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Archive für Mai 2011

Japaner arbeiten an mobilem Simultanübersetzer

Bei den bislang entwickelten Smartphone-Apps rund ums Übersetzen und Dolmetschen handelt es sich lediglich um kleine Hilfen für Touristen. Momentan arbeitet jedoch das japanische Unternehmen NTT DoCoMo an einer ernsthaften Echtzeit-Lösung.

Das Ziel ist es, Gesprochenes, das bedeutet also komplexe Sätze, Dialoge mit sich überlappenden Wortfetzen und diverse Sprachen, auf der Straße oder in Räumen mit dem Mobiltelefon aufzunehmen, um es in Echtzeit in eine andere Sprache zu übersetzen. NTT DoCoMo arbeitet an einem mobilen Simultan-Übersetzungssystem, das sprachgesteuert sein sowie präzise und verständliche Ergebnisse liefern soll.

Hierfür werden die besten verfügbaren Technologien aus den Bereichen Stimm- und Spracherkennung, maschineller Übersetzung und künstlicher Stimmerzeugung für die Ausgabe vereint. Dieser Rechenaufwand überfordert noch die Smartphones. Aus diesem Grund leitet das Unternehmen die Hauptlast der Berechnungen im Hintergrund an eine Cloud bzw. Rechnerwolke, wo genügend Rechenleistung bereit steht, um problemlos mehrstündige Konferenzen in mehreren Sprachen ermöglichen.

Im bisherigen Funktionsdemo wird ein japanischer Zeitungsartikel vorgelesen, der direkt in die englische Sprache übertragen wird. Das Video dazu finden Sie hier. Derzeit werde noch an Präzision und Geschwindigkeit gefeilt.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: itespresso.de, 30.05.2011. Bild: wikipedia.de.]

Sicherheitshinweise einsprachig, Verbotsschilder mehrsprachig: Ausländerdiskriminierung?

In einigen Bahnen im Ruhrgebiet sind wichtige Sicherheitshinweise lediglich in deutscher Sprache verfasst, ein spezieller Hinweis für potenzielle Schwarzfahrer ist dagegen in acht Sprachen (Niederländisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch, Türkisch und Russisch) übersetzt worden. Diese werden davor gewarnt, dass für das Fahren ohne Fahrschein ein “erhöhtes Beförderungsentgelt von 40 Euro” erhoben wird. Unterstrichen wird die Information mit den Worten: “Bitte ersparen Sie uns und Ihnen den damit verbundenen Ärger.”

Nun lässt sich darüber streiten, ob die mehrsprachigen Hinweisschilder in den Bahnen ein Zeichen für Weltoffenheit sind. Doch dann stellt sich die Frage, warum die Sicherheitshinweise, die eventuell Leben retten könnten (beispielsweise Informationen zum “Verhalten bei Betriebsstörung im Tunnel”), nur auf Deutsch vorliegen. Nach Monika Düker, Landesvorsitzende und flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen in NRW, handelt es sich hier um eine “eindeutige Diskriminierung bestimmter Gruppen”. “Man stigmatisiert Ausländer zu Schwarzfahrern, indem man ihnen nur diese Information sprachlich zuweist.”

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, äußerte sich in diesem Zusammenhang wie folgt: “Natürlich kann man nicht sämtliche Schilder im öffentlichen Raum in allen Sprachen wiedergeben. Doch man sollte abwägen, welche Schilder – zum Beispiel, um Gefahren zu vermeiden – man in welche Sprachen übersetzt.”

Nach Angaben von Thomas Nordiek, dem Sprecher der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG), überarbeite man momentan mit der Essener Verkehrs-AG (EVAG) die Hinweisschilder in Bussen und Bahnen. Geplant sei auch die Übersetzung wichtiger Hinweisschilder in mehrere Sprachen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: derwesten.de, 30.05.2011.]

