Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs uepo.de - Das Nachrichtenportal für Übersetzer für Januar, 2012.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Dez | Feb » | |||||
| 1 | ||||||
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
| 30 | 31 | |||||
- Ausbildung (67)
- Bibel/Koran (12)
- Bücher (75)
- Büroorganisation (13)
- Deutsche Sprache (94)
- Dolmetschen (95)
- Einwanderer (23)
- EU (40)
- Fremdsprachen (52)
- Gebärdensprachdolmetscher (9)
- Gebärdensprache (14)
- Gerichtsdolmetscher (81)
- Geschichte (30)
- Honorare/Gehälter (14)
- Interview (4)
- Literaturübersetzer (112)
- Lokalisierung (12)
- Markt (28)
- Maschinelle Übersetzung (12)
- medizinisch-soziales Dolmetschen (9)
- Missstände (47)
- Nachrichten (73)
- Nachrufe (8)
- Politik (59)
- Porträt (49)
- Qualitätssicherung (9)
- Recht (2)
- Simultandolmetscher (28)
- Sprache allgemein (61)
- Terminologie (24)
- Übersetzen (31)
- Übersetzungsfehler (31)
- Unternehmen (129)
- Veranstaltungen (163)
- Verbände (129)
- Videos (7)
- Werkzeuge (129)
- Wissenschaft (30)
- Wörterbücher (53)
- Zeitschriften (68)
- 22.5.2012: Universität Hildesheim: Master "Medientext und Medienübersetzung"
- 21.5.2012: Bram Stokers "Dracula" neu übersetzt
- 20.5.2012: Über die (Un-)Sitte der Filmsynchronisation in Deutschland
- 19.5.2012: Immer weniger luxemburgische Muttersprachler
- 18.5.2012: Focus: Wissenstest zur deutschen Sprache
- 17.5.2012: Anglizismen-INDEX Nr. 10 erhältlich
- 16.5.2012: Brandenburg: Kürzungen beim bilingualen Unterricht geplant
- 15.5.2012: Besonderheiten der schriftlichen Kommunikation im Internet
- 14.5.2012: Linguee startet Abonnement-Dienste "Premium" und "Professional"
- 13.5.2012: Kurzkrimi "Der Dolmetscher" von Marla B. Singer
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
Archive für Januar 2012
TC3 - Neues sprachwissenschaftliches Magazin der Uni Mainz
31.1.2012 von Nina Neumann.
Dolmetscher und Übersetzer, die sich für die jüngsten wissenschaftlichen Entwicklungen auf ihrem Gebiet interessieren, können auf ein neues Fachmagazin zugreifen: „TC3 - Translation: Computation, Corpora, Cognition“ lautet der Titel des Journals, das sich mit neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet Übersetzen und Dolmetschen befasst. Als „Open Access Journal“ steht es allen Interessenten kostenfrei im Internet zur Verfügung. „Mit TC3 schließen wir eine Lücke in der Translationswissenschaft“, teilt Prof. Dr. Silvia Hansen-Schirra von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) dazu mit. „Andere Fachzeitschriften auf diesem Gebiet sind entweder eher theoretisch oder aber didaktisch ausgerichtet. Wir legen dagegen unseren Schwerpunkt auf die empirische Forschung.“ Die Professorin für Englische Sprach- und Übersetzungswissenschaft in Germersheim gibt das Journal zusammen mit Prof. Dr. Stella Neumann von der RWTH Aachen und Dr. Oliver Čulo vom International Computer Science Institute in Berkeley, Kalifornien heraus.
Der Titel „TC3 – Translation: Computation, Corpora, Cognition“ beschreibt die Themengebiete, mit denen sich das Journal insbesondere befassen wird. „Computation“ deckt den Bereich der maschinellen und computergestützten Übersetzung ab, die vor etwa zwanzig Jahren Einzug in die professionelle Übersetzungs- und Dolmetscharbeit gehalten hat und heute aus dem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken ist. „Alles, was dem Dolmetscher und Übersetzer hilft, seine Tätigkeit schneller und zuverlässiger auszuführen“, soll nach den Worten von Hansen-Schirra in dem neuen Journal thematisiert werden. Dazu gehören neue Tools und Online-Ressourcen ebenso wie neue Oberflächen und Mensch-Maschine-Schnittstellen.
„Corpora“ spricht das Feld der Korpuslinguistik an, die Mitte der 90er Jahre in der Translationswissenschaft aufgekommen ist. Dolmetscher und Übersetzer sammeln Paralleltexte zu bestimmten Themen, um sich auf dieser Basis die Terminologie und Syntax zu erarbeiten. In den Anfängen handelte es sich noch um Textsammlungen auf Papier, heute stehen Korpus-Programme für die elektronische Suche und Archivierung zur Verfügung. „Cognition“ schließlich nimmt Bezug auf die Verarbeitung der Informationen und die Denkprozesse, die beim Übersetzen ablaufen. Beispielsweise werden in der Schreibprozessforschung die Tastaturbewegungen beobachtet und analysiert, um die Entstehung eines ersten Übersetzungsentwurfs und seine Überarbeitung zu verfolgen. Hansen-Schirra selbst hat in Germersheim ein Eye-Tracking-Labor aufgebaut, um den Translationsprozess und die Verständlichkeit von Texten empirisch zu erforschen.
In ihrer ersten Ausgabe von TC3 haben die Herausgeber den Schwerpunkt auf „Corpora“ gelegt, um damit einer Korpus-Konferenz, die 2009 in Liverpool stattgefunden hat („Corpus Linguistics 2009“), Raum zu geben. Die zweite Ausgabe, die in der ersten Jahreshälfte 2012 erscheinen soll, wird sich anlässlich einer computerlinguistischen Konferenz in Hamburg („GSCL 2011“) des Themas „Computation“ verstärkt annehmen. In allen Fällen legen die Herausgeber größten Wert auf Qualität. „Wir haben renommierte internationale Gutachter für unser Projekt gewonnen und werden versuchen, die Veröffentlichungen auf höchstem Niveau zu halten“, kündigt Hansen-Schirra an. Jeder eingereichte Text wird einem doppelt verdeckten Gutachten unterzogen, bei dem weder der Autor, noch der Gutachter den jeweils anderen kennt.
