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Archive für September 2010
“Die Frau mit den 5 Elefanten” ab heute auf DVD
30.9.2010 von Richard Schneider.
Seit gestern, dem 29.10.2010, ist der Kinofilm “Die Frau mit den 5 Elefanten” für 17,90 Euro als DVD erhältlich. Der Film beschreibt die Lebensgeschichte von Swetlana Geier, einer bedeutenden Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Besonders ihre Neuübersetzungen der fünf großen Romane Dostojewskijs, genannt die “fünf Elefanten”, haben Literaturkritiker zu Lobeshymnen veranlasst.
Mehr Infos unter www.5elefanten.ch
Mehr zum Thema auf Uepo.de
Swetlana Geier: “Sprache ist Mensch”
Swetlana Geier, die Frau mit den fünf Elefanten
[Text: Richard Schneider.]
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Rezension zu „… dass er treu und gewissenhaft übertragen werde.“
29.9.2010 von Jessica Antosik.
Allgemeines
Bezugnehmend auf den Eintrag vom 17.09.2010 “Dissertation zum Dolmetschen im Strafverfahren” folgt nun die Rezension zu dem Buches … dass er treu und gewissenhaft übertragen werde. Zum Dolmetschen im Strafverfahren. von Christian Kranjčić.
Im Jahr 2009 wurde die Arbeit von der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg als Dissertation angenommen und von Rolf Stürner und Gerhard Walter im Mohr-Siebeck-Verlag herausgegeben.
Zur Person
Christian Kranjčić wurde im Jahre 1976 geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in München und promovierte 2009. Derzeit ist er juristischer Referent in der Finanzabteilung des Landeskirchenamts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Einführung
Während Straftrechtswissenschaftler und Strafrechtspraktiker für ein wörtliches Übersetzen vor Gericht plädieren, weisen Übersetzungswissenschaftler auf die Unbrauchbarkeit einer solchen Wörtlichkeit hin. Unter Einbeziehung der übersetzungswissenschaftlichen Erkenntnisse geht Christian Kranjčić der Frage nach, wie und für wen im Strafverfahren übersetzt werden soll. Die Dissertation ist ein umfassendes Werk, das die interdisziplinären Bereiche der Rechts- und Translationswissenschaft miteinander verbindet und in diesem Zuge die Aufgaben und die Stellung des Dolmetschers sowie die Rolle des Dolmetschers in Strafverfahren ausführlich beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
§ 1 Einführung
Das erste Kapitel konzentriert sich auf eine allgemeine Einführung in die Kriminalität in Deutschland, den Ausländeranteil in Bayern, Sprache und Recht und vor allem auf die Bedeutung der Dolmetscher und Übersetzer. Bis heute hat sich eine allgemeine Meinung gehalten, der Dolmetscher solle als “Übersetzungsmaschine” fungieren. An dieser Stelle fällt der dem Dolmetscher häufig entgegengebrachte Spruch: “Don’t think. Just say what I am saying.”
Im Zusammenhang mit der schriftlichen (Übersetzen) und mündlichen (Dolmetschen) Wiedergabe eines Textes sowie dem allgemeinen Sprachgebrauch äußert er sich zu den Begriffen “Übersetzen”, “Dolmetschen”, “Übertragen”, “Sprachmitteln” und fasst diese unter den Oberbegriff “Translation”.
Der Autor nimmt zum Ersten Mal auf den Titel des Buches Bezug: Der Dolmetscher ist darauf zu vereidigen, “...dass er treu und gewissenhaft übertragen werde.”. Hierbei verlangt der Eid bezeichnenderweise nicht eine “richtige” Übersetzung.
Ziel der Arbeit ist es, auf Grundlage der übersetzungswissenschaftlichen Erkenntnisse herauszuarbeiten, wie im strafrechtlichen Verfahren zu dolmetschen ist.
§ 2 Juristischer Meinungsstand
Kapitel zwei beschäftigt sich mit der Hinzuziehung eines Dolmetschers im Allgemeinen, den Vorschriften, der Dolmetscherbeiziehung im gerichtlichen Verfahren und Ermittlungsverfahren, der Pflicht zur Dolmetscherbestellung, dem verfassungsrechtlichen Hintergrund (rechtliches Gehör vs. faires Verfahren), dem völker- und europarechtlichen Hintergrund (Menschen- und Grundrechte sowie EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention)). Ein Ausländer hat vor dem deutschen Gericht nicht diegleichen, sondern dieselben prozessualen Grundrechte wie ein Deutscher. Der Beschuldigte soll seine Rechte ausüben können und nicht bloß “inquisitorisches Verfahrensobjekt” sein. Kranjčić verschafft einen Überblick über den Zweck des Dolmetschens (Aufklärung des Sachverhalts/Wahrheitserforschung, effektive Verteidigung) sowie darüber, was und wie zu dolmetschen ist. Über das “Wie” herrschen natürlich gespaltene Meinungen:
- wörtlich: wesentlicher Inhalt
- Braitsch: weitgehend wortgetreu
- Ranft: Übertragung des gesamten Gedankeninhalts
- Dolmetscher als Übersetzungsmaschine (Hofmann: wortwörtlich und unsichtbar; Artkämper: mechanisches und wortgetreues Übersetzen)
- Wolf: voll inhaltlich
- Kastner: nah am Original
Den einzigen Hinweis auf das “Wie” des Dolmetschens vonseiten des Gesetztes liefert das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG). Hiernach muss der Dolmetscher seinen Eid darauf leisten, “dass er treu und gewissenhaft übertragen werde.”. Die Gewissenhaftigkeit greift auf die Arbeitsweise des Dolmetschers zurück, d.h. also, dass der Dolmetscher seiner Tätigkeit gewissenhaft und nicht nachlässig nachgehen muss. Auf der anderen Seite bezieht sich die “Treue” auf den Gegenstand der Übertragung. Das Gesetz erklärt somit nicht explizit, wann eine Übertragung treu ist.