“Forbettern” Sie Ihr Englisch

Viele sind der Ansicht, dass es sich bei Englisch um eine leicht zu erlernende Sprache handle, da zahlreiche Wörter ähnlich oder schnell zu erschließen und die Verbformen einfach seien. Doch der Amerikaner Eric T. Hansen warnt vor fiesen Sprachfallen, die auf den Englisch sprechenden Deutschen lauern. Er untersucht typisch deutsche Phänomene, die die Deutschen gerne in die englische Sprache übertragen.

Das Buch Forbetter your Englisch beinhaltet zahlreiche kurze, pointierte Essays über die englische Sprache und das Englischlernen. Es bietet denjenigen, die an der Sprache Spaß haben, die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse auf unterhaltsame Art und Weise zu verbessern. Nachfolgend zwei Beispiele: “Don’t eat the menue.” (”Iss die Speisekarte nicht.”), bewahrt die Deutschen davor, sich den Magen zu verderben. “This morning I stood up at 6. a.m.” (”Diesen Morgen stand ich um 6 Uhr auf meinem Bett.”): Während der Rest der Welt ihr Bett zum Liegen und Schlafen benutzt, lieben es die Deutschen, gelegentlich auf ihrem Bett rumzustehen. Der Lerneffekt ist beim Lesen und Lachen inbegriffen. Dies verdeutlicht zudem das folgende Beispiel: “We were three” (Wir sind drei, dürfen aber schon Alkohol trinken) anstatt “There were three of us”. Ferner nimmt der Autor auf die sog. “false friends”, die “falschen Freunde”, Bezug. Lustig ist auch die Fettnäpfchenliste, die insbesondere auf den Unterschieden zwischen dem britischen und amerikanischen Englisch beruht.

Mit dem Buch lernt man einerseits Fettnäpfchen zu meiden und die Angst vor dem Sprechen zu überwinden, andererseits erfährt man aber auch viel über das Denken und somit das Verhalten der Amerikaner.

Einen Auszug aus dem Buch können Sie hier lesen.

Zu Eric T. Hansen
Eric T. Hansen ist 1960 geboren und auf Hawaii aufgewachsen. Dort studierte er Linguistik und entdeckte sein Interesse für die europäische Kultur. Als er 1981/1982 als Mormonenmissionar nach Deutschland geschickt wurde, entschloss er sich in Deutschland zu bleiben und unterrichtete viele Jahre Englisch, um sein Studium der Literatur des deutschen Mittelalters in München zu finanzieren. Seit nun mittlerweile über 25 Jahren lebt Hansen in Deutschland, arbeitet als Satiriker, Buchautor und Journalist und ist von der Begeisterung der Deutschen für die englische Sprache und von ihren typischen Fehlern fasziniert. Mit viel Humor versucht er, diesen auf den Grund zu gehen und tut somit das für das Englische, was Sebastian Sick für das Deutsche tut.

Zum Buch
Eric T. Hansen: Forbetter your English. Die Deutschen und ihr Englisch. 176 Seiten. Langenscheidt-Verlag (4. Mai 2011). ISBN: 978-3-468-73821-0. 12,99 Euro.

[Text: Jessica Antosik. Quellen: ethansen.de, langenscheidt.de, amazon.de. Bild: langenscheidt.de.]

Aghanistan: Dolmetscherin verletzt, Zustand kritisch

Eine deutsche Dolmetscherin wurde am 28.05.2011 bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan schwer verletzt. Laut Bundeswehr befindet sich die Frau in einem “kritischen Zustand”.

Das Attentat ereignete sich in der deutschen Besatzungszone im Norden des Landes in der Stadt Talokan bei einem Treffen hochrangiger Politiker und Militärs im Gouverneurspalast der Provinz Takhar. Dabei kamen zwei deutsche Soldaten ums Leben, der kommandierende General und zahlreiche weitere Personen wurden verletzt.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Spiegel Online, 2011-05-29.]

