Dolmetscher in groß angelegten Rezeptbetrug verwickelt

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen Arzt, einen Apotheker und einen Dolmetscher erhoben. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Rezepte ausgestellt und gegenüber den Krankenkassen abgerechnet zu haben, ohne dass Medikamente ausliefert wurden.

Der Dolmetscher diente dabei als Kontaktmann zu ausländischen Versicherten, die zum Teil eingeweiht gewesen sein sollen. Als Gegenleistung für das „Ausleihen“ der Versichertenkarte sollen diese Belohnungen erhalten haben.

Insgesamt soll sich das Trio auf diese Weise 230.000 Euro ergaunert haben. Die Anklage lautet auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, Münsterländische Volkszeitung, ddp, 2009-11-12.]

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