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Archive für Oktober 2009
Übersetzermangel beim FBI bremst Terrorabwehr
31.10.2009 von Richard Schneider.
Bei der amerikanischen Bundespolizei FBI wächst der Berg an verdächtigem Material, das nicht ausgewertet werden kann, weil es an Übersetzern mangelt. Diese Missstände prangert jetzt ein Untersuchungsbericht des Justizministeriums an.
Zurzeit gebe es einen Rückstau von 14,2 Millionen E-Mails und 1,2 Millionen Stunden Tonaufzeichnungen, die noch nicht durchschnüffelt werden konnten. Während das Verdachtsmaterial ständig zunehme, sei die Zahl der FBI-Übersetzer zwischen 2005 und 2008 von 1.338 auf 1.298 gesunken.
Die Arbeitsbelastung für Übersetzer sei seit den Anschlägen vom 11. September 2001 um mehr als das Doppelte gestiegen. Deshalb greife man zur Vorfilterung auf maschinelle Übersetzungssysteme und andere Verfahren der Textanalyse zurück.
Problematisch sei auch die Rekrutierung neuer Übersetzer. Derzeit dauere es im Durchschnitt 19 Monate, bis eine freie Stelle neu besetzt werden könne.
[Text: Richard Schneider. Quelle: NZZ, 2009-10-28. Bild: FBI.]
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Wolfram Baur neuer Geschäftsführer der BDÜ Service GmbH
30.10.2009 von Richard Schneider.
Wolfram Baur (Bild) wurde zum 1. November 2009 als Geschäftsführer der BDÜ Service GmbH bestellt. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) vom 24. bis 25. Oktober 2009 präsentierte der Bundesvorstand den neuen Geschäftsführer der BDÜ Service GmbH. Da er nicht gleichzeitig Mitglied des Bundesvorstands sein kann, trat er mit Wirkung zum 31.10.09 von seinem Amt als Vizepräsident zurück.
Eine rasche Lösung war notwendig geworden, da Dr. Constanze Schmaling Ende September 2009 ihr Beschäftigungsverhältnis als Geschäftsführerin der BDÜ Service GmbH zum 31. Oktober 2009 gekündigt hatte. Während ihrer zweijährigen Tätigkeit hat sie die Seminar- und Buchreihe neu ausgerichtet und war an der Organisation der Internationalen Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“ beteiligt.
Die Vorstandsressorts von Wolfram Baur wurden neu aufgeteilt. Im März 2009 muss die nunmehr vakante Position des Vizepräsidenten neu besetzt werden.
„Ich habe das Pferd gewechselt, aber nicht den Rennstall“, kommentierte Wolfram Baur seine neue Aufgabe innerhalb des BDÜ. In den dreieinhalb Jahren als Vizepräsident habe er verschiedene Projekte auf den Weg und zum Abschluss gebracht: Erweiterung der Funktionen der internen Mitgliederdatenbank, Relaunch des Internetauftritts des BDÜ, Aufbau der Kommunikationsplattform MeinBDÜ für Mitglieder und Funktionäre des Verbands, Konzeption von Schulungen zur Norm DIN EN 15038, Konzeption, Durchführung und Auswertung der Honorarumfrage als Grundlage des ersten Honorarspiegels für Übersetzungs- und Dolmetschleistungen in der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2007, Konzeption, Durchführung und Auswertung der Internationalen Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“ vom 11.-13. September 2009. „Als neue Herausforderung möchte ich die Erfolgsgeschichte der BDÜ Service GmbH fortschreiben“, so der neue Geschäftsführer. Es sei beispielsweise bereits angedacht, das Seminarangebot um spezielle Seminarthemen für Mitarbeiter von Sprachendiensten in Unternehmen und Institutionen zu erweitern und einen Fachbeirat zur Betreuung und Weiterentwicklung der von der BDÜ Service GmbH verlegten Schriftenreihe des BDÜ ins Leben zu rufen.
[Text: BDÜ. Quelle: Meldung auf www.bdue.de. Bild: BDÜ.]
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Asterix-Übersetzer Klaus Jöken: “Meine Lieblingsfigur ist Troubadix”
29.10.2009 von Richard Schneider.