Tolingo braucht mehr Geld: Acton, Neuhaus und KfW beteiligen sich

Die Online-Übersetzungsplattform Tolingo hat “eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen”, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung beteiligt sich der Münchner Wachstumsinvestor Acton Capital Partners an dem Unternehmen. Neben Lead-Investor Acton nehmen die Hamburger Venture-Capital-Gesellschaft Neuhaus Partners und die KfW über das mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführte Programm “ERP-Startfonds” an dieser zweiten institutionellen Finanzierungsrunde teil. Beide investieren bereits seit Oktober 2009 in Tolingo. Die übrigen Anteile liegen in den Händen von Gründern und Management des Hamburger Unternehmens sowie bei einigen Business Angels. Über die Konditionen der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart.

“Mit dem frischen Kapital wollen wir in Deutschland und auch im Ausland wachsen”, sagt Tolingo-Geschäftsführer Gunnar Piening. “Die Globalisierung bietet enorme Chancen für unser Geschäft. Unternehmen auf der ganzen Welt agieren zunehmend international und benötigen hochwertige Übersetzungen, die in kurzer Zeit verfügbar sind”, ergänzt Gründer und Geschäftsführer Hanno von der Decken.

Neuinvestor Acton Capital Partners ist vom Geschäftsmodell des Hamburger Unternehmens überzeugt. “Tolingo verbindet starke Kundenorientierung mit einer ausgereiften technischen Infrastruktur”, erklärt Dr. Christoph Braun, Managing Partner bei Acton. “Wir freuen uns, Tolingo auf seinem internationalen Wachstumskurs zu unterstützen.”

“Wir haben in Acton einen innovativ denkenden und gleichgesinnten Partner gefunden”, sagt Matthias Grychta, Managing Partner bei Neuhaus Partners. “Tolingo ist nun ausgezeichnet kapitalisiert, um den nächsten Schritt in der bisher sehr erfolgreich verlaufenden Unternehmensentwicklung zu nehmen.”

Die Online-Übersetzungsplattform Tolingo wurde 2008 gegründet. Sie beschäftigt in Hamburg 40 Mitarbeiter. Mehr als 10.000 Unternehmen gaben im vergangenen Jahr Fachübersetzungen über die Plattform in Auftrag, inzwischen sind 6.000 Übersetzer für Tolingo im Einsatz.

www.tolingo.de

[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung Tolingo, 2011-05-24.]

Nativy: Marktplatz für professionelle Übersetzungen

Nach eineinhalb Jahren Entwicklungszeit startet eine Webplattform für Übersetzungsdienstleistungen auf www.nativy.com. Josef Brunner und Anton Kerschbaummayr (Bild) entwickelten mit Übersetzern aus Wien eine Software für die direkte und einfache Vergabe von Übersetzungsaufträgen. Der Grund für das Projekt für Brunner und Kerschbaummayr lag in der eigenen Erfahrung mit der unprofessionellen Preisfindung und den unausgereiften IT-Lösungen bei Marktplätzen für Dienstleistungen. Die wichtigsten Kriterien für die eigene Softwarelösung waren Verhinderung von Preisdumping, direkter Kontakt mit Übersetzern, Kostenkontrolle, Qualitätskontrolle, professionelle Abwicklung sowie Adminsitration.

Bei der Auftragsvergabe erhält der Kunde einen Vorschlag zu den drei für den Auftrag am besten geeigneten Übersetzern, den Gesamtpreis für die Übersetzung sowie den Liefertermin. Der Kunde hat die Möglichkeit, die vier Vergabekriterien Preis, Zeit, Fachgebiet und bisherige Zusammenarbeit nach eigenen Anforderungen entsprechend zu gewichten. Anschließend kann der Kunde einen der drei vorgeschlagenen Übersetzer auswählen und der Arbeitsprozess beginnt. Zur Qualitätssicherung werden alle angefertigten Übersetzungen von einem zweiten Übersetzer korrekturgelesen.

Bereits 151 professionelle Übersetzer, die von Nativy gemäß der europäischen Norm für Übersetzungsdienstleistungen EN 15038 geprüft wurden, arbeiten mit nativy zusammen und bieten über 30 Sprachkombinationen an. „Wir wollen die Arbeitswelt für freiberufliche ÜbersetzerInnen verbessern und unseren Kunden eine qualitativ hochwertige, rasche und zuverlässige Übersetzungsleistung zu normalen Konditionen bieten“, so die beiden Gründer der Plattform.

