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Archive für Februar 2010

UNESCO feiert zum 10. Mal “internationalen Tag der Muttersprache”

Hintergrundinformationen zum Ursprung und Anlass dieses Gedenktages finden Sie in folgendem Artikel des Übersetzerportals:

21. Februar, Tag der Muttersprache: Tote und Verletzte vor 50 Jahren in Ost-Bengalen

Fachkonferenz “Sprachen & Beruf”: Mehr Business mit Fremdsprachen

Sprachen & BerufWie lernen Konzernmitarbeiter Sprachen am besten, wie der kleine Mittelständler? Wie effizient ist Business-Englisch-Unterricht per Video oder in einer digitalen Sprachlern-Community? Welche Trends gibt es bei der Sprachtrainerausbildung? Um Fragen wie diese dreht sich die neunte “Sprachen & Beruf”. Die Konferenz für Fremdsprachen & Business Kommunikation in der internationalen Wirtschaft findet vom 3. bis 5. Mai 2010 in Düsseldorf statt. Internationale Experten präsentieren Strategien, Projekte und aktuelle Studien rund um die Vermittlung von Fremdsprachen und interkultureller Kompetenz - praxisnah und für die unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensformen.

Mehrsprachigkeit für den internationalen Geschäftserfolg

Sprachen & Beruf 2009Studien belegen: Sowohl Sprachkenntnisse als auch die Sensibilität für die Sitten und Gepflogenheiten anderer Länder sind für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen im Ausland essentiell. Dabei spielt nicht mehr nur Englisch die entscheidende Rolle. Die Sprachen & Beruf zeigt deshalb auch Best-Practice-Beispiele für die Kommunikation mit Italien, Spanien, Polen sowie dem Mittleren Osten, China und Lateinamerika.

Sprachenlernen total digital?

Ein weiterer Schwerpunkt der Sprachen & Beruf ist das Sprachenlernen mit digitalen Medien wie Online-Sprachkursen, Spachlern-Communities, Lernplattformen oder digitalen Videos. Der virtuelle Raum scheint auch eine Lösung zu sein, internationale Teams über Ländergrenzen hinweg zusammenzubringen. Mehrere Sessions widmen sich dem Thema, ebenso eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Total digital? Die Zukunft des Sprachtrainings - Segen und Fluch der neuen Technologien”.

Mit ihrem internationalen Fachpublikum bietet die Sprachen und Beruf zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch über Ländergrenzen hinweg. Die begleitende Ausstellung ermöglicht überdies den Dialog zwischen Anbietern und Anwendern. Die Sprachen und Beruf wendet sich an Personalverantwortliche in Unternehmen und Institutionen, Weiterbilder, Trainer und HR Manager, die sich mit fremdsprachlicher Weiterbildung und interkultureller Kommunikation beschäftigen.

SPRACHEN & BERUF 2010
Konferenz für Fremdsprachentraining & Business Kommunikation in der internationalen Wirtschaft
3. - 5. Mai 2010, Lindner Congress Hotel Düsseldorf
Teilnahme: 400 Euro, Studenten 190 Euro
Veranstalter: ICWE GmbH, www.icwe.net

www.sprachen-beruf.com

Sprachen & Beruf 2009

[Text: Nina Wittstock, Juliane Walter. Quelle: Pressemitteilung ICWE GmbH, 2010-02-18. Bild: ICWE, Uwe Völkner.]

ADÜ Nord: Das Februar-Infoblatt ist da

ADÜ NordDie Februar-Ausgabe des Infoblatts ist soeben erschienen. Die vom ADÜ Nord () herausgegebene Fachzeitschrift für Übersetzer und Dolmetscher wartet diesmal mit folgenden Themen auf:

  • Steuerliche Entlastungen ab 2010
  • Die tägliche E-Mail-Flut kanalisieren
  • Bionik für Übersetzer: eine Einführung
  • Online-Translation-Memories und -Termbanken
  • Hamburger Dolmetschergesetz
  • “Bremer Runde” in Wien
  • Buchrezension: Einführung in die Anglo-Amerikanische Rechtssprache
  • Grund zum Jubeln? EU-Studie zum Wachstum der Übersetzungsbranche

Das 24-seitige Infoblatt können Sie sich als PDF-Datei auf der ADÜ-Nord-Website herunterladen.

Gelegenheitsdolmetscher wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilt

Weil er für Drogenhändler als Dolmetscher arbeitete, ist ein in Bad Hersfeld lebender 27-jähriger Russlanddeutscher zu einem Jahr und neun Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden. Die Hersfelder Zeitung schreibt:

[…] als vor etwa anderthalb Jahren „litauische Wanderdealer“ im Kreis ihr Unwesen trieben, da war der Hersfelder mit seinen Sprachkenntnissen als Übersetzer ein gefragter Mann. Weil in einem Fall gar 50 Gramm Heroin den Besitzer wechselten, war nun auch der Dolmetscher dran – wegen Beihilfe zum Handel mit einer nicht geringen Menge von Betäubungsmitteln.

Der Gelegenheitsdolmetscher ist selbst heroinabhängig. Neben der Beihilfe zum Drogenhandel wurden ihm der Besitz von zwei Gramm Heroin und zwei Autofahrten ohne Führerschein nachgewiesen.

Da er voll geständig war, Hintermänner benannte und in geordneten Verhältnissen mit fester Arbeitsstelle und fester Freundin lebt, wurde die Strafe für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt – unter der Voraussetzung, dass er 1.000 Euro Geldbuße zahlt und eine Entzugstherapie aufnimmt.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Hersfelder Zeitung, 2010-02-17.]

