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Archive für Juni 2010
Von “abfälschen” bis “Zweikampf”: Langenscheidts Praxiswörterbuch Fußball
20.6.2010 von Richard Schneider.
Langenscheidt hat sein erstmals 2008 zur Europameisterschaft erschienenes Praxiswörterbuch Fußball für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika aktualisiert, um 500 Einträge erweitert und nun in zweiter Auflage herausgebracht.
In den offiziellen UEFA-Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch enthält es über 5.700 aktuelle Fachbegriffe rund um das Spiel, das für viele die Welt bedeutet. Ob Abwehrkette oder Abstiegszone, Hackentrick oder Hattrick: Zu jedem Fachbegriff gibt es ausführliche Definitionen und zahlreiche Synonyme. Und weil Worte nicht alles zu sagen vermögen, erklären aufschlussreiche Illustrationen im Anhang die wichtigsten Basics und Aufstellungen.
Topaktuelle Begriffe aus den sechs Fachbereichen Spiel, Stadion und Sicherheit, Ausrüstung, Medizinisches, Medien, Management und Administration helfen, auch sprachlich am Ball zu bleiben. Was ist eine Bananenflanke? Und wann spricht man vom passiven Abseits? Ist ein Flitzer ein schneller Läufer und was macht eigentlich der Manndecker? Vom Anpfiff bis zum Abpfiff und vom Fairplay bis zum Foul enthält das Nachschlagewerk die wichtigsten Fachbegriffe, die nicht nur Profi-Kicker zum Erfolg verhelfen: zunächst in der Leitsprache Deutsch, dann mit den englischen und französischen Entsprechungen – und stets mit eingehender Begriffserklärung. Praktisch ist der dreisprachige Index.
Weil Fußball sich nicht nur auf dem grünen Rasen abspielt, sind viele angrenzende Disziplinen berücksichtigt. So finden sich im Bereich „Stadion und Sicherheit“ etwa Begriffe wie Durchsuchung der Zuschauer (engl. frisking, frz. fouille corporelle) oder unter „Medizinisches“ die Seitenbandruptur (engl. collateral ligament rupture, frz. rupture du ligament latéral).
Mit diesem umfassenden Ansatz wird das Praxiswörterbuch Fußball auch zu einem effizienten Hilfsmittel für alle, die sich jenseits des Platzes mit Fußball beschäftigen: als Trainer, Delegierte, Sportmediziner und Journalisten oder Dolmetscher und Übersetzer.
Pressestimmen zur Erstauflage 2008
„Ob Abwehrkette oder Abstiegszone, Hackentritt oder Hattrick: Zu jedem Fachbegriff gibt es ausführliche Defintionen und zahlreiche Synonyme. Und weil Worte nicht alles zu sagen vermögen, erklären aufschlussreiche Illustrationen im Anhang die wichtigsten Basics und Aufstellungen. Wissenswertes über die UEFA und ihre Wettbewerbe zeigt schließlich, dass nicht nur der Ball rund ist, sondern auch das Konzept dieses sportlichen Wörterbuches.“ (Delmenhorster Kreisblatt, 10.05.2008)
„Das Wörterbuch dürfte im bezahlten Fußball in Anbetracht der multikulturellen Zusammensetzung zahlreicher Mannschaften zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für Funktionäre, Trainer und Spieler werden. […] Alles in allem ein kompaktes, sehr praxisbezogenes Nachschlagewerk“ (Siegener Zeitung, 04.06.2008)
Praxiswörterbuch Fußball Englisch-Deutsch-Französisch. München: Langenscheidt 2010. 569 Seiten, ISBN 978-3-86117-324-3, 17,95 Euro.
[Textzusammenstellung: Richard Schneider. Quelle: Langenscheidt. Bild: Langenscheidt. Das Foto zeigt den französischen Mittelfeldstar Franck Ribéry, der das Praxiswörterbuch bei Bayern München gut gebrauchen kann.]
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MDÜ 2/2010 mit Schwerpunkt Qualitätsmanagement
19.6.2010 von Richard Schneider.
