Computer heißt „computratum“ – Daniel Gallagher übersetzt für den Papst ins Lateinische

„Mit seinen Arbeitskollegen unterhält sich Daniel Gallagher auf Latein, morgens nach dem Aufwachen liest er täglich eine halbe Stunde Cicero. Der 45 Jahre alte US-Amerikaner ist einer von wenigen Tausend Menschen weltweit, die fließend in der Sprache der klassischen Antike kommunizieren können.“ So beginnt ein Artikel im Kölner Stadtanzeiger über einen der sieben Latein-Experten des Papstes. Gemeinsam mit seinen Kollegen überträgt der Geistliche Dokumente aller Art in die Amtssprache der katholischen Kirche.

Gallagher betreut auch den lateinischen Twitter-Account des Papstes mit 356.000 Followern. Latein eigne sich wegen der Kompaktheit der Sprache ganz besonders fürs Twittern. Darüber hinaus hat er den internationalen Bestseller „Gregs Tagebuch“ in die Sprache der alten Römer übersetzt.

Gallagher meint, dass sich für fast jeden modernen Begriff auch eine lateinische Entsprechung finden lasse. So heißt „Computer“ auf Latein „computratum“. Für diese und ähnliche Wortschöpfungen wird im Sprachendienst des Heiligen Stuhls ein spezielles „Lexicon recentis latinitatis“ gepflegt.

Das vollständige Porträt des jungen, sprachbegeisterten Geistlichen, der aussieht, als ob man ihn für eine Vorabendserie gecastet hätte, können Sie im Kölner Stadtanzeiger lesen.

Den lateinischen Twitter-Account des Papstes können Sie hier verfolgen: twitter.com/pontifex_ln

[Text: Richard Schneider. Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 2015-06-14.]

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