Review in den Märkten: Qualitätssicherung durch die Landesgesellschaft

Tanja DamatoDer Ansatz, mehrsprachige Dokumentationen durch die Landesgesellschaft auf Kundenseite zu lektorieren, kann heute einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Dieses Review bindet die spezifischen Kenntnisse der Landesgesellschaft optimal ein und kann die Dokumentation so bestmöglich für den jeweiligen Markt vorbereiten. Tanja Damato (Bild) von der Transline Deutschland GmbH beschreibt im nachfolgenden Beitrag unterschiedliche Aspekte des Themas und geht dabei auch auf potentielle Probleme ein.

Für ein besseres Qualitätsmanagement

Vor nicht allzu langer Zeit war es Standard in der Übersetzungsbranche, dass der Auftraggeber die Dokumentation in einem festgelegten Datenformat an den Dienstleister weitergab, der diese mithilfe allgemeiner Wörterbücher und Glossare manuell übersetzte und zurückschickte. Damit war die Dokumentation in der Zielsprache bereits druckreif. Ein professionelles Qualitätsmanagement steckte vielfach noch in den Kinderschuhen und gehörte bestenfalls zur Kür, jedoch nicht zum Pflichtprogramm.

Heute sind die Qualitätsansprüche an mehrsprachige Dokumentationen massiv gewachsen, sowohl durch internationale Rechtsnormen wie die DIN EN 15038 als auch durch verstärkten Kosten- und Zeitdruck. Während die eigentliche Übersetzung durch Software-Entwicklungen im Bereich von CAT-Tools und Prozesssteuerung bereits erheblich standardisiert wurde, steht zunehmend auch die Nachbereitung im Fokus. Aspekte wie Lektorat, Debriefing und Feedback gehören untrennbar zum Übersetzungsprozess dazu.

Eine aktuelle Tendenz, die diese Elemente integriert, zeigt, dass sich Übersetzungsprozesse weg von einer Trennung der Aufgaben von Auftraggeber und Auftragnehmern hin zu einer gemeinsamen Qualitätssicherung bewegen. Gerade die Nachbearbeitung soll durch ein professionelles Lektorat direkt bei der Landesgesellschaft des Kunden durchgeführt werden. Bisher gibt es hier methodisch wie prozessorientiert verschiedene Lösungen, wobei manches doch noch eher unsystematisch vor sich geht und nicht jedes Konzept wirklich ausgegoren ist.

End-Lektorat im Zielmarkt

Um ein Produkt erfolgreich einzuführen und dauerhaft zu etablieren, bedarf es einer lückenlosen Kenntnis sowohl des Produkts an sich als auch der Bedingungen im entsprechenden Markt. Inzwischen wird gerade bei technischen Dokumentationen vermehrt auf Standardisierung und Vereinheitlichung geachtet. Ein solcher Text ist frei von bestimmten kulturellen Prägungen, regionalen Dialekten, landestypischen Emotionen oder blumigen Ausdrücken. Jedoch ist Kulturneutralität in allen Bereichen kaum denkbar, weil sich generell jede Sprache, die sich international etabliert, auch entlang der kulturellen Voraussetzungen eines Landes ausdifferenziert.

Diese ständige Weiterentwicklung der Sprachen erfordert für das Lektorat Fachleute, die eben nicht nur Sprachprofis sind, sondern auch das Produkt selbst und den Zielmarkt kennen. Eine ins Spanische übersetzte Dokumentation für den Zielmarkt im Mutterland wird so höchstwahrscheinlich anders aussehen, als für den argentinischen Markt. Ein international tätiges Unternehmen gibt das Lektorat also bewusst an die argentinische Landesgesellschaft, die ihren Markt besser als jeder andere kennt und hier oft auch dem externen Sprachdienstleister voraus ist. Gerade bei sicherheitsrelevanten Fragen ist eine profunde Markt-, Branchen und Firmenkenntnis unerlässlich.

Aktive Vernetzung

Die eigentliche Übersetzung wird vom Dienstleister nach dem 4-Augen-Prinzip erstellt und dann zum Lektorat an den Mitarbeiter der Landesgesellschaft gegeben. Firmenspezifische Begriffe und regionale Eigenheiten können so nochmals geprüft und ggf. korrigiert werden. Oft werden jedoch Mitarbeiter aus Marketing oder Verwaltung zum Lektorat herangezogen, die im Alltag andere Aufgaben haben, einen anderen Bildungsstand, eine andere „Sprache“ und unterschiedliche Fachkenntnisse – auch in Sachen Übersetzungen – mitbringen. Abweichende Ergebnisse sind so beinahe vorprogrammiert, was nicht zuletzt Einfluss auf die Inhalte im Translation Memory hat. Deshalb muss im Vorhinein geklärt werden, wer die endgültige Freigabe von Text und Korrekturen erteilt, der Sprachprofi und damit der Übersetzer oder der Produktprofi, also der Mitarbeiter vor Ort. Abweichungen vom Ausgangstext hingegen gefährden die Verständlichkeit der Übersetzung und führen schlimmstenfalls zur Verfälschung der Texte.