Soeben ist Heft 2/2010 der Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer MDÜ mit dem Titelthema Qualitätsmanagement erschienen. Übersetzungsdienstleister, Freiberufler, Anbieter von Werkzeugen und Zertifizierer, die alle gerne ein Stück vom Qualitätskuchen erhaschen möchten, legen ihre Sichtweise dar. Zwei mögliche Wege zur Zertifizierung für kleinere Unternehmen zeigt das MDÜ auf. Dass Qualität ein zentrales Thema ist, beweist eine Umfrage aus dem Jahr 2009, nach der sich zwei Drittel der Übersetzer mit dem Thema Qualitätsnormen und -standards beschäftigt haben. Die Auswahl der Normen und ihre Anwendung unterscheidet sich von Dienstleister zu Dienstleister. Wie die SAE-J2450 als Qualitätsmessinstrument eingesetzt wird, beschreibt ein Artikel der Abteilung Fremdsprachenmanagement bei der Volkswagen AG.
Elektronische Werkzeuge bieten heute viele Möglichkeiten der Qualitätssicherung, doch kann sie nicht vollständig automatisiert werden. Wichtige Schritte müssen vom Übersetzer oder Prüfer händisch erfolgen, weil beispielsweise übergeordnete Anforderungen wie die Berücksichtigung der Zielleser geprüft werden muss. Eine wichtige Forderung von Freiberuflern ist, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen entsprechend honoriert werden sollten.
Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Titelthema
- Melanie Sauer und Selina Schmitz: Qualitätssicherungsmaßnahmen von Menschen und Maschinen: Darf´s noch ein bisschen mehr sein?
- Melanie Opfer: Ergebnisse einer Online-Umfrage zur Qualitätssicherung beim Übersetzen: Optimierung gewünscht
- Jean-Marc Dalla-Zuanna: Evaluierung fremdsprachiger technischer Dokumentation im Bereich Vertrieb After Sales der Marke Volkswagen Pkw
- Klaus Kurre: Zertifizierung mit LICS* nach der Norm für Übersetzungsdienstleistungen EN 15038: Zertifizierung als Chance
- Diana Tetzel: Zertifizierung nach der DIN EN 15038 bei TÜV Süd: Nicht nur für die Großen
Sprachmittler als Unternehmer
- Ralf Lemster: Webbasierte Managementsoftware für Sprachdienstleister
- Gespräch mit Carina Turbon: Seminare zu interkultureller Kommunikation
- Marion Alzer: Testberichte über Buch- und Konzepthalter
Forum Sprache
- Ralph Kirschner: Besonderheiten beim Adaptieren von Werbetexten: Nachfragen und Mitdenken
Werkzeuge
- Hans Christian v. Steuber: Funktionalität des Translation-Memory-Systems Déjà Vu: Ein zuverlässiges Arbeitspferd
- Stefanie Geldbach: Die TM-Systeme openTMS und GlobalSight: Schöne Open-Source-Welt
Konferenzdolmetscher
- Yan-Christoph Pelz: Die Rolle von Dolmetschern bei der Überwachung von Telefongesprächen: Spannende Dolmetschform
Dolmetscher
- Kevin Lin: Interpreting and consulting for buisness with China: The linguistic challenge
- Anne Jacobs-Schleithoff: Dolmetschen für die Bundesregierung: Vertrauen und Neutralität
Verbände und Institutionen
- Dr. Andreas Klose: BDÜ-Kooperationspartner DASV und DUV: Rat in rechtlichen und steuerlichen Fragen
- Servicestelle für Zertifizierungsfragen: Arbeit und Ziele des International Network for Quality Service Providers
Rezensionen
- Angelika Siemaz-Kaluza: Großwörterbuch Polnisch-Deutsch / Wielki slownik polskoniemiecki
- Norma Keßler: Spürst du wie der Bauch rauf-runter? Fachdolmetschen im Gesundheitsbereich
- Katrin Buchta: Sprachmittlerstrafrecht. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Dolmetscher und Übersetzer
Der BDÜ informiert
- Jutta Witzel: Jahresmitgliederversammlung des BDÜ im März 2010: Gefragt als Gesprächspartner
Kolumne
- Eva Kaltofen: Nicht genug der Worte
Mehr Informationen zum MDÜ und den Bezugsmöglichkeiten links im Menü unter “Zeitschriften”.
[Text: MDÜ. Quelle: MDÜ. Bild: MDÜ.]
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Südafrika: 200 Gerichtsdolmetscher für Schnellgerichte bei Fußball-WM
18.6.2010 von Richard Schneider.
