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August 2010
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Archive für August 2010

2011 ist es wieder so weit: ADÜ-Nord-Tage in Hamburg

HamburgVom 20. bis 22. Mai 2011 veranstaltet der Berufsverband ADÜ Nord seine vierte Sprachmittlerkonferenz in Norddeutschland. Unter dem Motto „Kompass ausrichten – Frischer Wind oder bewährter Kurs?“ nutzen Übersetzer und Dolmetscher aus der ganzen Welt dieses Forum für fachliche Weiterbildung, berufliche Orientierung und Erfahrungsaustausch.

Die eigene Übersetzung auch gleich ins endgültige Layout bringen, dem Dolmetschkunden vor der Konferenz noch einen Crashkurs in Umgangsformen mit spanischen Geschäftsleuten angedeihen lassen, nach dem Übersetzen der Bedienungsanleitung auch die knackige Werbebroschüre für das neue Produkt adaptieren – freiberuflichen Übersetzern und Dol-metschern bieten sich viele Möglichkeiten, ihren beruflichen Horizont zu erweitern. Dabei müssen sie ihr langjährig erarbeitetes Kompetenzfeld jedoch nicht gleich ganz verlassen oder noch einmal bei null anfangen.

Der erste Schritt zur beruflichen Expansion besteht darin, die persönlichen Möglichkeiten auszuloten. Auf den 4. ADÜ-Nord-Tagen können die Teilnehmer

  • sich einen Überblick über die „Nachbardisziplinen“ rund ums Übersetzen und Dolmetschen verschaffen
  • erfahren, was jenseits der eigenen Leistung im Gesamtprojekt passiert
  • ihre Grenzen abstecken
  • ihre Position im Markt bestimmen 

Freiberufler sein bedeutet, die Freiheit zu haben, das eigene Tätigkeits- und Leistungsprofil aktiv so zu gestalten, wie es einem persönlich gefällt. Es bedeutet die Freiheit, Neigungen und Interessen zu neuen Kompetenzen auszubauen, die man im Paket mit seiner bisherigen Leistung anbieten kann. Aber auch die Freiheit, genau das nicht zu tun, sondern klare Grenzen zu ziehen und sich bewusst auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Dabei sollte man stets darüber informiert sein, was links und rechts vom eigenen Aufgabenbereich im Gesamtprojekt passiert, um so die reibungslose Zusammenarbeit und die gegenseitige Wertschätzung zu optimieren.

Veranstaltungsort ist das NH Hotel in Hamburg-Altona. Die Konferenz beginnt am Freitag mit Betriebsbesichtigungen und Workshops, wird am Samstag mit Fachvorträgen fortgesetzt und endet am Sonntagmittag mit einem Abschlussplenum.

Konferenzangebot im Überblick

  • 20. bis 22. Mai 2011 im NH Hotel in Hamburg-Altona
  • 10 Workshops, 2 Plenarvorträge, 16 Fachvorträge
  • Themenauswahl: Textoptimierung, Textadaption, Texterstellung, Textgestaltung, Konferenzorganisation, Projektmanagement, Terminologieaufbereitung
  • Netzwerk-Café am Samstag und Sonntag
  • Betriebsbesichtigungen, Abendveranstaltung, Stadtführungen
  • Vorläufiges Programm und Freizeitangebot ab Mitte September 2010 unter www.adue-nord.de
  • Anmeldung ab Ende Oktober 2010 unter www.adue-nord.de

Weitere Informationen unter www.adue-nord.de > Archiv > Konferenzen > 4. ADÜ-Nord-Tage.

ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hoch qualifizierten Mitgliedern sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.

[Text: ADÜ Nord. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2010-08-30. Bild: Harald Bolten/Fotolia.]

BDÜ Service GmbH heißt jetzt BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH

BDÜ WUFDie BDÜ Service GmbH, ein Unternehmen des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ), firmiert seit dem 20. August 2010 unter dem Namen BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH. Es handelt sich um eine reine Namensänderung. Wolfram Baur leitet weiterhin als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens. Sitz der Gesellschaft bleibt Berlin.

