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Linguee startet Abonnement-Dienste “Premium” und “Professional”

LingueeSeit knapp zwei Jahren ist das Online-Wörterbuch Linguee kostenlos im Internet verfügbar. In dieser Zeit sind die Benutzerzahlen rasant angestiegen: Momentan werden jeden Tag etwa 2,5 Millionen Begriffe im Wörterbuch nachgeschlagen, womit Linguee laut IVW zu den 100 zugriffsstärksten deutschen Webseiten gehört.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Online-Wörterbüchern ist das redaktionelle Linguee-Wörterbuch mit mehr als 100 Millionen übersetzten Satzbeispielen angereichert. Dadurch erhält der Nutzer ausführliche Informationen über die Übersetzung von Wörtern in bestimmten Zusammenhängen: Eine Suche nach „hohe Meinung“ liefert andere Ergebnisse als „hohes Gebäude“.

Ab 08. Mai 2012: Linguee Premium und Linguee Professional

Zusätzlich zur kostenlosen Webseite führt Linguee zwei bezahlte Abonnement-Dienste ein: Linguee Premium und Linguee Professional. Mit beiden wird das Nachschlagen im Kontext noch einfacher: In nahezu jedem Windows-Programm kann man mit einem einzigen Klick eine Linguee-Suche starten und ein Fenster mit Ergebnissen anzeigen. Klickt man etwa in Microsoft Word in einem Text auf das Wort „hoch“, so analysiert Linguee automatisch den gesamten Satz um das geklickte Wort und zeigt, wie Andere es schon einmal in einem sehr ähnlichen Zusammenhang übersetzt haben - beispielsweise Übersetzungen von „ich habe eine hohe Meinung“.

„Die Mission von Linguee ist seit Jahren, die Recherche nach der richtigen Übersetzung so einfach wie möglich zu machen. Wir haben dafür die perfekte Lösung gefunden: Eine sonst langwierige Kontext-Recherche benötigt nur noch einen einzigen Klick “, so Dr. Gereon Frahling, Gründer und Geschäftsführer der Linguee GmbH.

Zusätzlich zur Windows-Integration bieten die Linguee-Abonnements weitere Vorteile: Die gesamte Linguee-Nutzung ist werbefrei. Der Nutzer kann die Satzbeispiele nach Qualität filtern. Auch der Datenschutz liegt Linguee am Herzen: Alle Anfragen der Abonnenten werden verschlüsselt zu den Servern übertragen und dort nicht dauerhaft gespeichert.

Das kleinere Abonnement, Linguee Premium , ist für 4,99 Euro im Monat über die Webseite linguee.de/premium erhältlich.

Linguee Professional für Berufsübersetzer

An professionelle Übersetzer richtet sich der zweite Abonnement-Dienst, Linguee Professional, mit zusätzlichen Funktionen. So funktioniert die Suche per Klick auch in Übersetzer-Software wie SDL Trados oder Wordfast. Die Nutzer können Quellen auswählen, die in den Ergebnissen bevorzugt gezeigt werden. Eine persönliche Suchhistorie listet auf Wunsch die bereits nachgeschlagenen Begriffe noch einmal auf. Mit Linguee Professional können Übersetzer auch aktiv um Aufträge werben, indem sie ein eigenes Übersetzerprofil in der Linguee-Übersetzerdatenbank anlegen. Für dieses Profil wird aktiv auf der offenen Linguee-Webseite geworben (mit mindestens 1.000 Werbe-Einblendungen pro Monat) und neue Kunden für den Übersetzer werden akquiriert. Linguee Professional kann für 9,99 Euro im Monat auf linguee.de/professional abonniert werden.

Für Frahling bedeuten die neuen Abonnement-Dienste einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von Linguee: „Bisher basierte unser gesamtes Geschäftsmodell auf Online-Werbung. Umfragen unter unseren Nutzern zeigen, dass wir nun auch große Hoffnungen in den Erfolg der Abonnement-Modelle setzen können.“ Zusatzeinnahmen will Linguee direkt in die weitere Verbesserung der Technik, der redaktionellen Wörterbücher und in die weitere Internationalisierung investieren und so innerhalb der nächsten fünf Jahre zum größten Online-Wörterbuch der Welt aufsteigen.