Die Publikation erfolgt, wie in der Disziplin üblich, in englischer Sprache. Als Besonderheit wird jedoch in jeder Ausgabe ein Aufsatz in einer anderen Sprache veröffentlicht werden, egal welcher: Gutachter für TC3 sind in China ebenso wie in Brasilien zu Hause und können die Einsendung in den verschiedensten Sprachen prüfen. Das Journal ist sowohl für die Leser als auch für die Autoren kostenfrei und wird von den beiden Lehrstühlen in Germersheim und Aachen finanziell getragen. „TC3 – Translation: Computation, Corpora, Cognition“ ist im Internet unter der Adresse http://www.t-c3.org/ zu finden.
Die Herausgabe des Magazins erfolgte in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der JGU, die damit in die Publikation von Open Access Journals einsteigt. Der Bereich soll in Zukunft noch ausgebaut werden.
weitere Informationen unter www.uni-mainz.de
[Text: Uni Mainz. Quelle: Pressemitteilun g Uni Mainz, 31.1.2012. Bild: Uni Mainz.]
Geschrieben in Nachrichten | Drucken | Keine Kommentare »
Terminologie: Die Sprache der anderen
30.1.2012 von Nina Neumann.
In der Technischen Dokumentation herrscht weitgehend darüber Konsens, dass Terminologie zur Vereinheitlichung der Firmensprache (”Corporate Language”) eingesetzt werden soll, und das ist auch richtig so. Viele sind an der Erstellung der unterschiedlichen Dokumente und Publikationen eines Unternehmens beteiligt. Es ist daher wichtig, dass sie ein gemeinsames Vokabular verwenden.Aber bei diesem Ansatz ist eine Komponente nicht vertreten: die Außenwelt. Diese lässt sich nur bedingt durch die “Corporate Language” beeinflussen, was nicht nur Kommunikationsprobleme verursacht, sondern auch echte Nachteile bringen kann. Etwa wenn sich die Zulassung eines Produkts verzögert, weil im Antrag falsche Schlagwörter stehen.
Welche ist denn diese Außenwelt? Sie lässt sich in folgende Hauptgruppen unterteilen: a) Kunden und Nutzer des Produkts, b) Behörden und Verwaltung sowie c) Zulieferer, Partner und Fremdunternehmen.
Mit dem Kunden möchte ein Unternehmen in unterschiedlichen Situationen kommunizieren. Er soll das Produkt gut bedienen und verstehen können. Er soll bei etwaigen Problemen schnell eine Lösung finden bzw. mit dem Technischen Support so sprechen können “wie ihm der Schnabel gewachsen ist”. Außerdem möchte das Unternehmen den Kunden bei Werbe- und Vertriebsmaßnahmen erreichen können. Es möchte beispielsweise, dass der Kunde es im Produktregister einer internationalen Messe findet, wenn dieser mit eigenen Suchbegriffen nach einem Produkt sucht.
Behörden gehören zum Umfeld eines Unternehmens. Ob es um die Zulassung eines Produkts geht, um eine Ausfuhrgenehmigung oder um die Einhaltung einer bestimmten Norm, überall findet man im Umgang mit Behörden eine normierte Fachsprache, deren Bedeutung oft exakt definiert ist. Man denke nur an die Rechtssprache oder an Produktnomenklaturen. Manch ein Entscheider wird sich sicherlich an die Auswirkungen eines falschen Fachworts in einem Vertrag erinnern.
Lieferanten und Wettbewerber interagieren mit dem Unternehmen in unterschiedlichen Situationen. Es arbeitet mit Lieferanten an gemeinsamen Projekten. Fachleute des Unternehmens und des Lieferanten müssen sich verständigen, Entwicklungsspezifikationen gleich auslegen, und dies auch wenn sie ungleiche Fachwörter verwenden. Bei der Suche nach geeigneten Lieferanten ist es für das Unternehmen von Vorteil, wenn es alle potenziellen Lieferanten anfragen kann, auch wenn diese im Internet oder in entsprechenden Registern unter einer anderen Bezeichnung verschlagwortet sind. Wettbewerbern begegnet man am Markt, bei Veranstaltungen oder man kommt mit ihnen bei Ausschreibungen oder Projekten in Berührung. Fast täglich berichtet die Presse von Firmenübernahmen, die zur Folge haben, dass zwei “Corporate Languages” auf einmal aufeinander treffen.
In all den oben geschilderten Situationen ist es im ureigenen Interesse des Unternehmens, “die Sprache der anderen” zu kennen und in geringem Umfang zu erfassen. Allerdings sollte es dabei nicht denselben Aufwand betreiben wie für das Erfassen und den Aufbau der eigenen Terminologie. Es kann aber bei Schlüsselwörtern marktgängige Synonyme erfassen und einige Schlüsselbegriffe aus Normen, Nomenklaturen oder Rechtstexten mitaufnehmen, sofern die eigene Terminologie davon abweicht. Bei der Auswahl der Synonyme kann es die Wörter nehmen, die im eigenen Firmenvokabular relativ häufig vorkommen und Kernprodukte oder Kernkomponenten der eigenen Produktlinie bezeichnen. So könnte ein Kompressorenhersteller neben dem eigenen Fachwort “Schraubenkompressor” auch marktübliche Bezeichnungen wie “Schraubenverdichter” mit entsprechenden Attributen in das Firmenwörterbuch aufnehmen.