Ziel der Umfirmierung ist es, durch den neuen Namen klarer zum Ausdruck zu bringen, wofür das Unternehmen steht: Es organisiert Weiterbildungen und verlegt Fachbücher sowie Verzeichnisse – stets mit Fokus auf die Zielgruppe Dolmetscher und Übersetzer.

Als ein Unternehmen des BDÜ fördert die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH die Ziele des Verbandes. Sie hat den Auftrag, mit ihren Produkten und Leistungen professionelle Dolmetscher und Übersetzer in der Berufsausübung zu unterstützen sowie das Ansehen des Berufsstandes zu steigern.

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft, 2010-08-20. Bild: BDÜ.]

Fleury & Fleury: Neue Seminare für Sprachdienstleister

Isabelle FleuryAuch in der zweiten Jahreshälfte 2010 bieten Fleury & Fleury Consultants wieder offene Intensiv-Seminare in verschiedenen Städten an:

  • Projektmanagement, 30.09-01.10.2010, Köln
  • Übersetzungsmanagement, 12.-13.10.2010, Stuttgart
  • Terminologiemanagement, 11.-12.11.2010, Berlin

Die beiden kombinieren Wissen und langjährige Erfahrung von Managern und Consultants aus der Dokumentations- und Übersetzungsindustrie sowie der IKT-Branche. 

Isabelle Fleury (Bild): Studium der Germanistik und Französisch als Fremdsprache in Clermont-Ferrand (F) und Bonn. Dozentin für Französisch an der Universität Bonn; Projektmanagerin, Teamleiterin Projektmanagement und Operations Manager bei verschiedenen international führenden Sprachdienstleistern. Gründung der Fleury & Fleury Consultants 2006.

Frank Fleury: Studium der Rechtswissenschaften in Bonn, Rechtsinformatik. Viele Jahre in verschiedenen Funktionen selbständig tätig in der Softwareproduktion; Projektleiter, Teamleiter, Trainer und Berater auf den Gebieten der Informationstechnologie und des Kommunikationsmanagements. Gründung der Fleury & Fleury Consultants 2006. 

Ausführliche Informationen zum Fortbildungsangebot unter www.fleuryfleury.com.

[Text: Fleury & Fleury. Quelle: Pressemitteilung Fleury & Fleury, 24.08.2010. Bild: Fleury & Fleury.]

Mit Brief und Siegel: Document Service Center nach DIN EN 15038 und ISO 9001:2008 zertifiziert

DSCAls erster Übersetzungsdienstleister wurde die Document Service Center GmbH von TÜV SÜD für ihr integriertes Qualitätsmanagement-System gleichzeitig nach DIN EN 15038 und ISO 9001:2008 zertifiziert. Während die DIN-Norm insbesondere für Übersetzungsdienstleister greift und zentrale Anforderungen an das Projektmanagement beschreibt, werden durch den ISO-Standard allgemein Kriterien für Qualitätsmanagement-Systeme definiert. Den damit verbundenen Normenkatalog erfüllte das Berliner Unternehmen in vollem Umfang.

Hierzu sagt Markus Kukla, Leitender Auditor bei der TÜV SÜD Product Service GmbH: “Das Document Service Center hat sich uns als ein Übersetzungsdienstleister mit außergewöhnlich hoher technologischer Expertise dargestellt. Besonders die Kombination von selbst programmierten und branchenüblichen Softwarelösungen sowie die eingespielten Teams haben uns von der Leistungsfähigkeit überzeugt.”

Der Berliner Übersetzungsdienstleister Document Service Center führt seit 1997 Fachübersetzungen für die technische Kommunikation und Dokumentation durch. Zu den Kunden zählen Branchengrößen und Konzerne aus dem Automotive-Bereich, dem IT- und Technologie-Sektor und Elektrotechnik-Umfeld. Flexible, kundenspezifische Lösungen und hochwertige Übersetzungen zeichnen diese zum Teil langjährigen Kooperationen aus. Dafür steht im Document Service Center ein starkes Inhouse-Team aus technischen und sprachlichen Experten zur Verfügung. Auf derzeit über 120 Arbeitsplätzen werden die Übersetzungen unter Einsatz modernster Übersetzungswerkzeuge nach den Anforderungen der international agierenden Auftraggeber erstellt. Ein professionelles Projekt- und Qualitätsmanagement gewährleistet dabei, dass selbst sehr umfangreiche multilinguale Übersetzungsprojekte effizient umgesetzt und zugesagte Liefertermine verbindlich eingehalten werden.