„Südafrikas Justiz hat zur Zeit den Turbo eingeschaltet – sie war noch nie so schnell!“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. So seien zwei Einbrecher, die ein spanisch-portugiesisches Journalistenteam ausgeraubt hatten, schon wenige Tage später zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.
Südafrika habe erkannt, dass es vor allem wegen seiner hohen Kriminalitätsrate auf viele potenzielle Besucher abschreckend wirke: „Zur WM sollte daher ein Exempel statuiert werden. Insgesamt 56 Schnellgerichte wurden zur WM eingerichtet, 110 Richter stehen bereit, 260 Staatsanwälte sowie knapp 200 Übersetzer für die diversesten Sprachen.“
Die Kriminalitätsrate sei in den vergangenen Monaten landesweit gesunken – nicht nur an den WM-Standorten. Oppositionspolitikerin Diane Kohler-Barnard wird wie folgt zitiert: „Wenn wir das Strafrechtssystem auf derartiger Geschwindigkeit halten könnten, wäre das wohl die beste Hinterlassenschaft dieser WM.“
[Text: Richard Schneider. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2010-06-18.]
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Aston Martin fährt auf Across ab
17.6.2010 von Richard Schneider.

Gelungener Einstand für den neuen Standort von Across Systems in Großbritannien: Mit dem Luxus-Sportwagen-Hersteller Aston Martin hat sich ein prominenter Vertreter der britischen Industrie für Sprachtechnologie von Across entschieden. Das neue Büro von Across in Stafford wurde erst vor Kurzem eröffnet.
„Aston Martin erstellt zahlreiche Dokumente in bis zu 16 Sprachen – Tendenz steigend“, erklärt Phill Barratt, UK Business Development Manager von Across Systems. „Für das Unternehmen war es deshalb essentiell, unsere Sprachtechnologie in ihre mehrsprachige Publishing-Umgebung einzubinden. Von Anfang an arbeiteten wir eng mit Aston Martin zusammen, um diese integrierte XML-basierte Lösung zu realisieren, in der das XML-Authoring-Tool, das XML-Content-Management-System und der Across Language Server nahtlos zusammenspielen. Auf diese Weise wird der komplette Lebenszyklus der Dokumente, von der Erstellung bis zur Publizierung, systembasiert unterstützt.“
Der Across Language Server als zentrale Unternehmenslösung für Sprachressourcen und Übersetzungsprozesse beinhaltet neben einem Translation Memory und Terminologiesystem auch leistungsfähige Werkzeuge für die Steuerung und Abwicklung von Übersetzungsprojekten und für die nahtlose Zusammenarbeit von Textern, Übersetzern und Korrektoren. Offene und vollständig dokumentierte Schnittstellen bieten ideale Voraussetzungen für die strukturierte und konsistente Erstellung und Publizierung hochwertiger Inhalte in mehreren Sprachen und für unterschiedliche Ausgabemedien.
Die bei Aston Martin anfallenden Publikationen sind sowohl komplex als auch aufwändig in der Gestaltung. In vielen Fällen wiederholen sich jedoch die Inhalte, so dass sich Übersetzungen immer wieder für andere Dokumente nutzen lassen. Mit der Lösung von Across kann das Unternehmen die bereits übersetzten Inhalte identifizieren und komfortabel wiederverwenden. Dadurch lässt sich das Übersetzungsvolumen signifikant reduzieren, was sowohl zu Kostensenkungen als auch zu Zeitersparnissen führt.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems GmbH, 2010-06-18. Bild: Presseservice Aston Martin.]
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BFB lehnt Gewerbesteuer für Freiberufler ab
16.6.2010 von Richard Schneider.
Zur aktuellen Forderung der Städte und Gemeinden nach der Einbeziehung der freien Berufe in die Gewerbesteuer erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB), Dr. Ulrich Oesingmann:
Der BFB widerspricht den Forderungen unterschiedlicher Organisationen, die Freien Berufe in die Systematik der Gewerbesteuer einzubeziehen, ausdrücklich.