Wie können solche Termini aus “der Sprache der anderen” eingesetzt werden? Eine wichtige Einsatzsituation betrifft die Benutzerfreundlichkeit der Dokumentation wie beispielsweise Bedienungsanleitungen oder Anwenderhandbücher für Software. Jeder hat schon den Fall erlebt, bei dem er vergeblich nach einer Funktion oder Information in einem Handbuch gesucht und diese nicht gefunden hat, weil sie anders verschlagwortet war. Moderne Editoren oder DTP-Systeme erlauben durchaus die Eingabe unsichtbarer Synonyme in Indexfeldern (siehe “Wussten Sie das?” auf Seite 2). Damit wird beispielsweise der Anwender unter dem Stichwort “Wizzard” auf die Arbeit mit dem “Assistenten” verwiesen, auch wenn “Wizzard” nicht zur “Corporate Language” gehört und als “verboten” gilt. Das Prinzip lässt sich auf unterschiedliche Suchmöglichkeiten über Stichwörter erweitern: “Suche nach ABC, siehe XYZ”. Das Stichwort für derartige Synonymgruppen heißt “semantisches Feld”, welches oft unsichtbar in verschiedenen Internet- und Browserapplikationen integriert ist.
Natürlich beschränkt sich dieser Ansatz nicht nur auf die deutsche Sprache. Internationale Unternehmen haben einen mehr oder weniger großen Umsatzanteil im Ausland. Es lohnt sich daher für sie, bei den am meisten benötigten Sprachen ähnlich vorzugehen. Dabei können sich Unternehmen von ihren Übersetzungsdienstleistern unterstützen lassen.
Eine optimierte Kommunikation mit der Außenwelt zählt sicherlich zu den Hauptvorteilen der Terminologiearbeit. Eine bessere Kommunikation mit Kunden, das Erreichen neuer Kundenkreise, ein reduzierter Aufwand des Technischen Supports, die reibungslose Übernahme eines Unternehmens. Das sind einige Beispiele für Vorteile, die durch die terminologische Aufbereitung der “Sprache der anderen” erzielt werden können. Sie lassen sich in bares Geld umrechnen.
[Text: D.O.G. GmbH. Quelle: D.O.G. news, 1/12. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Dr. François Massion.]
Geschrieben in Terminologie | Drucken | Keine Kommentare »
Videodokumentation: Daakaka - eine Sprache stirbt aus
29.1.2012 von Richard Schneider.
Daakaka wird nur noch von rund 600 Bewohnern des Inselstaates Vanuatu im Südpazifik gesprochen. Wissenschaftler vom Berliner Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) versuchen, die vom Aussterben bedrohte Sprache zu dokumentieren und suchen nach Möglichkeiten, sie zu bewahren. Das ZAS ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut des Landes Berlin, das auf das Zentralinstitut für Sprachwissenschaft (ZISW) an der Akademie der Wissenschaften der DDR zurückgeht.
Die Forscher um die Anthropologin Soraya Hosni und die Linguistin Kilu von Prince haben ihre Bemühungen in einem Videotagebuch festgehalten, dessen zehn Kapitel Überschriften tragen wie “Bedrohter Sprachschatz”, “Weibliche Sprachgenies”, “Tor zur Welt der Buchstaben”, “Ein Wörterbuch für Daakie”.
Auf der Website der VolkswagenStiftung, die die Unternehmung gefördert hat, wird das Projekt wie folgt beschrieben:
Mit dem DoBeS-Programm unterstützt die VolkswagenStiftung seit über zehn Jahren weltweit Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen bei der Dokumentation bedrohter Sprachen und bei der Entwicklung von Empfehlungen für Sprachdokumentation und Archivierung. Die Sprachen werden mit Tonband, Videokamera, Fotoapparat und Notizblock aufgezeichnet und in einem eigens dafür eingerichteten elektronischen Archiv am Max Planck Institute für Psycholinguistik in Nijmegen aufbewahrt. Im DoBeS-Projektverbund wird auch das Dokumentationsteam um Professor Dr. Manfred Krifka vom Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin und der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin gefördert.
Die Heimat des Daakaka
Ambrym ist die fünftgrößte Insel des südpazifischen Staates Vanuatu. Etwa 7.000 bis 10.000 Menschen leben auf der knapp 680 Quadratkilometer großen Insel. Geologisch gesehen ist Ambrym ein riesiger Vulkankegel. Im unbewohnten Inneren der Insel liegen zwei aktive Vulkankrater in einer großen, aufgrund der schwefelhaltigen Niederschläge fast vegetationsfreien Caldera (Vulkankessel). Daher lebt die Bevölkerung hauptsächlich an den fruchtbaren Küsten im Norden, Südosten und Südwesten. Untereinander haben diese Regionen nur wenig Kontakt.
Mindestens drei unterschiedliche Sprachen identifizierten die Forscher alleine im abgeschiedenen Südwesten der Insel. Eine davon ist Daakaka, das von weniger als 1.000 der insgesamt rund 3.000 hier lebenden Menschen gesprochen wird. Die Sprachen Südwest-Ambryms sind besonders gefährdet: Die aktiven Vulkane und der saure Regen drohen die Bevölkerung zu vertreiben. Und seit das Mobiltelefon die Insel erreicht hat, setzt sich Bislama, die auf dem Englischen basierende Verkehrssprache Vanuatus, immer stärker durch und verdrängt die lokalen Sprachen.
Daakaka bewahren
Soraya Hosni und ihre Kollegen wollen die Verwendung der Sprachen in vielfältiger Weise dokumentieren. Mit Mikrofon und Kamera nehmen die Forscher zum Beispiel Geschichtenerzähler auf, dokumentieren Sandzeichnungen, Lieder und Spiele oder Gerichtsverhandlungen und enträtseln die Begrifflichkeiten des komplexen Verwandtschaftssystems. Mit Hilfe der Einheimischen werden die Aufzeichnungen sorgfältig übersetzt und analysiert. Mit diesem Material wollen die Wissenschaftler später mehrsprachige, möglichst umfassende Wörterbücher und kleinere Schulbücher in den bedrohten Sprachen produzieren, die sie den Einheimischen zur Verfügung stellen.