Außerdem bezieht er sich auf den kulturellen Aspekt, der eine wichtige Rolle im Dolmetschen spielt. Nach Ellscheid übertrage verfahrensgerechtes Dolmetschen idealerweise die “spezifische Auffassungs- und denkweise” des Sprechenden, “aber auch seine nonverbale Mitteilungsweise, seine Art der Selbstinszenierung”. Ein Dolmetscher ist ein Sprachrohr für die Verfahrensbeteiligten und muss die kulturellen Hintergründe erläutern, welche für die Würdigung und das Verständnis einer fremdsprachigen Aussage erforderlich sind.
§ 3 Dolmetschen aus Sicht der Translationswissenschaft
Ab Seite 57 geht es um die Begriffsbestimmung und Definition in der Translationswissenschaft von Translat, Translator, Translation, Dolmetschen und Übersetzen. Ferner werden in dem Kapitel Translation im kommunikativen und kulturellen Rahmen und die Auseinandersetzung mit Kommunikationsmodellen, Translationstheorien und soziolinguistischen Aspekten angesprochen. Nach Koller muss das Translat den “Geist der Sprache” des Originals vermitteln. Doch wie die österreichische Erzählerin Marie von Ebner-Eschenbach: “Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten.” Es fallen Stichworte wie Sender, Empfänger, nonverbale Kommunikation, Vier-Ohren-Modell nach Watzlawick (”Man kann nicht nicht kommunizieren”), Kulturbarrieren sowie “Weltwissen”, Kohärenz, Äquivalenz, langue, parole, Texttypen und Skopostheorie. Im Zusammenhang mit Denotation und Konnotation wird Jacob Grimm an Savigny zitiert: “… je weiter ich in diesem Stadium fortgehe, desto klärer wird mit der Grundsatz: daß kein einziges Wort oder Wörtchen bloß eine Ableitung haben, im Gegenteil jedes hat eine unendliche und unerschöpfliche. Alle Wörter scheinen mir gespaltene und sich spaltende Strahlen eines wunderbaren Ursprungs, daher die Etymologie nichts tun kann, als einzelne Leistungen, Richtungen und Ketten aufzufinden und nachzuweisen, soviel sie vermag. Fertig wird das Wort nicht damit.”
Im Rahmen der kulturabhängigen Interpretationen und Ausdrücke führt Kranjčić ein paar Beispiele an und sagt u.a., dass Japaner anders nein sagen.
Abgesehen davon schildert der Autor ein Problem in der wörtlichen Translation und bringt u.a. folgende Beispiele an: “J’ai vingt ans” bedeutet wortwörtlich übersetzt “Ich habe 20 Jahre”, ein Deutscher würde jedoch “Ich bin 20 Jahre (alt)” sage. Das in den afrikanischen Staaten gebräuchliche “brother” für Familienangehörige, aber auch Personen derselben ethnischen Gruppe kann im letzteren Fall nicht mit “Bruder” übertragen werden, da im Deutschen mit “Bruder” in erster Linie ein Verwandter mit denselben Eltern oder zumindest einem Elternteil gemeint ist. Es muss ein brauchbarer Text für den Leser verfasst und somit muss der Zieltext auf die Kultur des Empfängers eingestellt werden. Nur dann kein ein Translat glücken.
Des Weiteren sagt Kranjčić zu Recht, dass ein Dolmetscher und Übersetzer einen Text nicht reproduziert, sondern produziert. Bei der Translation von Rechtstexten muss der Translator nicht nur in eine Zielsprache, sondern vielmehr auch in eine Ziel-Rechtsordnung übertragen (Sprachraum vs. Rechtsraum). Und genau an dieser Stelle liegt die Schwierigkeit des Übersetzens/Dolmetschens. Der Spruch “Don’t think. Just say what I am saying.” kann hier keine Gültigkeit finden.
§ 4 Folgerungen für das Dolmetschen im Strafverfahren
Das letzte Kapitel widmet sich Darlegungen zur Skoposbestimmung beim Dolmetschen im Strafverfahren wie dem Abstellen auf Kategorien funktionaler Ansätze, dem juristischen Meinungsstand zu den Zwecken im Überblick, dem “optimalen” und rechtlich gebotenen Translat. Der Autor erklärt den Unterschied zwischen glaubwürdig und glaubhaftig. Ferner geht es in Kapitel vier darum, wie (Pragmatik, Sachinformation) und was (Äußerung) vom und in Richtung des Beschuldigten, Zeugen und Verfahrensbeteiligten zu dolmetschen ist. Er stellt einen Bezug auf die Recherchen und das Aushorchen vonseiten des Dolmetschers sowie auf die Dolmetschtechniken her und listet Argumente pro und contra Simultan- bzw. Konsekutivdolmetschen auf. Schließlich bietet Kranjčić eine Zusammenfassung und einen sehr interessanten Ausblick für das Dolmetschen im Strafverfahren, in welchem er die Notwendigkeit professioneller Dolmetscher noch einmal unterstreicht. Ein Dolmetscher ist ein Kulturmittler, der sich in allen beteiligten Kulturen bewegen können muss und über fachsprachliches Wissen (Beherrschung juristischer Terminologie und Kenntnis von Rechtsgebieten) und Fachkompetenz (Dolmetscher weiß, was im Text implizit vorausgesetzt wird) verfügen muss. Denn wie Wittgenstein schon sagte: “Wenn man das Element der Intention aus der Sprache entfernt, so bricht damit ihre ganze Funktion zusammen.”
