Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs uepo.de - Das Nachrichtenportal für Übersetzer für Dezember, 2010.

Calendar
Dezember 2010
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Archive für Dezember 2010

Ramsauers Kampf gegen Anglizismen

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will Anglizismen aus der deutschen Sprache bzw. aus seinem Ministerium verbannen. Der CSU-Politiker setzt sich für die Rückübersetzung von Anglizismen in die deutsche Sprache ein. Seit einigen Monaten werden die englischen Begriffe nicht mehr verwendet. Inzwischen ist seine Verdeutschungsliste auf über 100 Wörter angewachsen. Nun eine kleine Auswahl aus der Liste:

  • “Laptop” – „Klapprechner“
  • “Tickets” – “Fahrscheine”
  • “Flipcharts” – “Tafelschreibblock”
  • “Car-Sharing” – “Gemeinschaftsauto”
  • “Gigaliner” – “Lang-LKW”
  • “Highway Hero” – “Held der Straße”
  • “Travel Management” – “Reisestelle”
  • “Task Forces” – “Projektgruppen”
  • “Inhouse Meetings” – “Hauseigene Seminare”
  • “Advisory Board” – “Beirat”
  • “Beamer” – “Datenprojektor”
  • “Deadline” – “Abgabetermin”

Nach Ramsauer schließe die Verwendung von Anglizismen große Teile der Bevölkerung aus. Das Problem beim Denglischen liegt meist nicht in den Kenntnissen der deutschen, sondern vielmehr in denen der englischen Sprache. Die eigentliche Bedeutung des Wortes “body bag” zum Beispiel ist nicht “Tragetasche”, sondern “Leichensack”. Briten kennen das “public viewing” gar nicht, in den USA steht es für die öffentliche Aufbahrung verstorbener Berühmtheiten. Zu vermeiden sind zwanghafte Eindeutschungen wie beispielsweise “Auslegware” für “Teppichboden” und “Brettsegeln” für “Surfen” in der ehemaligen DDR.
“Dem Volk aufs Maul geschaut! Und schon weiß ich, was die Nöte, Sorgen und Probleme der Menschen sind. Und vor allen Dingen, was ich zu tun habe, um Abhilfe zu schaffen.”, so Ramsauer.

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) hat die Initiative des Ministers ausdrücklich begrüßt. Seit 1997 sucht der VDS nach deutschen Entsprechungen für englische Begriffe in der deutschen Sprache. Nachfolgend einige Beispiele:

  • “Abtaster” für “Scanner”
  • “Käsehamburger” “Cheeseburger”
  • “Röstbrot” für “Toast”
  • “rollen” für “scrollen”
  • “blitzbloggen” für “twittern”

Doch der Politiker hat noch viel vor sich, denn v.a. im Bahnhof bzw. bei der Deutschen Bahn ist noch viel zu tun. So müsste der “Service Point” in “Informationsstelle” zurückgetauft werden, aus “call a bike” könnte “Fahrradvermietung” und
auch “Rail & fly” umbenannt werden.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: spiegel.de, welt.de, stern.de, jungefreiheit.de, de.news.yahoo.com, 12/2010.]

Auswärtiges Amt: Förderung der deutschen Sprache

Die Staatsministerin für Bildung und Kultur Cornelia Pieper (FDP) will mit Werbekampagnen das Interesse am Erlernen der deutschen Sprache stärken. Die Sprachförderung spiele auch im kommenden Jahr eine wichtige Rolle in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP).

Weltweit ist die Zahl der Deutschlerner tendenziell rückläufig – von 17 Millionen im Jahr 2005 beläuft sich die Zahl 2009/2010 auf 14,45 Mio. Grund dafür ist die zunehmende Konzentration auf eine Fremdsprache (Englisch). “Immer mehr Länder schaffen die zweite Pflichtsprache an den Schulen ab. Dann bleibt als erste Fremdsprache nur noch Englisch”, sagte Pieper. “Selbst in Europa halten sich nicht mehr alle an die Verabredung, die Mehrsprachigkeit zu fördern.”
Weitere Ursachen für den Rückgang der Deutschlerner sind das steigende sprachpolitische Engagement von Ländern wie China oder auch Spanien sowie demografische Faktoren.