Finanziell unterstützt wird Nativy vom Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) sowie vom universitären Gründerservice INiTS.

[Text: Jessica Antosik. Quellen: nativy.com; inits.at, 24.05.2011. Bild: nativy.com.]

Neue Fachgesellschaft für kindliche Sprachstörungen gegründet

Die Zahl der Kinder, die in Deutschland unter Sprachstörungen leiden, steigt kontinuierlich. Angesichts dieser Entwicklung wurde am 20./21. Mai 2011 in Leipzig im Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte die Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum (giskid) gegründet. Initiatoren dieses Vorhabens sind Dr. Julia Siegmüller, Dr. Annette Fox-Boyer und Dr. Peter B Marschik. Vorsitzende ist die Logopädin und Wissenschaftlerin Dr. Julia Siegmüller aus Rostock.


v.l.n.r.: Inge Holler-Zittlau, Svenja Roedel, Peter B Marschik, Annette Fox-Boyer, Julia Siegmüller, Dagmar Bittner, Ralf Vollmann, Stephan Sallat

Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören der Gesellschaft an. Alle Berufsgruppen, die mit der Erforschung von Kindersprache und Therapie von Sprachstörungen in Verbindung stehen, d.h. also aus den Bereichen Logopädie, Sprachheilpädagogik, Linguistik, Patholinguistik, Sonderpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik, Psychologie, Phoniatrie und Pädaudiologie, haben die Möglichkeit, sich anzuschließen.

Sieben Prozent der Kinder eines Jahrgangs haben Entwicklungsstörungen, wobei es sich dabei fast ausschließlich um Sprachentwicklungsstörungen handle, so Siegmüller. “Wer ein solches Problem hat, bekommt immer mehr Schwierigkeiten, später einen Fuß auf den Boden zu bekommen.” Heutzutage ist es unabdingbar, perfekt lesen und schreiben zu können. Einer Person, die ihre Muttersprache nicht richtig beherrsche, falle es auch schwer, Fremdsprachen zu erlernen. Nach Siegmüller trägt allerdings auch die Gesellschaft eine bedeutende Verantwortung: “Sie steht diesen Erkrankungen immer weniger tolerant gegenüber und bietet solchen Menschen keine Nischen mehr.”

Die steigende Zahl der Kinder mit Sprachstörungen ist jedoch auch damit zu begründen, dass man mit der Zeit viel über Sprach- und Entwicklungsstörungen erfahren hat: “Wir finden immer mehr Kinder, bei denen das vor einigen Jahrzehnten vielleicht noch gar nicht aufgefallen wäre”, erklärt die Vorsitzende von der giskid. Eltern sind zunehmend verunsichert und tun alles, um die Auffälligkeiten bei ihren Kindern zu beseitigen.

Die “Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum” versteht sich als Informations- und Austauschplattform für den Spracherwerb, seine Störungsbilder, Forschungsergebnisse sowie Ausbildungsstätten. Sie will aber nicht nur Experten, sondern auch die Eltern der betroffenen Kinder erreichen.

Die Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES) wird als Fachtagung in die Fachgesellschaft integriert und nach wie vor alle zwei Jahre stattfinden.

[Text: Jessica Antosik. Quellen: dbs-ev.de; heute-gesund-leben.de, 23.05.2011. Bild: giskid.eu.]

Schubhaft-Seelsorger freuen sich über Wörterbücher und Dolmetscher

Nachdem die österreichische Zeitung “Salzburger Fenster” über die Schubhaft-Seelsorger des Salzburger Schubhaftgefängnisses und die durch die Sprachbarrieren verursachten Probleme berichtet hatte, spendeten Leser zahlreiche Wörterbücher in den verschiedensten Sprachen. “Dafür möchten wir uns herzlich bei den Spendern bedanken. So ein kleines Buch kann Wunder bewirken”, sagt die ehrenamtliche Helferin Anna Maria Baliarda. Mit den Büchern können sich die Häftlinge nämlich verständlich machen.