Kranjčić schlägt den Einsatz mehrerer Dolmetscher für eine wechselseitige Kontrolle und optimierte Strafverfolgung und Wahrheitserforschung vor. Darüber hinaus nennt er die Möglichkeit einer Kontrolle der Dolmetschertätigkeit mithilfe von Wortlautprotokollen, optisch-akustischen Aufzeichnungen oder gerichtlichen Kontrollen.
Fazit
Insgesamt gesehen handelt es sich bei der Dissertation von Herrn Christian Kranjčić um eine Arbeit, die einen wertvollen Beitrag für die Translations- und Rechtswissenschaften leistet. Sie zeigt die Schwierigkeiten auf, denen ein Dolmetscher während einer Übertragung ausgesetzt ist und hebt die Wichtigkeit fachlich qualifizierter Dolmetscher hervor, um den Zweck und das Ziel des Dolmetschens, d.h. also Aufklärung des Sachverhalts bzw. Wahrheitserforschung sowie effektive Verteidigung, zu erreichen. Belegt werden die Aussagen mit vielen Beispielen und Zitaten bekannter Persönlichkeiten, sodass die oftmals komplexe Thematik leicht verständlich erklärt wird. Als eine allgemeine Einführung in die Problematik des Dolmetschens im Strafverfahren ist das Buch sicherlich sehr nützlich, da eine ausführliche Einleitung in die Rechts- und Translationswissenschaften vonseiten des Autors geleistet wird.
Zum Abschluss möchte ich noch ein Zitat von Jacob Grimm anbringen: “Übersetzen ist übersetzen, traducere navem. Wer nun, zur seefahrt aufgelegt, ein Schiff bemannen und mit vollem segel an das gestade jenseits führen kann, musz dennoch landen, wo andrer boden ist und andre luft streicht.”
Christian Kranjčić, … dass er treu und gewissenhaft übertragen werde. Zum Dolmetschen im Strafverfahren. Mohr Siebeck 2010. XVI, 237 Seiten. ISBN 978-3-16-150274-3. 54,00 Euro.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Mohr Siebeck. September 2010. Bild: Mohr Siebeck.]
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Slabý/Grossmann/Illig: Gutes Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache
28.9.2010 von Jessica Antosik.
Allgemeines
1932 und 1955 erschienen im damaligen Tauchnitz-Verlags die ersten beiden Auflagen spanisch-deutschen Wörterbuchs von Dr. Rudolf J. Slabý. 20 Jahre später kam der spanisch-deutsche Teil des Werkes in einer dritten Auflage auf den Markt. Die Neubearbeitung hatte Herr José Manuel Banzo y Sáenz de Miera vorgenommen. Im Jahr 1994 erschien die vierte Auflage und 2001 die fünfte neu bearbeitete und erweiterte Auflage von Herrn Dr. Carlos Illig.
Dr. Carlos Illig
Dr. Carlos Illig ist als Sohn einer Französin und eines deutschen Vaters in Barcelona dreisprachig aufgewachsen. Er studierte an den Universitäten Mainz und Innsbruck Romanistik sowie Anglistik. Bis zum Ruhestand war er lange Zeit Dozent am Fachbereich Angewandte Sprach-, Translations- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Zudem war er dort stellvertretender Leiter des Instituts für Spanische und Portugiesische Sprache und Kultur.
Neubearbeitung
Ziel der Neubearbeitung war es, das Buch auf den neuesten Stand zu bringen, veraltete Ausdrücke wurden gestrichen. Der Wortschatz der deutschen Sprache wurde somit neu gesichtet und bearbeitet, insbesondere vor dem Hintergrund der Informatiksprache. Anglizismen, die heutzutage zur Gegenwartssprache gehören oder sich ganz allmählich Eingang in die spanische Sprache verschaffen, wurden in das Wörterbuch integriert. Zudem wurde die Rechtschreibreform vom 1. August 1998 berücksichtigt. Gelegentlich werden auch regionale Formen (z. B. aus dem österreichischen bzw. schweizerdeutschen Sprachraum) angegeben. Spanische Wörter sind nach den Regeln des Wörterbuchs der Real Academia Española und nach deren Grammatik der spanischen Sprache wiedergegeben.
Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache
Nach Verlagsangabe enthält das Wörterbuch den wichtigsten Wortschatz der modernen Schrift- und Umgangssprache sowie die Fachausdrücke der verschiedenen Zweige der Wissenschaft und Technik, des Handels und des kulturellen und politischen Lebens unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen Deutschlands zur Spanisch sprechenden Welt.
