firmenkunden. Dabei werden vor allem Kunden aus Mittelstand, Industrie und öffentlichen Institutionen, aber auch Privatkunden angesprochen.

[Text: Christiane Lau. Quelle: Pressemitteilung Kern AG, 2009-05-11, 2009-07-24. Bild: Kern.]

Dmitrij Agratchew, Dolmetscher bei der UNO in Wien

UNODie österreichische Tageszeitung Die Presse porträtiert den aus Moskau stammenden Dmitrij Agratchew. Seit 30 Jahren arbeitet er in der Sprachenbranche, davon elf Jahre bei Walt Disney in Los Angeles, wo er sich um die Synchronisierung von Filmen kümmerte. Neben seiner Muttersprache Russisch spricht der 54-Jährige Französisch, Spanisch und Englisch. Seit nunmehr acht Jahren ist Agratchew bei den Vereinten Nationen in Wien beschäftigt und leitet dort die „English Booth Interpretation Section“. Diese besteht aus 26 angestellten Dolmetschern. Bei großen Konferenzen wird die Zahl der Mitarbeiter mit freiberuflichen Kräften auf bis zu 100 aufgestockt.

Den genannten Artikel können Sie in der Presse lesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Presse, 2009-08-27.]

Kupsch-Losereit: Wie entsteht eine gute Übersetzung?

Kupsch-LosereitWie entsteht und was ist eine gute Übersetzung? Wie bildet man gute Übersetzer aus? Dr. Sigrid Kupsch-Losereit versucht in ihrem Buch, eine Antwort auf diese Fragen zu geben. Die ausgewählten Aufsätze beschreiben unter historischen und prozeduralen Gesichtspunkten den Weg, den ein Ausgangstext bis zum Zieltext in einem anderen Lebens- und Kulturzusammenhang zurücklegt. Sie geben einen Überblick sowohl über die theoretischen Grundlagen als auch über den konkreten Übersetzungsprozess, die übersetzerischen Strategien und ihre Didaktisierbarkeit. Prozesse, die im Übersetzergehirn vonstatten gehen, werden theoretisch aufgedröselt, durch Anschauungsmaterial nachvollziehbar und tragen dadurch zur Optimierung translatorischen Lehre bei.

Sie zeigen - im Idealfall - den Übersetzer als autonomes Subjekt, das dem Original nicht sklavisch dient, sondern Original und Übersetzung in Beziehung setzt, auswählt, zwischen ihnen verhandelt, zwischen dem, was verloren geht, und dem, was zur Überbrückung von Kulturdifferenz gewonnen wird. Von unterschiedlichen theoretisch-methodologischen Positionen aus ergibt sich schließlich ein Richtmaß für translatorisches Handeln, das ein zielkulturell kohärentes Textverständnis ermöglicht. Zum Schluss werden Kriterien zur Qualitätsbeurteilung von Übersetzungen an praktischen Textbeispielen verständlich dargelegt.

Die von Sigrid Kupsch-Losereit zusammengestellte Wegbeschreibung translatorischen Handelns ist aus ihrer Dozententätigkeit am Germersheimer Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz entstanden. Ihre zwischen 1976 und 2007 entstandenen Aufsätze geben Einblick in die Inhalte translatorischer Lehre und in die Entwicklung translatologischer Forschung. Die chronologische Wiedergabe zeigt, welchen Weg die Verfasserin im Rahmen der sich entfaltenden Übersetzungswissenschaft gegangen ist. Neben der Suche nach theoretischen Grundlagen zur Beschreibung der Translation (u. a. Textlinguistik, Hermeneutik, Handlungstheorie, Funktionale Translationstheorie, Kognitionswissenschaft) stehen Fragen der Übersetzungsdidaktik im Vordergrund.

Sowohl Studierende und wissenschaftlicher Nachwuchs an Instituten für Übersetzen und Dolmetschen, wissenschaftlich oder beruflich arbeitende Fachleute als auch interessierte Laien erhalten neue und spannende Einblicke in die Welt der Translation.