Aktuell werden mehr als 300 Millionen Euro für die Förderung der deutschen Sprache im Ausland eingesetzt. Von den 14,45 Mio. Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, lernen 12,8 Mio. Deutsch an Schulen, 1,45 Mio. an Hochschulen und rund 0,2 Mio. in Kursen der Erwachsenenbildung. Das Goethe-Institut zählte 2008/2009 circa 186.000 Sprachkursteilnehmer. “Das Goethe-Institut ist für mich ein Leuchtturm auswärtiger Kulturpolitik.”, so Pieper.
Das Auswärtige Amt investiert rund ein Viertel (714 Millionen Euro) seines 3,1-Milliarden-Euro-Etats in die Kultur- und Bildungspolitik, wobei jeweils ein Drittel auf das Goethe-Institut, den akademischen Austausch sowie die Auslandsschulen entfallen.

Angesichts der sinkenden Zahl der Deutschlerner will Deutschland mit Werbekampagnen dem entgegenwirken. Seit einigen Jahren gibt es Sprachbusse, die zu ausländischen Schulen fahren und für die deutsche Sprache und das Deutschlernen werben. Außerdem sollen im Jahr 2011 in Indien und den USA Deutschlandwochen stattfinden, in denen die Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft für Deutsch und Deutschland werben wollen.
Weitere Maßnahmen sind u.a.:

  1. Kampagne “Deutsch – Sprache der Ideen” (Herstellung globaler Bildungspartnerschaften)
  2. Initiative “Schulen: Partner der Zukunft” (Partnerschulinitiative PASCH; Ausweitung des Deutschunterrichts v.a. in Wachstumsländern Asiens, des Nahen und Mittleren Osten sowie in den GUS-Staaten)
  3. Kampagne “Deutsch-Wagen-Tour” (Förderprogramm in Polen)
  4. Kampagne “DeutschMobil” (Sprachwerbekampagne in Frankreich)

Gefördert werden die Kampagnen bzw. die deutsche Sprache u.a. durch

[Text: Jessica Antosik. Quelle: abendzeitung.de, 30.12.2010; auswaertiges-amt.de.]

Fachliste Medizin 2011

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) hat die “Fachliste Medizin, Pharmazie und Medizintechnik – Spezialisierte Übersetzer/innen und Dolmetscher/innen für mehr als 30 Sprachen” veröffentlicht. Die Liste enthält die Kontaktdaten von rund 400 Sprachmittlern mit unterschiedlichen Sprachen und medizinischen Fachgebieten. Die aufgelisteten Übersetzer und Dolmetscher sind Mitglieder des BDÜ und mussten ihre fachliche Qualifikation nachweisen. Die 146-seitige Liste kann auf der Website des BDÜ unter “Aktuelles” kostenlos als Pdf-Datei heruntergeladen werden.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: BDÜ, 29.12.2010.]

VdÜ sagt Treffen mit Verlegern ab

Nachdem mehrere der eingeladenen Verlagsvertreter ihre Teilnahme zurückgezogen haben, hat der Übersetzerverband beschlossen, das für den 10./11. Januar angesetzte Gespräch zur Übersetzervergütung abzusagen.

Das Treffen war nach Gesprächen auf der Buchmesse vereinbart worden, um – abseits der Gerichtssäle – neue Lösungsansätze für eine angemessene Übersetzervergütung zu entwickeln. Auf Anregung der Verlage hatte der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) seine gegenwärtigen Positionen vorab in einem Eckpunktepapier zusammengestellt. Nach der Veröffentlichung dieser Diskussionsgrundlage entschieden sich einige Verlagsvertreter, auf eine Teilnahme an dem geplanten
Treffen zu verzichten.

Bekanntlich wird der Bundesgerichtshof am 20. Januar 2011 weitere Urteile zu Vertragsanpassungsklagen einzelner Übersetzer verkünden. Verleger wie Übersetzer blicken nun gespannt nach Karlsruhe. Davon unberührt bleibt es weiterhin Aufgabe der Verhandlungspartner, den Weg zu einer Gemeinsamen Vergütungsregel zu beschreiten, denn nur diese führt zu dauerhafter Rechtssicherheit und Frieden in der Branche.

Mit dem vom VdÜ veröffentlichten Eckpunktepapier liegt ein erster Vorschlag für einen Interessenausgleich bei Haupt- und Nebenrechtsbeteiligungen vor. Die Urteile des Bundesgerichtshofs werden ebenfalls eine Orientierung bieten. In jedem Fall wird der VdÜ nach der Urteilsverkündung weiter das Gespräch mit den Verlegern suchen.

