Saarbrücken: Workshop „Das Berufsbild des Übersetzers in der Praxis“

Universität des SaarlandesDer Lehrstuhl für Translationsorientierte Sprachtechnologie von Prof. Dr. Josef van Genabith an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken lädt alle Interessierten am Freitag, dem 06.02.2015, zum Workshop „Das Berufsbild des Übersetzers in der Praxis“ ein.

Workshop “Das Berufsbild des Übersetzers in der Praxis”

Programm

Beate Petersen (SDL): “Der Übersetzeralltag bei SDL” (9:00-9:45)

SDL International ist nicht nur Anbieter von Übersetzungswerkzeugen, sondern auch eine der größten Übersetzungsagenturen, die Inhouse- und freiberufliche Übersetzer beschäftigt. In diesem Vortrag lernen Sie die Struktur von SDL Language Services kennen und erhalten anhand eines Beispielsprojekts einen kurzen Einblick in die Prozesse. Dabei erfahren Sie, wie der typische Arbeitsalltag eines „Lead Translators“ aussieht, welche Aufgaben neben dem Übersetzen anfallen und welche Fertigkeiten Sie mitbringen sollten, wenn Sie sich bei SDL als interner oder freiberuflicher Mitarbeiter bewerben möchten.

Anke Kortenbruck (SAP): „Übersetzung und Übersetzungsmanagement beim Softwareunternehmen SAP“ (9:45-10:30)

Der Vortrag beschreibt die interne Übersetzung von Softwaretexten bei SAP sowie das Management von Übersetzungsprojekten, für die es keine internen Übersetzer gibt. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf folgende Fragen gelegt: Was sind die Besonderheiten der Softwareübersetzung verglichen mit anderen Fachübersetzungsprojekten? Welche Tätigkeiten fallen neben dem Übersetzen an? Welche Anforderungen sollten Absolventen erfüllen? Welche Tools kommen zum Einsatz?

Tanja Schmidt (welocalize):“Zwei wichtige Branchentrends, die das Berufsbild des Übersetzers heute nachhaltig beeinflussen“ (10:30-11:15)

Zwei Branchentrends, auf die Studierende zum Übersetzer an den Hochschulen nicht immer ausreichend vorbereitet werden, werden ihr Berufsleben dennoch stark beeinflussen: der Trend zu hochgradig freien Übersetzungen oder „Transcreation“ sowie das Post-Editing maschineller Übersetzungen. Beide Bereiche erfordern einen anderen Ansatz als die klassische Übersetzung. Was unterscheidet Transcreation und Post-Editing von der traditionellen Übersetzung und wie können sich Universitätsabgänger optimal auf diese Entwicklungen vorbereiten? Dieser Vortrag gibt hilfreiche Einblicke aus der Praxis.

11:15-11:30 – Kaffeepause

Heike Przybyl (freiberufliche Übersetzerin): „(Kein) Alltag in der Selbständigkeit“ (11:30-12:00)

Als freiberuflicher Übersetzer sind Sie nicht nur Produzent der Ware Übersetzung, sondern auch Projektmanager, Vertrieb, Marketing, Buchhaltung und Geschäftsführung in einer Person. Wie lassen sich diese Tätigkeitsfelder bewältigen? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in Produktion und den weiteren Abteilungen benötigt? Ein Einblick in die täglichen Herausforderungen der Selbständigkeit.

Petra Dutz (SDL): „Übersetzungstechnologie in der Praxis“ (12:00-12:45)

In diesem Vortrag erfahren Sie, wie der typische Übersetzerarbeitsplatz heutzutage aussieht, welche Trends den Markt beeinflussen und welche (technologischen) Auswirkungen diese auf die Arbeit des Übersetzers haben und haben werden. Dabei wird es sowohl um die Arbeit des einzelnen Übersetzers/Freelancers gehen als auch um die Arbeit in (größeren) Teams – sei es bei einem Sprachdienstleister, sei es bei einem Unternehmenskunden oder in einer Kombination aus allen Beteiligten. An praktischen Beispielen wird illustriert wie SDL Trados Studio, SDL MultiTerm und SDL GroupShare in der Praxis eingesetzt werden.

12:45-14:00 – Mittagspause

Diskussion zum Thema „Das Berufsbild des Übersetzers“ (14:00-16:00)

Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 06.02.2015, im Gebäude A 2 2, Raum 1.20 (Konferenzsaal) statt.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Universität des Saarlandes.]

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