Sigrid Kupsch-Losereit wurde 1942 in Dortmund geboren. Von 1961 bis 1966 studierte sie in Heidelberg, Bonn, Tours und Caen Germanistik, Romanistik und Philosophie. Sie promovierte 1969 an der Universität Heidelberg über die Lyrik der französischen Symbolisten. Von 1970 bis 1972 arbeitete sie als DAAD-Lektorin an der Universität Reims, danach als akademische Mitarbeiterin am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Von 1973 bis 2005 nahm sie an Tagungen und internationalen Konferenzen teil und lehrte im Rahmen von internationalen EU-Programmen (Erasmus, Socrates etc.) an Universitäten in Bordeaux, Paris, Prag und Antwerpen. Seit 2005 ist Sigrid Kupsch-Losereit pensioniert.

Sigrid Kupsch-Losereit (2009): Vom Ausgangstext zum Zieltext. Eine Wegbeschreibung translatorischen Handelns. Berlin: Saxa. 234 Seiten, 32,90 Euro, ISBN 978-3-939060-13-0.

[Text: Saxa Verlag. Bild: Saxa Verlag.]

1.565 Teilnehmer aus 42 Ländern: Übersetzungsbranche trifft sich in Berlin

BDÜVom 11. – 13. September 2009 trifft sich die weltweite Übersetzerbranche auf der Internationalen Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft - Herausforderungen der Globalisierung für Dolmetscher und Übersetzer” in Berlin. Über 1.500 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern haben sich zur Veranstaltung des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) angemeldet. In über 80 Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops geht es um die aktuellen Trends und Entwicklungen auf dem weltweiten Übersetzungsmarkt. So gibt es beispielsweise Vorträge zu den Themen maschinengestütztes Übersetzen, virtuelle Zusammenarbeit, Qualitätssicherung und interkulturelle Kommunikation. Eine Fachmesse sowie eine Stellenbörse ergänzen das praxisnahe Tagungsprogramm.

Das Thema der Konferenz trifft offenbar den Nerv der Zeit: Bereits im Mai waren alle 1.200 Plätze für die Tagung im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin ausgebucht, doch der Verband konnte weitere Kapazitäten schaffen. „Wir freuen uns über diesen großen Zuspruch“, so BDÜ-Präsident Johann J. Amkreutz. Der Grund dafür liege auf der Hand: „Nie war die Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern so wichtig wie heute. Die Globalisierung verändert unsere Arbeit von Grund auf. Die Konferenz will aufzeigen, wie wir diesen Herausforderungen begegnen können, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.“

Juhani LönnrothZu den Hauptrednern der Veranstaltung zählen unter anderem Professor Jutta Limbach, frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, des Goethe-Instituts und des Deutschen Sprachrats, sowie Juhani Lönnroth (Bild), Leiter der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission und damit Chef des größten Sprachendienstes der Welt. Die Schirmherrschaft für die Konferenz haben Helmut Schauerte, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, sowie Wolfgang Steimels, Präsident des Bundessprachenamtes, übernommen.

Die Internationale Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft – Herausforderungen der Globalisierung für Dolmetscher und Übersetzer”, 11. – 13. September 2009 in Berlin, ist eine Veranstaltung des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ). Mit der Konferenz will der Verband in Europa eine Plattform für den Austausch von Sprachmittlern aus der ganzen Welt schaffen. Neben Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops bietet die Konferenz eine Stellenbörse sowie eine Fachmesse. Die BDÜ Service GmbH, die Dienstleistungstochter des BDÜ, hat die Organisation der Veranstaltung übernommen. Das Leistungsspektrum der BDÜ Service GmbH umfasst unter anderem die Organisation und Durchführung von berufsbezogenen Seminaren, Herausgabe und Vertrieb von branchenspezifischen Publikationen sowie werbeunterstützende Maßnahmen für Mitglieder des BDÜ.

www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2009-08-25. Bild: BDÜ, EU.]