Heute vor 50 Jahren wurde in Frankreich die erste Asterix-Geschichte veröffentlicht. Die Ruhr Nachrichten haben aus diesem Anlass mit Asterix-Übersetzer Klaus Jöken (51) gesprochen, der die seit 2005 erschienenen beiden Alben ins Deutsche übertragen hat. Zu den Besonderheiten der Comic-Übersetzung gehören laut Jöken folgende Aspekte:
Bei Comics hat man es vor allem mit „gesprochener“ Sprache zu tun. Man darf darum nicht einfach Wort für Wort übersetzen, sondern muss ständig überlegen: „Wie würde das ein Deutscher jetzt sagen?“ Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass durch die Größe der Sprechblasen der Platz vorgegeben ist. Da die deutschen Wörter durchschnittlich länger sind als die französischen, hat man oft ein Problem. Bei einem Roman wird das Buch einfach ein paar Seiten dicker, aber ich kann die Sprechblasen leider nicht vergrößern.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2008 war Klaus Jöken im Übersetzer-Zentrum einer der „gläsernen Übersetzer“, denen man bei der Arbeit über die Schulter schauen durfte. Jöken tat dies gut gelaunt und bezog das wissbegierige Publikum mit ein.

Der rechte Wandmonitor zeigte den französischen Ausgangstext als PDF-Datei, hier ein damals noch nicht veröffentlichter Lucky-Luke-Band. Auf dem linken Monitor erschien der von Jöken eingetippte Zieltext, so dass die Zuschauer sich gut in den Übersetzer und dessen Gedankengänge hineinversetzen konnten.
Klaus Jöken wurde im niederrheinischen Kleve geboren und studierte in Köln und Löwen/Belgien Niederländisch und Geschichte. Heute lebt er in Moulins in der Nähe von Lyon und übersetzt aus dem Französischen und Niederländischen belletristische Werke, Kinder- und Jugendbücher, Comics und Sachbücher. Seine Fachgebiete: Geschichte, Kulturgeschichte, Kunstgeschichte.
Das Interview können Sie auf der Website der Ruhr Nachrichten lesen. Über Jökens Arbeit hat das Übersetzerportal bereits 2005 berichtet, als er seinen ersten Asterix-Band vorlegte: „Erst einmal zwei Wochen lang die Haare gerauft“ – Der neue Asterix-Übersetzer Klaus Jöken im Interview
[Text: Richard Schneider. Quelle: Ruhr Nachrichten, 2009-10-27; VdÜ-Mitgliederverzeichnis. Bild: Richard Schneider.]
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“Das ist ja unübersetzbar!” Asterix-Übersetzerin Gudrun Penndorf im Interview
28.10.2009 von Richard Schneider.

Morgen jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem in Frankreich die erste Asterix-Geschichte im Comic-Magazin Pilote erschienen ist. Die Welt Online hat deshalb ein ausführliches Gespräch mit der über jahrzehnte stilprägenden Übersetzerin Gudrun Penndorf geführt, die Band 1 bis 29 der bisher 34 Asterix-Alben ins Deutsche übersetzt hat. Die Zeitung schreibt: „Diese Übertragung gilt als ein Meisterstück, vergleichbar mit der legendären Donald-Duck-Übersetzung von Erika Fuchs.“
Gudrun Penndorf sagt über die Anfänge ihrer Arbeit in den 1960er Jahren:
Als ich das erste Mal einen französischen Band in die Hände bekam, dachte ich, das ist ja unübersetzbar! 1967, ein Jahr bevor ich angefangen habe, Asterix zu übersetzen, hat mir eine französische Freundin zum ersten Mal einen Band in der Originalsprache gezeigt. Sie hat immer schallend gelacht, als wir das zusammen durchlasen. Und ich habe gefragt: „Erklär mir das mal!“ Natürlich habe ich es größtenteils verstanden. Ich war ja ausgebildete Übersetzerin und habe in Frankreich gelebt. Aber diese Wortspiele wiederzugeben, deutsche Formulierungen zu finden, die auch den deutschen Leser zum Lachen bringen – das ist nochmal was anderes!
Das Interview ist ungewöhnlich lang und gerade dadurch interessant. Wir erfahren unter anderem, wie Gudrun Penndorf zu dem Job ihres Lebens kam und welche besonderen Probleme bei der Adaptierung zu lösen waren. Den vollständigen Text finden Sie samt Foto der Übersetzerin auf der Website der Welt.