Aufbau eines Eintrags

Die Reihenfolge innerhalb eines Artikels ist in den Hauptzügen folgende:
a)
- Stichwort mit Angaben zur Grammatik (Kasus, Numerus, Genus, Tempus)
- Differenzierte Kennzeichnung der Stilebenen und Sprachvarianten (familiär, pejorativ, poetisch, Studentensprache, vulgär, biblisch, historisch, katalanisch, ironisch, scherzhaft)
- Übersetzung ins Deutsche
- Zuordnung zu Fachgebieten wie beispielsweise Hydr (Hydraulik), Kosm (Kosmetik), Ling (Linguistik), Math (Mathematik), Rel (Religion) oder Med (Medizin)
- Räumliche Zuordnung durch entsprechende Abkürzungen, z.B. Am, Span, Öst, Schw
b)
- Stichwort verbunden mit Substantiv, Adjektiv usw., z.B. Stichwort „contaminación“: ~ del aire: Luftverschmutzung; ~ del (medio) ambiente: Umweltverschmutzung
c)
- Nach den betreffenden Verben geordnete Redensarten gegebenenfalls auch Modismen, Sprichwörter, Metaphern usw.
d)
- Redensarten und Modismen in Frage- bzw. Rufform
Kritikpunkt
Leider verfügt das Wörterbuch über keine Lautschrift. Allerdings ist am Anfang des Buches ein Kapitel der Aussprache (von Vokalen, Vokalverbindungen, Konsonanten und Halbkonsonanten) im Spanischen gewidmet. Außerdem behandelt jeweils ein Kapitel die Silbentrennung, die phonetische Umschrift und die Grundregeln der spanischen Betonung.
Benutzerfreundlichkeit
Ein wichtiges Kriterium der Benutzerfreundlichkeit ist die gute Übersicht aller Einträge. Stichwörter gleicher Schreibung, aber verschiedener Abstammung, verschiedenen Geschlechts oder verschiedener Bedeutung werden durch hochgesetzte Zahlen vor dem Stichwort gekennzeichnet und getrennt aufgeführt. Siehe Beispiel “Orden” (Bild).
Persönliches Fazit
Insgesamt gesehen handelt es sich bei dem Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache von Slabý/Grossmann/Illig um ein empfehlenswertes allgemeinsprachliches Wörterbuch. Das reiche Material an Verwendungsbeispielen und idiomatischen Wendungen und der große Wortschatz machen aus den knapp 1.300 Seiten ein fast unverzichtbares und unvergleichbares Hilfsmittel für Übersetzer und Dolmetscher. Nicht umsonst ist das Wörterbuch seit Jahrzehnten als Standardwerk für Übersetzer, Dolmetscher und Hispanisten etabliert.
Slabý/Grossmann/Illig: Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache. Brandstetter Verlag, Wiesbaden 2001, 5. Auflage, ca. 1.302 Seiten, Format: 24 x 16 cm, ISBN: 978-3-87097-196-0, 95,00 Euro.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache, Slabý/Grossmann/Illig. September 2010. Bild: Amazon. Archiv.]
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Internationaler Übersetzertag: BDÜ rückt Gerichtsdolmetscher in den Fokus
27.9.2010 von Richard Schneider.
Der 30. September ist Internationaler Übersetzertag. Das Datum geht zurück auf den Todestag des Heiligen Hieronymus, der als Schutzpatron der Übersetzer gilt. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) nimmt den Übersetzertag in diesem Jahr zum Anlass, die Arbeit der Gerichtsdolmetscher und Gerichtsübersetzer ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
Es gibt schätzungsweise 20.000 Gerichtsdolmetscher und Gerichtsübersetzer in Deutschland, die hinter den Kulissen arbeiten. „Gerichtsdolmetscher und Gerichtsübersetzer tragen eine hohe Verantwortung“, weiß BDÜ-Präsident Johann J. Amkreutz. „Von der Qualität der Arbeit kann ein Freispruch oder eine Verurteilung abhängen.“
Die Anforderungen an die Qualifikation der Dolmetscher und Übersetzer, die für das Gericht arbeiten, sind hoch. Neben ausgezeichneten Sprachkenntnissen brauchen sie fundiertes juristisches Wissen. „Gerichtsdolmetscher und Gerichtsübersetzer müssen das Rechtssystem der Länder kennen, in deren Sprachen sie arbeiten“, so Amkreutz. Die Arbeit ist anspruchsvoll und kann belasten, denn es geht um zivile Streitigkeiten sowie Straftaten. Das Themenspektrum reicht vom Diebstahl über Ehescheidung bis hin zum Mord.
„Faire Prozesse brauchen qualifizierte Dolmetscher und Übersetzer“, betont der BDÜ-Präsident. Der Verband setzt sich daher für die Qualitätssicherung von Sprachdienstleistungen in Gerichtsprozessen ein, auch auf EU-Ebene.
Am 25./26. März 2011 veranstaltet der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer den 5. Deutschen Gerichtsdolmetschertag unter diesem Motto. Zwei Tage lang diskutieren Experten unter anderem über die Folgen der Mehrsprachigkeit in Prozessen (www.gerichtsdolmetschertag.de).
BDÜ
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 6.000 Mitgliedern repräsentiert der BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der größte Berufsverband für Sprachmittler in Deutschland. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder müssen vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation nachweisen.
[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2010-09-27. Bild: BDÜ.]
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Neu auf Buchmesse 2010: Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung
26.9.2010 von Richard Schneider.
Für den internationalen Handel mit Buchrechten sind Übersetzungen essentiell. Daher gäbe es ohne Übersetzer keine Weltliteratur und keine internationalen Buchmessen.
Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung
Das Internationale Zentrum und das Übersetzer-Zentrum werden ab 2010 zum “Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung” zusammengelegt. Der Weltempfang der Frankfurter Buchmesse ist für Übersetzer und Dolmetscher eine Plattform zum Präsentieren, Informieren und Vernetzen: Mit Kollegen, Autoren, Verlegern und Geisteswissenschaftlern. Fachleute und Laien erwarten hier 60 Veranstaltungen zum Schwerpunkt Übersetzen. Hier sind Übersetzer im Gespräch mit ihren Autoren. Darüber hinaus finden Vorträge, Lesungen und Preisverleihungen statt. Literarischer Schwerpunkt ist dieses Jahr die Kriminalliteratur. Regionale Schwerpunkte sind Lateinamerika (Donnerstag) und Osteuropa (Samstag).