Frankreich: Britische Touristin übernachtet unfreiwillig im Hôtel de Ville

Rathaus DannemarieMangelhafte Französischkenntnisse haben einer allein reisenden britischen Touristin eine unfreiwillige Übernachtung im Rathaus (Bild) der elsässischen Gemeinde Dannemarie beschert. Die Mittdreißigerin hielt den schmucken Bau im Stadtzentrum mit der Aufschrift “Hôtel de Ville” für das beste Haus am Platz und wollte dort ein Zimmer buchen.

Als sie am Freitagabend das Gebäude betrat, war die “Rezeption” nicht besetzt. Und auch sonst war niemand in der Empfangshalle zu sehen. Deshalb suchte sie erst einmal die Toilette auf, um sich frisch zu machen.

Just in diesem Moment verließen die letzten Personen das Rathaus – Stadträte und Verbandsvertreter, die bis in den Abend getagt hatten. Wie diese später erklärten, hatten sie sogar noch das Wasser im WC rauschen hören, maßen dem aber keine Bedeutung bei. Sie schlossen die schwere Eingangstür hinter sich zu und die Britin war gefangen.

Als der Frau dämmerte, dass sie sich wohl doch nicht in einem Hotel befand und dass man sie eingeschlossen hatte, schaltete sie das Licht im ganzen Gebäude ein, um auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem schrieb sie in gebrochenem Französisch einen Zettel, den Sie mit Klebeband an eines der kleinen Fenster in der Eingangstür heftete: “22.08.2009 - Je suis fermer ici. Est ce possible la porte en ouvrir?”

Ihr gelang es jedoch nicht, die Aufmerksamkeit der wenigen Passanten im 2.500-Seelen-Ort Dannemarie auf sich zu ziehen. Schließlich schob sie zwei Sessel in der Eingangshalle zusammen und versuchte zu schlafen.

Paul MumbachAm nächsten Morgen wunderte sich ein Angestellter der benachbarten Apotheke über den Zettel an der Pforte und alarmierte den Bürgermeister Paul Mumbach (Bild). Dieser befreite die Touristin und empfahl ihr eine Pension ganz in der Nähe.

Mumbach will nun englisch- und deutschsprachige Hinweisschilder am Rathaus anbringen lassen, damit sich ein solches Missverständnis nicht wiederholt. Zumindest nicht im 15 Kilometer südwestlich von Mülhausen gelegenen Dannemarie. Die Britin dürfte allerdings weder die erste noch die einzige Touristin sein, welche die Häuser der Marke ”Hôtel de Ville” für die größte französische Hotelkette hält.

Anmerkungen

Das Rathaus von Dannemarie wird vor Ort wie bei kleinen Gemeinden üblich als “Mairie” bezeichnet. Das Gebäude trägt jedoch auf dem dunklen Querbalken zwischen dem zweiten und dritten Stock in erhabenen, großen Buchstaben die Inschrift “Hôtel de Ville” (auf dem Foto kaum sichtbar). Der Bürgermeister erklärte gegenüber der Presse: “Elle a vu l’inscription ‘hôtel de ville’ et en a déduit qu’il s’agissait d’un hôtel où elle pouvait passer la nuit.”

Der zunächst von den Dernières nouvelles d’Alsace publizierte Vorfall wurde von Dutzenden von Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendern auf der ganzen Welt aufgegriffen - in Frankreich (”Elle passe la nuit à l’hôtel … de ville”.), Deutschland (”Fiese Sprachfalle! Britin nachts im Rathaus gefangen”, “Besser ins Wörterbuch schauen! Rathaus mit Hotel verwechselt”), Polen (”Spędziła noc w ratuszu, bo myślała, że to hotel”), Großbritannien (”UK tourist trapped in French hall”), der Türkei (”Fransızca’da ‘otel’le ‘belediye’yi karıştırınca…”) und sogar in Südafrika (”The perils of the language barrier…”), Brasilien (”Erro de tradução faz turista passar a noite trancada em prefeitura francesa”) und Hongkong (英觀光客在法國誤將市政廳當成旅館). Außerdem muss die Touristin den Spott der Leser über sich ergehen lassen (”digne d’une comédie de boulevard”, “Et ce n’était pas une Belge!”), die genüßlich die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse der Briten kritisieren.

