Notepad++, Screen Rip32, FreePDF, Olifant und Co.: Nützliche Helferlein für Übersetzer

Mittlerweile sind die meisten Standardprogramme für Redakteure oder Übersetzer bekannt: Redaktions- und Übersetzungssysteme, Terminologiedatenbanken oder Layoutprogramme. Sie erfüllen ihren Zweck. Daneben gibt es noch eine Reihe von Aufgaben, die viele noch manuell lösen, obwohl es dafür am Markt preiswerte oder gar kostenlose Anwendungen gibt.

Welche sind diese praktischen Helfer, die das Leben leichter machen könnten? Die folgende Liste führt nur einige Beispiele auf, denn die Auswahl ist groß.

Editoren, die mehr können

Mit dem kostenlosen Notepad von Microsoft kann man Textdateien editieren. Aber manchmal möchte man mit seinen Textdateien mehr unternehmen. Man möchte etwa die Syntax am Bildschirm farblich hervorheben (z. B. bei XML, HTML oder Programmiercode), Duplikate aus Wortlisten entfernen, Makros aufnehmen, mit regulären Ausdrücken suchen und ersetzen oder zwischen Speicherformaten (ASCII, Unicode …) konvertieren.

Es gibt inzwischen mehrere gute Programme, mit denen man dies tun kann. Z. B. Ultraedit (www.ultraedit.com; 60-80 Euro) oder seine kostenlose Open Source Konkurrenz Notepad++ (http://notepad-plus.sourceforge.net/de/site.htm).

Bildschirmabbildungen (Screenshots) erstellen

Nicht nur für Programmdokumentationen sondern in vielen Situationen des täglichen Arbeitslebens sind Bildschirmabbildungen sehr praktisch. Wem die Screenshot-Funktion von MS-Word (Alt + Druck und dann Ergebnis aus der Zwischenablage einfügen) nicht reicht, kann das kostenlose kleine Programm Screen Rip32 (www.progency.com) herunterladen.

Wenn es ein bisschen mehr sein darf, hat sich ein Programm wie SnagIt sehr gut bewährt. Es ist mit $50 auch nicht besonders teuer (www.techsmith.com).

PDF erzeugen

Für die Produktion von PDF-Dateien empfiehlt sich das kostenlose Programm FreePDF (http://freepdfxp.de). FreePDF wird aus allen Anwendungen als Drucker ausgewählt und erzeugt Dokumente in PDF-Format.

Zum Thema PDF ist soeben auch ein Artikel bei Spiegel Online erschienen: „Software-Alternativen: Mit kostenlosen Programmen PDF-Dateien produzieren„. Darin werden die Programme PDFCreator, FreePDF, PDF-XChange Viewer, Foxit Reader und PDF Viewer beschrieben.

Terminologie extrahieren

Die einfachste Möglichkeit eine Wortliste zu erhalten, ist es, Leerzeichen in einer Textdatei durch Absatzmarken zu ersetzen. Etwas bequemer geht es mit dem kostenlosen Programm Textstat (www.niederlandistik.fu-berlin.de/textstat). Es generiert eine Liste der Wörter im Text, zeigt ihre Häufigkeit an und ermöglicht einen Export der Wortliste.

Mehr Möglichkeiten bietet das kommerzielle Programm Textanz (www.cro-code.com; ca. 18 Euro), mit dem man Wortgruppen extrahieren und sich Konkordanzlisten anzeigen lassen kann.

Dateien vergleichen

Mit MS-Word kann man zwei Word-Dokumente vergleichen. Das kleine Programm Compare It von Grigsoft (www.grigsoft.com; 27 Euro) bietet eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten und unterstützt verschiedene Formate einschließlich Word und Excel. Es kann einen Bericht über die Unterschiede herausgeben. Das ist beispielsweise für Redakteure nützlich, die eine Übersicht der Unterschiede zwischen zwei Dokumentversionen haben möchten oder für Übersetzungslektoren, die sehen möchten, was an einer Übersetzung geändert wurde.

Translation Memories bearbeiten

Man muss nicht zwangsläufig ein Übersetzungssystem haben, um sich Translation Memories anzusehen und diese zu bearbeiten. Zu empfehlen ist das kostenlose Programm Olifant (http://okapi.sourceforge.net), mit dem man ein Translation Memory in TMX-Format einlesen und editieren kann. Man kann das Translation Memory in ein Tab-getrenntes Format exportieren, um es anschließend in Excel darstellen zu können.

Web-Konferenz und Online-Support

Manchmal möchte man mit jemandem über das Internet den Inhalt seines Bildschirms teilen. Beispielsweise um ein Produkt vorzuführen, eine spezielle Frage zu einem Dokument oder einer Zeichnung zu stellen oder um ein Problem mit der Bedienung einer Software zu besprechen. Dafür eignet sich die kostenlose Plattform Mikogo hervorragend (www.mikogo.de).

[Text: D.O.G. GmbH. Quelle: D.O.G. news 2/2010. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Dr. François Massion.]

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