TÜV SüdMit der Zertifizierung nach DIN EN 15038 und ISO 9001:2008 wird der hohe Qualitätsstandard des Document Service Center nun auch von offizieller Seite, durch TÜV SÜD, bestätigt. Gerade für deutsche Unternehmen, deren Exportvolumen nach wie vor sehr hoch ist, sind sowohl die Qualität der Übersetzungen als auch die nahtlose Einbindung in die Produktionsprozesse von zentralem Interesse.

“In einem dynamischen Branchenumfeld sehen wir die Zertifizierung als einen wichtigen Schritt bei der Weiterentwicklung unseres Portfolios und auch um neue Zielgruppen anzusprechen”, kommentiert Andreas Siegmund, Geschäftsführer der Document Service Center GmbH. “Gleichzeitig unterstreicht die Zertifizierung auch unsere Unternehmensphilosophie und das partnerschaftliche Verhältnis zu unseren Kunden. Wir sind der Auffassung, dass Übersetzungsabläufe für den Auftraggeber transparent und nachvollziehbar sein müssen und sich nur auf diese Weise ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit erzielen lässt.”

www.dsc-translation.de

[Text: DSC GmbH. Quelle: Presseinformation DSC GmbH, DSC, 23.07.2010. Bild: DSC GmbH, TÜV Süd.]

Da weiß man, was man isst: Langenscheidts Praxiswörterbuch Speisen und Getränke

Mit dem fünfsprachigen Praxiswörterbuch Speisen und Getränke, in der zweiten, aktualisierten und erweiterten Auflage 2010 des Langenscheidt Praxiswörterbuches Internationale Küche, weiß man überall, was man isst. Es ermöglicht dem deutschsprachigen Reisenden und Übersetzern einen ersten Zugang zu dem großen Bereich des Essens in einigen europäischen Ländern.

  • Aktualisiert und erweitert: jetzt insgesamt rund 8.000 hochaktuelle Fachbegriffe in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) mit Leitsprache Deutsch
  • Basiswortschatz: Fische und Meeresfrüchte, Fleisch und Fleischgerichte, Früchte und Gemüsesorten, Gewürze, Zubereitungsarten u.v.m.
  • Mit Fachbegriffen aus Österreich und der Schweiz
  • Anhang: Exemplarische Auflistung landestypischer Gerichte und Beilagen aus den einzelnen Ländern mit Erläuterungen auf Deutsch, alphabetische Register auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch
  • Ideal für Touristen und Gourmets, für den Restaurantbesuch im Ausland, für Reiseleiter, Restaurant-und Hotelmitarbeiter

Dr. Fritz Kerndter (2010): Praxiswörterbuch Speisen und Getränke. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch. Berlin/München: Langenscheidt. ISBN: 978-3-86117-326-7, 160 Seiten, 16,95 Euro

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Langenscheidt KG, August 2010. Bild: Langenscheidt KG.]

EÜK Straelen: Juli Zeh trifft ihre Übersetzer

Die vielfach preisgekrönte Autorin Juli Zeh trifft vom 30. August bis 2. September 2010 im Rahmen des 5. “Straelener Atriumsgesprächs” im Europäischen Übersetzer-Kollegium (EÜK) in Straelen die Übersetzer ihres Romans “Corpus Delicti”.
 
Die Übersetzer kommen aus dem europäischen Ausland, nämlich aus Belgien, Polen, Schweden und aus der Türkei, aber auch Übersetzer von Juli Zeh aus Brasilien, Neuseeland und Taiwan haben sich für diese ungewöhnliche Übersetzerwerkstatt auf den Weg an den Niederrhein gemacht.

