US-Militär arbeitet an C3PO-Nachbau

Das US-Militär hat die Entwicklung eines Übersetzungsroboters begonnen. Dieser ähnelt dem Protokolldroiden C-3PO (Class 3, Protocol Droid) aus der Star-Wars-Saga sehr. Der sog. BOLT (Broad Operational Language Translation) soll nicht nur in der Lage sein, Sprachen zu übersetzen, sondern auch Handlungen verstehen bzw. deuten und 250 verschiedene Gegenstände erkennen können. Der Roboter soll zudem mit visuellen und taktilen Sensoren ausgestattet sein und somit sehen, fühlen und verstehen können. Der Kongress der Vereinigten Staaten unterstützt dieses Projekt des für die Forschung zuständigen Amtes des Verteidigungsministeriums mit 15 Millionen US-Dollar.

Schon jetzt setzen die USA vor allem in arabischsprachigen Ländern eine Übersetzungssoftware ein. Diese ist allerdings verbesserungsbedürftig, da sie bei Dialekten und komplexen Aussagen nicht weiterhilft. Mit BOLT sollen nicht nur zwischenmenschliche Übersetzungen (wobei der Schwerpunkt auf der Übersetzung zwischen englischer und arabischer Sprache, inklusive der Dialekte, liegt) ermöglicht werden, sondern auch solche zwischen Mensch und Maschine möglich sein, d.h. also der Roboter soll beispielsweise mit E-Mails oder Microsoft Excel umgehen können. Hierbei soll keine Rolle spielen, ob es sich um einen geschriebenen oder gesprochenen Text handelt – BOLT soll imstande sein, genreunabhängig zu arbeiten.

Über C-3PO
Der Charakter aus dem Star-Wars-Universum ist ein Android speziell für die Interaktion mit Lebensformen. Der Protokolldroid sorgt für einen reibungslosen Ablauf bei Treffen zwischen verschiedenen Kulturen. Nach eigenen Angaben beherrscht er über sechs Millionen Kommunikationsformen. Seine Stimme und seine Verhaltensweisen sind bemerkenswert menschenähnlich – dies soll eine Zusammenarbeit mit humanoiden Besitzern erleichtern. Im Gegensatz zu dem mutigen, 0,96 m großen R2-D2, einem Astromech-Droiden, der sich auf Rädern fortbewegt, wie ein Mechaniker Raumschiffe repariert, nur Pfeiftöne von sich gibt und dessen Sprache oft von seinem unzertrennlichen Freund C-3PO übersetzt wird, ist der 1,67 m große C-3PO ein Antiheld.

C-3PO redet viel und nervt seine Besitzer und Begleiter schnell mit seiner aufdringlichen Geschwätzigkeit, obwohl er stets äußerst höflich und vorsichtig handelt. Die Kooperation wird zudem dadurch erschwert, dass er sich über alles beschwert und zumeist R2-D2 daran schuld sein soll. Seine eingebaute Kreativität steigt von Stufe Null auf Stufe Drei. Aus diesem Grund übertreibt C-3PO häufig. Seinen Besitzer Luke hingegen stört dies nicht, weshalb er ihn nicht umprogrammiert. Luke ist nämlich der Ansicht, dass dies den Roboter noch menschlicher macht. C-3PO irrt sich oft und begeht Fehler, die er allerdings nicht einsehen will. Diese Eigenschaften und seine tollpatschige Art machen C-3PO noch menschlicher. Der Schöpfer von Star Wars George Lucas äußerte sich in Bezug auf C-3PO, R2-D2, Obi-Wan Kenobi und Anakin wie folgt: „Sie sind die eigentlichen Helden der Saga.“ Gespielt wurde der C-3PO in den sechs Star-Wars-Filmen von Anthony Daniels (Bild unten).

[Text: Jessica Antosik. Quelle: krone.at, 06.04.2011; starwarss.de; starwars-union.de; jedipedia.de; wikipedia.de. Bilder: wikipedia.de; jedipedia.de.]

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