Vor kurzem habe nun eine inhaftierte Chinesin zum ersten Mal gesprochen. Sie fand in der Zelle das Chinesisch-Deutsch-Wörterbuch ihrer abgeschobenen Kollegin. “Diese kleine Frau hat gestrahlt, weil sie endlich etwas sagen konnte”, so die 74-jährige Baliarda.

Des Weiteren haben sich zehn SF-Leser als freiwillige Dolmetscher für die wöchentliche Seelsorge-Stunde gemeldet, in der im vergangenen Jahr mehr als 300 Menschen aus insgesamt 23 Ländern betreut wurden.

Bisher haben die ehrenamtlichen Helfer Papierkarten mit Symbolen wie beispielsweise “Duschen”, “Wäsche waschen” oder “Doktor” mitgebracht, damit die Häftlinge auf diese Weise zeigen konnten, was sie benötigen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: salzburger-fenster.at, 09/23.05.2011. Bild: salzburger-fenster.at.]

Fazit 4. ADÜ-Nord-Tage: Teilnehmer, Referenten und Organisatoren mehr als zufrieden

Die 4. ADÜ-Nord-Tage 2011 fanden vom 20. bis 22. Mai 2011 in Hamburg bei angenehmem Wetter und sehr guter Stimmung statt. Unter dem Motto »Kompass ausrichten – Frischer Wind oder bewährter Kurs?« trafen sich 165 Sprachmittler und Referenten im NH Hotel Hamburg-Altona, um ihren beruflichen Horizont zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und ihr Netzwerk zu pflegen.

In 13 Workshops und 16 Fachvorträgen wurde eine breite Themenpalette von Layout, Typografie und DTP über Software-Lokalisierung, Terminologieaufbereitung und Textadaption für Untertitelung, PR, Werbung, Wissenschaft und Medizin bis zu Stimmschulung, Konferenzorganisation für Dolmetscher, Website-Konzeption, Selbstmarketing sowie Steuer- und Rechtsfragen angeboten.

Im Eröffnungsvortrag »Übersetzen hat (fast) nichts mit Sprache zu tun« zeigte Prof. Dr. Hans Schwarz von der Fachhochschule Magdeburg-Stendahl den Teilnehmern auf, in welche Nachbardisziplinen sie sich dank ihrer bereits vorhandenen Kompetenzen einarbeiten könnten. Marketingberaterin und Trainerin Dr. Thea Döhler nahm diesen Faden in ihrem sehr lebendigen Abschlussvortrag »Konferenzkater ade!« wieder auf und gab den Teilnehmern Tipps mit auf den Weg, wie sie die Anregungen aus den drei Konferenztagen konkret mit in ihren Arbeitsalltag übernehmen und in die Tat umsetzen können.

Zum Abschluss der Konferenz fand die Verlosung von 6 CAT-Tool-Lizenzen (1 x memoQ von Kilgray, 2 x Trados 2009 von SDL Trados und 3 x DVX II von Atril) statt, die die Hersteller uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatten.

Ein ganz neues Konzept auf diesen 4. ADÜ-Nord-Tagen war das Netzwerk-Café, das am Samstag und Sonntag durchgehend geöffnet war. In den Pausen trafen sich hier gesprächswillige Teilnehmer, die sich angeregt mit Kollegen des gleichen Fachgebiets oder der gleichen Sprache austauschten. Das Interesse war groß und die Unterhaltungen sehr lebhaft.

Auch das Rahmenprogramm (drei Betriebsbesichtigungen und ein Abendessen im »Zippelhaus« mit Autorenlesung des Wahl-Hamburgers David Bergmann, der bereits die beiden amüsanten Bücher »der, die, was?« und »wie, wer, das?« zur deutschen Sprache aus Sicht eines Amerikaners veröffentlicht hat) war von der Mehrzahl der Teilnehmer begeistert aufgenommen worden. Die signierten Bücher von David Bergmann »gingen weg wie warme Semmeln«, um eine der wundersamen deutschen Redensarten zu benutzen, die er so treffend analysiert.