Den Grund für ihr Ausscheiden als Übersetzerin bei Egmont Ehapa beschrieb sie 2004 in einem Gespräch mit comedix.de: „Das nahm ein Ende, als ich nach Band 29 eine an den Erfolgen des Verlags orientierte Bezahlung verlangte.“ Dabei ging es auch um eine Vergütung für die zahlreichen Dialektvarianten (Asterix auf Hessisch usw.), die auf ihrer Übersetzung beruhten. Nach jahrelangem Streit schlossen Verlag und Übersetzerin schließlich einen Vergleich. Als Übersetzer fungierte fortan Ehapa-Herausgeber Adolf Kabatek (1997 verstorben) bis Klaus Jöken engagiert wurde.
Die Übersetzungsgeschichte der Asterix-Bände beginnt 1965 mit einem gerne verdrängten Kapitel, zu dem es bei Wikipedia heißt:
Rolf Kauka [Schöpfer von Fix und Foxi] erhielt als erster die Rechte, die in Frankreich und Belgien bereits bekannten Abenteuer von Asterix im deutschsprachigen Raum zu veröffentlichen. Kauka hatte das Recht auf freie Bearbeitung erhalten und machte aus den Galliern Germanen. Asterix und Obelix wurden bei Kauka zu Siggi und Babarras (letzterer wird häufig als Barbaras oder Barrabas falsch zitiert), der Druide wurde zu Konradin (nach Konrad Adenauer), der Häuptling Abraracourcix zu Mark Hein. Das gallische Dorf trug den Namen „Bonhalla“ (Bonn/Walhalla) und lag irgendwo in Germanien. Der Menhir von Obelix blieb ein solcher (Menhir: Stein, Steinchen - die Bezeichnung Hinkelstein gibt es erst seit den Ehapa-Bearbeitungen ab 1967), das Tragen des Steins wurde jedoch als Schuldkomplex gedeutet. Die Geschichten spielten wie im Original zur Zeit von Julius Caesar, in den Übersetzungen waren dennoch viele politische Anspielungen auf die BRD der Sechziger Jahre enthalten, ebenso auf die DDR. Die mit amerikanischem Einschlag sprechenden römischen Besatzer entsprachen dabei den alliierten Besatzern der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Der Autor Thomas Bleicher spricht im Hinblick auf Kaukas Eindeutschung von „einem eher dunklen Kapitel deutscher Comic-Historie“, Andreas C. Knigge von einem „braunen Süppchen“, das Kauka aus Asterix kochte. Fakt ist, dass die Urheber René Goscinny und Albert Uderzo die Verfremdung nicht goutierten, Kauka nach Veröffentlichung von insgesamt vier Abenteuern im Magazin Lupo (später Lupo Modern) die Lizenz entzogen und spätere Übersetzungen streng kontrollierten.
Nachdem Kauka die Rechte verloren hatte, brachte er eine eigene Adaption der Asterixgeschichten unter dem Titel Fritze Blitz und Dunnerkiel heraus.
Mehr zum Thema
Wikipedia-Eintrag „Gudrun Penndorf“
Der Kauka-Effekt - Wie aus den Galliern Asterix und Obelix im März 1965 national gesinnte Germanen wurden
„Erst einmal zwei Wochen lang die Haare gerauft“ – Der neue Asterix-Übersetzer Klaus Jöken im Interview
Asterix-Übersetzer Klaus Jöken: “Meine Lieblingsfigur ist Troubadix”
[Text: Richard Schneider. Quelle: Welt Online, 2009-10-28; comedix.de, 2004-04; www.asterix.de; wikipedia.de. Bild: Les Éditions Albert René/Goscinny-Uderzo, mit freundlicher Genehmigung der Verlagspressestelle.]
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BDÜ baut Mediathek bei YouTube auf
27.10.2009 von Richard Schneider.
Der BDÜ hat einen eigenen Kanal auf dem Videoportal YouTube eingerichtet und baut dort eine Mediathek auf. Im Rahmen der Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“ vom September 2009 sind bereits vier Beiträge entstanden:
- MDÜ-Chefredakteurin Jutta Witzel befragt Chris Durban. Die in Paris tätige britische Übersetzerin publiziert seit Jahren zum Thema „Selbstvermarktung von Einzelübersetzern“ (9:45).
- SDI-Direktor Felix Mayer spricht mit Fabio Proia von der Libera Università degli Studi „San Pio V“, Facoltà di Interpretariato e Traduzione, Rom (10:28; italienischer Einstieg, dann geht es auf Deutsch weiter).
- Bildimpressionen vom Fachkongress „Übersetzen in die Zukunft“ (5:00).