Dies auszuschließen ist der Anspruch an das Zusammenspiel von Kunde und Dienstleister. Begriffliche Inkonsistenz lässt sich vermeiden, wenn die unternehmensinterne Terminologie auch in der Landesgesellschaft bekannt ist und während Übersetzung und Lektorat verwendet wird. Die Kunst des Projektmanagements besteht also darin, einen schlanken, klar strukturierten Prozess zu definieren, der allen Beteiligten gerecht wird und keine Qualitätslücken zulässt. Nur die gelungene Kollaboration zwischen Fachleuten auf beiden Seiten vermeidet entsprechende Schwierigkeiten. So kann z.B. der Einsatz eines Wikis, auf das alle Beteiligten Zugriff haben und wo sie eigene Erkenntnisse und Vorschläge einbringen können, zur besseren Abstimmung beitragen. Die permanente, aktive Vernetzung ist somit Grundvoraussetzung, um offene Fragen schnell und zuverlässig zu klären.

Technische Aspekte

Prozessseitig können zudem technische Schwierigkeiten auftreten, etwa beim Datentransfer: In vielen Ländern ist die Hard- und Softwareausstattung nicht immer auf dem neuesten Stand, den man z.B. bei Landesgesellschaften in den USA vorfindet. Auch die Leistungsfähigkeit von Datenleitungen spielt eine Rolle, die bei der Projektanlage berücksichtigt werden sollte. Lektoren hingegen müssen oft mit Software arbeiten, die nur erfahrenen Übersetzern vertraut ist und somit eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert.

Eine Lösung ist die einfache Webschnittstelle, die von jedem internetfähigen Rechner aufgerufen werden kann, anstelle des Lektorats im Translation Memory. Weblektorats-Funktionen sind in der Regel intuitiv bedienbar und können wesentliche Routineschritte automatisieren. Alternative Oberflächensprachen erleichtern die Anwendung enorm, zudem kann auch die Quellsprache bei Verfügbarkeit von zwei oder mehr textuell und strukturell identischen Texten ausgetauscht werden. Auf diese Weise kann der Lektor mit der Sprache arbeiten, die er am besten beherrscht. Zudem kann er im fertigen Layout korrigieren, um Zusammenhänge besser nachzuvollziehen. So ist auch die Bereitstellung farbig markierter PDF-Dateien entstanden, bei denen er mittels Farbmarkierungen erkennt, welche Inhalte tatsächlich neu übersetzt wurden und damit nicht mehr geprüft werden müssen.

Feedback und Debriefing

Der Begriff „Review“ ist stark mit dem Lektorat bei der Landesgesellschaft verbunden. Allerdings zählt zur Nachbereitung auch ein strukturiertes und moderiertes Feedbackmanagement, welches gerade für zukünftige Projekte sicherstellen soll, dass jeder Lektor den notwendigen Wissensstand hat. Feedback und Debriefing sind die Voraussetzungen, um Prozesserfahrung optimal zu nutzen und zukünftig davon zu profitieren. Der Dienstleister kann den Rahmen und das Know-how bieten, um diesen Prozess professionell zu moderieren und seine eigene Branchenerfahrung mit den Markt- und Firmenkenntnissen der Landesgesellschaft zusammenzuführen.

Fazit

Ein gutes Zusammenspiel von Dienstleister und Kunden im Zielland kann bedeutend zur Qualitätssicherung beitragen. Konzepte, die das verfügbare Wissen gerade über die regionalen Umstände am Markt der Landesgesellschaft nutzbar machen, erweisen sich gegenüber einer strikten Aufgabentrennung und festgezurrter Hierarchien schnell als überlegen. Eine Unternehmensphilosophie, die hier ansetzt und flexibel auf wechselnde Anforderungen reagiert, erkennt den Wert der verfügbaren Potentiale. Der einzelne Mitarbeiter vor Ort ist damit nicht länger nur Befehlsempfänger, sondern direkt am gemeinsamen Erfolg beteiligt.

Über die Autorin
Tanja Damato leitet seit 2007 Vertrieb und Marketing sowie seit 2008 Teilbereiche der Produktion der Transline Deutschland GmbH – einem international aufgestellten Dienstleister für multilinguale technische Kommunikation.

Über die Transline Gruppe
Die Transline Gruppe ist führender Anbieter intelligenter Dienstleistungen für die Globalisierung. Mit Transline Deutschland GmbH, Transline Patentübersetzungen GmbH, den Tochtergesellschaften in einer Reihe europäischer Länder sowie der Doculine Verlags-GmbH deckt die Gruppe die gesamte Prozesskette der globalen Kommunikation ab – von der technischen Dokumentation über die sprachliche Übersetzung und kulturelle Adaption bis zur druckfertigen Fremdsprachen-Publikation oder dem mehrsprachigen Internetauftritt. In der Doculine Verlags-GmbH erscheinen Fachbücher und Publikationen zu diesem Themenkreis. Zur Transline Gruppe gehört auch das IMK Dr. Sturz (Institut für Management und Kommunikation), das in der Unternehmensgruppe den Bereich Beratung, Schulung und Coaching abdeckt.

Weitere Informationen im Internet unter www.transline.de

[Text: Tanja Damato. Quelle: Pressemitteilung Transline, 2010-02-15. Bild: Transline.]

Nachruf: Hans J. Vermeer, Begründer der Skopos-Theorie

Hans J. VermeerDer Sprach- und Übersetzungswissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Hans J. Vermeer ist am 4. Februar 2010 im Alter von 79 Jahren verstorben. Vermeer hat durch seine rund dreihundert Publikationen zur Übersetzungstheorie und zur Geschichte der Übersetzung wesentlich zur Begründung der Translationswissenschaft beigetragen. Prägend war vor allem die von ihm entwickelte Skopos-Theorie.