Es gibt überhaupt keinen Anlass dazu, von der auch vom Bundesverfassungsgericht eingenommenen Position abzurücken. Das Bundesverfassungsgericht hat längst entschieden, dass es signifikante Unterschiede zwischen Freien Berufen und Gewerbetreibenden gibt. Dieses Argument müsste sich sogar ungeneigten Geistern erschließen: Freiberufler sind keine Gewerbetreibenden mit Produktions- und Lagerstätten. Schließlich schmaucht etwa über freiberuflichen Praxen, Kanzleien und Büros kein Schlot und niemand hat eigene Zu- und Abfahrten. Freie Berufe sind nicht am Rande der Gemeinden in Gewerbegebieten, sondern mittendrin, wohnortnah bei den Menschen, die ihre Leistungen nachfragen, auch in Form von Notfall- und Bereitschaftsdiensten. Kurzum, die Freien Berufe sind Infrastruktur.
Auch muss in dieser Debatte ein Klischee gehörig gegen den Strich gebürstet werden. Durch Wiederholung wird die Behauptung, Freie Berufe zahlten nichts, auch nicht wahrer. Denn sie ist schlicht falsch. Die Freien Berufe leisten ihren Anteil an den Gemeindefinanzen. Die Gemeinden erhalten 15 Prozent des Aufkommens aus der Einkommensteuer, zu der Existenzen der Selbstständigen in den Freien Berufen regelmäßig veranlagt werden.
[Text: BFB. Quelle: Pressemitteilung BFB, 2010-04-22. Bild: BFB.]
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Städte und Gemeinden fordern Gewerbesteuer für Freiberufler
15.6.2010 von Richard Schneider.
Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben eine gemeinsame Resolution unter dem Titel „Kommunale Handlungsfähigkeit sichern: Gewerbesteuer verbreitern - kommunale Haushalte entlasten“ verabschiedet. Darin appellieren sie angesichts eines drohenden kommunalen Defizits in nie gekannter Höhe von etwa 15 Milliarden Euro in diesem Jahr an die Bundesregierung, die kommunalen Haushalte von Sozialausgaben zu entlasten sowie an der Gewerbesteuer festzuhalten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollen durch eine Einbeziehung der freien Berufe und eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage „stabilisiert“ werden.
Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Oberbürgermeister von Bautzen, Christian Schramm, betonte: „Unsere Finanzlage ist dramatisch. Wir brauchen die Gewerbesteuer als Band zwischen den Gemeinden und der vor Ort ansässigen Wirtschaft. Denn die Städte und Gemeinden schaffen die notwendige Infrastruktur und kümmern sich um die Ansiedlung von Unternehmen. Stabilisiert werden kann die Gewerbesteuer durch eine breitere Bemessungsgrundlage, vor allem durch die Einbeziehung der Selbständigen. Warum zahlen Handwerk und Mittelstand längst Gewerbesteuer, Selbständige aber nicht? Auch die Freiberufler könnten Gewerbesteuerzahlungen auf die Einkommensteuer anrechnen lassen.“
Das von der FDP angeregte Modell der völligen Abschaffung der Gewerbesteuer und deren Ersatz durch kommunale Zuschläge auf die Einkommen- und die Körperschaftsteuer sowie einen höheren Anteil der Kommunen an der Umsatzsteuer wird von den Städtevertretern abgelehnt. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sagt: „Das vorliegende Modell des Bundes verschafft uns keine stabilere Steuerbasis, sondern bringt erhebliche Verwerfungen mit sich. Wir können uns nicht entmündigen lassen, indem große Teile unserer wichtigsten Steuer durch Zuweisungen von Bund und Ländern in Form von Umsatzsteueranteilen ersetzt werden.“
[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung Deutscher Städtebund, 2010-06-15.]
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Localization World Berlin konnte an Vorjahreserfolg anknüpfen
14.6.2010 von Richard Schneider.
Unter dem Motto ‚Know-how for Global Success’ bot die Localization World in Berlin (07.-09.06.2010) als führende Konferenz und Networking-Plattform auch in diesem Jahr erneut umfassende Informationen zu aktuellen Themen der internationalen Unternehmens- und Produktkommunikation. Annähernd 500 Teilnehmer, ein facettenreiches Programm mit knapp 100 Referenten, Workshopleitern und Moderatoren, darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch – die Veranstalter blicken auf eine erfolgreiche Konferenz in Berlin zurück.