Die Zahl der Sprachen nimmt seit Jahrtausenden mit rapide zunehmender Geschwindigkeit ab. Um das Jahr 10.000 v. Chr. gab es rund 20.000 Sprachen, im 15. Jahrhundert n. Chr. waren es rund 7.500, heute sind es ca. 6.000. Es gibt Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass um das Jahr 2200 herum nur noch hundert verschiedene Sprachen existieren werden.
Das “Videotagebuch der Wissenschaft” zur Erfassung der aussterbenden Sprache Daakaka können Sie unter anderem auf der Website sciencemovies.de und bei stern.de aufrufen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Stern, 2012-01-29.]
Geschrieben in Wissenschaft, Videos | Drucken | Keine Kommentare »
Hundenamen im Wandel der Zeiten: Benny und Sammy statt Bello und Hasso
28.1.2012 von Richard Schneider.
Nicht nur bei der Benennung seiner Kinder, sondern auch bei der Auswahl von Namen für sein liebstes Haustier, den Hund, neigt der Deutsche zu pseudokosmopolitischem Imponiergehabe. So lassen sich die Ergebnisse einer Magisterarbeit interpretieren, die Eva Schaab an der Universität Mainz im Fach Onomastik (Namenskunde) vorgelegt hat. Die Studentin hat Listen mit Hundenamen aus den Jahren 1907 und 1916 ausgewertet und zusätzlich 1.000 heutige Hundebesitzer nach den Namen ihrer Lieblinge gefragt.
Demnach heißen die Vierbeiner schon lange nicht mehr Bello, Waldi, Fifi, Hasso, Nero oder Rex. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind die beliebtesten Namen für Rüden Ben/Benny und Sam/Sammy. Ebenfalls häufig sind Blacky oder Max (Englisch ausgesprochen). Hundedamen werden gerne Gina genannt, Scarletta oder Celine. Oft müssen Markennamen ausländischer Alkoholika wie Brandy, Asti oder Calvados als Namenspaten herhalten, gelegentlich auch Städte der anglo-amerikanischen Leitkultur wie Boston oder Sydney.
Einen ausführlichen Artikel zu den Forschungsergebnissen können Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lesen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: FAZ, 2012-01-12. Bild: Fotolia, Eric Isselée.]
Geschrieben in Wissenschaft, Deutsche Sprache | Drucken | Keine Kommentare »
“Urkunden übersetzen” in Hamburg - Bereits großes Interesse an den 1. JurANT
27.1.2012 von Richard Schneider.
Unter dem Thema »Urkunden übersetzen« organisiert der ADÜ Nord am Freitag und Samstag, 13./14. April 2012, eine umfassende Weiterbildungsveranstaltung speziell für Übersetzer juristischer Dokumente: die »1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage«.
Mit dieser zweitägigen Veranstaltung bieten wir Kolleginnen und Kollegen – ob Verbandsmitglied oder nicht – die Möglichkeit, sich im Bereich des Übersetzens von Urkunden weiterzubilden und dabei eigene Schwerpunkte zu setzen. In drei Plenarvorträgen und 15 Workshops beantworten Juristen und erfahrene Kollegen Fragen aus der Praxis, geben Hilfestellungen und nützliche Tipps bei der Übersetzung von juristischen Dokumenten.
Neben allgemeinen Fragen (Richtlinien für Urkundenübersetzung, Beglaubigung und Apostille, Word als Hilfsmittel bei der Gestaltung) wird eine Vielzahl von juristischen Bereichen (von Ausbildungsunterlagen über Erbrecht und Gesellschaftsrecht bis zum Straf- und Zivilrecht) in verschiedenen Sprachgruppen (Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch, Russisch, Polnisch und Türkisch) behandelt.
Die Teilnehmer können ihre Schwerpunkte nach eigenem Interesse und Bedarf setzen: Aus je fünf vierstündigen Workshops wählen sie bei der Anmeldung drei aus. Bei großem Interesse und auf Nachfrage werden weitere Gruppen eingerichtet.
Die Tagung im Überblick
- 13. bis 14. April 2012 im NH Hotel Hamburg-Altona
- Plenarvorträge zu allgemeinen rechtlichen Themen
- 3 x 5 sprachübergreifende und sprachbezogene Workshops
- Kompetente Referenten: Juristen und Übersetzer mit langjähriger Berufserfahrung
- Intensive Arbeit in kleinen Gruppen
- Zusammenstellung der Workshops individuell nach Fachthemen und Arbeitssprachen
Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular für die 1. Juristischen ADÜ-Nord-Tage 2012 in Hamburg im
Internet unter www.adue-nord.de > Konferenz 1. JurANT 2012.
ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hochqualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.
[Text: Georgia Mais. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2012-01-18. Bild: ADÜ Nord.]
Geschrieben in Veranstaltungen, Verbände | Drucken | Keine Kommentare »
Podiumsdiskussion der Wirtschaftskammer Wien: Sprachdienstleister und ihre Auftraggeber
26.1.2012 von Richard Schneider.

Extrem vielfältig kann das Ergebnis von Übersetzung sein, diagnostizierte eine hochkarätige Expertenrunde aus dem öffentlichen Bereich und der Privatwirtschaft anlässlich einer Podiumsdiskussion, zu der Mag. Sabine Kern, Vorsitzende der Sprachdienstleister Wiens, im Rahmen der Informationsveranstaltung „Die Sprache als Schlüssel zur Welt. Was sollten Auftragnehmer bei ihrem potenziellen Kunden beachten, um einen Auftrag zu erhalten?“ eingeladen hat. Übereinstimmend wurde betont, dass bei Übersetzungen in Fachgebieten vorherrschende Termini oder Standards stets eingehalten werden müssen, während bei touristischen oder werblichen Themen mehrheitlich Gefühle oder Stimmungen im Vordergrund stehen.
