Das Stochern im Dunkeln: Videospielübersetzer auf der Suche nach dem Kontext

Lara Croft

Kai Wichmann wohnt in Hamburg-Altona und ist seit etwa 10 Jahren als Videospielübersetzer tätig. Auf der Website von GameStar, der deutschen Zeitschrift für Computerspiele, berichtet er unter anderem über seine Arbeitsweise, die Schwierigkeiten, mit denen er bei der Anfertigung der Übersetzung zu kämpfen hat, sowie das Finanzielle und räumt mit Vorurteilen auf:

Nun gehen nicht nur in meinem privaten Umfeld viele Leute davon aus, dass Übersetzer ein Spiel vor der Veröffentlichung spielen und die Texte gemütlich nebenbei übersetzen dürfen. Ein absurder Irrglaube, denn wir bekommen das Spiel oder auch nur Teile davon während der Übersetzungsphase so gut wie nie zu sehen. Weil sich die Titel in aller Regel noch in der Entwicklung befinden, müssen wir mit schnöden Textdokumenten für Dialoge, Handbücher und Ähnlichem vorlieb nehmen. Wenn wir die Originaltexte im Zusammenhang oder unsere übersetzten Texte wirklich mal „live“ im Spiel sehen oder hören wollen, müssen wir uns das Programm nach der Veröffentlichung eben kaufen.

Wichmanns Beitrag ist auf www.gamestar.de unter dem Titel „Report: Warum Spieleübersetzung schwer ist – Das Stochern im Dunkeln“ in gekürzter Fassung erschienen. Die Langfassung stellt Kai Wichmann auf seiner Website als Pdf-Datei unter der Überschrift „Das Stochern im Dunkeln – Videospielübersetzer auf der Suche nach dem Kontext“ zur Verfügung.

Ein weiterer Artikel zum selben Thema ist unter dem Titel „Videospiel-Übersetzungen: Wenn Zwerge sächseln“ vor Kurzem auf Spiegel Online erschienen. Darin schildert Markus Böhm die Herausforderungen bei der Lokalisierung von Videospielen.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: gamestar.de, 07.07.2012; uekw.de; spiegel.de, 12.06.2012. Bild: Square Enix (Pressebild zum neuen Tomb-Raider-Abenteuer mit Lara Croft).]

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