In der Mitte der Halle 5.0 gelegen umfasst der Weltempfang eine große Bühne für Podiumsdiskussionen und publikumsstarke Veranstaltungen. Daneben verfügt er über einen Salon für Fachdiskussionen und literarische Begegnungen. Abgerundet wird das Areal vom Café-Bereich, der zum Weiterdiskutieren, Verabreden oder Ausruhen einlädt. Beim “Gläsernen Übersetzer“ sieht man außerdem Übersetzer live bei der Arbeit.
Die beteiligten Organisationen
Der Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Frankfurter Buchmesse und des Auswärtigen Amts. Er fördert zusammen mit Organisationen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik den internationalen Kulturaustausch und Wissenstransfer.
Mit eigenen Ständen vertreten sind: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Deutsche Kulturforum östliches Europa, das Goethe-Institut, das Südasien-Institut der Universität Heidelberg sowie das Institut français d’histoire en Allemagne. Außerdem sind die Übersetzerverbände VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V.) und BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.) mit Ständen präsent. An der Informationstheke können Übersetzer sich im Who’s Who der Frankfurter Buchmesse registrieren. Besonders beliebt: Auch dieses Jahr erlaubt der “Gläserne Übersetzer” einen Einblick in seine “Werkstatt”.
Auf dem Areal des Weltempfangs sind Verleger aus dem Süden der Welt vertreten. Die ausgewählten Gäste der Frankfurter Buchmesse und des Auswärtigen Amts stellen hier die Buchproduktion in ihren Heimatländern vor.
Veranstaltungsprogramm
Das Veranstaltungsprogramm des Weltempfangs 2010 können Sie als PDF-Datei abrufen.
Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung
06.-10.10.2010, 9:00-18:00 Uhr
Halle 5.0 D 941, Salon 5.0 E 953
Mehr zum Thema auf Uepo.de
2010-05-29: Weltempfang statt Übersetzer-Zentrum: Tobias Voss im Interview
2010-05-13: Kompromiss: Frankfurter Buchmesse 2010 mit Zentrum für Literatur, Politik und Übersetzung
2010-03-09: Die fetten Jahre sind vorbei: Frankfurter Buchmesse 2010 ohne Übersetzer-Zentrum
[Text: Frankfurter Buchmesse. Quelle: Frankfurter Buchmesse. Bild: Frankfurter Buchmesse.]
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Europäischer Tag der Sprachen beleuchtet Nutzen für Kleinunternehmen
24.9.2010 von Richard Schneider.
Schätzungen zufolge verlieren 11 % der kleinen und mittleren Unternehmen Aufträge, weil es ihnen an Sprachkenntnissen mangelt. Die Kosten dieser verpassten Chancen können in die Millionen gehen und Arbeitsplätze gefährden. Der diesjährige Europäische Tag der Sprachen, der am und um den 26. September stattfindet, legt den Schwerpunkt auf Sprachen in der Wirtschaft.
Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, spricht am 24. September in Brüssel auf einer Konferenz zum Thema „Sprachen für KMU“ und trifft dort mit Vertretern europäischer Unternehmen zusammen, die ihre Sprachkenntnisse in konkrete Gewinne umgewandelt haben.
Mit ihren 23 Amtssprachen und über 40 Regional- und Minderheitensprachen bildet die EU eine einzigartige mehrsprachige Gemeinschaft von Ländern und Menschen. Der Europäische Tag der Sprachen wurde 2001 ins Leben gerufen, um diese Vielfalt zu würdigen und die Bedeutung von Sprachen in unserem privaten und beruflichen Leben zu beleuchten.
„Den Menschen in Europa wird in zunehmendem Maße bewusst, welchen Unterschied Fremdsprachenkenntnisse für ihr Leben ausmachen können. Sprachen sind nicht nur von praktischem Nutzen für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen, sondern sie erweitern auch die Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen, da sie einen Wettbewerbsvorteil darstellen und Exportmärkte erschließen. Die Verbesserung des Gesamtniveaus der Sprachkenntnisse in Europa wird zudem einen Beitrag zu unserer Strategie ‚Europa 2020’ für intelligentes und integratives Wachstum leisten, und Mehrsprachigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Flaggschiff-Initiativen ‚Jugend in Bewegung’ und ‚Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten’“, so Kommissarin Vassiliou.
Anlässlich der Kommissionsveranstaltung „Sprachen für KMU“ kommen etwa 150 Unternehmen, Unternehmensverbände sowie Vertreterinnen und Vertreter nationaler und lokaler Verwaltungen zusammen. Nach der Eröffnung wird Kommissarin Vassiliou an einer Diskussion am runden Tisch über Sprachen, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit teilnehmen.
Unter anderem werden die Anwesenden einen Vortrag darüber hören, wie sich das finnische Unternehmen Golla von einer kleinen Werkstatt zu einem Global Player mauserte, der modische Taschen für Mobiltelefone, Laptops und andere elektronische Geräte herstellt und sie in über 100 Ländern vertreibt. Der Unternehmer Franz Huber wird darlegen, wie ihm die Sprachkenntnisse seines Teams dabei geholfen haben, sein Familienunternehmen für kartografische Produkte von Deutschland nach China zu expandieren. Das lettische Unternehmen Stenders, das Seifen und andere Körperpflegeprodukte herstellt, wird erläutern, auf welche Weise Sprachkenntnisse dazu beigetragen haben, dass 85 % seines Gewinns aus dem Export stammen.