Im Bereich der Sprachdienstleister und Dolmetscher ist der Mitbewerb enorm. Die Berufsgruppe Sprachdienstleister der Wirtschaftskammer Wien (WKW) zählt 550 aktive Mitglieder, allein auf der Website für Wien sind 155 Sprachdienstleister registriert. Viele davon sind Einzelpersonen, sogenannte EPUs, die von zuhause aus Übersetzungen durchführen – mehrheitlich als Einzelunternehmer oder als freier Mitarbeiter von Übersetzungsagenturen. „Die Anforderungen an Übersetzer und Dolmetscher sind äußerst vielfältig. Das Berufsbild hat sich stark gewandelt. Zwischen Studium und Berufswelt liegen Welten, da Kundenanforderungen mit dem idealistischen Bild schöne Texte zu übersetzen oft weit auseinander liegen“, betont Mag. Sabine Kern, Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses Sprachdienstleister in der WKW.
Erfolg durch richtige Kommunikation
In der Werbung dominiert bei den Übersetzungen Englisch, immer stärker herrscht aber Denglisch vor, kommentierte Ralf Kober, Geschäftsführer von Springer & Jacoby, und betont: „Erfolg ist auch eine Frage der richtigen Kommunikation. Das macht eine gute Übersetzung für uns so wichtig. Denn die Übertragung in eine andere Sprache kann den Sinn oft verzerren.“ Werbliche Aussagen werden mehrheitlich dahingehend übersetzt, dass sie Gefühle oder bestimmte Stimmungen vermitteln. Dies entspricht auch der Intension der Tourismusbranche, bestätigt Margit Turac, Leiterin des Übersetzungsmanagements von der Österreich Werbung und bekräftigt: „Es ist für uns eine große Herausforderung, für unterschiedliche Länder ein und denselben Slogan derart zu kommunizieren, dass er unsere Zielgruppen gut anspricht und auch das Gefühl, welches wir vermitteln wollen, optimal transportiert wird.“
Weitaus einfacher und standardisierter muss Mag. Anne Ortner, Leiterin der internen Übersetzungsabteilung der Knapp AG, die Übersetzungen handhaben. Sie vertritt die technische Branche, in der das jeweilige Fachwissen notwendig ist. Deshalb ist es aus ihrer Sicht wichtig, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen und Übersetzer stets am selben Level ist und ein kontinuierlich aufgebautes Fachvokabular vorherrscht.
Sprachstile, Sprachblüten, Fachwissen – Salzburger Nockerl sind keine Germteigfladen
Generell gilt: Übersetzer müssen zwischen den Zeilen lesen können. Sie müssen sich meist nicht nur einen bestimmten Sprachstil aneignen, sondern sich vor allem dem Stil des jeweiligen Kunden anpassen. Für die Tourismusbranche sollten sich Übersetzer auch mit dem jeweiligen Land oder der Region auseinander setzen. Zuweilen auch mit der Kultur vertraut sein, damit Salzburger Nockerl nicht fälschlich mit Germteigfladen gleichgesetzt werden. Für Spezialbereiche müssen Übersetzer und Dolmetscher zu Wissensmanagern mutieren. Diese Tatsache erschwert vielen EPUs auch die Möglichkeit, außerhalb ihrer angestammten Themenbereiche rasch fremde Bereiche zu bearbeiten, wenn Spezialwissen fehlt und diese von Kundenseite nicht vermittelt werden.
Die Konkurrenz unter den Sprachdienstleistern ist groß und der Erhalt von Aufträgen ist immer härter umkämpft. Für Aufträge ab 100.000 Euro ist eine Ausschreibung Pflicht. Bindeglied zwischen Anbieter und Auftraggeber ist die Bundesbeschaffung. Mag. Anton Steinringer, Leiter der Bereiche Marketing und Vertrieb bei der Bundesbeschaffung, informiert über das Angebot von Bieterseminaren, die zur Vorbereitung von Ausschreibungen dienen und bestätigt, dass viele Ausschreibungen von der Größenordnung die Kapazität eines Einzelunternehmers voraussichtlich übersteigen könnte, Bietergemeinschaften oder Arbeitsgruppen aber gängig sind.
Fachgruppe Wien der gewerblichen Dienstleister – Berufsgruppe Sprachdienstleister
Die Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister ist die gesetzliche Interessenvertretung der rund 700 gewerblichen Übersetzer und Übersetzungsbüros in Wien. Ziel der Berufsgruppe Sprachdienstleister unter Vorsitz von Mag. Sabine Kern ist die Professionalisierung des Berufsstandes. Innerhalb Österreichs umfasst dies die Förderung des Qualitätsbewusstseins und des Nachwuchses, die Durchführung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Networking und die Etablierung von Kooperationstools sowie die Bewusstseinsbildung für die zunehmende Relevanz internationaler und interkulturellen Verständigung. Auf internationaler Ebene zählen die Förderung des Erfahrungsaustauschs mit Übersetzer- und Dolmetscherverbänden in anderen Ländern sowie der internationalen Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten für Übersetzer und Dolmetscher zu den Zielen der Berufsgruppe. Auf der Homepage der Berufsgruppe sind 155 Sprachdienstleister mit verschiedenen Suchkriterien aufgelistet.
http://wko.at/wien/uebersetzungsbueros
[Text: Dr. Sabine Unterweger. Quelle: Presseinformation der Wirtschaftskammer Wien, Berufsgruppe Sprachdienstleister, 2012-01-26. Bild: Wirtschaftskammer Wien. Von links nach rechts: Margit Turac, Ralf Kober, Anne Ortner, Anton Steinringer, Sabine Kern.]
Geschrieben in Veranstaltungen, Verbände | Drucken | Keine Kommentare »
Neu: “Fachliste Medizin 2012″ mit 300 Dolmetschern und Übersetzern
25.1.2012 von Nina Neumann.
Nach dem großen Interesse an der ersten “Fachliste Medizin” im vergangenen Jahr hat der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) die Liste jetzt aktualisiert und stellt sie wieder kostenfrei im Internet bereit: Die neue “Fachliste Medizin 2012″ enthält die Kontaktdaten von rund 300 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 30 Sprachen, die auf die Bereiche Medizin, Pharmazie und Medizintechnik spezialisiert sind.