Mehr zum Thema auf uepo.de
VdÜ legt Eckpunkte für Vergütung von Literaturübersetzern vor

[Text: VdÜ. Quelle: Pressemitteilung VdÜ, 16.12.2010.]

Firmeneigenes Glossar zum russischen Kontenplan online

Eine Übersetzung sollte mit dem Original inhaltlich übereinstimmen. Um dieses zu erreichen, muss sich der Übersetzer in dem Gebiet auskennen und die entsprechenden Fachtermini sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielsprache beherrschen. Dabei muss er auch den Zweck der Übersetzung und den Empfänger im Hinterkopf behalten.

Auf Grundlage von Übersetzungen aus dem Bereich Steuern und Finanzen für deutsche und europäische Firmen mit Standorten und Fertigungsstätten in Russland und anderen GUS-Ländern hat das Übersetzungsbüro Tomarenko Fachübersetzungen + DTP aus Hamburg einige Glossare zu diesem Bereich erstellt. Darunter fällt u.a. ein zweisprachiger Musterkontenplan, aber auch Listen und Tabellen von Begriffen und Abkürzungen wurden im Laufe der Übersetzungs- und Dolmetscheraufträge als Ergebnis aufwändiger Recherchen ausgearbeitet. Als Referenzmaterial gehörten Internetseiten, Fachwörterbücher, russische Literatur über Steuerrecht, Buchführung und Controlling sowie russische Rechnungslegungsstandards und deren Interpretation in der deutschen Fachliteratur. Eine wichtige Quelle für russisch-englische Übersetzungen war das Buch von Galina G. Preobragenskaya und Robert W. McGee Accounting and Financial System Reform in Eastern Europe and Asia.

Einen Auszug aus dem zweisprachigen Musterkontenplan sowie aus dem russisch-deutschen Glossar mit Begriffen und Abkürzungen aus dem Bereich Finanzbuchhaltung) finden Sie hier bzw. hier. Die Glossare stellen ein Beispiel für firmeneigene Terminologie-Datenbanken und zweisprachige Referenzquellen sowie eine gute Basis für Translation Memories dar.

Das Übersetzungsbüro plant demnächst weitere Glossare zu veröffentlichen. Sie sollen Übersetzern und Dolmetschern mit den Arbeitssprachen Russisch, Deutsch, Englisch sowie technischen Redakteuren als Hilfe dienen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Tomarenko Fachübersetzungen + DTP; pressbot.net, 21.12.2010.]

Isländisch – Das Latein des Nordens

Unter dem Motto “Sagenhaftes Island” wird sich das kleine Land mit der großen Literatur vom 12. bis 16. Oktober 2011 präsentieren – Island ist Ehrengast auf der Buchmesse 2011. Bereits 100 Neuerscheinungen sind angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die Neuübersetzung der Isländersagas (”Íslendingasögur”), jedoch auch zahlreiche zeitgenössische und junge Autoren. Die Sagas wurden zuletzt im Jahre 1920 ins Deutsche übertragen und nun soll eine lesbare Neuübersetzung auf den Markt kommen.

“Die Sprache ist ihr Schatz. Die nationale Identität macht sich stark an der Sprache fest”, so zwei Übersetzer aus Oberursel. Aus diesem Grund vermeiden die Isländer die Einbettung von Fremdwörtern in ihre Sprache. Die Begriffe werden aus dem vorhandenen Wortschatz gebildet. “Computer” beispielsweise ist im isländischen Wortschatz nicht enthalten. So nennen sie den Apparat “tölva”, was soviel bedeutet wie “Zahlenprophetin”. Das Wort “tölva” entstand aus den Worten “tala”, “Zahl”, und “völva”, “Wahrsagerin, Seherin”. Der Begriff für “Aids”, alnæmi, besteht aus den Elementen “al-”, “all-”, und “næmi”, “Empfindlichkeit”. Diese Beispiele verdeutlichen, wie bildhaft die Sprache ist.

Isländisch verfügt über einen reichen Wortschatz. Die Übersetzung des Wortes “gefleckt” lautet – je nachdem, auf welches Tier sich das Wort bezieht – “skjöldóttur” (”Kuh”), “flekkóttur” (”Schaf”) oder “skjóttur” (”Pferd”). Zudem wird die Sprache von einem großen Regelwerk bestimmt. Wer die Sprache germanischen Zweiges lernen möchte, muss sich sehr viele grammatische Grundlagen aneignen. “Man nennt Isländisch das Latein des Nordens.”, so die Übersetzer. Derzeit wird sie von rund 300.000 Menschen gesprochen. Seit 1964 besteht in Island ein eigenes Komitee, das für neumodische Begriffe rein isländische Ausdrücke findet.