Über Linguee
Linguee ist ein Online-Wörterbuch und eine Suchmaschine für Übersetzungen. Im Vergleich zu traditionellen Wörterbüchern können mit Linguee etwa 1000-mal mehr zweisprachige übersetzte Texte durchsucht werden. Gegründet wurde die Linguee GmbH nach mehr als einjähriger Entwicklungszeit im Dezember 2008 von Dr. Gereon Frahling und Leonard Fink. Nach einjähriger Beta-Phase startete Linguee im Mai 2010 in der finalen Version, im August 2010 folgten internationale Sprachpaare wie Englisch-Französisch, Englisch-Portugiesisch und Englisch-Spanisch. Heute gehört Linguee kontinuierlich zu den Top-100-Webseiten in Deutschland und ist weltweit eines der meistgenutzten Online-Wörterbücher mit zahlreichen internationalen Sprachversionen, die ständig erweitert werden. Zum Kreis der Investoren gehören Alando-Mitgründer Jörg Rheinboldt und die Schweizer BrainsToVentures AG.

www.linguee.de
www.linguee.de/premium
www.linguee.de/professional

Gruenderszene.de, das Web-Magazin für Gründer, hat aus Anlass dieser Pressemitteilung ein Interview mit Dr. Gereon Frahling geführt.

[Text: Claudia Schoppmann. Quelle: Pressemitteilung Linguee, 2012-05-08. Bild: Linguee.]

BDÜ Bayern auf Bayreuther Ökonomiekongress: “Wir bringen Unternehmen und Übersetzer zusammen”

Bayreuther Ökonomiekongress 2011

Die Welt von morgen ist globalisiert – schon jetzt haben geschätzte 80 Prozent der deutschen Industrieunternehmen Übersetzungsbedarf. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) ist am 10. und am 11. Mai 2012 auf dem 4. Ökonomiekongress in Bayreuth mit einem Stand des BDÜ-Landesverbandes Bayern vertreten. An beiden Tagen geben dort Dolmetscher und Übersetzer, allesamt ehrenamtliche Mitglieder der BDÜ-Regionalgruppe Hof und Bayreuth, Tipps für die Zusammenarbeit mit Sprachexperten und die Übersetzersuche. Interessierte können vor Ort in der Online-Datenbank des Verbandes nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern recherchieren. Dort sind die Kontaktdaten von Experten für gut 400 Fachgebiete sowie für alle gängigen, aber auch selteneren Sprachen, wie zum Beispiel Mongolisch oder Urdu, verzeichnet.

„Wir bringen Unternehmen mit Auslandsgeschäften und Übersetzer zusammen“, so Isabelle Hofmann, Vorstandsmitglied im BDÜ-Landesverband Bayern. Bei der Wahl des passenden Übersetzers zählten insbesondere die Qualifikation und die Erfahrung in der gewünschten Branche. Hofmann: „Professionelle Übersetzer übersetzen nicht alles, sondern sind auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.“ Sogar innerhalb eines Fachgebietes gibt es weitere Spezialisierungen. So sind beispielsweise in der Datenbank des BDÜ nicht nur Fachübersetzer für Wirtschaft, Technik oder Recht zu finden, sondern auch für Bankwesen, Fahrzeugbau oder Europarecht. Für Kongressbesucher, die auf der Suche nach öffentlich bestellten und beeidigten Dolmetschern und Übersetzern mit Sitz in Bayern sind, hält der Verband außerdem ein gedrucktes Übersetzerverzeichnis zum Mitnehmen bereit.

Dolmetscher und Übersetzer sind ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der internationalen Wirtschaft. Da die Berufsbezeichnungen „Übersetzer“ und „Dolmetscher“ nicht geschützt sind, gilt die BDÜ-Mitgliedschaft als Qualitätssiegel für Auftraggeber. Alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen.

Über den BDÜ Landesverband Bayern
BDÜ BayernDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Der BDÜ Landesverband Bayern ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern der größte Mitgliedsverband des BDÜ. Seine Mitgliederdatenbank im Internet hilft bei der Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern.

www.oekonomiekongress.de
www.bdue-bayern.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ Bayern, 2012-05-11. Bild: Matthias Rüby/Bayreuther Ökonomiekongress (Foto von 2011), BDÜ Bayern.]