Bürgermeister Mumbach wird seit zwei Tagen von Journalisten aus dem In- und Ausland belagert und kommt nicht mehr dazu, seinen Amtsgeschäften nachzugehen. Er rief die namentlich nicht bekannte Frau, die ihre Tour de France längst fortgesetzt hat, auf, sich noch einmal zu melden.

[Text: Richard Schneider. Quelle: AFP, 2009-08-24 und zahlreiche andere. Bild: dannemarie.fr.]

Herder und Beck legen neue Koran-Übersetzungen vor

Zwischen zwei deutschen Verlagen tobt derzeit ein heftiger Wettstreit um den Koran: Wer ist mit seiner Übersetzung zuerst auf dem Markt? Und wem gelingt der Spagat zwischen philologischer Genauigkeit und leserfreundlicher Sprachgewandtheit besser? Zumindest zeitlich scheint das Rennen entschieden.

Mitte September kommt die Übersetzung des Freiburger Verlags Herder in die Buchläden, der Münchner C. H. Beck-Verlag zieht wenige Wochen später Ende Oktober nach. „Wir haben wahrgenommen, dass der Koran bei Herder im September erscheint“, lautet der knappe Kommentar bei Beck.

Dabei ist der Koran laut islamischer Theologie eigentlich unübersetzbar. Denn er gilt nur im arabischen Original als authentisch dokumentierte Fassung jener Eingebungen, die Gott dem Propheten Mohammed vor fast 1.400 Jahren offenbart haben soll. Deshalb lernen Muslime weltweit die Rezitation des Originals. Gleichwohl gab es seit frühesten Zeiten Übersetzungen. Eine deutsche Fassung lag erstmals um 1600 vor. Heute reicht die Spannbreite von polemisch abwertenden über romantisch verklärende Übersetzungen bis zur philologisch präzisen Übertragung von Rudi Paret von 1962.

Für den Beck-Verlag saß der Erlanger Arabist und Koranwissenschaftler Hartmut Bobzin seit mehr als zehn Jahren an seiner Neuübersetzung. Das Ziel: eine aktuelle Alternative zum Paret-Standardwerk. „Seit den 1960ern ist die Koranforschung weitergegangen. Außerdem arbeitet unsere neue Übersetzung die islamische Auslegungstradition der vergangenen Jahre ein“, sagt Lektor Ulrich Nolte. Und: Trotz wissenschaftlicher Genauigkeit und Fußnoten werde es einen sprachlich überzeugenden, gut lesbaren Text geben, so das Versprechen. Auch wenn, so der Lektor, der Koran an vielen Stellen nun einmal ein „sperriger, ein rauer Text“ bleibe. Ergänzend zur Textausgabe will Bobzin in den nächsten Jahren noch einen detaillierten Korankommentar vorlegen.

Karimi mit anderer Herangehensweise

Für Herder wählte der Philosoph und gläubige Muslim Ahmad Karimi eine andere Herangehensweise. Karimi besuchte als Jugendlicher einer Koranschule in Kabul und brachte die Faszination für den heiligen Text auf der Flucht vor den Taliban bis nach Deutschland mit. Er lernte Deutsch und übersetzte für sein Islamwissenschaftsstudium immer wieder einzelne Suren. Vor einem Jahr begann dann die intensive Übertragungsarbeit für Herder. „Ich versuche, für deutsche Leser ohne Arabischkenntnisse nachvollziehbar zu machen, warum der Koran ein solch atemberaubend schöner Text ist“, sagt Karimi.