Das “Straelener Atriumsgespräch” ist eine Veranstaltungsreihe, in der zweimal jährlich herausragende deutschsprachige Autorinnen und Autoren jeweils über mehrere Tage mit ihren ausländischen Übersetzern am aktuellen Werk arbeiten. Denn viele Bücher stellen Literaturübersetzer vor derart spezifische sprachliche und sachliche Probleme, dass sie idealer weise nur im direkten Kontakt mit dem Autor wirklich adäquat übersetzt werden können.

Aus diesem Grund hat das EÜK in Kooperation mit der Kunststiftung NRW im Dezember 2007 diese internationale Reihe initiiert, die bereits den Schriftstellern Feridun Zaimoglu, Julia Franck, Ingo Schulze und Uwe Tellkamp die intensive Zusammenarbeit mit ihren Übersetzern ermöglichte.

[Text: EÜK. Quelle: Pressemitteilung EÜK, 2010-08-26.]

Translator’s Office Manager 9 ist da

Wie Joachim Vogt, der Entwickler des Auftragsverwaltungsprogramms TOM, mitteilt, ist soeben eine neue Version des Translator’s Office Manager erschienen. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Komplett überarbeitete Programmoberfläche
  • Neu konzipiertes Startfenster
  • Neue Teilprojektliste für detaillierte Projektstatus-Übersicht
  • TM-Rechner mit Trados2009/Synergy- und Across-Import inkl. Sprachenerkennung und Multi-TP-Erstellung
  • Angebote jetzt mit TP-Assistent, A-Order mit Unterordnern
  • Kundensuche
  • Filtergesteuerte Übersetzersuche

In der Testphase war Meinrad Reiterer, Leiter des österreichischen Übersetzungsbüros Communication Consulting GmbH, an der Entwicklung beteiligt. Er meint: “Mit TOM 9 ist ein bereits sehr gutes Produkt noch besser geworden. Sehr angenehm ist, wie TOM 9 an die individuellen Arbeitsweisen und Vorlieben der Benutzer angepasst werden kann. Die vielen eingebauten Automatismen, wie automatische Dateianhänge oder Import von Analysedateien mit automatischer Teilprojekterstellung, sparen nicht nur viel Zeit, sondern helfen auch, menschliche Fehler zu vermeiden. Als Firmenchef habe ich jetzt einen noch besseren Überblick über die gerade laufenden Projekte. Viele neue kleine Details machen das Arbeiten mit TOM 9 noch angenehmer.”

Die (freischaltbare) Demoversion kann von folgender Website aus angefordert werden: www.jovo-soft.de/D_Demo.php

Die Preise reichen von 195 Euro für die Freiberufler-Version bis 545 Euro für die Agentur-Version.

 TOM 8
Startbildschirm von der Vorgänger-Version TOM 8

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Anbieters unter www.jovo-soft.de.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Pressemitteilung JovoSoft, 24.08.2010. Bild: JovoSoft.]

Peter Bürger dokumentiert mit seinem Lexikon die sauerländische Mundart

Im reypen KorenDas Nachschlagewerk des Esloher Museums mit dem Titel “Im reypen Koren” (”Im reifen Korn”, Bild)  lehnt sich an das Gedicht “Wachteln” von Christiane Koch (1869-1951), einer Lyrikerin sauerländischer Mundart aus Eslohe. Dort heißt es: “Im Koren, im reypen Koren, Sin vey junk un gräot woren: Het jeden Dag sat giäten, Un in der Swumske siäten, Het kuiern lohrt un singen” (”Im Korn, im reifen Korn, sind wir jung und groß geworden: Haben uns jeden Tag satt gegessen, und in der Schaukel gesessen, haben sprechen gelernt und singen”).

Peter Bürger gewährt auf knapp 800 Seiten mit mehr als 900 Einträgen einen Einblick in Menschen, Werke und Initiativen und somit in regionale Zeugnisse der plattdeutschen Sprache im Raum Südwestfalen, d.h. von Meschede über Warstein und Soest bis nach Lüdenscheid und Lennestadt.

Bei der sprachlichen Varietät “Platt” handelt es sich um eine Umgangssprache der Sauerländer. Doch leider gehen mit dem Aussterben des Siuerlänner Platts, des Sauerländer Platts, wichtige Quellen zur regionalen Geschichte verloren.