Vermeer lehrte an den Universitäten Mainz-Germersheim und Heidelberg. Darüber hinaus nahm er zahlreiche Gastprofessuren im In- und Ausland wahr.

Die Beisetzung fand am 20. Februar 2010 auf dem Bergfriedhof in Heidelberg statt. In seiner Trauerrede würdigte Prof. Dr. Andreas F. Kelletat, Germersheim, Leben und Werk des Verstorbenen:

[…] durch die vierzehn Jahre, die zwischen seinem Portugiesisch-Dolmetsch-Diplom und der Habilitation liegen, hat Hans Vermeer neben seiner umfangreichen Forschung stets Aufgaben in der Lehre wahrgenommen, zunächst als Lektor für Portugiesisch am Dolmetscher-Institut der Universität Heidelberg in den Jahren 1954 bis 1962, dann als Lektor und Dozent für süd-asiatische Sprachen (wie das Hindi und Urdu) am Südasien-Institut der Heidelberger Universität in den Jahren 1962 bis 1971. In die 60er Jahren fallen ferner seine Studienreisen nach Indien, nach Ceylon und Pakistan, aber auch nach Portugal und Österreich, wo er Dokumente zum Kreolen-Portugiesisch in Asien und zu den ältesten linguistischen Werken europäischer Autoren über neu-indische Sprachen ausgewertet hat.

Diesen ausgeprägt historischen Neigungen ist Hans Vermeer durch sein ganzes Leben treu geblieben, was angesichts des ungestüm modern wirken könnenden Theoretikers der 80er Jahre leicht übersehen wird. Kaum wurde bisher gefragt, was z. B. die Skopos-Theorie dem Vergleichenden Sprachwissenschaftler und dem Kulturhistoriker Vermeer zu danken haben könnte. […]

Zu erwähnen ist selbstredend die 1984 in Zusammenarbeit mit Katharina Reiß geschriebene Grundlegung einer allgemeinen Translationstheorie, sein wohl am häufigsten zitiertes Werk, wobei sich das Zitieren mitunter auf den einen zentralen Begriff beschränkt, den Begriff Skopos.

Hans Vermeer hat in den 80er Jahren mit dem Skopos-Konzept leidenschaftliche Diskussionen ausgelöst, die zum Teil bis heute anhalten. „Ein unheimlich starker Auftritt“ sei das gewesen, heißt es in Erich Prunčs Einführung in die Translationswissenschaft. In der Tat: Vermeer hat unsere Beschäftigung mit den Phänomenen des Übersetzens und Dolmetschens gehörig aufgemischt, auch weil es eben nicht nur um eine akademische Frage ging, nicht nur um Begriffe und theoretische Konzepte aus dem Elfenbeinturm. Sondern weil es um das Selbstverständnis und um die Identität einer ganzen Wissenschaftlergeneration und ganzer Fächer ging. Und um die Frage, mit welchen Problemen sich junge Menschen befassen sollten, die später einmal vom Übersetzen oder Dolmetschen würden leben wollen.

Das reichte bis in ganz praktische Ausbildungsfragen, z.B. der Frage was bei einer Examensklausur als Fehler anzustreichen oder als besonders glückliche Übersetzungslösung zu loben sei und was nicht. Bei dieser ja nicht ganz unerheblichen Frage hatten wir stets nur auf die Wörter und Sätze des Originals geschaut, auf dessen Stil vielleicht noch, und wir hatten erwartet, dass diese Wörter und Sätze so „treu“ wie nur irgend möglich auch in der Übersetzung reproduziert würden. Alle Forschungsenergie richtete sich auf die Frage, wie solch möglichst große Treue in jeder Übersetzung und in jeder Verdolmetschung erreicht werden könnte. […]

Solch neuzeitig linguistischer Engführung des Umgangs mit dem Übersetzen und Dolmetschen hat Hans Vermeer ein Ende bereitet. Als jemand, der selbst aus der Vergleichenden Sprachwissenschaft kam und über weit ausgedehntere Sprachkenntnisse verfügte als die allermeisten von uns, hat er erkannt, dass seine eigene Disziplin nicht über das nötige Rüstzeug und Erkenntnisinteresse verfügte, um all das, was beim Übersetzen und Dolmetschen eine Rolle spielt, zu erfassen. Hierfür, so hat er es gesehen, müsste in unserem Fächerkanon eine eigene neue wissenschaftliche Disziplin her, für die man sich seither auf den Namen Translationswissenschaft verständigt hat. Diese neue Disziplin muss sich, das war wohl Vermeers feste Überzeugung, immer wieder von anderen Disziplinen anregen lassen, von der Philosophie, der Ethnologie, der Literaturwissenschaft, von den Kulturwissenschaften insgesamt, von der Physik und Neurobiologie. Nur von der Sprachwissenschaft, sagte er bisweilen gewollt überspitzt, sei derzeit leider nicht viel zu erhoffen für die translationswissenschaftliche Grundlagenforschung. Ob solch provozierendes Auseinanderdrücken notwendig war und unvermeidlich, ob es klug und konstruktiv war, werden Spätere besser und gerechter einschätzen können als wir, die wir uns noch im Handgemenge befinden. […]

Sigrid Kupsch und Paul Kußmaul haben mir vor Jahren von jener legendären Vorlesung im Germersheimer Hörsaal D erzählt, bei der – im Sommersemester 1977 muss das gewesen sein – die sog. Skopos-Theorie entfaltet worden sein soll. Auch Hans Hönig mag damals dabei gewesen sein. Vermeer selbst wandte sich – nachdem er unsere Überlegungen zu Curricula und Studiengangszuschnitten gründlich durchgeschüttelt hatte – wieder stärker der Theoriebildung zu. […]

