Handy-Betrug: Dolmetscherin wegen Beihilfe zu Haftstrafe verurteilt

JustitiaIn Klagenfurt wurde am 25.08.2011 eine 27-jährige Dolmetscherin aus Ungarn, die für eine Bande von Handy-Betrügern tätig wurde, zu einer Haftstrafe von 18 Monaten, davon sechs unbedingt, verurteilt. Da sie bereits acht Monate in Untersuchungshaft saß, wurde die restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Die kriminelle Bande als Auftraggeberin der Dolmetscheinsätze hatte mit gefälschten Meldezetteln Verträge über kostenlose Handys und Notebooks abgeschlossen und die Geräte weiterverkauft. Die Dolmetscherin half ungarischen und slowakischen Staatsbürgern, bei verschiedenen österreichischen Banken Konten zu eröffnen. Die Handy-Verträge wurden dann mit diesen Bankverbindungen abgeschlossen. Die Entgelte an die Mobilfunkbetreiber wurden nicht bezahlt. Der Gesamtschaden soll sich auf mehr als 120.000 Euro belaufen.

Der Dolmetscherin konnte eine Mitwirkung in 19 Fällen nachgewiesen werden. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl weit höher ist. Die Dolmetscherin wurde für ihre Einsätze von der Bande bezahlt. Nach Angaben der von Anfang an geständigen Frau seien das aber immer nur kleine Beträge gewesen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: ORF, 2011-08-30. Bild: Richard Schneider.]

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