Die Sprachpalette reicht von A wie Afrikaans bis V wie Vietnamesisch - auch Gebärdensprachdolmetscher sind in der Liste zu finden. In den gängigen Sprachen wie Englisch oder Französisch führen Fachgebietsregister direkt zu Übersetzern für beispielsweise Anästhesie, Orthopädie oder Zahnmedizin. In der Fachliste sind ausschließlich Mitglieder des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer aufgeführt. Sie haben vor der Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation als Sprachmittler nachgewiesen. Die neue Fachliste steht unter der Rubrik “Aktuelles/Aktuelle Publikationen” zum kostenfreien Herunterladen bereit.
Die “Fachliste Medizin 2012″ soll Ärzten, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitssektor die Suche nach einem
qualifizierten Dolmetscher oder Übersetzer erleichtern. Wer noch nie mit einem Übersetzer zusammengearbeitet hat, findet in der neuen Fachliste jetzt auch praktische Tipps für die Recherche nach geeigneten Sprachexperten und für die erste Kontaktaufnahme. Herausgeber der Liste ist die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen des BDÜ.
[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 24.1.2012. Bild: BDÜ.]
Geschrieben in Verbände | Drucken | Keine Kommentare »
TMS, TBX, SRX, GMX, XLIFF: Standards und Übersetzungen
24.1.2012 von Nina Neumann.
Das Stichwort “Interoperability” wird in Verbindung mit Standards oft verwendet. In der Tat hat im letzten Jahrzehnt die Anzahl der Systeme und Lösungen für die verschiedenen Phasen des Übersetzungsprozesses stark zugenommen. Das ist zu begrüßen, denn “Konkurrenz belebt das Geschäft”. Dadurch entstehen Produkte und Funktionalitäten, die sich gegenseitig befruchten und die gesamte Übersetzungsbranche nach vorne bringen.
Solange 2 bis 3 große Anbieter den Markt unter sich teilten, war das Thema “Standardisierung” weniger akut als heute. Inzwischen ist die Produktionskette für Übersetzungen größer und internationaler geworden. Der eine Übersetzer wohnt vielleicht in einem Land mit relativ niedrigem Einkommen und hat nicht die Möglichkeit, sich zwei oder drei Übersetzungssysteme zu leisten. In einem anderen Fall setzt ein Unternehmen ein Translation Memory System (TMS) ein, aber der Dienstleister, der für das Projekt fachlich und preislich die bessere Lösung wäre, verwendet sein eigenes System.
Diese Situation kommt in der Praxis regelmäßig vor. Sie führt in solchen Fällen dazu, dass das benutzte Übersetzungssystem und nicht die Eignung des Übersetzers für ein bestimmtes Thema für die Übersetzerauswahl maßgeblich ist. Dieser Zustand verstößt gegen die Qualitätsnorm DIN EN 15038, die die Auswahl des Übersetzers nach fachlichen Kriterien vorgibt.
Entwickler komplexer Softwareprodukte wie TMS haben durchaus das Know-how, die Interoperabilität der Systeme herzustellen. Die Entscheidung eines Herstellers gegen den freien Austausch hat etwas mit seinem Geschäftsmodell zu tun. Bei einem solchen Konzept soll eine Art geschlossenes “Übersetzungsbiotop” aufgebaut werden, damit alle, die an der Übersetzungskette beteiligt sind, ihre aufeinander fein abgestimmten Abläufe ohne Verluste umsetzen können. Alternativ oder ergänzend kann es auch darum gehen, den Kunden durch die Geschlossenheit der Datenformate langfristig an sich zu binden.
Um welche Standards geht es hier vordergründig? In der Übersetzungsbranche sind folgende Standards verbreitet, die alle auf XML basieren:
TMX: Standard für den Austausch von Translation Memories. Beinahe alle Anbieter von Übersetzungstechnologien unterstützen diesen Standard.
XLIFF, Version 1.2 (XML Localisation Interchange File Format): Seit 2002 Standard für den Austausch von Übersetzungsprojekten. Mehrere, aber nicht alle Anbieter unterstützen XLIFF.
TBX: Standard für den Austausch von Wörterbüchern. Eine große Mehrheit von Anbietern unterstützt ihn.
Dazu kommen “kleinere” Standards wie SRX oder GMX, die hier nicht relevant sind. XLIFF ist ein Standard für Übersetzungsprojekte. Eine XLIFF-Datei lässt sich theoretisch in einem reinen Texteditor öffnen. Der Otto-Normal-Leser würde jedoch Schwierigkeiten haben, sich in einem Wust von Tags, Attributen und Entities zurechtzufinden. XLIFF-Dateien enthalten im Grunde drei Arten von Informationen: a) den Text selbst, der zu übersetzen ist und ggf. die bereits vorhandene Übersetzung b) Formatinformationen, die sich in den zu übersetzenden Segmenten befinden und nur vom jeweiligen System richtig interpretiert werden und c) Verwaltungsinformationen für das Projekt oder für das jeweilige Segment (wie Segmentstatus oder Übereinstimmungsgrad zwischen vorhandenen Übersetzungen aus dem Translation Memory und dem zu übersetzenden Segment).
Systeme, die den freien Austausch von Übersetzungsprojekten unterstützen, funktionieren wie folgt. System A generiert eine XLIFF-Datei, die der Übersetzer als Teil seines Übersetzungsauftrags erhält. Der Übersetzer öffnet diese Datei in seinem Übersetzungssystem B und übersetzt sie in seiner gewohnten Arbeitsumgebung. Dabei werden die proprietären Informationen (Punkt “b” und “c” aus der obigen Auflistung) geschützt und unverändert in seine Übersetzung übernommen. Er schickt die übersetzte XLIFF-Datei zurück, die sein Auftraggeber benutzt, um eine entsprechend dem Original formatierte Übersetzung zu erzeugen. “Kompatibilität” oder “Interoperabilität” bedeutet also, dass XLIFF-Dateien in beiden Richtungen zwischen zwei Systemen austauschbar sind.