Nachdem er 1992, mit 62 Jahren gerade, seine Heidelberger Professur aufgegeben und in den sogenannten Ruhestand getreten war, entstanden in jahrelanger Arbeit und auf der Basis umfangreichster Recherchen in Bibliotheken und Archiven seine sieben Bände umfassenden Werke zur Geschichte des Übersetzens, zum Übersetzen im Mittelalter, in Renaissance und Humanismus. Gleichzeitig nahm er Gastprofessuren wahr an Orten, wo man den Dialog mit ihm schätzte: in Graz, Prag, Mexiko City, Innsbruck, Istanbul. […]

Als Lehrenden konnte man Professor Vermeer bis in sein letztes Lebensjahr erleben. Im Wintersemester 2008/09 erarbeitete er für Studenten und Nachwuchswissenschaftler in Germersheim seinen letzten großen Vorlesungszyklus: Translationen. Grenzen abschreiten nannte er den. Auf Bitten seiner Studenten hat er die Vorlesung ausformuliert, mit Anmerkungen und Literaturverzeichnis versehen und das 650 Seiten umfassende Typoskript in Netz gestellt. Auch in den nächsten beiden Semestern hat er Seminare angeboten, mit Studenten über ihre Arbeiten gesprochen, an Doktorandentreffen teilgenommen, das Heinz-Göhring-Kolloquium mit Freunden aus Heidelberg und Germersheim neu begründet. […]

Als er bereits wusste, dass ihm nur noch eine kurze Lebensfrist geblieben war, hat er seinen Unterricht unbeirrt fortgesetzt. Er ist Mitte November 2009 zu einer Konferenz nach Nablus in Palästina gereist, hat mit unserem Freund Mutasem Alashhab die Gegend erkundet, hat sich in Israel von Gideon Toury verabschiedet. Er war noch einmal in seinem geliebten Istanbul und hat im Dezember 2009 an der Berliner Humboldt-Universität, wo er seit der Wende ein gern und häufig gesehener Gast war, seinen letzten Vortrag gehalten. Vom Altern der Texte hieß der. […]

Auf der Website des FTSK Germersheim können Sie den vollständigen Wortlaut der Trauerrede abrufen.

Im Januar 2010 verlieh der FTSK Germersheim Hans J. Vermeer die Ehrendoktorwürde. In der Feierstunde erklärte Prof. Dr. Heidemarie Salevsky (1996-2009 Professorin für Translationswissenschaft und Fachkommunikation an der Hochschule Magdeburg-Stendal):

Hans Vermeer hat stets teilhaben lassen an seiner wissenschaftlichen Neugier und an seiner Freude daran. Seine Publikationen, seine Vorlesungen in Berlin und die Vorträge im Forschungsseminar waren stets eine Art Abenteuerreise durch die Jahrhunderte, mitunter Entführungen auf interessante und zuweilen amüsante thematische Nebengleise, alles in allem Entäußerungen eines brillanten Geistes mit atemberaubender Bildung. Sie haben den Blick auf das gerichtet, was sein könnte, sie boten die Möglichkeit, den Raum auszumessen, der sich öffnete, in dem ein Licht leuchtete, das anderes sichtbar machte – Sehweisen. So entstand Veränderung in unserer Disziplin wie in den Menschen.

Auf derselben Veranstaltung würdigte JProf. Dr. Dilek Dizdar, Germersheim, Vermeers Wirken wie folgt:

Auch ich soll und möchte ein paar Worte sagen, als eine von jenen Nachwuchswissenchaftler(inne)n und im Namen aller anderen, deren Werdegang Hans Vermeer als Autor und Lehrer geprägt hat. Besonders auch im Namen von Şebnem Bahadır; im Chor können wir leider nicht sprechen, wie du einmal sagtest, als wir ein Thema für das Doktorandenkolloquium gemeinsam vorstellen wollten, daher spreche ich für uns.

Du hast uns 1994 einen Antwortbrief geschrieben, lieber Hans, in dem du uns als Kolleginnen ansprachst und uns einludst, für ein Gespräch über unsere geplante Promotion nach Heidelberg zu kommen. Für das Promotionsstudium selbst empfiehlst du uns darin Germersheim; es sei fortschrittlicher, innovativer, verspreche mehr, mitunter, weil gerade neue Professoren berufen worden seien und vor allem lehre Heinz Göhring dort. Seither hast du uns auf eine Art und Weise betreut und gefördert, die uns ein Vorbild sein soll für unseren Umgang mit Studierenden und allen jenen, die unsere Unterstützung brauchen. […]

Ganzheitlich soll man den Menschen und seine Handlungen betrachten. Das lehrt uns Vermeer, er macht es uns vor. Zu seinem Sein und Handeln gehört ganz wesentlich der Respekt vor Anderen und dem Andersartigen, anderen Kulturen und anders denkenden Individuen. Dieser Respekt koppelt sich mit einer großen Bescheidenheit, die sich durch das Wirken und die Werke Hans Vermeers zieht. […] Sein Werk ist Grundlagenforschung, die in Tiefe und Umfang kaum zu überbieten ist. […]

Ich weiß, dass du mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklungen in Germersheim verfolgst, dich über die wachen und interessierten Studierenden freust, vielleicht neue Hoffnung für das Fach schöpfst. Und du scheinst mit deiner Empfehlung für Germersheim Recht zu behalten. Es bewegt sich dort etwas, wenngleich mit einer großen Verzögerung. Ich möchte dir ganz besonders auch dafür danken, dass du diesen Aufschwung mit der Annahme der Ehrenpromotion weiter unterstützt. Sie setzt ein Zeichen für die Translationswissenschaft, sie ehrt unseren Fachbereich, und vor allem gibt sie uns Kraft und Motivation, weiter am Ausbau des translationswissenschaftlichen Profils zu arbeiten.

