Work Life Bullshit – Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt

Work Life BullshitHier ist es: Ein positives Buch über Arbeit! Der Burnout-Debatte stellt der Philosoph Thomas Vašek die These entgegen, dass Arbeit nicht per se krank macht. Sie bindet in die Gesellschaft ein, stiftet Sinn und gibt Struktur.

Die Work-Life-Balance dagegen ist ein Selbstbetrug, da sie den Arbeitnehmer nicht als handelndes Subjekt betrachtet und suggeriert, das wahre Leben beginne erst nach Feierabend. Arbeit ist aber das Zentrum unseres Lebens und das Herz unserer Gesellschaft. Arbeitszeit ist Lebenszeit.

Thomas Vašek plädiert für eine radikale Neubewertung der Arbeit, auf individueller, ökonomischer und gesellschaftlicher Ebene. Denn: Der Wert der Arbeit hängt davon ab, was wir persönlich aus ihr machen und wie sich Politik und Gesellschaft ihrer annehmen, um sie als Lebensform sicherzustellen und Chancengleichheit zu gewährleisten.

Im Vorwort schreibt Vašek:

Ich liebe meine Arbeit. Ohne sie könnte ich nicht leben. […] Und am liebsten arbeite ich an Wochenenden oder im Urlaub, da habe ich am meisten Zeit. Bin ich ein Workaholic, ein Karrierist, ein Süchtiger, womöglich am Rande des Burnouts? Nichts von alledem.

 

Meine Arbeit ist mir wichtig, sie macht mir Spaß, sie füllt mich aus. Es geht mir auch ums Geld. Aber nicht in erster Linie. Vor allem liebe ich das, was ich tue. Meine Arbeit fordert mich heraus. Sie erweitert meine Fähigkeiten, sie führt mich an meine Grenzen.

 

Der Job bringt mich mit interessanten Menschen zusammen, die ich sonst nie kennenlernen würde. Meine Arbeit bildet mich, sie formt meinen Charakter, meine Persönlichkeit. Sie macht mich zu dem, der ich bin.

 

In meinem Leben hatte ich schon viele Jobs. Gut bezahlte und schlecht bezahlte, erfüllende und sinnlose, leitende und untergeordnete, körperlich anstrengende wie intellektuell fordernde Jobs. […] Ich stand in Angestelltenverhältnissen und schlug mich durch als freier Journalist. Ich habe erlebt, wie es ist, monatelang auf Aufträge zu warten. Wie es ist, wenn plötzlich die EC-Karte gesperrt wird. […]

 

Heute bin ich Chefredakteur eines Philosophiemagazins – und könnte mir keinen schöneren, befriedigenderen und erfüllenderen Job vorstellen. Dabei arbeite ich mehr als je zuvor. […] Und doch fühle ich mich weder krank noch erschöpft, geschweige denn ausgebrannt. Ganz im Gegenteil. Meine Arbeit fühlt sich gut und richtig an, sie motiviert mich Tag für Tag, sie bringt mich voran.

 

Das Gejammer über die Zumutungen der Arbeit kann ich nicht mehr hören.

Pressestimmen

  • „Ein Plädoyer für gute Arbeit und ein Mutmacher-Buch für alle, die die Freude an ihrem Job nicht verlieren wollen.“ (Süddeutsche Zeitung, 09.11.2013)
  • „Mit all seinen klugen Sätzen ist dieses Buch ein guter Anlass, über das eigene Leben und die Tätigkeit zu sinnieren.“ (Harvard Business Manager, 19.08.2013)
  • „Thomas Vasek liefert kluge und zuweilen auch überraschende Impulse, die animieren, über unser eigenes Verhältnis zur Arbeit nachzudenken.“ (Hamburger Abendblatt, 19.10.2013)
  • „Dieses Buch macht Mut und Lust […] für eine Gesellschaft zu streiten, in der wir uns weniger nach dem Feierabend sehnen.“ (Psychologie Heute, 14.05.2014)

Bibliografische Angaben

Thomas Vašek: „Work-Life-Bullshit. Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt“. Riemann Verlag, München. 288 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-570-50153-5.

Weiterführender Link

Leseprobe auf der Website des Verlags

[Text und Bild: Riemann Verlag.]

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