Wenn Sie diese erfolgreiche Konferenz versäumt haben, können Sie im 152-seitigen Konferenzband zu den 4. ADÜ-Nord-Tagen (15,80 Euro inkl. MwSt.) fast alle Fachvorträge und einige Workshops nachlesen. Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit mit portofreiem Inlandversand direkt beim ADÜ Nord finden Sie unter
http://adue-nord.de/pls/apex/f?p=113:3::NAVI:NO::P0_REGION:13420.

Weitere Berichte und Bilder finden Sie auf der Website des Verbands und im nächsten Infoblatt.

ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 360 hoch qualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.

www.adue-nord.de

[Text: ADÜ Nord. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2011-05-23. Bild: ADÜ Nord.]

EXPOLINGUA Berlin 2011

Vom 28. bis 30. Oktober 2011 findet die EXPOLINGUA Berlin, die 24. Internationale Messe für Sprachen und Kulturen, statt. Diese bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten des Fremdsprachenlernens und -lehrens. Die Aussteller stellen Sprachlernangebote weltweit sowie innovative Sprachlernmethoden und -angebote mit neuen Medien vor und informieren über die Kultur und Sprache anderer Länder.

Zu den über 200 Ausstellern aus mehr als 30 Ländern zählen u. a.:

  • Sprachschulen aus aller Welt
  • Sprachreiseveranstalter
  • Austauschorganisationen
  • Botschaften, Kulturinstitute und Fremdenverkehrsämter
  • Internationale Hochschulen
  • Anbieter von Sprachtests
  • Anbieter von Sprachlern- und Übersetzungssoftware
  • Verlage

Das Ausstellerverzeichnis der EXPOLINGUA Berlin 2010 finden Sie hier.

Die EXPOLINGUA Berlin ist ein Treffpunkt für die Sprachlernbranche. Fremdsprachenlehrkräfte, Spezialisten für Personal und Training, Sprachreiseagenten, Vertreter von Verlagen, Schulen und Kulturinstituten knüpfen auf der EXPOLINGUA Berlin neue Kontakte und pflegen bestehende Netzwerke.

Sowohl Schüler und ihre Eltern, Auszubildende, Studierende, Lehrer, Dozenten, Professoren, Übersetzer und Dolmetscher als auch Berufstätige und Rentner mit Interesse an sprachlicher und kultureller Weiterbildung sind auf der Messe herzlich willkommen.

Ein wichtiger Bestandteil der EXPOLINGUA Berlin ist das umfangreiche messebegleitende Vortragsprogramm. In rund 100 Vorträgen informieren fachkundige Referenten unter anderem über Folgendes:

  • Austauschprogramme
  • Studienmöglichkeiten und Praktika im Ausland
  • Sprachen lernen 50+
  • Sprachtests und -zertifikate
  • Übersetzen und Dolmetschen
  • Computer Assisted Language Learning (CALL)
  • Sprachpolitik
  • Sprachwissenschaft
  • Sprachlernprogramme

Äußerst beliebt auf der Messe sind die Mini-Sprachkurse, in denen eine Fremdsprache sofort ausprobiert werden kann. Des Weiteren werden spezielle Vorträge für Fremdsprachenlehrkräfte angeboten.

Die Teilnahme am Vortragsprogramm ist für Besucher der Messe kostenlos. Das Vortragsprogramm der EXPOLINGUA Berlin 2011 wird Anfang September auf der Website der EXPOLINGUA Berlin zur Verfügung stehen. Das Vortragsprogramm der 23. Internationalen Messe für Sprachen und Kulturen (EXPOLINGUA Berlin 2010) können Sie hier als Pdf-Version herunterladen. Den Abschlussbericht der EXPOLINGUA Berlin 2010 mit Zahlen und Fakten rund um die vergangene Messe können Sie hier abrufen.

Organisiert wird die EXPOLINGUA Berlin von der LinkICWE GmbH.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: expolingua.com. Bild: expolingua.com.]