Innerhalb von 15 Jahren, in denen der Autor Bibliotheken auf verschwundene Bücher durchsuchte, Tonträgersammlungen und Zeitschriftenbestände durchforstete und Nachlasse von den sog. “kleinen Dichtern” vor dem Verbrennen rettete, erarbeitete er eine Bestandsaufnahme von Sprachzeugnissen des vielfältigen Kulturphänomens des plattdeutschen Schreibens im Sauerland.

Die kritische Beleuchtung des “Heimatideologen” macht das Werk zu einer wertvollen Quelle für die Erforschung der geschichtlichen Hintergründe und der regionalen Sprachgeschichte.

Zur Person Peter Bürger
Peter BürgerDer linkskatholische Publizist und sauerländische Mundartforscher (Bild) hat im Jahr 1988 das Christine-Koch-Mundartarchiv am Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe mitbegründet sowie die Herausgabe einer Werkausgabe der sauerländischen Mundartlyrikerin Christine Koch initiiert. Der Fundus soll allerdings kein Friedhof für tote Sprachen werden, weshalb dieser durch etliche Veröffentlichungen erschlossen wird.

Das Werk
Peter Bürger: Im reypen Koren. Ein Nachschlagewerk zu Mundartautoren, Sprachzeugnissen und plattdeutschen Unternehmungen im Sauerland und in angrenzenden Gebieten. Eslohe: Maschinen- und Heimatmuseum, 2010. (768 Seiten). ISBN 978-3-00-022810-0.

Weiterführende Links

[Text: Jessica Antosik. Quelle: www.sauerlandmundart.dewww.wa.de, 24.08.2010. Bild: Maschinen- und Heimatmuseum, Wikipedia.]

Neuauflage 2010: Langenscheidts Praxiswörterbuch Textil und Mode

Mit dem Praxiswörterbuch Textil und Mode von Gerhard Rebmann erscheint dieses Werk seit seinem ersten Erscheinen als Praxiswörterbuch Bekleidung und Mode nun bereits in der dritten, vollständig überarbeiteten und mit weiteren Erläuterung versehenen Auflage.

  • Hochaktuell mit insgesamt rund 8.200 Fachbegriffen in vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch) mit Leitsprache Englisch
  • Gebiete: Bekleidung, Wäsche und Mode sowie modische Accessoires; Modellentwurf, maschinelle Fertigung in der Schneiderei und Näherei: Bezeichnungen von Sticharten bis zu Schnittschablonen
  • Mit zahlreichen Kurzerklärungen zu den Begriffen
  • Anhang mit Illustrationen, alphabetische Register auf Deutsch, Französisch und Italienisch, nützliche Internetadressen
  • Ideal für die Berufsausbildung, für Praktiker aus der Bekleidungsindustrie sowie für handlicher Reisebegleiter für Einkäufer auf internationalen Messen, Requisite-Fachleute oder auch modebewusste Kunden, die internationale Mode einkaufen

Gerhard Rebmann (2010): Praxiswörterbuch Textil und Mode. Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch. Berlin/München: Langenscheidt in Zusammenarbeit mit Schiele & Schön. ISBN: 978-3-86117-312-0, 272 Seiten, 18,95 Euro

Langenscheidts Praxiswörterbuch Textil und Mode ist die gekürzte Ausgabe von Gerhard Rebmanns großem Illustriertem Modewörterbuch mit Erläuterungen Deutsch-Englisch-Französisch-Italienisch, erschienen im Fachverlag Schiele & Schön, Berlin. Auf der Website des Verlags können Sie das Inhaltsverzeichnis und ein Probekapital als Pdf-Datei abrufen. 

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Langenscheidt KG, August 2010. Bild: Langenscheidt KG.]