- Eröffnungsfilm der BDÜ-Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“ (2:55).
www.youtube.com/user/BdueMediathek
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GEO Wissen: Das Geheimnis der Sprache
27.10.2009 von Richard Schneider.
Die Zeitschrift GEO Wissen behandelt in ihrer Ausgabe 40 das Thema Sprache. Aus dem Inhalt:
- Worte als Augenweide – Sprache in Bilder gefasst
- 13 Fragen, 13 Antworten – In aller Kürze: Was Sie schon immer über das Thema Sprache wissen wollten.
- Ist das Deutsche bedroht? Ein Streitgespräch
- Testen Sie Ihr „Denglisch“
- Was ist eigentlich Sprache? Weshalb sie mehr ist als nur Kommunikation und was sie mit dem Lügen gemein hat
- Spracherwerb – Report: Wie Kinder sprechen lernen; Mehrsprachigkeit: neue Lernformen; Wolfskinder: Das große Schweigen; Schülerservice: Wichtige Begriffe der Grammatik auf einen Blick
- Der Bewahrer des Oko – Wie ein afrikanischer Linguist in Nigeria daran arbeitet, Sprache und Kultur des kleinen Volkes der Okuro zu retten
- Anarchie im Sprachenreich – Kaum eine Regel der Schulgrammatik hat weltweit Bestand. Eine sprachliche Kuriositätensammlung
- Die Sprache ist ihr Schicksal – Vier Menschen, die von Worten leben – und einer, der bewusst auf sie verzichtet hat
- Evolution – Wie der Mensch zum Wort kam
- Gespräch unter Verwandten – Azy, Kanzi, Panbanisha: Primaten, die mit Menschen reden können. Doch was haben Orang oder Bonobo uns zu sagen?
- Gebärden – Die lautlose Verständigung
- Stimmen – Sprach-Detektive auf Täterjagd
- Wenn die Sätze zerfallen – Urplötzlich verlor Professor Langhanky sein Sprachvermögen. Tag für Tag muss er sich die Welt der Wörter zurückerobern
- Fantasiesprachen – Flirten auf Elbisch: Der Herr-der-Ringe-Autor J. R. R. Tolkien war auch ein genialer Spracherfinder
- Im Babel der Neuzeit – Als Dolmetscher im EU-Parlament: Dauerstress in 23 Sprachen (Mit dem unvermeidlichen Hinweis auf die sagenumwobene Studie der Weltgesundheitsorganisation zur Stressbelastung von Simultandolmetschern. Vermutlich hat es diese Studie nie gegeben. Bibliografische Angaben zu ihr existieren jedenfalls nicht.)
- Kommunikation – Glosse: So überleben Sie ohne Ratgeber
- Wissen kompakt – Moderne Mund-Propaganda, Nachhilfe für das Amtsdeutsch, Wie Versprecher entstehen, Die Tricks der Call-Center, Wenn Computer übersetzen, Namen für Aufsteiger, Fremdsprachen über Nacht?, Warum Amerikaner Deutsch lernen, Buchtipps, Glossar: Begriffe der Linguistik
Das 170 Seiten starke Heft GEO Wissen – Das Geheimnis der Sprache gibt es für 8,50 Euro in vielen Tankstellen, Bahnhofsbuchhandlungen oder im GEO-Webshop.
Ein Online-Dossier zum Thema Sprache finden Sie unter www.geo.de/sprache
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Rundfunkinterview mit Literaturübersetzerin Ina Kronenberger
26.10.2009 von Richard Schneider.
Das Nordwestradio von Radio Bremen hat am internationalen Übersetzertag (30. September) ein Gespräch mit der Literaturübersetzerin Ina Kronenberger geführt. Darin geht es unter anderem um die Arbeitsweise und die Verdienstmöglichkeiten bei der Übersetzung belletristischer Werke. Kronenberger hat Romanistik und Skandinavistik studiert und übersetzt aus dem Norwegischen und Französischen. Das siebenminütige Interview können Sie sich auf der Website von Radio Bremen anhören.
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Holzklotzprozess: Revision mit verweigertem Dolmetscher begründet
26.10.2009 von Richard Schneider.
Die Anwälte des im Holzklotz-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilten Nikolai H. haben die von ihnen eingelegte Revision gegen das Urteil vom Mai 2009 jetzt fristgerecht begründet.
