Universitas Austria wird 60 und feiert im Haus der Europäischen Union, am ZTW und im Wiener Rathaus

Haus der Europäischen Union Wien

Das Haus der Europäischen Union in Wien

Unter dem Ehrenschutz des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer feiert Universitas Austria („Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen“) an diesem Wochenende sein 60-jähriges Bestehen. Auf dem Programm stehen am Freitag eine Rede der bekannten Übersetzerin und Buchautorin („Found in Translation“) Nataly Kelly und eine Podiumsdiskussion im Haus der Europäischen Union in Wien zur Zukunft der Sprachmittlung.

Anschließend lädt der Verband in Kooperation mit der Stadt Wien zum Abendempfang im Rathaus, wo auch der Elisabeth-Markstein-Preis an verdiente Mitglieder des Berufsstandes verliehen wird. Die Festansprache hält die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Ulrike Lunacek, selbst ausgebildete Dolmetscherin.

Der Samstag steht im Zeichen der Weiterbildung: In den Räumlichkeiten des Zentrums für Translationswissenschaft der Universität Wien, wo sich auch das Verbandsbüro befindet, finden den ganzen Vormittag Präsentationen und Workshops zu unterschiedlichen Facetten des Berufes statt, von audiovisuellem Übersetzen bis zu den Eigenheiten des österreichischen Deutsch.

Haus der Europäischen Union, Wien, Vortragsaal

Der Vortragssaal im Haus der Europäischen Union

In 60 Jahren von Alumni-Vereinigung zum Berufsverband

Gegründet am 29. Juni 1954, hat sich Universitas Austria von einem Alumni-Verband zu einer starken Interessensvertretung mit knapp 800 Mitgliedern entwickelt. Auch in den nächsten 60 Jahren wollen sich die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder für bessere Rahmenbedingungen der Berufsausübung, Information der Öffentlichkeit über das Berufsbild, Professionalisierung und ständige Weiterbildung der Mitglieder einsetzen.

Kein Blick zurück, sondern nach vorn

Die zweitägige Veranstaltung steht unter einem zukunftsweisenden Motto: „Zwischen Globish und Google Translate – wie sieht die Zukunft der professionellen Sprachmittlung aus?“ In der Ankündigung heißt es:

Wir wollen unseren Fokus also nicht auf die Vergangenheit legen, obwohl 60 Jahre durchgängiger engagierter Arbeit für den Berufsstand eine Leistung sind, auf die man stolz sein kann. Nein, wir wollen diese Gelegenheit nutzen, unseren Blick vielmehr nach vorne zu richten und uns in diesen Zeiten immer rascheren Wandels über die Zukunft unseres Berufstands Gedanken zu machen.

 

Unser Veranstaltungstermin am 26. September fällt nicht ganz zufällig auf den Europäischen Tag der Sprachen, für den die DGT der EU in diesem Jahr das Schwerpunktthema „Die Zukunft der Sprachberufe“ als Motto gewählt hat. Dank der großzügigen Unterstützung der EU können wir diesen Teil unserer Veranstaltung im Haus der Europäischen Union begehen.

 

Gleichzeitig mit uns feiert auch unser Dachverband FIT, die Fédération Internationale des Traducteurs, heuer ihr 60-jähriges Bestehen, ein Umstand, dem wir mit einer von den in der Translationsplattform vereinten österreichischen Mitgliedsverbänden organisierten Präsentation Rechnung tragen werden.

 

Beim Festakt im Wiener Rathaus am Freitagabend soll darüber hinaus auch der neu gestiftete Elisabeth-Markstein-Preis vergeben werden.

 

Ein Rahmenprogramm mit Video-Wettbewerb, Gelegenheit für professionelle Foto-Shoots, Tool-Präsentationen, optionale Wien-Führungen, kulinarischen Stärkungen, Networking-Möglichkeiten etc. rundet das Angebot ab.

 

Programm Freitag, 26.09.2014: Ansprache, Podiumsdiskussion, Empfang im Rathaus

  • Wiener Rathaus

    Das Wiener Rathaus

    13:00 – 18:00 Uhr: Kongress mit Podiumsdiskussion anlässlich des Tages der Sprachen im Haus der Europäischen Union

  • 13:30 Eröffnung, Begrüßung; Festrednerin Nataly Kelly, Co-Autorin von „Found in Translation“ (mit Dolmetschung)
  • 14:45 Pause für Networking, Ausstellung, Präsentationen (60 Jahre FIT, Translationsplattform, Tools, Video-Wettbewerb)
  • 15:45 Podiumsdiskussion zum Thema „Wie sieht die Zukunft der professionellen Sprachmittlung aus?“ mit folgenden Teilnehmern:
    Natascha Dalügge-Momme, FIT Europe
    Hanna Risku, Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft der Universität Graz (ITAT)
    Larissa Schippel, Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien (ZTW), Vertreterin von Universitas Austria
  • 17:45 Preisverleihung „Video zum Berufsbild“
  • 20:00: Festakt im Rathaus der Stadt Wien, Verleihung des Elisabeth-Markstein-Preises, Buffet und geselliges Beisammensein

Programm Samstag, 27.09.2014: Fortbildungsangebote von 9:00-13:00 Uhr

  • A. Braun, EU: Bundesdeutsch und Österreichisch
  • Kaleidoscope GmbH: Vorstellung SDL Trados Studio, gefolgt von Kurzschulung für Übersetzer
  • Michael Farrell, Tool-Entwickler: Intelliwebsearch – faster and simpler Internet research
  • Dagmar Jenner, Universitas: Social Media für TranslatorInnen
  • Renate Dockhorn, BDÜ: memoQ
  • Peter Sandrini, Institut für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck (INTRAWI): OpenSource Tools – Freie Translationstechnologie für Übersetzer
  • Prof. Dr. Heike Jüngst, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt: Audio-visuelles Übersetzen, Fokus Gehörlose und Blinde
  • Jeremy Gardner, European Court of Auditors: Misused Words in English EU Documents
  • Dr. Franz Pöchhacker, Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien (ZTW): Dolmetschen 2.0

[Textzusammentstellung: Richard Schneider. Quelle: Universitas Austria. Bild: AnnABlaU / Europäisches Parlament; Elnur / Fotolia.]

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