Stärker als in den Jahren zuvor standen bei der Localization World 2010 branchenspezifische Themen auf der Agenda. Diese adressierten in erster Linie Unternehmen aus der Industrie, sowie Banken und Versicherungen. Neben einer eigenen Vortragsreihe für die Pharma- und Life-Sciences-Industrie, fand erstmals ein Roundtable statt, das sich gezielt mit den Anforderungen in der Finanzwirtschaft beschäftigte. Darüber hinaus boten namhafte Vertreter international agierender Unternehmen Einblicke in aktuelle Projekte, erfolgreiche Lokalisierungsstrategien und bewährte Konzepte. Dazu zählten beispielsweise die Fluggesellschaft KLM, der Anbieter von Online-Bezahlsystemen PayPal, der Sportartikelhersteller Puma oder auch der Softwareanbieter Symantec. Aus dem Bereich der Elektronikindustrie bereicherten Referenten von Canon und Cisco Systems die Programm-Agenda. Als Keynote-Sprecher eröffnete Adam Greenfield, Design Director bei Nokia, die Localization World.
Um sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin am Markt zu behaupten, intensivieren Unternehmen ihre Internationalisierungsvorhaben. Die Localization World mit den zahlreichen Fachvorträgen und Anwenderbeispielen vermittelte hierzu das nötige Know-how for Global Success“, kommentiert Ulrich Henes (Bild), Gründer des Localization Institute in USA und Mitausrichter der Localization World.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Konferenz sind die zahlreichen Gelegenheiten zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Sprachdienstleistern, Agenturen und Übersetzern. In diesem Sinne versteht sich auch die neu gegründete Initiative ‚Translators without Borders’. Nach dem Vorbild von ‚Ärzte ohne Grenzen’ engagiert sie sich im ehrenamtlichen Bereich, indem sie vor allem Non Governmental Organisations (NGOs) mit Übersetzern und Sprachdienstleistern zusammenbringt und kleinere Unternehmen bei ihren Lokalisierungsvorhaben unterstützt.
Die Localization World richtet sich in erster Linie an Entscheider und Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen sowie Sprachdienstleister und Übersetzer. Sie erhalten umfassende Informationen darüber, wie sie mithilfe von Internationalisierungsstrategien erfolgreich neue Märkte erschließen können. Dazu standen Anwendervorträge, Trendberichte sowie Podiumsdiskussionen auf dem Programm.
Nach wie vor ist der Informationsbedarf zu den Themen der internationalen Produktkommunikation sehr hoch. Um Internationalisierungsvorhaben erfolgreich umzusetzen, bedarf es sowohl einer gründlichen Planung als auch einer effektiven Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Analyse möglicher Zielmärkte, die Entwicklung länderspezifischer Marketing-Kampagnen, die Ausweitung des Personalmanagements sowie die Lokalisierung von Webseiten und produktbegleitenden Informationen für den Pre- und Post-Sales-Bereich. Entsprechend weit war der Themenbogen der Localization World gespannt.
Neben den Branchen-Schwerpunkten zur Lokalisierung in den Bereichen „Life Sciences” bzw. „Finanzwirtschaft“ stand unter anderem auch das Thema „Übersetzungs- und Lokalisierungsstrategien im Web 2.0“ im Fokus. Hierfür konnte u. a. ICANN als Kooperationspartner gewonnen werden. Am ersten Konferenztag fand ergänzend der International Search Summit statt, der sich internationalen und multilingualen Themen innerhalb des Search- und Online-Marketings widmete. Weitere neue Partner waren das US-Beratungshaus Common Sense Advisory, die European Language Industry Association (ELIA) und WebCertain.
2011 findet die Localization World erneut in Deutschland statt. Termin und Veranstaltungsort werden in Kürze bekannt gegeben. Weitere Informationen zur vergangenen Veranstaltung in Berlin und zur kommenden Localization World in Seattle unter www.localizationworld.com.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2010-06-17. Bild: Localization World.]
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Simultandolmetschen in Erstbewährung: Der Nürnberger Prozess 1945
10.6.2010 von Richard Schneider.