Da die Sprache Isländisch an nur sehr wenigen Universitäten unterrichtet wird, herrscht ein Mangel an Experten. Daher sind die wenigen Übersetzer, deren Arbeitssprache Isländisch ist, angesichts der Buchmesse im Oktober sehr gefragt. Die Übersetzer haben ihre riesige Chance erkannt: “Einmal im Leben, wenn überhaupt, ist das Land Buchmessenland, aus dessen Sprache man übersetzt.” Und dafür werde sie gerne schlaflose Nächte – mit einer Tasse Kaffee neben dem Laptop – in Kauf nehmen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: fnp.de, 26.12.2010; buchmesse.de; wikipedia.de.]

Peinlicher Fehler bei Übersetzung von Grimms Märchen ins Chinesische

Eine neue Auflage des Grimm Märchens Schneewittchen und die sieben Zwerge wurde in China schnell wieder aus den Regalen genommen. Dummerweise hat der Verlag eine pornografische Variante des weltbekannten Märchens übersetzen lassen. In dem japanischen Ausgangstext hat Schneewittchen u.a. Geschlechtsverkehr mit den sieben Zwergen. In Japan ist die Adaption klassischer Texte in erotische Inhalte durchaus üblich, jedoch auch dem Leser bewusst. “Wir konnten die deutsche Originalversion der Märchen der Gebrüder Grimm nicht finden. […] Also nahmen wir eine japanische Ausgabe und übersetzten diese”, entschuldigte sich ein Vertreter von China Media Time in der Zeitung Global Times. Anderen Berichten in chinesischen Medien zufolge stammt das Manuskript aus Japan, die chinesische Übersetzung jedoch aus Taiwan. Aufgeflogen ist der Fall nur, weil Yang Wuneng, Übersetzer einer früheren chinesischen Version der tatsächlichen grimmschen Märchen, ein Exemplar der pornographischen Version in die Finger bekam. Für den chinesischen Verlag war dies eine äußert unangenehme Angelegenheit.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: german.china.org.cn, nordbayern.de, spreadnews.de, 12/2010.]

Dolmetscher in Afghanistan verletzt – Merkel wünscht rasche Genesung

Ein afghanischer Dolmetscher ist am 24.12.2010 bei einem Anschlag auf einen deutschen Entwicklungshelfer verletzt worden. Dieser war in der deutschen Besatzungszone im Norden Afghanistans mit dem Dolmetscher und zwei weiteren Personen auf dem Weg zu einer Baustelle, als ihr Fahrzeug von einem Motorrad aus beschossen wurde. Dabei wurde der Ingenieur, der im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Bau einer Straße zwischen Kholm und Kundus koordinierte, so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus starb.

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung reagierte die Bundesregierung „bestürzt“. Kanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle sowie Entwicklungsminister Dirk Niebel sprachen von einem feigen, unmenschlichen Anschlag, den sie auf das Schärfste verurteilten. Den Angehörigen des deutschen Ingenieurs sprachen sie ihr tiefes Beileid aus. Dem verletzten afghanischen Mitarbeiter wünschten Merkel und Westerwelle rasche Genesung.

Die afghanischen Behörden warfen dem KfW-Mitarbeiter Leichtsinnigkeit vor. General Abdul Rauf Taj, stellvertretender Sicherheitschef der Provinz Balkh, sagte gegenüber Spiegel Online, er verstehe nicht, dass sich das Team stets ohne Begleitschutz auf den Weg gemacht habe. Er habe den Deutschen in den vergangenen Wochen mehrfach vor den gefährlichen Fahrten gewarnt. „Außerdem haben wir ihm Polizeischutz angeboten“, so der General.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Südkurier, Süddeutsche Zeitung, Spiegel, 2010-12-25.]