Dies ist noch z. T. eine Idealvorstellung, weil sich nicht alle Übersetzungssysteme 100%ig an die Standards halten. Aber die Kompatibilität wird durch die Kooperation von Systemanbietern bei der Definition von Standards mit der Zeit immer besser. Eine neue Version von XLIFF 2.0 ist bereits in Vorbereitung und soll deutliche Verbesserungen bringen.
[Text: D.O.G GmbH. Quelle D.O.G. news, 1/12. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Dr. François Massion.]
Geschrieben in Qualitätssicherung | Drucken | Keine Kommentare »
AGCO setzt bei der Erschließung neuer Märkte auf Lösungen von SDL
23.1.2012 von Nina Neumann.
SDL, der weltweit führende Anbieter von Lösungen für Global Information Management, gab heute bekannt, dass die AGCO Corporation zur
Umsetzung ihrer DITA-Strategie für technische Produktinformationen auf SDL Trisoft und SDL Global Authoring Management System setzt.
AGCO ist ein weltweit führender Anbieter von landwirtschaftlichen Geräten, der eine umfangreiche Produktpalette an Traktoren, Mähdreschern, Sprühgeräten, Futtermittelzubehör, Geräten zur Bodenbearbeitung, Arbeitsgeräten und Heuerntemaschinen der neuesten Generation anbietet. Durch die wachsende weltweite Präsenz kommt auch der effizienten Erstellung und Übersetzung technischer Dokumentation eine immer größere Bedeutung in der Unternehmensstrategie zu. Um den Prozess zu vereinfachen, wandte sich das Autorenteam mit dem Wunsch an SDL, seine globalen und strukturierten Inhalte sowie die Übersetzungsinfrasktruktur zu erweitern.
AGCO kennt aus eigener Erfahrung die Vorzüge der integrierten Lösungen von SDL für Global Information Management, die dem Unternehmen dabei helfen,
relevante Inhalte in der jeweiligen Sprache bereitzustellen und dadurch die Kundenzufriedenheit steigern. AGCO arbeitet in Europa bereits seit mehreren Jahren mit SDL zusammen und nutzt die Übersetzungsmanagement-Technologien von SDL für die Wiederverwendung von Inhalten sowie die SDL Übersetzungsdienstleistungen, um konsistent qualitativ hochwertige lokalisierte Inhalte für ein internationales Publikum bereitzustellen. Bei der Vorbereitung zur Erschließung der Märkte in Nordamerika und Brasilien setzten die Autorenteams erneut auf die Technologie von SDL, um ihre technische Dokumentation in DITA - dem XML-Standard für technische Redakteure - zu verwalten. Durch die Verwendung von SDL Trisoft und SDL Global Authoring Management System (SDL Global AMS) ist das weltweite Team von AGCO nun in der Lage, technische Inhalte, mehrere Marken und den globalen Vertrieb in noch größerem Umfang zu verwalten.
Die Exzellenzzentren von AGCO für technische Redaktion nutzen nun SDL Trisoft und SDL Global AMS zur Erstellung, Verwaltung und Multi-Channel-Bereitstellung der wichtigsten technischen Wartungs- und Bedienungsanleitungen. In Kombination mit der globalen Strategie von AGCO, die die Verwendung eines DITA-basierten, themenorientierten Erstellungs- und Publikationsprozesses beeinhaltet, ermöglichen diese Tools von SDL eine Optimierung der Prozesse, eine verstärkte Wiederverwendung von Inhalten und eine deutliche Senkung der Kosten für die Veröffentlichung. Durch den Einsatz von DITA und die erhöhte Effizienz bei der Erstellung von Inhalten, erwartet AGCO ein schnelleres Time-to-Market bei der Veröffentlichung entscheidender Produktdokumentation sowie eine deutliche Verbesserung der Kundenzufriedenheit insgesamt.
“SDL ist derzeit und auch in Hinblick auf die Zukunft der ideale Partner für unser Unternehmen”, erklärt Charles Dowdell, Manager bei AGCO für den Bereich
Global Technical Service Publications. “SDL kann eine gute Erfolgsbilanz aufweisen und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Da SDL Trisoft das führende
Component Content Management-System für DITA ist, sind wir überzeugt, dass sich unsere Investition lohnt.”
SDL Trisoft ist ein speziell für DITA und Multi-Channel-Publishing entwickeltes Component Content Management-System (CCM). Diese Software ermöglicht es, die Verbindungen zwischen unzähligen Themen technischer Dokumentation im Verlauf der Erstellung, Überprüfung und Veröffentlichung von Inhalten nachzuverfolgen und zu verwalten. SDL Trisoft ist bekannt für seinen einzigartigen Publication Manager und seine Content Management-Fähigkeiten bei mehrsprachigen Inhalten und ermöglicht es Autoren und Herausgebern, Inhalte für die Veröffentlichung zu organisieren und deren Einführung in globalen Märkten nachzuverfolgen.
Durch die Einführung von SDL Global Authoring Management System können Autoren und Architekten Stilrichtlinien und die spezifische Terminologie von AGCO einhalten und bereits erstellte Inhalte wiederverwenden. Das Ergebnis sind klare, konsistente und genaue technische Informationen, die auf einen effizienten und kostengünstigen Übersetzungsprozess abgestimmt sind. Dank der Implementierung im gesamten Unternehmen kann AGCO sowohl die Kosten für die Erstellung globaler Inhalte als auch für die Übersetzung und Veröffentlichung reduzieren. Es wird außerdem gewährleistet, dass die Marke AGCO weltweit und medienübergreifend konsistent präsentiert wird.