Für den multikulturellen Intellektuellen ist der Koran ein Stück Universalpoesie mit enormer religiöser und emotionaler Kraft. Also versucht er, die Sprachbilder und Rhythmen des Originals, seine Gleichnisse und Bilder, aber auch die Brüche und Vieldeutigkeiten im Deutschen wiederzugeben. „Vielleicht klingt es am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber wer sich darauf einlässt, kann etwas von der Faszination verstehen.“ Erste Kritiker werfen ihm allerdings schon vor, die Form wichtiger als den Inhalt zu nehmen.

Gemeinsame Textgrundlage

Gemeinsam ist Karimi und Bobzin die Textgrundlage: Beide entschieden sich für die in der muslimischen Welt am weitesten verbreiteten Textfassung, den sogenannten Kairiner Koran, der erstmals in den 1920er Jahren von der Al-Azhar-Universität Kairo herausgegeben wurde. Es geht beiden nicht um Quellenkritik oder historische Verortung. Daran arbeitet gerade das international vielbeachtete Forschungsprojekt „Corpus Coranicum“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Die unterschiedlichen Arbeitsweisen werden noch einmal bei den Zielgruppen der beiden Neuübersetzungen deutlich: Beck hat das Fachpublikum im Blick und hofft auf eine „interessierte Öffentlichkeit“ sowie die „Akzeptanz von muslimischer Seite.“ Karimi sagt, er wolle in Deutschland lebenden Muslimen die Schönheit des Koran näher bringen. Er ist davon überzeugt, dass die Poesie auch Nichtmuslime in den Bann zieht. Zu ihrer Startauflage wollten sich beide Verlage nicht äußern.

[Text: Volker Hasenauer, kna. Quelle: www.domradio.de. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung.]

Audis Pläne in China: Übersetzungsfehler stiftet Verwirrung

AudiVolkswagen betreibt in Changchun im Nordosten Chinas ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer FAW und produziert dort recht erfolgreich Modelle der Marke Audi. Vor Kurzem lief das dreimillionste Fahrzeug vom Band, was in einer englischsprachigen Pressemitteilung groß gefeiert wurde.

Darin war auch von einer neuen assembly plant die Rede, die kurz vor der Eröffnung stehe. Plant kann man mit Werk übersetzen. „Und das hat für einige Verwirrungen gesorgt“, so eine Audi-Sprecherin.

So verbreitete die Nachrichtenagentur AFP folgende Meldung: „Audi will im September neues Werk in China eröffnen.“ Reuters meldete: „Zweites Audi-Werk in China nimmt im September Betrieb auf.“ Das Handelsblatt schrieb: „Audi eröffnet eine neue Fabrik im Nordosten Chinas.“ Die Finanzwebsite Börse Go erklärte: „Audi eröffnet im September neue Fabrik in China.“

Alles falsch! Denn mit dem missverständlichen Ausdruck assembly plant war lediglich eine schon seit 2008 im Bau befindliche zusätzliche Montagehalle für das bestehende Werk in Changchun gemeint.

Die Nachrichtenagentur Reuters schickte der von ihr am 17.08.2009 um 8:31 Uhr verbreiteten Falschmeldung deshalb um 13:58 eine Richtigstellung hinterher. Unter der Überschrift „Audi will Produktionskapazität in China verdoppeln“ heißt es nun: „Wegen glänzender Geschäfte in China erweitert der Autobauer Audi seine dortige Fabrik. Im September werde eine neue Montagehalle in Betrieb gehen und so die Produktionskapazität auf 200.000 Fahrzeuge verdoppelt, sagte eine Konzernsprecherin am Montag in Ingolstadt. Ein zweites Werk sei nicht in Planung.“

China ist Audis wichtigster Exportmarkt. Bereits seit 20 Jahren sind die Ingolstädter im Reich der Mitte präsent. Im ersten Halbjahr 2009 liefen die Geschäfte vor Ort so gut wie noch nie.

[Text: Richard Schneider. Quelle: AFP, 2009-07-27; Handelsblatt, 2009-07-28; Donaukurier, 2009-08-17; Reuters, 2009-08-17. Bild: Anatolij Meshkov, Fotolia.de.]

