Hannover: Tanztheaterstück „Die Übersetzer“ feiert Premiere

Tanztheaterstück In Hannover feiert morgen ein Tanztheaterstück mit dem Titel „Die Übersetzer“ Premiere. Die Choreografen von Landerer & Company greifen Fragen der Zugehörigkeit und Ausgrenzung im Zusammenhang mit dem Begriff „Heimat“ auf übersetzen diese in Tanzbewegungen.

Tanztheaterstück

Im Programmheft heißt es:

Die Welt scheint vielen immer fremder und verworrener. Was bedeutet „Heimat“ in einer Zeit von Flüchtlingskrisen und Einwanderungsgesellschaft? Wie sicher oder unsicher, wie offen oder geschlossen soll „Heimat“ sein? Wie konstituiert sich „Heimat“ für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen?

 

Die Choreografen Felix Landerer, Jessica van Rüschen, Simone Deriu und Menghan Lou nähern sich dieser Frage aus vier verschiedenen Blickwinkeln und mit vier unterschiedlichen Ästhetiken.

Tanztheaterstück

Landerers Fokus liegt auf der Angst vor Veränderung und dem absurden Verhältnis zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Gibt es in einer kapitalistischen Gesellschaft mit Verlust- und Existenzängsten überhaupt eine Möglichkeit, frei und selbstbestimmt zu leben?

 

Jessica van Rüschen untersucht den Körper als Ort der Heimat. Wie verhält sich die persönliche Wahrnehmung innerer Freiheit zu mentalen und materiellen Strukturen, Gewohnheiten und Bedürfnissen? Als Inspiration dient der Mensch, der Sinn kreiert in einer sinnlosen Welt.

 

Simone Deriu wirft in seinem Teil des Stücks die Frage auf: Kann man ein Gleichgewicht finden zwischen der Zugehörigkeit zu einer (gesellschaftlichen) Gruppe und dem gleichzeitigen Wunsch, sich von dieser abzuheben und ihr damit zu enfliehen?

 

Menghan Lous Choreografie widmet sich der Kontrolle des Geistes über den Zustand des Körpers. Die Heimat zu verlassen kann eine traumatische Erfahrung sein. Was, wenn es jedoch keine Alternative gibt?

Tanztheaterstück

Premiere ist am 4. Mai 2017 um 20:00 Uhr im Kunst-, Theater- und Tanzzentrum „Eisfabrik“ in der Hannoveraner Südstadt (Seilerstr. 15 F) im Rahmen der „Tanzoffensive 2017“. In den Folgewochen schließen sich sieben weitere Aufführungen an. Eine Karte kostet 15,00 Euro. Reservierungen online oder telefonisch unter (0511) 816353.

Weiterführender Link

[Text: Richard Schneider. Quelle: Landerer & Company. Bild: Marc Seestädt für Landerer & Company.]

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