ATICOM und BDÜ Nordrhein-Westfalen starten Umfrage zu Rahmenverträgen mit Polizeibehörden

PolizeiATICOM und die Arbeitsgruppe „Sprachmittler für Gerichte und Behörden“ des BDÜ- Landesverbandes Nordrhein-Westfalen haben eine Umfrage zur Praxis der nach § 14 des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) möglichen Rahmenverträge gestartet.

Mit den daraus gewonnenen Daten zur aktuellen Praxis wollen die beiden Berufsverbände für Dolmetscher und Übersetzer an den Innenminister des Landes herantreten, um eine grundsätzliche Überprüfung und Neuordnung der Zusammenarbeit zwischen Sprachmittlern und den Polizeibehörden zu erreichen.

Auf der Startseite heißt es:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

diese Umfrage richtet sich an alle, die für die Polizeidienststellen im Land NRW dolmetschen und/oder übersetzen.

 

Der Grund dieser Umfrage ist folgender: Mit der Einführung des neuen JVEG zum 01.08.2013 haben viele Polizeibehörden die Möglichkeit der Vereinbarung eines Rahmenvertrages (gem. § 14 JVEG) genutzt, dies jedoch mit teilweise sehr ungünstigen Konditionen für unsere Berufsgruppe. Dadurch haben viele qualifizierte Dolmetscher diesen Tätigkeitsbereich verlassen. Die Kolleginnen und Kollegen, welche weiterhin für die Polizei dolmetschen, müssen leider durch die aktuelle Gestaltung der Rahmenverträge um ihre Wirtschaftlichkeit „kämpfen“. Nun ist es an der Zeit, die politische Bühne erneut zu betreten und diese Problematiken dem Innenministerium NRW – als übergeordnete Ordnungsbehörde – noch einmal nachhaltig darzulegen.

 

ATICOM arbeitet in dieser Umfrage zusammen mit der internen BDÜ-Arbeitsgruppe „Sprachmittler für Gerichte und Behörden“ des Landesverbandes NRW an einem Projekt, dessen Ziel es ist, uns als Verband mit allen aktuellen Konditionen, Daten und Fakten auszustatten und das aus ganz NRW.

 

Mit der Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Umfrage werden wir an den Innenminister des Landes NRW herantreten und unseren Standpunkt bzw. die Problematik erläutern, um hier eine grundsätzliche Überprüfung und Neuordnung der Zusammenarbeitsgrundlagen mit den Sprachmittlern zu erreichen, denn Qualität hat einen Preis! Hierfür benötigen wir Fakten und Zahlen, damit unser Herantreten sachlich begründet ist und man sich seitens des Innenministeriums folglich damit auseinandersetzen muss.

 

Alle Daten aus der Befragung werden ausdrücklich vertraulich behandelt und das anonymisierte Umfrageergebnis wird intern veröffentlicht.

 

Die Daten aus der Umfrage dienen ausschließlich als Argumentationshilfe gegenüber dem Innenministerium, um hier eine Neuordnung anzustoßen.

Um an der Umfrage teilzunehmen, klicken Sie auf die Ihrer Meinung nach zutreffende Antwort bzw. tragen Sie Ihre Antwort ein. Geben Sie bei Fragen zu den Beträgen bitte Bruttobeträge an. Zum Schluss haben Sie Gelegenheit, einen kurzen Kommentar anzufügen.

 

Vielen Dank!

Die Verbände bitten um eine rege Teilnahme, um aussagekräftige Daten zu gewinnen.

Link zur Umfrage:

https://docs.google.com/forms/d/1Lq5J41bLJRSgcqZA8xnwh0fJ4uhAkSLZ3fvvQW0H9KM/viewform

[Text: Richard Schneider. Quelle: ATICOM. Bild: Gerhard Seybert / Fotolia.]

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