Über SDL
SDL ist im Bereich Global Information Management führend. Global Information Management unterstützt Unternehmen dabei, weltweit mit ihren Kunden in jeder
Sprache, in jedem Kulturraum und über alle Medien hinweg zu kommunizieren und sie angefangen vom Markenbewusstsein über den Vertrieb bis hin zum
Kundensupport zu begleiten. Durch den Einsatz erstklassiger Web Content Management Solutions, eCommerce, Structured Content und Language Technologies
in Verbindung mit Language Services lassen sich die Kosten für die Erstellung, Verwaltung, Übersetzung und Veröffentlichung von Inhalten reduzieren. SDL Lösungen steigern den Umsatz und die Kundenzufriedenheit durch die gezielte Bereitstellung von Informationen bei jedem Kundenkontakt.
Globale Marktführer wie ABN-Amro, Bosch, Canon, CNH, FICO, GlaxoSmithKline, Hewlett-Packard, KLM, Microsoft, NetApp, Philips, SAP und Sony vertrauen auf
SDL. SDL betreut über 1500 Unternehmenskunden und bietet 10 Millionen Kunden pro Monat Zugriff auf On-Demand-Übersetzungsportale. Weltweit sind mehr als
170.000 Softwarelizenzen im Einsatz. Die globale Infrastruktur des Unternehmens umfasst über 60 Niederlassungen in 35 Ländern. Weitere Informationen finden Sie unter www.sdl.com.
Über AGCO
AGCO, Your Agriculture Company, (NYSE:AGCO), ein Fortune 500-Unternehmen, wurde 1990 gegründet und bietet eine umfangreiche Produktpalette an
Traktoren, Mähdreschern, Heuerntemaschinen, Sprühgeräten, Futtermittelzubehör, Geräten zur Bodenbearbeitung, Arbeitsgeräten sowie dazugehörigen Ersatzteilen. Produkte von AGCO werden unter den Kernmarken Challenger®, Fendt®, Massey Ferguson® und Valtra® verkauft und weltweit in über 140 Ländern von mehr als 2.600 unabhängigen Distributoren und Händlern vertrieben. Zusätzlich bietet AGCO qualifizierten Einzelhandelskunden über AGCO Finance Finanzierungsmöglichkeiten an. AGCO hat seinen Hauptsitz in Duluth, Georgia (USA). Im Jahr 2010 betrug der Nettoumsatz des Unternehmens 6,9 Milliarden USD.
[Text: SDL. Quelle: Pressemitteilung SDL, 19.1.2012. Bild: SDL.]
Geschrieben in Unternehmen | Drucken | Keine Kommentare »
Across ist Mitglied des Deutschen Terminologie-Tag e.V.
22.1.2012 von Nina Neumann.
Die Across Systems GmbH ist zum Jahresbeginn dem Deutschen Terminologie-Tag e.V. (DTT) beigetreten. Damit will der Anbieter des Across Language Servers, einer marktführenden Software-Plattform für alle Sprachressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen, proaktiv seine eigene Expertise in die Gestaltung zukünftiger Verfahren und Methoden im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation mit einbringen. Die Verbandsarbeit innerhalb des DTT übernimmt Dr. Birte Lönneker-Rodman, Consultant Language Technologies bei Across Systems.
Dr. Birte Lönneker-Rodman verfügt über eine umfassende Expertise im Bereich Terminologiearbeit. Bevor sie zu Across wechselte, war sie lange Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Hamburg bzw. des International Computer Science Institute, Berkeley (USA). Bei Across betreut sie als Consultant Language Technologies mittelständische und Großunternehmen bei der Einführung und effizienten Nutzung entsprechender Technologien von Across im Bereich Terminologiemanagement.
„Ich freue mich sehr darüber, dass Across nun Mitglied beim DTT ist“, sagt Dr. Birte Lönneker-Rodman. „Der Verband ist eine attraktive Plattform, um mit Vertretern aus Wissenschaft, Lehre und Praxis Know-how und Erfahrungen auszutauschen.“ So findet beispielsweise vom 19. bis 21. April 2012 das DTT-Symposion in Heidelberg statt, auf dem zahlreiche Experten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Terminologiearbeit „von morgen“ präsentierten. „Diese Veranstaltung und die weiteren Kommunikationsplattformen des DTT liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unseres Terminologiemanagement-Systems crossTerm“, erläutert Dr. Lönneker-Rodman.
Across wird auf dem DTT-Symposion als Aussteller vertreten sein. Zusätzlich hält Ursula Reuther, Account-Managerin beim Across Spin-Off Unternehmen Congree Language Technologies GmbH am 21. April ab 12.00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Terminologie ist gut – Terminologiekontrolle ist besser“.
Über den DTT e.V.
Der DTT e.V. ist ein Forum für alle, die sich mit Terminologie und Terminologiearbeit beschäftigen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, durch Beratung und Koordination sowie durch die Veranstaltung von Symposien und Workshops zur Lösung fachlicher Kommunikationsprobleme beizutragen. In zweijährigen Abständen veranstaltet der DTT e.V. Symposien zur Behandlung terminologischer Belange und aktueller Themen der Terminologiearbeit. Innerhalb des Verbandes engagieren sich Vertreter aus Wissenschaft und Praxis gleichermaßen, um ihr Know-how und Erfahrungen auszutauschen.
www.dttev.org
Über die Across Systems GmbH
Across mit deutschem Hauptsitz in Karlsbad (bei Karlsruhe) und einer US-amerikanischen Niederlassung in Glendale (bei Los Angeles) ist Hersteller des gleichnamigen Across Language Servers, einer marktführenden Software-Plattform für alle Sprachressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen. Durch den Einsatz von Across können bei höherer Übersetzungsqualität und mehr Transparenz der Aufwand und somit die Prozesskosten innerhalb kürzester Zeit reduziert werden.
www.across.net
[Text: Across. Quelle: Pressemitteilung Across, 16.1.2012. Bild: Across.]
Geschrieben in Qualitätssicherung, Terminologie | Drucken | Keine Kommentare »