Die Skopostheorie

Wikipedia.de schreibt dazu:

Translation ist eine Form des Handelns. Jedes Handeln ist bestimmt von einer Situation, der Analyse dieser Situation durch den Handelnden und die Intention des Handelnden, der bestimmte Ziele erreichen will. Wie jedes Handeln ist also auch die Translation als Kommunikationshandlung zweckbestimmt. Der Zweck einer Kommunikationshandlung, ihr Skopos (gr.) ist erfüllt, wenn das erzielte Ergebnis der Intention des Handelnden (des Senders) entspricht und auch der Empfänger der Kommunikation die erhaltene Nachricht in seiner eigenen Situation schlüssig interpretieren kann.

Die Skopostheorie geht nun davon aus, dass der Zweck eines Translats, eine bestimmte Funktion zu erfüllen, der bestimmende Faktor ist, auf den der Translationsprozess ausgerichtet sein muss. […] Daraus ergibt sich die Auffassung von Übersetzungen und Verdolmetschungen als zielsprachliche und -kulturelle Informationsangebote über andere Informationsangebote in Ausgangssprache und -kultur. Die Qualität eines Translats kann grundsätzlich nur bezüglich seiner Funktion bewertet werden.

Ausführliche biografische Informationen, Vorlesungstexte, Audiomitschnitte von Vorlesungen und eine Bildergalerie hat der FTSK Germersheim unter dem Titel “Hans J. Vermeer - Grundlegung der Translationswissenschaft: Ein Lebenswerk” zusammengestellt. Die Adresse: www.fb06.uni-mainz.de/vermeer

[Textzusammenstellung: Richard Schneider. Quelle: FTSK Germersheim. Bild: FTSK Germersheim.]

MultiLing vermarktet TM-System FORTIS REVOLUTION jetzt auch in Deutschland

Nach erfolgreicher Markteinführung in den USA präsentiert MultiLing sein neues Translation-Memory-Programm  FORTIS REVOLUTION nun auch in Deutschland. Die neue Software ist eine Weiterentwicklung des bewährten Systems FORTIS und wurde vom MultiLing-Entwicklerteam in enger Zusammenarbeit mit Übersetzern konsequent verbessert.

Das System optimiert Arbeitsprozesse von Übersetzern, in dem es sich wiederholende, bereits zu einem früheren Zeitpunkt übersetzte Textpassagen automatisch vorschlägt und auf Wunsch in den Text einfügt. Intelligente Verfahren des Translation-Memory-Managements und Fuzzy-Memory-Matchings ermöglichen es, neben identischen auch ähnliche Textinhalte automatisiert vorzuübersetzen. Dies erspart Zeit bei der Bearbeitung der Dokumente, sichert einheitliche Qualitätsstandards und spart dem Auftraggeber Kosten. Mit Hilfe einer grafisch visualisierten, statistischen Auswertung kann das Verhältnis zwischen neu zu übersetzenden und bereits im Translation-Memory-System vorhandenen Textteilen in einem Dokument jederzeit analysiert werden.

“Mit FORTIS REVOLUTION haben wir eine Software entwickelt, die alle Funktionalitäten sehr teurer, professioneller Translation Memory Programme  in einem Paket und zu einem Preis vereint, der am Markt bisher einzigartig ist. Das System verzichtet dabei auf die bisher am Markt übliche Aufteilung in Module und Komponenten. FORTIS REVOLUTION stellt ein einfach zu bedienendes Komplettsystem dar, das allen Anforderungen an einen Software-unterstützten Übersetzungsprozess genügt. Wir haben darum entschieden, das System nicht nur den rund 1.000 weltweit für MultiLing arbeitenden Übersetzern zur Verfügung zu stellen, sondern es auch freien Übersetzern und Unternehmen zum Kauf anzubieten”, so Michael Sneddon, CEO von MultiLing.

FORTIS REVOLUTION kann ab sofort über MultiLing Deutschland zu einem Preis von 149,00 Euro erworben werden. Zukünftige Software-Updates der Produktversion sind in diesen Kaufpreis bereits eingeschlossen und werden den Kunden durch ein automatisches Update-Verfahren via Internet angeboten.

Die umfangreichen technischen Features von FORTIS REVOLUTION umfassen unter anderem:

  • Unicode-Unterstützung für garantierte Kompatibilität
  • Frei einstellbare Segmentierung
  • XML-basiertes Standard-Tagging
  • SQL-basierte Glossarerstellung
  • Neue, leistungsfähige Filter für MS Word, Adobe Framemaker und InDesign
  • Schnelle Vorübersetzung
  • Verkürzte Vorübersetzungszeiten (10-mal schneller gegenüber anderen Translation-Memory-Tools)
  • Leistungsfähige Such-Engine für reguläre Ausdrucke
  • Grafische Anzeige des Verhältnisses zwischen neu zu übersetzendem und bereits im Memory vorhandenem Text
  • Nutzung mehrerer Translation Memories und Glossare gleichzeitig
  • Benutzerfreundliche Arbeitsoberfläche
  • Automatische, kostenlose Updates

MultiLing
MultiLing ist ein international tätiges Übersetzungsunternehmen mit Stammsitz in Provo, Utah, USA. 1988 gegründet, betreibt MultiLing inzwischen Repräsentanzen in 21 Ländern. Die im weltweiten MultiLing-Netzwerk tätigen Übersetzer sind durchwegs ausgewiesene Experten auf dem zu bearbeitenden Fachgebiet und übersetzen stets nur in ihre Muttersprache.