Wie bereits im November 2008 zu Prozessbeginn von uepo.de vorhergesagt, spielt darin die Tatsache eine wichtige Rolle, dass das Gericht dem aus Kasachstan eingewanderten Angeklagten einen Russischdolmetscher verweigert hat. Die fehlende Verdolmetschung ist der zweitwichtigste von drei vorgetragenen Revisionsgründen.
Wann der Bundesgerichtshof über den Antrag der Verteidigung entscheiden wird, ist unklar. Wahrscheinlich wird sich das Gericht erst im Jahr 2010 mit der Angelegenheit befassen.
Mehr zum Thema auf uepo.de
Holzklotzwurf: Richter verweigert Mordangeklagtem den Dolmetscher
[Text: Richard Schneider. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2009-10-06. ]
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acrolinx verdreifacht Präsenz auf tekom-Jahrestagung
25.10.2009 von Richard Schneider.
Vergrößerte Standfläche, erweitertes Informationsangebot, umfassende Vortragsreihe – die acrolinx GmbH ist auf der tekom-Jahrestagung in Wiesbaden (4.-6.11.2009) präsenter denn je. Das Unternehmen zeigt aktuelle Versionen seiner etablierten Softwarelösungen zur Autorenunterstützung. Mit ihr wird die Qualität von Produktinformationen maßgeblich gesteigert.
Kernprodukt ist acrolinx IQ, welches Sprachstandards und konsistente Terminologien zusammenfasst, und auch intelligente Wiederverwendung nutzt. Dadurch ergeben sich vor allem bei der Übersetzung Einsparpotenziale von 10 bis 30 %. Viele Unternehmen sind bereits von dem hohen Nutzen und der Qualität der Technologie überzeugt. So konnte acrolinx in diesem Jahr – trotz der allgemein angespannten wirtschaftlichen Lage – zahlreiche große Kunden wie beispielsweise Cisco, IBM oder MAN gewinnen.
Um dem Wachstum Rechnung zu tragen, wurden 2009 bisher zehn neue Mitarbeiter, insbesondere im software development, eingestellt. Die erfreuliche Entwicklung von acrolinx spiegelt sich auch in der, im Vergleich zum Vorjahr, drei Mal so großen Fläche des Messestandes (Halle 3, Nummer 311) wider.
Autorenunterstützung, kontrollierte Sprache und Terminologiemanagement werden zunehmend in internationale Unternehmen eingeführt. In diesem Segment hat sich acrolinx mit ihrer intelligenten Software zur Autorenunterstützung als ein führender Anbieter etabliert. Die intelligente Software vereinheitlicht Texte und Datenbestände und hilft den Redakteuren, seine Fachsprache für den Leser und Anwender transparent, vertraut und vereinfacht aufzubereiten. Dabei werden Wortwahl, Satzbau und Länge des Textes geprüft und korrigiert. Fachterminologie wird verständlich und Sprachstile auf einen Nenner gebracht. Das bündelt nachhaltig Ergebnisse aus Projektteams, schafft Qualitätssicherung in der Anwenderdokumentation und gewährleistet langfristig eine hochwertige Übersetzung der Inhalte.
Der Fokus der Vorträge reicht dieses Jahr von Fallstudien mit Anwendern bis zu der internationalen Anforderung, Dokumente in einem verständlichen technischen Englisch für den Endkunden zu veröffentlichen. Anhand von Best-Practice-Beispielen werden Chancen, Herangehensweisen und Perspektiven zum Thema Corporate Language anschaulich vermittelt:
- Easier, faster communication in international teams and cheaper Translation (Hubert Pabst, Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH und Dr. Melanie Siegel, acrolinx GmbH)
- Speisung der Zehntausend – multilinguale Terminologie für Bosch Thermotechnik (Jerome Leicht, Bosch Thermotechnik GmbH und Oliver Collmann, acrolinx GmbH)
- Implementing, Customizing, and Supporting a Controlled-Authoring Application (John Kohl, SAS Institute, und Dr. Sabine Lehmann, acrolinx GmbH)
- Simplified Technical English in der Praxis (Michael Klemme, acrolinx GmbH)
„Texte sind unverzichtbar für die Übermittlung von Informationen und von größtem Wert für Unternehmen“, fasst Oliver Collmann, der für das Marketing zuständige Geschäftsführer der acrolinx GmbH, zusammen. „Wir zeigen auf der tekom-Jahrestagung, wie Unternehmen größtmögliche Konsistenz, Verständlichkeit und Übersetzbarkeit ihrer Informationen und Texte erreichen können.“
acrolinx GmbH
acrolinx beschäftigt sich mit der Optimierung und Qualitätssicherung technischer Texte. Das Unternehmen ging 2002 aus dem Sprachtechnologie Labor des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) hervor. Die acrolinx IQ Suite ist die einzige integrierte Lösung für Aufbau, Verwaltung und Prüfung von Terminologie und Sprache. Die Software unterstützt die Redakteure durch Integrationen in ihre Arbeitsumgebung sehr effizient. Weltweit vertrauen mehr als 10.000 Anwender in Branchen wie IT, Automotive, Software und Maschinebau auf acrolinx. Zu den Nutzern zählen unter anderem Motorola, IBM, Grohe, Philips, SAP, SEW Eurodrive, Siemens und SWIFT. Neben der Zentrale in Berlin unterhält acrolinx eine Filiale in den USA und eine Vertriebspartnerschaft in Japan.