Die Kommission stellt im Rahmen ihres Programms für lebenslanges Lernen jährlich 50 Mio. EUR zur Förderung von Sprachaktivitäten und -projekten bereit.
Dass dieses Programm den Schwerpunkt auf Sprachen für KMU legt, ist zum Teil das Ergebnis der Schlussfolgerungen einer Studie aus dem Jahr 2007, die die Auswirkungen mangelnder Fremdsprachenkenntnisse in den Unternehmen auf die europäische Wirtschaft untersuchte. In einer Umfrage unter annähernd 2000 Unternehmen antworteten 11 % der Befragten, dass ihnen aufgrund fehlender Sprachkenntnisse Aufträge – häufig in Millionenhöhe – entgangen seien. Siehe http://ec.europa.eu/education/languages/Focus/docs/elan-sum_de.pdf
Veranstaltungen in den Mitgliedstaaten
Die Kommission organisiert außerdem Veranstaltungen in allen EU‑Staaten. In Berlin nehmen Schüler der Primarstufe an mehrsprachigen Aufführungen teil, mit denen die verschiedenen Sprachen und Länder Europas vorgestellt werden sollen. In London hält die Vertretung der Kommission Blogger dazu an, in einer anderen als der eigenen Sprache zu schreiben. In Paris organisiert das Maison de l’Europe einen runden Tisch zum Thema „Mehrsprachigkeit und Unternehmen“. In Madrid findet eine Konferenz zum Thema „Übersetzen und Dolmetschen gegen Exklusion“ statt. In Pisa und Lucca diskutieren der italienische Minister für Europapolitik, Andrea Ronchi, und der Autor/Semiotiker Umberto Eco über den Beitrag der Sprachen zur europäischen Integration. In Warschau werden mehr als ein Dutzend europäische Filme in der Originalsprache aufgeführt.
Weitere Veranstaltungen umfassen ein mehrsprachiges Rap-Konzert in Dänemark, spezielle Radiosendungen in Bulgarien, Lettland und Litauen, einen Online-Sprachenwettbewerb in der Tschechischen Republik, „Geschichtenerzählen“ in Finnland sowie Sprachenmessen in der Slowakei, in Slowenien und Schweden.
Darüber hinaus organisiert die Kommission ein Online-Sprachenquiz auf ihrer Website und einen Wettbewerb zum Thema „Meine liebste Fremdsprachengeschichte“, um zu zeigen, wie Sprachen im privaten und beruflichen Leben Türen öffnen können. Die Autoren der besten Geschichten werden im Rahmen des Europatags im Mai 2011 zur Preisverleihung nach Brüssel eingeladen.
EU-Website zur Mehrsprachigkeit: http://ec.europa.eu/education/languages/index_de.htm
[Text: EU, Generaldirektion Übersetzung. Quelle: Pressemitteilung GD Übersetzung, 2010-09-23.]
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Ein Muss: Wörterbuch der industriellen Technik Spanisch-Deutsch
23.9.2010 von Jessica Antosik.
Einführung
Das heutige Angebot an technischen Übersetzungswörterbüchern ist so groß, dass sich auf dem Markt nur die behaupten können, die sich im praktischen Einsatz bewährt haben. Dr.-Ing. Richard Ernst hat seine im In- und Ausland erworbenen technischen und sprachlichen Kenntnisse in die zehnbändige Reihe der Wörterbücher der industriellen Technik umgesetzt, die durch ständige Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung den stetig steigenden Ansprüchen an ein handliches und doch umfassendes polytechnisches Wörterbuch gewachsen sind und bleiben.
Allgemeines
Die dritte vollkommen überarbeitete und erweiterte Auflage verfügt über eine Gesamteintragszahl von rund 210.000. Die Einträge umfassen alle Bereiche der Technik. Der “Ernst” bietet eine fachlich fundierte Auswahl von Termini aus folgenden Sparten der Technik und Naturwissenschaften: Grundlagenwissenschaften (wie Mathematik, Physik, Chemie) sowie aller wichtigen Industriezweige, ihrer Rohstoffe, Entwicklungen, Verfahren und Produkte (unter anderem Bergbau, Hüttenwesen, Maschinenbau, Energie- und Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik, Bau- und Verkehrswesen, Textil-, Glas-, Kunststoff-, Holz-, Papier-, Leder-, Gummi-, Druckindustrie, Leichtindustrie). Das Wörterbuch stellt somit ein umfassendes Nachschlagewerk für Übersetzer und Dolmetscher dar.
Eintrag
Dr. Ernsts Prinzip war es, das Wichtigste aus den einzelnen Gebieten und eine möglichst klare Einordnung der Termini zu bieten. Insbesondere aber legte er Wert auf eine deutliche Unterscheidung der einzelnen Bedeutungen einer Benennung durch Fachgebietsangaben oder auch durch kurze sachliche Hinweise.
Es finden sich neben Genusangaben auch Zuordnungen der Einträge zu ihren Fachgebieten.
Großer Wert wird darauf gelegt, dem Benutzer keine reinen Wortgleichungen zu bieten, sondern vor allem bei mehrdeutigen Stichwörtern durch die Sachgebietsangaben umfangreiche Definitionen sowie Kontextbeispiele und pragmatische Hinweise die Wahl der richtigen Übersetzung zu ermöglichen.
Regionale Sprachvarianten und Wortbedeutungen
Im Wörterbuchteil werden regionale Sprachvarianten berücksichtigt, d.h. also das Spanisch in Spanien und Südamerika, wenn abweichende Bedeutungen eines Wortes in verschiedenen Ländern vorliegen oder wenn es ein Wort nur in einem Land gibt.