Der Nürnberger Prozess 1945 der Siegermächte gegen die Kriegsverbrecher des nationalsozialistischen Deutschlands bietet als eine kulturgeschichtlich erstmalige Leistung der Völkergemeinschaft nicht nur hinreichende Möglichkeiten für juristische, philosophische, ethische, theologische, kulturkritische, historische oder soziologische Reflexionen. Das Buch Simultandolmetschen in Erstbewährung: Der Nürnberger Prozess 1945 bringt die dolmetscherischen Fertigkeiten, die einen zügigen und angemessen funktionierenden Prozessverlauf erst ermöglicht haben, in den Fokus des Interesses: Sprachliche Herausforderungen, kulturelle Spezifika, technisches Können, sprachlich-emotionaler Ausgleich zwischen den Interessengruppen, Verantwortung vor den Parteien im Gericht, Sachkenntnisse und fachliche Eignung zu den Themen, Kompetenz im Simultandolmetschen waren unabdingbare Voraussetzungen dafür. Das Simultandolmetschen steht hier mit der Bürde und Würde seiner prinzipiellen Verantwortung in der forensischen Dolmetschsituation – einem Weltgericht seiner Zeit – vor seiner Erstbewährung.
Das Buch, entstanden anlässlich eines Symposiums im November 2007 zum 120. Jahrestag der Ausbildung in translatorischen Fertigkeiten an der Berliner Universität, der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin, bietet dazu einen umfassenden inhaltlichen Zugang.
Hartwig Kalverkämper, Larisa Schippel (Hg., 2008): Simultandolmetschen in Erstbewährung: Der Nürnberger Prozess 1945. Mit einer orientierenden Einführung von Karl Kastner und einer kommentierten fotografischen Dokumentation von Theodorus Radisoglu sowie mit einer dolmetschwissenschaftlichen Analyse von Katrin Rumprecht. Berlin: Frank & Timme. 336 Seiten, 19,80 Euro. ISBN: 978-3-86596-161-7.
[Text: Frank & Timme. Bild: Frank & Timme.]
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Dolmetscher Drahtzieher bei Rezeptbetrug
9.6.2010 von Richard Schneider.
„Es war offenbar ein abgekartetes Spiel: Der Dolmetscher Hassan C. beschaffte die Versichertenkarten von Patienten, der Arzt Dr. Abdul M. verschrieb ihnen teure Medikamente und der Apotheker Abdelmarik A. rechnete die Rezepte ab. Doch die Medizin erreichte ihre Empfänger nie. Wegen des Vorwurfs des gesetzmäßigen Betrugs und der Untreue wurde heute vor dem Landgericht Osnabrück der Prozess gegen sie eröffnet.“ Dies schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung.
Die Liste der Vorwürfe sei lang, die Verlesung der Anklageschrift habe mehr als 40 Minuten gedauert. 20 Monate lang habe das Trio in Nordhorn, Meppen und Lingen Krankenversicherungen um insgesamt 230.000 Euro betrogen. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft stellten einige Versicherte ihre Karten gegen Bezahlung freiwillig zur Verfügung. Sie werden sich später vor Gericht verantworten müssen. Andere merkten nicht, dass ihre Daten missbraucht wurden.
Als Drahtzieher gilt der Hamburger Dolmetscher Hassan C., der ebenso wie der Apotheker Abdelmarik A. aus Meppen zu den Vorwürfen schwieg. Der Arzt Dr. Abdul M. aus Ochtrup ließ über seinen Anwalt mitteilen, dass er nichts mit dem Betrug zu tun und nie wissentlich Versicherungen geprellt habe. Alle Verschreibungen seien medizinisch begründet gewesen. In einigen Fällen seien seine Rezepte gefälscht worden.
Das Urteil soll im August 2010 gefällt werden.
Mehr zum Thema auf uepo.de
2009-11-17: Dolmetscher in groß angelegten Rezeptbetrug verwickelt
[Text: Richard Schneider. Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 2010-05-20.]
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Plunet BusinessManager 5.0 erschienen
8.6.2010 von Richard Schneider.
Plunet veröffentlicht die komplett überarbeitete Version 5.0 seines branchenweit führenden Business- und Translation Management Systems „Plunet BusinessManager“. Neben einer neuen nutzerfreundlichen Oberfläche haben eine Vielzahl wertvoller Funktionen und Verbesserungen ihren Weg in den Plunet BusinessManager 5.0 gefunden.
