Schweiz – Mundarten bremsen Konkurrenz

Der Übersetzungsmarkt in der Schweiz boomt trotz Wirtschaftsflaute in den vergangenen Jahren. Im Durchschnitt stiegen die Umsätze der Übersetzerbüros um etwa 30 Prozent an. Der Schweizer Markt erwirtschaftet mehr als 150 Millionen Franken im Jahr.

Ausländische Konkurrenten wollen daran teilhaben, um ihre Margen zu verbessern. Aufgrund der geringeren Lohnkosten von Übersetzern im Ausland können die in der Schweiz ansässigen Übersetzer nicht Schritt halten. Dies gestaltet sich insbesondere angesichts der sich stetig verbessernden und entwickelnden Kommunikationsmöglichkeiten schwierig. Auf der anderen Seite gibt es jedoch durchaus Schweizer Unternehmen, die das Internet nutzen, um Aufträge auszulagern.

„Übersetzer, die vorwiegend für die französische und italienische Schweiz arbeiten, lässt die Konkurrenz aus dem Ausland weitgehend kalt“, so Stefan Winter von der Übersetzungsfirma Euroscript. Ursache dafür sei, dass lediglich Schweizer das Idiom der Romands, der französischsprachigen Schweizer, in eine andere Sprache übersetzen können. Ebenso sehe die Situation mit dem Italienischen oder Deutschen aus. Die Besonderheiten der Landessprachen bzw. die Mundarten schützen das Land vor der Konkurrenz.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: www.20min.ch, 27.01.2011. Bild: Archiv.]

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