Unterstützt werden sie durch das von MultiLing selbst entwickelte Translation-Memory-Tool FORTIS REVOLUTION und das Terminologie-Management-System SEMANTIS. Kunden haben darüber hinaus die Möglichkeit, mit dem innovativen Prozess-Management-Tool GoldenEye jederzeit den Bearbeitungsstatus und den Kostenrahmen ihrer umfangreichen Übersetzungsprojekte über das Internet abzufragen. Die Services werden ergänzt durch eine eigene DTP-Abteilung, die auf Wunsch Broschüren, Websites und andere gestaltete Dokumente nach der Übersetzung/Lokalisierung in das vorgegebene Layout bringt.

MultiLing ist unter anderem spezialisiert auf die Branchen Patentwesen, IT, chemische Verfahren, Medizintechnik, Biotechnologie und Automotive. Zu den Kunden gehören internationale Konzerne wie Procter & Gamble, Dell, IBM, AMD, Siemens, GE Medical Systems, Loewe, Münchner Rück, HP, Mazda und Samsung.

www.multiling.de

[Text: MultiLing. Quelle: Pressemitteilung MultiLing, 2010-02-11. Bild: MultiLing.]

BDÜ veröffentlicht Exotenliste 2010: Über 100 Übersetzer für seltene Sprachen

BDÜ-ExotenlisteBei der Suche nach einem Dolmetscher oder Übersetzer für eine “exotische” Sprache hilft die Exotenliste des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ). Sie enthält die Kontaktdaten von über 100 geprüften Sprachexperten für 41 in Deutschland wenig verbreitete Sprachen - von Afrikaans bis Weißrussisch.

In der Liste, die jährlich erscheint, sind im Vergleich zum Vorjahr auch Experten für die Sprachen Albanisch, Berberisch, Lingala, Luxemburgisch, Malaiisch und Singhalesisch vertreten. Die meisten der aufgeführten Dolmetscher und Übersetzer sind gerichtlich beeidigt oder ermächtigt. Diese Zusatzqualifikation ist für Behörden, Geschäftsleute und Privatpersonen wichtig, die beglaubigte Übersetzungen benötigen.

Die Exotenliste 2010 steht ab sofort auf der BDÜ-Website in der Rubrik “Für Aufraggeber” zum kostenlosen Herunterladen bereit: www.bdue.de.

Wer Experten für gängige Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Französisch sucht, der wird ebenfalls auf der BDÜ-Website fündig: In der Mitgliederdatenbank des Verbandes stehen die Kontaktdaten von über 6000 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen dieser Welt, online recherchierbar nach Muttersprachlern, Fachgebieten oder Postleitzahl.

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2010-02-09. Bild: BDÜ.]

acrolinx präsentiert Tools zur Autorenunterstützung erstmals auf Hannover Messe

acrolinxAuf der Hannover Messe (19.-23.04.2010) ist die acrolinx GmbH, Software-Anbieter für die intelligente Autorenunterstützung, erstmals als Aussteller vertreten und zwar im Bereich der Digital Factory am VDMA-Partnerstand (Halle 17, Stand D50). In dieser Messehalle stehen industrielle Softwarelösungen, insbesondere Lösungen für die Produktion und Produktentwicklung und deren Einbindung in die Unternehmensprozesse, im Vordergrund.Mit acrolinx IQ wendet sich das Berliner Softwarehaus an Unternehmen, die ihre Technische Kommunikation durch verständliche, konsistente und leicht übersetzbare Texte nachhaltig verbessern wollen. Die Anwender profitieren von einer durchgängig hohen Sprach- und Informationsqualität und können gleichzeitig die Einsparpotenziale für anstehende Übersetzungen voll ausschöpfen. Kostenreduzierungen um bis zu 30 Prozent sind möglich. Unter anderem sind Bosch, Siemens, Voith, Liebherr, HOMAG, SEW Eurodrive, Leica und Hirschmann von dem Know-how der acrolinx GmbH überzeugt.

„Wir folgen unseren Kunden auf die Messe“, sagt Oliver Collmann, der für das Marketing zuständige Geschäftsführer der acrolinx GmbH. „Unsere Lösungen für die intelligente Erstellung technischer Dokumentationen und Informationen kommen vermehrt im industriellen Umfeld zum Einsatz.“

Inzwischen zählen mehr als 20 Großunternehmen und Konzerne aus der fertigenden Industrie zu den acrolinx-Anwendern. Ihnen allen gemeinsam ist das Anliegen, nicht nur durch hohe Produktqualität beim Kunden zu punkten. „Eine leicht lesbare und gut verständliche Bedienungsanleitung ist Gold wert“, meinen die Kunden von acrolinx einhellig. „Das Aufkommen an Support-Anfragen ist dadurch wesentlich geringer, die Kundenzufriedenheit deutlich besser.“

Die intelligente Autorenunterstützung acrolinx IQ setzen die Kunden von acrolinx gezielt für die Qualitätssicherung der gesamten Produktkommunikation ein. Texte werden auf Terminologie, Rechtschreibung, Stilistik und Wiederverwendung geprüft. Auf diese Weise wird die Konsistenz der Inhalte sichergestellt sowie die einheitliche Verwendung der unternehmenseigenen Terminologie und die Wiederverwendbarkeit der einzelnen Texte erhöht.