Projektmanagement-Funktionen
Das Management reibungsloser Übersetzungsworkflows lässt sich längst nicht mehr nur auf die Abarbeitung aufeinanderfolgender Produktionsprozesse reduzieren. Plunet erhöht die Effizienz, Flexibilität und Qualität in allen Unternehmensabläufen und realisiert so deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen. Version 5.0 bietet Ihnen unter anderem eine schnellere und konsistente Erstellung und Pflege Ihrer Preislisten durch die Verwendung von sprachbezogenen Dehnungs- und Preisfaktoren. Dadurch verfügt Ihr Unternehmen über ein exzellentes Steuerungs- und Controllingtool, das Ihnen hilft die gewünschte Gewinnspanne zur realisieren.
Erweiterte CRM-Funktionen
Der Plunet BusinessManager ist eine komplette Unternehmenslösung, die auch die tägliche Arbeit Ihres Vertriebsteams gezielt und nachhaltig unterstützt. So lassen sich ab sofort Umsatzprognosen und Auftragswahrscheinlichkeiten von potentiellen und bestehenden Kunden erfassen und auswerten. Für eine umsatzorientierte Klassifizierung Ihrer Kunden können Sie jetzt zusätzlich auf die bekannte ABC-Analyse zurückgreifen. Die vielfältigen Plunet-CRM-Funktionen helfen Ihnen bei der effizienten Planung, Umsetzung und Kontrolle Ihrer Verkaufs- und Marketingziele.
Stundenerfassung
Die neue Plunet-Stundenerfassung erlaubt Ihnen das schnelle und flexible Buchen von Arbeitszeiten auf Projekte, einzelne Jobs und frei definierbare Tätigkeiten. Stundenabrechnungen lassen sich ganz einfach nach Zeiträumen und Mitarbeitern ausgeben. Und das ist längst noch nicht alles. Wenn Sie die jeweiligen Arbeitsstunden mit Preisen versehen, fließen diese direkt in die Rohertragsauswertungen Ihrer Angebote, Aufträge und Abfragen. Dank der neuen Stundenerfassung haben Sie alle Daten in einem System und können auf umständliches und zeitraubendes hin und her klicken verzichten. Sie ist über ein intuitives Kontrollpanel einfach zu bedienen, nahtlos in Plunet eingebettet und steht standardmäßig ohne weitere Kosten allen Kunden zur Verfügung.
Unterschiedliche Buchungskreise
Ab sofort lassen sich unterschiedliche Buchungskreise auf einem Plunet-System verwalten. Diese Funktion ist ideal für dezentral arbeitende Unternehmensverbünde oder Übersetzungsdienstleister mit mehreren selbstständigen Niederlassungen, die jeweils eine eigene Rechnungsstellung benötigen. Unternehmen, die ihre Services gesondert vermarkten und abrechnen müssen (beispielsweise Übersetzen, Dolmetschen, Sprachschule) profitieren ebenfalls von dieser Lösung, die standardmäßig und ohne weitere Kosten für alle Plunet-Kunden angeboten wird.
Plunet
Die Plunet GmbH, mit Niederlassungen in Würzburg, Berlin und New York, entwickelt und vertreibt die Business- und Workflowmanagementsoftware “Plunet BusinessManager”, eine der weltweit führenden Standardsoftwarelösungen für die Übersetzungsbranche.
Plunet BusinessManager
Auf einer webbasierten Plattform bietet das System das perfekte Werkzeug für Business-, Workflow- und Dokumentenmanagement – integriert Übersetzungssoftware, Finanzbuchhaltungssysteme sowie bestehende Systemlandschaften – für Übersetzungsagenturen und Sprachendienste. Der Plunet BusinessManager bietet ein Höchstmaß an Automatisierung und Flexibilität für professionelle Nutzer. Die vielfältigen Funktionen und Erweiterungen des BusinessManagers passen sich im frei wählbaren Baukastensystem individuellen Bedürfnissen an. Die Grundfunktionen beinhalten unter anderem: Angebots-, Auftrags- und Rechnungsmanagement - inklusive umfassender Finanzreports, flexibles Job- und Workflowmanagement sowie Termin-, Dokumenten- und Partnerverwaltung.
[Text: Daniel Rejtö. Quelle: Pressemitteilung Plunet, Juni 2010. Bild: Plunet.]
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Der BFB widerspricht den Forderungen unterschiedlicher Organisationen, die Freien Berufe in die Systematik der Gewerbesteuer einzubeziehen, ausdrücklich.