Benutzerfreundlichkeit
Ein wichtiges Kriterium der Benutzerfreundlichkeit ist die gute Übersicht aller Einträge. Die spanischen Stichworte sind dick gedruckt, sodass sie von der deutschen Übersetzung schnell unterschieden werden können. Zudem erleichtert diese Darstellung das Lesen sowie das Finden von Stichworten.
Ein weiterer positiver Punkt ist, dass Querverweise vermieden wurden. Diese sind bei der Suche nämlich sehr zeitraubend.
Anhang
Auf den letzten beiden Seiten des Buches werden die Abkürzungen, die in diesem Wörterbuch verwendet werden, aufgelistet. Außerdem verfügt das Buch über ein Lesezeichen, das mit einem Band am Buch befestigt ist. Auf diesem sind ebenfalls die Abkürzungen in spanischer und deutscher Sprache aufgelistet.
Persönliches Fazit
Das Wörterbuch der industriellen Technik ist für den industriellen und technischen Bereich ein einfach unentbehrlich und ein absolutes Muss für jeden Übersetzer. Es ist ein sehr empfehlenswertes, fachsprachliches Wörterbuch, das aufgrund des Erscheinungsjahrs 2000 eine recht hohe Aktualität verspricht. Abgesehen davon hat es eigentlich keine auch nur ansatzweise Konkurrenz. Die Gesamteintragszahl, die leichte Navigation, Zuordnung und Verständlichkeit, die überragenden Detailgenauigkeit, die hohe Qualität und die Fachsprache machen aus dem Wörterbuch ein unvergleichbares Werk. Nicht ohne Grund hat sich der “Ernst” schließlich als Standardwerk durchgesetzt und ist kurz gesagt zu einer Institution geworden. Daher ist das Wörterbuch jeden Cent des beachtlichen Preises wert. Und außerdem macht es sich in der Praxis im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt.
Wörterbuch der industriellen Technik Spanisch-Deutsch. Dr.-Ing. Richard Ernst, Brandstetter Verlag, Wiesbaden 2000, 3. Auflage von Rudolf J. Köstler, Mitverfasser: Wolfgang Gleich, ca. 1603 Seiten, Format: 24 x 16 cm, ISBN: 978-3-87097-175-5, 128,00 Euro.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Wörterbuch der industriellen Technik. September 2010. Bild: Amazon.]
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Berlin: Sprachen & Medien mit Schwerpunkt Untertitelung und Übersetzung
22.9.2010 von Richard Schneider.
Die Zukunft ist digital - wer auf dem globalen Markt der audiovisuellen Produktion mithalten möchte nutzt Digitalisierung, soziale Medien sowie Technologien wie maschinelle Übersetzung. Die 8. Sprachen & Medien zeigt, welche Tools derzeit für die Sprachvermittlung in audiovisuellen Medien angesagt sind. Vom 6. bis 8. Oktober 2010 dreht sich in Präsentationen, Workshops und Podiumsdiskussionen alles um innovative Instrumente und Methoden sowie Studien und Best-Practices aus aller Welt. Veranstaltungsort ist das Berliner Hotel InterContinental.
Wie lassen sich neue Technologien für Untertitelung, Synchronisation und Voice-Over effektiv einsetzen? Welche Erfahrungen haben Medienunternehmen wie MTV, Arte, SBS Australien oder VRT Belgien? Wie kann Hör- und Sehgeschädigten der Zugang zu klassischen Medien sowie Theater und Oper ermöglicht werden? Diese und weitere Fragen diskutieren Experten aus mehr als 30 Ländern. Zentrales Thema ist die Übersetzung und die Übertragung von Sprachen in Filmen und beim Fernsehen. Untertitelung und die vertonte Beschreibung von Bildern sind als weitere Elemente audiovisueller Umsetzung von Sprache Thema der Veranstaltung.
Die internationale Fachtagung vernetzt Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich Sprache in den Medien. Sie richtet sich unter anderem an Anbieter von audiovisuellen Medienprodukten, Programmdirektoren, Organisatoren von Filmfestivals, Entwickler und Übersetzer von Webseiten, Firmen für Synchronisation und Untertitelung, Medienwissenschaftler sowie Repräsentanten von Verbraucherzentralen.
LANGUAGES & THE MEDIA - Sprachen & Medien
8. Internationale Fachkonferenz zu Sprachvermittlung in audiovisuellen Medien
06.-08.10.2010, Hotel InterContinental Berlin
Teilnahme: 400 Euro, unterstützende Organisationen: 320 Euro, Studenten: 190 Euro.
[Text: ICWE GnbH. Quelle: Pressemitteilung 2010-09-29.]
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Bedienungsanleitungen in zehn Sprachen: Reinhausen setzt auf Across
21.9.2010 von Richard Schneider.
Die Reinhausen-Gruppe, ein weltweit agierender Energietechnik-Spezialist, zieht ein positives Fazit aus dem Einsatz des Across Language Servers: Die Dokumentationen und Produktkataloge – und damit auch sämtliche technische Beschreibungen, die in der Regel in zehn Sprachen übersetzt werden, können deutlich effizienter und zeitnaher lokalisiert werden. „Die Kosteneinsparungen für die Übersetzungen liegen inzwischen bei circa 50 Prozent“, sagte Markus Hagner, technischer Redakteur und als Diplom-Übersetzer verantwortlich für die Implementierung des Across Language Servers.