“Mit Vorsicht und Verstand zu genießen” - Erfahrungen mit Linguee

LingueeVor wenigen Tagen hat Linguee sein Sprachenangebot um Französisch, Spanisch und Portugiesisch erweitert. Aus diesem Anlass wurde auf der Übersetzer-Mailingliste U-Forum im August 2010 über die praktischen Erfahrungen im Umgang mit diesem Werkzeug diskutiert. Nachfolgend einige Beiträge aus der Diskussion:

Uwe Kaiser, Ostfildern:
Ich habe es immer offen. Im Vergleich zu Leo finde ich Linguee für erfahrene Übersetzer weitaus besser, weil es oft viele Begriffe aus der Marketingsprache bietet. Die technischen und medizinischen bzw. Begriffe aus der Biotechnologie sind oft sehr gut.
Was immer auftaucht sind die EU-Seiten, unerlässlich für diejenigen, die Themen übersetzen, für die es EU-Richtlinien gibt.

Christiane Feldmann-Leben, Ettlingen:
Ich kann mich da nur anschließen. Linguee ist eine hervorragende Hilfe. Natürlich darf man sich nicht blind auf die Einträge verlassen, aber was ich als besonders vorteilhaft gegenüber Leo empfinde, ist, dass die Worte in ganze Sätze eingebettet sind. Da hat man eigentlich schnell eine Übersicht, was passt und was nicht. Wie bin ich bloß früher klar gekommen? Schade ist, dass als Sprachkombination nicht Deutsch-Französisch, sondern nur Englisch-Französisch angeboten wird, oder sehe ich das falsch?

Petra Prochazkova:
Du siehst es richtig. Für Deutsch-Französisch finden sich nur relativ wenige zweisprachige Webseiten.
Deutsch-französische Beispielsätze (und deutsch-spanische) gibt es bei www.linguatools.de, allerdings ist unsere Datenbank wesentlich kleiner.

Dodo Hobi, La Palma:
Ich möchte Linguee nicht mehr missen.

Lorraine Riach, Düsseldorf (www.riach-sessinghaus.de):
Ich schaue bei Linguee nur nach, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Die Qualität von den Begriffen, die ich auf Englisch brauche, ist meistens ziemlich schlecht. Die meisten Übersetzungen ins Englische scheinen nicht von Muttersprachlern zu sein und die Terminologie ist nicht wirklich brauchbar. Meiner Meinung nach ist es nicht mit einem Wörterbuch vergleichbar.

Per N. Döhler, Barendorf:
Ich bin der Meinung von Lorraine. Die englischen Texte sind oft ziemlich zweifelhaft. Die erschlagende Mehrheit der englischen Texte scheint von deutschsprachigen Websites zu stammen. Linguee sorgt bei mittelmäßigen Übersetzern in diese Richtung leicht für die Zementierung von Translatorese, weil die kritische Distanz durch die hohe Bequemlichkeit leicht verloren geht.

David Parry, Düsseldorf:
Ich benutze es von Zeit zu Zeit, sowie auch andere wie Beolingus/TU Chemnitz, Pons.de, dict.cc. Aber meistens ist es so, dass Ausdrücke, die nicht in LEO stehen, nirgendwo sonst zu finden sind. Dazu kommt, dass die Foren in LEO öfters eine Antwort oder zumindest einen Anfang anbieten.
Das Grundprinzip von Linguee ist gut, aber manchmal heißt es: Masse statt Klasse. Ich schließe mich Lorraine an. Wie immer, ist das Angebot mit Vorsicht und Verstand zu genießen. Denn oftmals stammt das, was als Referenzmaterial angeboten wird, aus sehr zweifelhaften Quellen.

Steffen Kern, Hamburg:
Ich selbst nutze Linguee seit etwa einem Jahr täglich, mehrfach und mit großer Freude. Ich möchte auf diese Seite wirklich nicht mehr verzichten müssen. Die Möglichkeit, in Paralleltexten suchen zu können, schlägt ein herkömmliches Wörterbuch wie Leo in vielen Bereichen. Allerdings gilt hier genauso wie bei Google: Man muss selbst beurteilen können, wie glaubhaft die Quelle ist. Aber Linguee macht einem das leicht, indem die URL der Quelle unter dem Suchergebnis angezeigt wird. Mit einem Klick kommt man dann auch auf die entsprechende Seite. Aber Vorsicht: Linguee zeigt auch Seiten an, auf denen chinesische Hersteller für ihre Produkte mit Maschinenübersetzungen werben.

Ingo Hubricht, Coburg:
Linguee ist bei mir meistens eine der ersten Onlinequellen, die ich benutze.