Plunet BusinessManager 4.4 mit neuen Funktionen

Die PlunetPlunet GmbH bietet mit dem aktuellen Update ihres BusinessManagers, der weltweit führenden Business- und Workflowmanagement-Lösung für die Übersetzungsbranche, einige hervorragende neue Funktionen und Erweiterungen.

Registrierungen und Anfragen von Interessenten und Neukunden können ab sofort direkt über die Firmen-Webseiten der Übersetzungsagenturen erfolgen. Der Registrierungs- und Anfragedialog ist mit dem jeweiligen Plunet BusinessManager System verbunden und ganz einfach an das Design jeder Firmenhomepage anpassbar. Interessenten und Neukunden erhalten nach Eingabe der notwendigen Informationen ein automatisch erstelltes Login und können anschließend ihre Anfrage im Kundenportal des Plunet BusinessManagers anlegen. Kundenberater in Übersetzungsagenturen profitieren so vom erleichterten und beschleunigten Bearbeitungsprozess der eingehenden Neukontakte und Anfragen. Positiver Nebeneffekt: Bereits im Erstkontakt über das Internet wird ein einheitlicher und professioneller Firmenauftritt unterstützt.

Die vielfältigen Statusberichte und Finanzreports des Plunet BusinessManagers sind ebenfalls weiter ausgebaut worden. So ist es ab sofort möglich im Auftragsbereich nach Job- und Projektarten, sowie Textmodulen zu suchen. Darüber hinaus lassen sich jetzt auch die Kosten der gefundenen Jobs nach den verschiedenen Mitarbeitern, zum Beispiel Übersetzern oder Lektoren summieren und zur besseren Auswertung grafisch in Diagrammen darstellen. Die Statusberichte für Ausgangsrechnung, Rohertrag und Preis können im neuen Plunet BusinessManager nach dem Gegenstand des Projekts, der Bestellnummer des Kunden und selbstdefinierten Textmodulen gefiltert werden. Last but not least wurde auch der Abfragebereich der Eingangsrechnung um Filtermöglichkeiten nach Kontoauszügen und Textmodulen erweitert. Textmodule sind selbst anlegbare Felder im System mit eigens definierten Ausprägungen, die bereits in der letzten Version vorgestellt wurden.

Speziell im Bereich der bekannten und vielfältigen Business-Management-Funktionen sind wesentliche Weiterentwicklungen in die aktuelle Version 4.4 eingeflossen. Diese bringen deutliche Vorteile für alle Beteiligten – von der Projekt- bis hin zur obersten Geschäftsführungsebene. So lassen sich zukünftig alle abrechenbaren Aufträge eines Kunden mit nur einem Mausklick zu einer Sammelrechnung zusammenfassen. Durch diesen neuentwickelten Automatismus ergeben sich signifikante Zeiteinsparungen für Sprachdienstleister mit hohen Auftragszahlen und einer vielfältigen Kundenstruktur.

Neben den genannten neuen Features besticht der aktuelle Plunet BusinessManager noch mit einer Vielzahl weiterer wertvoller Entwicklungen und Verbesserungen, die Plunet allen Interessenten gerne auf einer der kommenden Großveranstaltungen der Branche vorführt.

Plunet BusinessManager
Der Plunet BusinessManager ist die Komplett-Softwarelösung für die Übersetzungs- und Lokalisierungsbranche. Auf einer webbasierten Plattform ermöglicht das System Business-, Workflow- und Dokumentenmanagement. Es bringt Übersetzungssoftware, Finanzbuchhaltungssysteme sowie bestehende Systemlandschaften unter einen Hut. Zielgruppe sind Übersetzungsdienstleister, Sprachendienste, Dokumentationsabteilungen, Organisationen und Behörden.

[Text: Daniel Rejtö. Quelle: Pressemitteilung Plunet, 2009-08-19. Bild: Plunet.]