[Text: Nicole Körber. Quelle: Pressemitteilung acrolinx GmbH, 2009-10-09. Bild: acrolix GmbH.]
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Buchmesse-Bilanz positiv: Erfolge im Übersetzungsgeschäft mit China
24.10.2009 von Richard Schneider.

Fünf Messetage, rund 3.000 Veranstaltungen und mit 290.469 Besuchern das zweitbeste Besucher-Ergebnis in sechzig Jahren Buchmessen-Geschichte, 2,9 Prozent weniger als im vergangenen Rekord-Jahr - zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse zog Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, Bilanz: „Viele Verleger haben diese Messe als die Beste seit Langem empfunden - die Gespräche waren intensiver denn je, die Atmosphäre konzentriert und ruhig.“ Darunter waren 181.155 Fachbesucher - 2,7 Prozent weniger als im Rekord-Vorjahr.
„Wir blicken auf eine optimistische Fachmesse zurück, mit einer starken Zunahme im Lizenzgeschäft“, so Boos. Im Literary Agents & Scouts Centre, dem Herzen des Rechte- und Lizenzhandels, waren mit 14.317 Besuchern 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr vertreten.
Die Messebesucher konnten an mehr als 500 China-bezogenen Veranstaltungen und Lesungen, Diskussionen und Vorführungen teilnehmen und auf diese Weise den Ehrengast aus unterschiedlichen Perspektiven kennen lernen. Die chinesischen Autoren zeigten sich erfreut über das immense Interesse an ihren Lesungen und Werken. Ebenso wurden täglich auf diversen Foren engagierte und kritische Gespräche zur Freiheit des Wortes, Zensur und Menschenrechten in China geführt. Und nicht zuletzt hatten sich die Medien bereits am vierten Messetag in über 5.000 Artikeln intensiv mit dem Ehrengast China auseinandergesetzt. In der Begegnung mit China wurde deutlich, dass es zum Dialog keine Alternative gibt. Diesen Dialog hat die Buchmesse versucht zu ermöglichen und zu fördern.
China verkauft 1.300 Buchlizenzen ins Ausland
Über 400 deutschsprachige Neuerscheinungen aus mehr als 180 Verlagen wurden zur Frankfurter Buchmesse aufgelegt, davon rund 160 Übersetzungen aus dem Chinesischen. Chinesische Verleger berichten von guten Geschäften. 2.019 Verträge seien auf der Messe abgeschlossen worden, davon 1.300 chinesische Werke, die ihren Weg über die Frankfurter Buchmesse ins Ausland gefunden haben. Nicht nur Verleger aus Deutschland, sondern auch z. B. aus den USA, Tschechien, dem Iran und Spanien haben intensiv das Gespräch mit China gesucht. Damit hat Chinas Auftritt in Frankfurt viel erreicht - 2004 etwa waren die deutsch-chinesischen Literaturbeziehungen noch eine Einbahnstraße: Damals wurden 660 deutsche Lizenzen nach China vergeben, aber aus China nach Deutschland nur eine.
Die Frankfurter Buchmesse, ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ist mit mehr als 7.000 Ausstellern aus über 100 Ländern die größte Buchmesse der Welt.

Bereits zum siebten Mal dabei: das Übersetzer-Zentrum …
… mit einer breiten Auswahl an Fachliteratur und Verbandszeitschriften.

Literaturübersetzer Harry Rowohlt bei einer Lesung in den Messehallen
[Text: Frankfurter Buchmesse. Quelle: Pressemitteilung Frankfurter Buchmesse, 2009-10-19. Bild: Frankfurter Buchmesse.]
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