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Archive für 7.11.2009
MDÜ 4/2009: Rechnergestützte Übersetzung, Konferenznachlese
7.11.2009 von Richard Schneider.
Die vom BDÜ herausgegebene „Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer“, MDÜ, widmet sich in Ausgabe 4/2009 dem Themenschwerpunkt „rechnergestützte Übersetzung“ und berichtet ausführlich über die Großveranstaltung „Übersetzen in die Zukunft“, die im September in Berlin stattfand. In einer Mitteilung von Chefredakteurin Jutta Witzel heißt es:
Auf der Suche nach weiterer Optimierung rechnergestützter Übersetzungsprozesse haben Softwarehersteller den Ausgangstext ins Visier genommen. Sie bieten Module oder Schnittstellen für die Textprüfung auf Wort-, Satz- und Textebene an oder prüfen bei der Eingabe des Textes, ob identische oder ähnliche ausgangssprachliche Sätze im Translation Memory gespeichert sind. In der Ausgabe 4/09 der Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer (MDÜ), die am 19. Oktober 2009 erschienen ist, untersuchen wir vier Systeme der Autorenunterstützung. Grundsätzlich können auch Übersetzer und Lektoren diese Werkzeuge zur Textprüfung nutzen.
Ferner stellen wir die Translation-Memory-Systeme Wordfast Classic, das eng in die Microsoft-Word-Welt eingebunden ist, und MemoQ vor, ein relativ junges Programm mit vielen nützlichen Funktionen.
Weitere Themen: Prüfung des Internetservice Linguee, der mehrsprachige Internetseiten durchsucht, und kritische Berichterstattung über die neue Politik von Google, seine maschinell übersetzten Texte von Internetnutzern nacharbeiten zu lassen.
Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Titelthema
- Stefanie Gledbach: Quelltextbearbeitung in Kombination mit Translation-Memory-Systemen
- Elisabeth John: Einsatzmöglichkeiten von Wordfast Classic für Freiberufler: Ein Tool aus der Praxis für die Praxis
- Dr. Francois Massion: Überblick über das Tanslation-Memory-System MemoQ: Aufsteigender Stern aus dem Osten
Unternehmer
- Andreas Fuchs: Crowdsourcing erreicht die Übersetzerbranche: Der Kunde als Knecht
Werkzeuge
- Herbert Eppel: Hintergrund und Erfahrungsbereichte über Linguee: Genießen - aber mit Vorsicht
Fachkonferenz Übersetzen in die Zukunft
- Jutta Witzel: Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” 2009: Lotsen in einer globalisierten Welt
- Ursula Gross-Dinter: Das Thema Dolmetschen auf der internationalen Fachkonferenz: Ein Blick in die Zukunft
- Martina Panzer: Automatisierung in der Qualitätssicherung: Intelligente Prüfsysteme
- Christine K. Haselwarter: Der Workshop “Vier-Augen-Prinzip”: Kein Kopfgeld für Fehler
- Regina Simmes: Die Terminologiedatenbank IATE: Feedback erwünscht
- Corinna Schlüter-Ellner: Die Terminologieschöpfung und -recherche: Gibt es eine Bikinizone?
- Rückmeldungen der Konferenzteilnehmer: Gestärkter Rücken
Forum Recht
- Erwiderung zum Beitrag “Terminologie und Urheberrecht” aus MDÜ 3/09: Grundsätzlich schutzfähig
Rezensionen Neuerscheingungen
- Lingea Lexicon 5 Platinum DE-CZ/CZ-DE
- Traumberufe mit Fremdsprachen - Anforderungen für den Berufseinstieg
- Langenscheidt Schott Music: Praxiswörterbuch Musik
- Fachwörterbuch Kompakt Technik Englisch
- Fachwörterbuch Kompakt Recht Englisch
Forum Sprache
- Franziska Zezulka und Yvonne Helal: Besonderheiten bei Übersetzungen juristischer Texte ins Arabische
- Dr. Ramona Schöpf: Bedeutung der Fachsprachendidaktik für die Übersetzerausbildung: Welche Kompetenzen brauchen Übersetzer?
Weitere Informationen unter www.bdue.de > Fachzeitschrift MDÜ.
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“Jetzt weiß ich, was Dolmetschen ist!” Lingua World vermittelt Kindern den Wert von Fremdsprachen
7.11.2009 von Richard Schneider.
Ist der Beruf des Übersetzers ein einsamer Beruf? Wie viele Sprachen muss ich können, um als Übersetzer zu arbeiten? Ist Dolmetschen das, was ich für meine Mutter beim Amt mache? Diese Fragen stellten sich elf Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren und aus rund zehn verschiedenen Ländern – darunter Sri Lanka, Polen, Armenien, Iran, Irak und Russland – zusammen mit 10 Praktikanten und Betreuern der Hausaufgabenhilfe „Kapito!“ des Weigle-Hauses der evangelischen Jugend bei ihrem Besuch in der Filiale von Lingua-World in Essen.
So erfuhren sie, wie wichtig Fremdsprachen, aber vor allem auch die eigene Muttersprache sein können, um sich in einem Land zu integrieren und die Mehrsprachigkeit als Potential und Chance für den späteren Beruf zu sehen. Dabei führte die „Telefon-Online-Faxbrücke“ von Lingua-World die Kinder über fünf Kontinente zu den Antworten. Und die Kinder waren schwer beeindruckt. „Dass man mit Sprachen so viel Spaß haben kann und später damit sogar Geld verdienen kann, hätte ich nie gedacht“, so Jenny aus Sri Lanka.
Die Aufgaben für die Nachwuchsdolmetscher gliederten sich in drei Teile. Zunächst sollten die Kinder einen kurzen Text von „Wickie und die starken Männer“ schriftlich in ihre Muttersprache übersetzen. Danach konnten sie weltweit mit dem jeweiligen Dolmetscher in ihrer Muttersprache telefonieren und ihm allgemeine Fragen zu dem Beruf stellen oder einfach ein wenig plaudern. Zum Schluss gab es noch den Dolmetscherwettbewerb „Englisch für Alle“, wobei die Kinder so schnell wie möglich Begriffe aus dem alltäglichen Leben in die englische Sprache übersetzen sollten. Der Hauptgewinn war dabei ein elektronischer Dolmetscher, den Dunja (Bild) abräumte.
„Wir haben mit unserem Projekt nicht nur den Bedarf gesehen, die Betreuung der Kapito!-Kinder im Weigle-Haus kontinuierlich finanziell zu unterstützen“, so Nelly Kostadinova (Bild), Geschäftsführerin und Gründerin von Lingua-World. „Wir wollen zudem eine Brücke zu einem Berufsfeld schlagen, dass die Kinder mit Migrationshintergrund für sich noch nicht als Potenzial erkannt haben.“
[Text: Miriam Sommer. Quelle: Pressemitteilung Lingua World, 2009-10-12. Bild: Lingua World.]
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