Anke Cherrak, Windeck-Werfen (www.cherrak.com):
Auch ich nutze Linguee gerne und regelmäßig. Fachkenntnisse sind allerdings unbedingt erforderlich, um unterscheiden zu können, ob ein Eintrag brauchbar ist oder nicht. Linguee ersetzt kein Wörterbuch und soll auch keins sein. Als Inspirationsquelle und Ausgangspunkt für die weitere Recherche ist es für mich aber mittlerweile unverzichtbar und die Tatsache, dass ich dort auch Dinge finde, die in keinem Wörterbuch erfasst sind, macht es noch wertvoller. Vieles von dem, was ich täglich übersetze, findet man eben nicht im Wörterbuch, weil der Sachverhalt noch zu neu ist oder zu selten vorkommt. Schön, dass es jetzt nicht mehr nur auf die Sprachen Englisch und Deutsch beschränkt ist.

Matthias Schauen, Köln:
Ich verwende Linguee nicht und stoße nur über Google-Suchen immer mal wieder auf die Seite. Dann finde ich dort in den Bereichen Biowissenschaften und Medizin zu 90-100 % Schrott. Schlecht und billig übersetzte Packungsbeilagen, schlecht übersetzte Patente usw.

Hans-Jürgen Stellbrink:
Linguee enthält praktisch nur deutschsprachige Originaltexte sowie hierzu verfügbare englische Übersetzungen. Entsprechend ist das Deutsche per Definitionem richtig, während das Englische übersetzt ist. Das Deutsche ist damit verwendbar, das Englische meistens nicht.

Uwe Hirayama, Krefeld:
Da ich überwiegend ins Deutsche übersetze und Linguee primär deutsche Quelltexte angibt, war ein erster Versuch mit “base end” ziemlich erfolgreich, insbesondere was alternative Ausdrucksweisen im Deutschen angeht.

Bernd Müller, München:
Ich nutze Linguee kaum, da die für mich interessante Sprachkombi DE/FR nicht vorhanden ist.
Wie seht Ihr EurLex im Vergleich zu Linguee? Ist EurLex IMMER verlässlicher (aber leider etwas unbequemer zu handhaben als Linguee)? Übrigens gibt es seit Jahren schon eine mit Linguee vergleichbare Website, die ausschließlich mit EU-Texten arbeitet, aber leider weitaus weniger Texte umfasst und Treffer bringt als EurLex: Evrokorpus. Wird jedoch selten angesprochen in Kommentaren. Ich nutze sie auch kaum noch wegen der zu geringen Trefferzahl.

Julia Herzog, Langenfeld:
Auch ich finde die Website Linguee äußerst hilfreich, da kontextbezogene Übersetzungslösungen angeboten werden.
Und die ausgebildeten ÜbersetzerInnen wissen ja (hoffentlich) auch, zu differenzieren.

Marion Schweizer, Hamburg (www.textpraxis.de):
Ich finde, mit Leo kann man das nicht vergleichen, das sind doch zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel. Ich nutze Linguee öfter für mehrteilige Ausdrücke bzw. Wendungen, die sonst in Wörterbüchern oft nicht zu finden sind. Allerdings auch mit großer Vorsicht. Lösungen übernehme ich nur, wenn sie mir entweder unmittelbar einleuchten oder wenn ich noch anderweitige plausible Belege dafür finde. Also auch eher als Ausgangsmaterial für weitere Recherchen.
Bei Linguee ist mir oft nicht klar, ob ich, wenn ich eine englische Wendung eingebe, dann auch tatsächlich nur englische Originaltexte mit deutschen Übersetzungen erhalte, oder ob da auch die englischen Übersetzungen deutscher Originaltexte angezeigt werden. Zu wissen, welcher Text der Originaltext ist und welcher die Übersetzung, würde die Bewertung in vielen Fällen deutlich erleichtern.

Herbert Eppel aus England (www.HETranslation.co.uk) hat im Jahr 2009 zu diesem Thema einen Artikel für das MDÜ verfasst. Diesen können Sie auf seiner Website als Pdf-Datei abrufen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: u-forum, August 2010. Bild: Linguee GmbH.]