Teledolmetschen: Otto-Stiftung spendiert Container für ärztliche Sprechstunden in Flüchtlingsaufnahme

In der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung Rugenbarg im Hamburger Stadtteil Osdorf wurde ein mit Videodolmetschtechnik ausgestatteter Container aufgestellt, mit dem die medizinische Versorgung der Flüchtlinge verbessert werden soll. Geplant ist, neun weitere dieser Container in anderen Einrichtungen der Hansestadt aufzustellen.

Die Kosten von insgesamt 900.000 Euro übernimmt die Dorit-und-Alexander-Otto-Stiftung (Otto-Versand). Träger ist das Rote Kreuz. Die allgemeinmedizinischen Sprechstunden im Container werden von Ärzten des Uni-Klinikums Eppendorf abgehalten.

Das Hamburger Abendblatt schreibt:

Die neuen Container in den Erstaufnahmeunterkünften verfügen über eine einfache medizinische Ausstattung mit Behandlungsliege, Medizinschrank und Wartebereich. Darüber hinaus haben sie eine spezielle Technik, die einen schnellen Dolmetscherdienst per Bild und Ton ermöglicht. Dadurch sind die Ärzte vor Ort in der Lage, an zwei Plätzen im Container gleichzeitig Dolmetscher für etwa 50 unterschiedliche Sprachen direkt oder innerhalb kurzer Zeit per Live-Videoübersetzung in die Sprechstunde einzubinden.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Hamburger Abendblatt, 2016-04-24.]

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