tekom-Frühjahrstagung in Münster beendet: 657 Teilnehmer, 44 Aussteller

Hallo Münsterland657 Tagungsteilnehmer und Ausstellungsbesucher kamen am 11. und 12. April 2013 zur tekom-Frühjahrstagung nach Münster. Der Fachverband veranstaltete Vorträge, Workshops und Tutorials zu den unterschiedlichsten Aspekten der technischen Kommunikation, unter anderem über mobile Dokumentation und zur neuen Norm EN 82079-1. 44 Aussteller zeigten neue Softwareprodukte und Dienstleitungen. Zum Auftakt zeichnete die tekom Studierende mit dem intro aus.

Studentischer Innovationspreis „intro“

Bereits seit 2012 vergibt die tekom den intro, den Studentischen Innovationspreis Technische Redaktion. Sechs Gruppen von Studierenden hatten sich am diesjährigen intro beteiligt und Konzepte und Ideen für innovative Informationsprodukte eingereicht. Fünf kamen in die engere Wahl, drei von ihnen erhielten auf der Frühjahrstagung Urkunden und Preisgelder. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Nicole Sauerbrey, Mitglied im Erweiterten Vorstand der tekom und dort zuständig für die Nachwuchsförderung.

Auf den ersten Platz schafften es Studierende der Hochschule München. Alexander Hoffmann, Michael Müllers und Jan Otto konnten für das Konzept „eNorm“ ein Preisgeld von 2.500 Euro mit nach Hause nehmen. Bei eNorm geht es um die Idee zu einer Datenbank für die Normenrecherche. Auf der Suche nach Normen für eine technische Dokumentation füllt der Nutzer einen virtuellen Fragebogen aus. Am Ende erhält er eine Auswahl an Normen, die er für das spezifische Produkt und dessen Dokumentation benötigt.

Platz zwei, verbunden mit 1.500 Euro, ging an Studierende der Fachhochschule Oberösterreich. Elisabeth Müller und Brigitte Nussbaumer haben ein Anleitungskonzept für ein Mobiltelefon erdacht. Die Zielgruppe dafür sind Senioren. Die Studierenden überzeugten nicht nur mit dem Konzept, gemeinsam mit Senioren überprüften sie in einem Usability-Test seine Realisierbarkeit und setzten es anschließend in die Praxis um.

Die Drittplatzierten stammten von der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Ellen Brick und Christine Baranowski haben sich mit Schulungsunterlagen auseinandergesetzt. Ihr Zukunftskonzept „Gamification – spielerisch und innovativ Wissen vermitteln“ setzt auf Lernen durch Spaß und Interaktivität. Neben dem Wissenserwerb soll auch die Mitarbeitermotivation verbessert werden. Für ihre Einreichung erhielten sie 1.000 Euro.

Neue Norm und mobile Dokumentation

Ganz vorne steht für viele technische Redakteure derzeit die Einführung der EN 82079-1, „Erstellen von Gebrauchsanleitungen“. An den Inhalten der internationalen Variante IEC 82079-1 war auch die tekom maßgeblich beteiligt. Um technische Redakteure bei der Einführung der Norm zu unterstützen, hat der Fachverband den Normenkommentar zur EN 82079-1 veröffentlicht. Er wurde erstmals in Münster gezeigt.

Ein anderes Thema, das im Vergleich zur EN 82079-1 zwar eine untergeordnete Rolle spielt, mit dem sich aber viele Vorträge und zahlreiche Aussteller befassten, ist die mobile Dokumentation. Zwar sind die Expertenmeinungen sehr unterschiedlich, wie lange es noch gedruckte Anleitungen geben wird. Dass technische Kommunikation, aufbereitet als Applikation für Smartphone und Tablet-PC, dem Nutzer eine zusätzliche Unterstützung liefert, gilt aber als unbestritten.

Gedanken um die mobile Dokumentation hat sich auch eine Arbeitsgruppe der tekom gemacht. Zwei AG-Vertreter präsentierten die Ergebnisse, zu denen inzwischen ebenfalls ein Leitfaden erschienen ist. Darin wird neben den Grundlagen mobiler Dokumentation erläutert, wie sich Konzepte erstellen und in der Praxis realisieren lassen.

44 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen

Insgesamt 26 Fachvorträge, nicht nur zur mobilen Dokumentation oder zur IEC 82079-1, konnten die Teilnehmer besuchen, darüber hinaus Tutorials, Kurztutorials und Workshops. Auf der Ausstellung im Atrium des Veranstaltungszentrums präsentierten 44 Aussteller, vorrangig aus Deutschland, was sich in der technischen Kommunikation Neues tut. So geht auch bei Softwareherstellern und Dienstleistern der Trend zur mobilen Dokumentation. Ungebrochen ist das Interesse an Lösungen zum Verwalten von Terminologie sowie zur Qualitätssicherung von Texten.

Wie es mit diesen Entwicklungen weitergeht, zeigt spätestens die Jahrestagung, die vom 6. bis 8. November 2013 stattfindet, das letzte Mal in Wiesbaden. Die nächste Frühjahrstagung ist am 10. und 11. April 2014, dann in Augsburg.

Über technische Kommunikation und Dokumentation

Etwa 85.000 Mitarbeiter in der Industrie und bei Dienstleistern beschäftigen sich mit der Erstellung von technischer Kommunikation und Dokumentation. Dazu zählen neben Gebrauchs- und Betriebsanleitungen elektronische Teilekataloge, Serviceportale, Handbücher für Software sowie interaktive Hilfesysteme und Online-Hilfen. Technische Kommunikation und Dokumentation entsteht in vielen Industriebranchen.

Über die Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom e.V.

Mit etwa 8.000 Mitgliedern ist die tekom Europas größter Fachverband für Technische Kommunikation. Eine der wesentlichen Aufgaben der tekom liegt in der Weiterbildung von technischen Redakteuren, Illustratoren und Übersetzern, die sich vorrangig mit der Erstellung von Gebrauchs- und Betriebsanleitungen sowie vertriebsunterstützender Dokumentation befassen. Die tekom hat ihren Sitz in Stuttgart.

www.tekom.de

[Text: tekom. Quelle: Pressemitteilung tekom, 2013-04-24. Bild: Pressebild Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.]

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