Weihnachts-Geschichte in leichter Sprache

Das Bremer Beratungs- und Übersetzungsbüro Büro Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen e.V. übersetzt schwer verständliche Dokumente von Behörden, Gesetzestexte sowie komplizierte Verträge, Hausordnungen, Homepagetexte und Bedienungsanleitungen in leichte Sprache. Die Sprache wird an die Lesekompetenz der Menschen adaptiert. Dies kann durch eine leichtere Ausdrucksweise, kurze Hauptsätze oder mithilfe von Bildern und Symbolen erreicht werden. Es gilt das Motto: Ein Gedanke, ein Satz. Zusammengesetzte Wörter werden, entgegen den Regeln der deutschen Rechtschreibung, grundsätzlich mit einem Bindestrich verbunden. Dies ist auch bei der “Weihnachts-Geschichte” der Fall. Der Bescheid “Ihnen wird zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gemäß §§ 53, 54 SGB XII in Verbindung mit § 55 Abs. 1 SGB IX ein persönliches Budget als Geldleistung in Höhe von … € monatlich gewährt.” wurde auf diese Weise in einfaches Deutsch übersetzt: “Wir bezahlen Hilfen für Sie. Diese Hilfen heißen: Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. (…) Sie bekommen jeden Monat … Euro.” Ein weiteres Beispiel: Die Übersetzer formulierten den Satz “Der Betreuungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.” in “Dieser Vertrag gilt so lange, bis er gekündigt wird.” um.

Zudem bietet das Büro Vorträge zur Notwendigkeit der leichten Sprache sowie Fortbildungen rund um das Thema leichte Sprache. In diesen Schulungen lernen die Teilnehmer, wie sie leicht verständliche Texte verfassen können oder was sie beim Schreiben beachten sollten. Zielgruppe sind Menschen mit Beeinträchtigungen (von Sinnesbeeinträchtigungen über kognitive Beeinträchtigungen bis hin zu einer Lernbehinderung) oder auch Ausländer mit schlechten Deutschkenntnissen. Des Weiteren richtet sich das Angebot an jegliche Einrichtungen der Behindertenhilfe, Krankenkassen, Ämter etc.

Rechtzeitig zu Weihnachten hat die Bremer Lebenshilfe die Weihnachtsgeschichte in einfaches Deutsch übersetzt. Sätze wie “Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.” wurden umformuliert, der Text enthält kurze Sätze und die Sätze wiederum wurden mit einfachen Worten gebildet, sodass sie geistig Behinderte leicht nachvollziehen können. Bilder verdeutlichen noch einmal das Geschriebene. Menschen mit Beeinträchtigungen haben die Geschichte testgelesen. Nachfolgend ein kleiner Auszug: “In der Zeit von Josef und Maria gibt es einen Kaiser. Der Kaiser heißt Augustus. Kaiser Augustus herrscht über viele Länder (…) Augustus sagt: ‚Ich will wissen, wie viele Menschen in meinen Ländern leben. Darum befehle ich: Alle Menschen sollen gezählt werden.‘” Ein 35-seitiges Exemplar kann bei der Lebenshilfe Bremen für 9,80 Euro plus 2 Euro für Versand und Verpackung käuflich erworben werden.

Schließlich finden Sie verschiedene Informationen der Lebenshilfe Bremen zum kostenlosen Download als Pdf-Datei:

[Text: Jessica Antosik. Quelle: fr-online.de, 23.12.2010; lebenshilfe-bremen.de.]

Document Service Center wird Premier Partner im LSP-Partnerprogramm von SDL

SDL, der weltweit führende Anbieter von Lösungen für Global Information Management, gab bekannt, dass die Document Service Center GmbH (DSC) SDL TeamWorks erworben hat und darüber hinaus Premier Partner im LSP-Partnerprogramm von SDL geworden ist.

Hans PichDSC mit Sitz in Deutschland arbeitet bereits seit Jahren eng mit SDL Language Technologies zusammen und ist seit 2008 SDL-Advantage-Plus-LSP-Partner. Als einer der ersten Sprachdienstleister nahm das Unternehmen am Beta-Testprogramm von SDL Trados Studio 2009 teil und gehört ebenfalls zu den ersten Nutzern, die von den neuen bahnbrechenden Funktionen der 2009 eingeführten Lösung profitierte. Dank der kürzlich getätigten Investition in ein hochperformantes, flexibles und skalierbares Translation Management System, SDL TeamWorks,  kann DSC den Anforderungen seiner Kunden im Bereich Lokalisierung zukünftig noch besser gerecht werden.