In Live-Demonstrationen an allen Messetagen, jeweils um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr, haben Interessenten die Möglichkeit, sich intensiv mit acrolinx IQ vertraut zu machen. Auf der Agenda stehen die Themen „Terminologie aufbauen und unternehmensweit etablieren“ sowie „Einführung einer Corporate Language“. Außerdem zeigt ein Rechenbeispiel, wie Unternehmen durch die intelligente Wiederverwendung vorhandener Texte und Inhalte bis zu 30 % ihrer Übersetzungskosten einsparen können.

acrolinx IQ

Autorenunterstützung, kontrollierte Sprache und Terminologiemanagement werden zunehmend in internationalen Unternehmen eingeführt. In diesem Segment hat sich acrolinx mit ihrer intelligenten Software zur Autorenunterstützung als ein führender Anbieter etabliert. acrolinx IQ vereinheitlicht Texte und Datenbestände und hilft Redakteuren, Fachsprache für den Leser und Anwender transparent, vertraut und vereinfacht aufzubereiten. Dabei werden Wortwahl, Satzbau und Länge des Textes geprüft und korrigiert. Fachterminologie wird verständlich, unterschiedliche Schreibstile werden auf einen Nenner gebracht. Das bündelt nachhaltig die Ergebnisse aus Projektteams, schafft Qualitätssicherung in der Anwenderdokumentation und gewährleistet langfristig eine hochwertige Übersetzung der Inhalte.

acrolinx GmbH
acrolinx beschäftigt sich mit der Optimierung und Qualitätssicherung technischer Texte. Das Unternehmen ging 2002 aus dem Sprachtechnologie-Labor des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) hervor. acrolinx IQ ist die einzige integrierte Lösung für Aufbau, Verwaltung und Prüfung von Terminologie und Sprache. Die Software unterstützt die Redakteure durch Integrationen in ihre Arbeitsumgebung sehr effizient. Weltweit vertrauen mehr als 10.000 Anwender in Branchen wie IT, Automotive, Software und Maschinenbau auf acrolinx. Zu den Nutzern zählen unter anderem Motorola, IBM, Grohe, Philips, MAN, SAP, SEW Eurodrive, Siemens und SWIFT. Neben der Zentrale in Berlin unterhält acrolinx eine Filiale in den USA und eine Vertriebspartnerschaft in Japan.

www.acrolinx.com

[Text: acrolinx. Quelle: Pressemitteilung acrolinx, 2010-02-04. Bild: acrolinx.]

Berlin: Localization World 2010 mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft

Localization WorldDie zunehmende Liberalisierung des Finanzmarktes verändert die Marktsituation von Banken und Versicherungen. Sie müssen sich international aufstellen und insbesondere auch international kommunizieren, wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen. Das dafür notwendige Rüstzeug in Form von Expertenwissen und Anwenderbeispielen erhalten Entscheider und Kommunikationsverantwortliche aus der Finanzdienstleistungsbranche auf der Localization World - der führenden Konferenz rund um die internationale Produkt- und Unternehmenskommunikation. Sie findet vom 7. bis 9. Juni 2010 in Berlin unter dem Motto “Know-how for Global Success” statt.

Damit Banken und Versicherungen innerhalb des zunehmend liberalisierten Marktes ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, bedarf es einer zunehmenden Internationalisierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Damit verbunden sind umfassende Lokalisierungsprojekte wie das Bereitstellen von Webinhalten, Verkaufsprospekten, Geschäftsberichten und anderen Unterlagen in mehreren Sprachen. Übersetzungen müssen oft innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen, andererseits kommt es bei den betreffenden Dokumenten schon aus Haftungsgründen auf jedes einzelne Wort an.

Die Unternehmen verfolgen hierbei recht unterschiedliche Strategien, die Bandbreite reicht von dem internen Übersetzer-Team bis hin zum kompletten Outsourcing der Übersetzungen an Sprachdienstleister. Gerade in der Zusammenarbeit mit Externen spielt die Vertraulichkeit der Daten - auch diese ist haftungsrelevant, Stichwort Insiderhandel - und die Datensicherheit eine zentrale Rolle. Als weitere Komponente gewinnt das Prozess- und Projekt-Management zunehmend an Bedeutung, da Lokalisierungsprojekte schon aufgrund der Vielzahl der beteiligten Akteure zunehmend komplex sind. Hier suchen Banken und Finanzdienstleister vermehrt nach effizienten Lösungen.

Auf der Localization World werden dazu Experten und Berater sowie Verantwortliche aus Banken und Versicherungen in Form von Fachvorträgen und Anwenderberichten umfassendes Wissen weitergeben. Es handelt sich dabei um einen von mehreren Branchenschwerpunkten innerhalb des dreitägigen Konferenzprogramms. In vier parallelen Vortragsslots zeigen Unternehmen auf, wie sie ihre Internationalisierungsstrategie realisiert haben. Experten und Anwender informieren über professionelles Lokalisierungsmanagement, die Identifizierung strategischer Zielmärkte sowie über die Realisierung mehrsprachiger Webseiten.

Die Localization World 2010 findet vom 7. bis 9. Juni 2010 in Berlin statt.

www.localizationworld.com

[Text: Localization World. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2010-02-02. Bild: Localization World.]

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