AIIC-Nachwuchspreis 2015 geht an Mélanie Quesson – Besondere Erwähnung für Martina Luisetto

AIIC-Nachwuchspreis

Christa Gzil, Vorsitzende der AIIC Region Deutschland, überreicht Mélanie Quesson eine Urkunde zur Auszeichnung mit dem Nachwuchspreis 2015.

Die AIIC, Region Deutschland, hat 2015 erstmals den „Nachwuchspreis der AIIC Deutschland“ ausgelobt. Ausgezeichnet wird die in Heidelberg lebende Französin Mélanie Quesson. Der Preis wird am 28.11.2015 in München überreicht.

Der Übergang vom Studium zum Beruf ist für freiberufliche Konferenzdolmetscher gleich eine doppelte Herausforderung: Es müssen sowohl die unternehmerischen Seiten der Selbstständigkeit gemeistert als auch die ersten Berufserfahrungen gesammelt werden. Die AIIC Region Deutschland hat, um diesen Prozess zu fördern, den AIIC-Nachwuchspreis ins Leben gerufen.

Gleich die erste Preisvergabe unterstreicht die Bedeutung der Sprachenvielfalt: Zwei Nachwuchsdolmetscherinnen mit den Muttersprachen Französisch und Italienisch konnten die meisten Punkte sammeln.

AIIC-Nachwuchspreis geht an Mélanie Quesson

Mit dem AIIC-Nachwuchspreis 2015 wird die in Heidelberg lebende Französin Mélanie Quesson ausgezeichnet. Aus der Begründung der Jury: „Das simultane Konferenzdolmetschen ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit: Exzellente Sprachfertigkeiten, gelebte Internationalität, interkulturelle Kompetenzen, und Teamfähigkeit gehören zum professionellen Rüstzeug einer Konferenzdolmetscherin. Frau Quesson zeigt dies im hohen Maße.“

Über den Werdegang schreibt die Jury: „Frau Quesson hat in Brüssel an der Haute Ecole Léonard de Vinci und in Heidelberg am Institut für Übersetzen und Dolmetschen gleich zwei Masterstudiengänge in Konferenzdolmetschen mit Auszeichnung abgeschlossen und konsequent ihre sprachlichen und fachlichen Kompetenzen auf ein bereits äußerst hohes Niveau gebracht.“

Der Preis: Mentoring, Vitamin B, 700 Euro

Der AIIC-Nachwuchspreis unterstützt die Preisträgerin 2015 Mélanie Quesson bei ihren weiteren Schritten auf dem Markt für freiberufliche Dolmetscher. Ein erfahrener AIIC-Konferenzdolmetscher übernimmt für ein Jahr die Funktion eines Mentors. Der Preis umfasst zusätzlich die persönliche Vorstellung der Gewinnerin bei den Sprachendiensten des Auswärtigen Amts, des Europäischen Parlaments und des Bundestags. Ebenfalls steht der Preisträgerin ein kombiniertes Reise- und Fortbildungsbudget in Höhe von 700 Euro zur Verfügung.

„Besondere Erwähnung“ für Martina Luisetto

Martina Luisetto

Martina Luisetto

Eine besondere Erwähnung verdiente mit eindeutigem Votum der Jury die Absolventin der Hochschule für Angewandte Sprachen des SDI München, Martina Luisetto. Frau Luisetto beeindruckt die Jury mit ihrem außerordentlich engagiertem Studienverlauf und ihrer gezielten fachlichen Spezialisierung.

„Wir waren von der Fülle und der Qualität der Bewerbungen begeistert“, so Christa Gzil, Vorsitzende der AIIC Region Deutschland. „Viele Nachwuchsdolmetscher sind exzellent ausgebildet, verfügen über Zusatzqualifikationen und bereiten sich gut auf den Berufsstart vor. Dass im ersten Jahr des Nachwuchspreises gleich zwei Nicht-Deutsch- Muttersprachlerinnen die ersten Plätze belegen, zeigt die positive Bedeutung von Sprachvielfalt, wie sie in der AIIC gelebt wird.“

Nachwuchspreis Brückenschlag zwischen Ausbildung und Berufspraxis

Mit dem Nachwuchspreis schlägt der Internationale Verband der Konferenzdolmetscher AIIC eine Brücke zwischen Ausbildung und Berufspraxis. Die AIIC möchte konstruktiv auf diejenigen zugehen, die neu in den Beruf kommen, und so für die professionellen und ethischen Werte und Standards werben, die angesichts eines sich ständig verändernden beruflichen Umfelds Garanten für die Leistungen und die Weiterentwicklung des Konferenzdolmetschens auf hohem Niveau sind.

Mit dem Nachwuchspreis möchte die AIIC zudem das Potenzial, das junge Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen in den Beruf einbringen können, mit den aktuellen Anforderungen des Markts für Konferenzdolmetscher in Einklang bringen.

Weiterführende Links

Wie bei so vielen Berufseinsteigern ist allerdings die Web-Präsenz von Mélanie Quesson (noch) nicht sonderlich professionell (kein vernünftiges Profilfoto, Website als Baustelle und ohne Inhalt):

In dieser Hinsicht läuft ihr Martina Luisetto den Rang ab:

[Text: AIIC. Quelle: Pressemitteilung AIIC, 27.11.2015. Bild: Birgit Schulte, Luisetto.]

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