Hans Pich (Bild oben), Business Development Manager bei DSC: „Mit SDLs Sprachtechnologiedivision, Language Technologies, verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit. Das LSP-Partnerprogramm hat die Kontakte zwischen den Mitarbeitern unserer Unternehmen weiter vertieft. Gerade im letzten Jahr, dass durch bemerkenswerte technologische Neuentwicklungen geprägt war, haben wir stark von der intensiven Kommunikation profitiert. Wir freuen uns, diese Zusammenarbeit künftig noch weiter zu intensivieren.“

Andreas SiegmundAndreas Siegmund (Bild rechts), Geschäftsführer Document Service Center GmbH: „Der Einsatz der leistungsfähigsten Software-Lösungen für die Anfertigung unserer Übersetzungen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Mit den Sprachtechnologie-Lösungen von SDL haben wir langjährige positive Erfahrung. Gerade die Stabilität der Software und die gute Anpassbarkeit für unsere speziellen Anforderungen sind eine Voraussetzung für den Einsatz einer Software.“

Thomas Siebert (Bild unten), IT-Manager: „Die technologischen Anforderungen bei der Umsetzung von kundenorientierten Übersetzungsprozessen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Da ist es mir besonders wichtig, einen Partner an der Seite zu haben, der uns auch kurzfristig und unbürokratisch unterstützt.“

Thomas SiebertMit bereits mehr als 140 registrierten Unternehmen verzeichnet das SDL-LSP-Partnerprogramm weiterhin rasant steigende Mitgliederzahlen weltweit sowie ein zunehmendes Interesse vonseiten der Unternehmen. Unter www.lspzone.com/lsp-partners-overview.asp können Sie sich über das Programm und den Mehrwert für Ihr Unternehmen informieren oder einen SDL-LSP-Partner suchen.

SDL
SDL ist das weltweit führende Unternehmen im Bereich Global Information Management. SDL bietet Lösungen, die die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. So können globale Märkte schneller mit hochwertigen mehrsprachigen Informationen versorgt werden.  Durch den Einsatz von integrierten Web-Content-Management-Lösungen, E-Commerce, Technologien zur Strukturierung von Inhalten sowie Sprachtechnologien und -dienstleistungen von SDL können bei der Erstellung, Verwaltung, Übersetzung und Veröffentlichung von Inhalten Kosteneinsparungen erzielt werden. Mit der Unterstützung von SDL kann der Umsatz erhöht und die Kundenzufriedenheit verbessert werden. Dies ist möglich, indem globale Zielgruppen über verschiedene Kommunikationskanäle erreicht werden.

SDL Language Technologies
Der Geschäftsbereich Language Technologies von SDL unterstützt Unternehmen bei der Kommunikation mit Kunden in unterschiedlichen Sprachen. Die Lösungen von SDL gewährleisten stilistische und Markenkonsistenz, automatisieren manuelle Prozesse durch die Verwaltung mehrsprachiger Inhalte und stellen innerhalb kürzester Zeit automatisiert übersetzte Inhalte bereit. Durch diese Lösungen wird zudem gewährleistet, dass die Übersetzer Inhalte wiederverwenden und dadurch ihre Produktivität bei der Lokalisierung von Inhalten und Software verbessern können.

Document Service Center
DSC ist einer der führenden Anbieter von Übersetzungsdienstleistungen für technische Dokumentation und Kommunikation in Deutschland. Das Leistungsangebot reicht von der Anfertigung von Übersetzungen über Terminologie-Management, Publishing, Schulung bis hin zur Gestaltung und Implementierung komplexer Übersetzungsprozesse mit integrierten Schnittstellen zu den Systemen der Auftraggeber.
Als Teil der internationalen RWS Group übernimmt DSC in der RWS Group eine zentrale Rolle in der Anwendung und Einführung von Übersetzungstechnologien.
Im Document Service Center finden Sie ein motiviertes Inhouse-Team von Projektleitern, Übersetzern, Publishern und Software-Experten, die mit Ihrer Erfahrung und Qualifikation maßgeschneiderte Lösungen gestalten.
Das Document Service Center verfügt am Standort Berlin über mehr als 120 Arbeitsplätze für die Durchführung von Übersetzungs- und Lokalisierungsprojekten. Die RWS Group hat derzeit weltweit über 400 feste Mitarbeiter an 11 Standorten.
www.dsc-translation.de
www.rws.com

[Text: SDL. Quelle: Pressemitteilung SDL, 2010-11-25. Bild: DSC.]