Mehrere Aufgabenstellungen
Treibende Kraft für die Einführung der Across-Sprachtechnologie war die Technische Redaktion. Sie nahm 2009 die Restrukturierung und Überarbeitung der Übersetzungsabläufe in Angriff. Um effizienter zu werden und nur noch die Texte übersetzen zu lassen, die tatsächlich neu waren, entschied sich die Technische Redaktion für den Across Language Server. Mit ihm sollten ein zentrales Terminologie-Management aufgebaut, Prozesse neu strukturiert und das Übersetzungsmanagement im Unternehmen verankert werden.
Die integrierte Across-Lösung beinhaltet ein Translation Memory, ein Terminologiesystem und einen universellen Editor. Auch leistungsfähige Werkzeuge für die Steuerung und Abwicklung von Übersetzungsprojekten und für die nahtlose Zusammenarbeit von Textern, Übersetzern und Korrektoren stehen als Standardfunktion zur Verfügung. „Die Across-Technologie ließ sich problemlos einführen“, berichtet Markus Hagner. Die Schulung der Mitarbeiter nahm kaum Zeit in Anspruch, zeichnet sich die Technologie doch durch hohe Benutzerfreundlichkeit und intuitive Handhabung aus.
Einführung in mehreren Etappen
Der Across Language Server wurde in Etappen eingeführt. Die Mammut-Aufgabe bestand darin, eine konsistente Basis der Sprachdaten zu schaffen. Dazu wurden die Produktbenennungen mit den zuständigen Mitarbeitern abgestimmt und angepasst. Heute liegen für die circa 400 Ausgangswörter die Standardübersetzungen in den zehn Sprachen vor. Nun soll die crossWeb-Komponente den direkten Zugriff auf die Terminologie weiter vereinfachen. Geplant ist, dass künftig neben der Technischen Redaktion zahlreiche andere Abteilungen, auch von anderen Standorten aus, via Web auf die Terminologie zugreifen können.
Im Zuge der Überarbeitung der Terminologie wurde das Translation Memory aufgebaut. Auch hier setzte man mit dem Überarbeiten der Ausgangstexte an der Basis an. Für das Erstellen der Beiträge wurde ein Content Management System (CMS) eingeführt, in dem die Texte nach Sinneinheiten modularisiert gespeichert werden. Durch den hohen Standardisierungsgrad der Ausgangstexte und ihrer Übersetzungen konnte deren Wiederverwendungsgrad auf 60 bis 70 Prozent gesteigert werden. Weiteres Optimierungspotenzial soll durch die direkte Anbindung des CMS an den Across Language Server ausgeschöpft und damit das übersetzungsgerechte Schreiben umgesetzt werden.
Nahtlose Kommunikation mit Externen
Bei der Lokalisierung der Bedienungsanleitungen in die zehn Sprachen kooperiert Reinhausen überwiegend mit externen Sprachdienstleistern und Übersetzern. Alle an den Projekten beteiligten Parteien sind inzwischen in die Übersetzungsprozesse eingebunden und arbeiten mit den Daten im Language Server. Für das Lektorat und die Korrekturen der Übersetzungen sind die Mitarbeiter der jeweiligen Niederlassungen verantwortlich. Auch sie sollen künftig unmittelbar in die Prozesse einbezogen werden – ein weiterer Schritt hin zu unternehmensweit durchgängigem Übersetzungsmanagement.
Reinhausen
Die Reinhausen-Gruppe ist in der Energietechnik tätig und besteht aus der in Regensburg ansässigen Maschinenfabrik Reinhausen GmbH sowie 23 Tochtergesellschaften weltweit. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschafteten 2.700 Mitarbeiter einen Umsatz von 574 Millionen Euro.
Kerngeschäft ist die Regelung von Leistungstransformatoren. Bedeutende Sparten sind der Bau von Hochspannungsprüf- und Diagnosesystemen, die Herstellung von Verbund-Hohlisolatoren, die Konzeption von Anlagen zur Blindleistungskompensation sowie die Oberflächenmodifikation mit Hilfe der Atmosphärendruck-Plasmatechnik.
Across Systems
Across Systems mit Sitz in Karlsbad bei Karlsruhe und Glendale, Kalifornien, ist Hersteller des Across Language Server – der weltweit führenden unabhängigen Technologie für die „Linguistic Supply Chain“. Der Across Language Server ist eine zentrale Software-Plattform für alle Sprach-Ressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen. Er vereinfacht, beschleunigt und verbessert die Steuerung, Koordinierung und Durchführung von Übersetzungen. Die Software beinhaltet unter anderem ein Translation-Memory- und Terminologiesystem sowie leistungsfähige Werkzeuge zu Projekt-Management und Workflow-Steuerung von Übersetzungen.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Across Systems, 2010-09-21. Bild: Reinhausen (MR-Schalter für Offshore-Windpark Horns Rev 2 vor dänischer Küste).]
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Migräne-Attacke löst französischen Akzent aus
20.9.2010 von Jessica Antosik.
Nach einem schweren Migräne-Anfall spricht die Britin Kay Russell mit einem französischen Akzent. Natürlich macht die Krankheit der 49-jährigen zu schaffen. Es handelt sich dabei um eine Sprachstörung, die von Außenstehenden als fremder Akzent interpretiert wird. Das sog. “Foreign Accent Syndrom” bzw. “Fremdsprachen-Akzent-Syndrom” (FAS) ist eine seltene neurologische Erkrankung und mit Schädigungen im Sprachzentrum des Gehirns vergleichbar, wie sie etwa nach Schlaganfällen oder einem Gehirntrauma auftreten. Die Akzentphase kann vorübergehen, aber auch dauerhaft sein. Eine Therapie gibt es leider nicht.
[Text: Jessica Antosik. Quelle: Soester Anzeiger, September 2010.]
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