MDÜ 2/2012 mit Titelthema “Übersetzen und Dolmetschen in der EU”

MDÜ27 Mitgliedsstaaten gehören aktuell der Europäischen Union an, der Bedarf an Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen wächst unaufhörlich. Das aktuelle MDÜ gibt einen Überblick über alle europäischen Institutionen, die Bedarf an Übersetzungsdienstleistungen haben. Kai Zimmermann erläutert, wie die Europäische Kommission ihre Rahmenverträge und Aufträge ausschreibt und was man mitbringen muss, um mitzubieten. Frauke Becker berichtet von einem Praktikum im Sprachendienst in Luxemburg, und Per N. Döhler und Dr. Thea Döhler bringen Licht in die Umsatzsteuerregelung für Rechnungen nach Europa.

In der Rubrik Dolmetschen zeigt Prof. Dr. Michaela Albl-Mikasa aus Winterthur auf, welche Auswirkungen Englisch als Lingua Franca auf den Alltag in der Dolmetschkabine hat, und es gibt ein Interview aus Anlass der Aufnahme der Gebärdensprachen als gleichwertige Konferenzsprachen in den aiic. In der neuen Werkzeug-Rubrik “FiF - Funktion  im Fokus” geht es um PerfectMatch 2.0, und im Bereich “Sprachmittler als Unternehmer” bekommen Sie Tipps zur elektronischen Rechnungen.

Anna Bologna nimmt mit der Vorstellung von Globish  den Faden des “einfachen Englisch” auf, André Lindemann erläutert den aktuellen Stand beim Kostenrechtsmodernisierungsgesetz. Darüber hinaus enthält das Heft auf acht Seiten das vollständige Programm der 2. Internationalen Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” mitten im Heft, zum Herausnehmen.

Dazu wieder interessante Buchbesprechungen, ein Blick in eine Ausstellung, Aufschlussreiches aus einem Workshop zur Positionierung, ein Bericht aus Israel, und natürlich ein gut gefüllter Seminarkalender.

Die Überschriften im Einzelnen:

  • Titelthema: Übersetzen und Dolmetschen in der EU
  • Übersetzen und Dolmetschen für die EU - ein Überblick
  • Als Freiberufler für die GD Übersetzung arbeiten
  • Einblick in die Welt der EU-Sprachendienste: EU auf Probe
  • Umsatzsteuer für Sprachmittlerleistungen in Länder der EU
  • Konferenz-)Dolmetschqualität unter veränderten Vorzeichen
  • Gleichstellung von Gebärden- und Lautsprachen in der aiic
  •  Neuerungen bei elektronischen Rechnungen
  • Positionierung und Vermarktung für Sprachendienste
  • Globish - die neue Weltsprache?
  • Ausstellung „Found in Translation“
  • Nachruf Curt Meyer-Clason
  • Zweites Gesetz zur Modernisierung des Kostenrechts
  • Bericht der Jahreskonferenz der Israel Translators Association
  • Und natürlich die Rubriken Aus dem BDÜ, Rezensionen, Kalender

MDÜ – die auflagenstärkste Fachzeitschrift der Branche
Die vom BDÜ herausgegebene Zeitschrift MDÜ - Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer ist die auflagenstärkste Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer im deutschsprachigen Raum (Auflage zurzeit 7.000 Exemplare). Das MDÜ berichtet praxisnah über Arbeitswerkzeuge wie Translation-Memory-Systeme, Terminologieverwaltungsprogramme und Wörterbücher. Interviews und Hintergrundberichte zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen Gesetzen und Vorschriften bringen Sie beruflich auf den neuesten Stand. Die Artikel sind informativ und fundiert geschrieben, ohne trocken und wissenschaftlich überfrachtet zu sein. Branchenexperten stoßen Diskussionen über kontroverse Themen wie Abrechnungsmodalitäten, Muttersprachenprinzip oder auch Rechte an der eigenen Terminologie an. Ein wichtiges Thema im MDÜ ist der Übersetzer oder Dolmetscher als Unternehmer: Rechtsanwälte, Steuerberater und Werbefachleute geben Tipps für Selbständige.

[Text: Brigitte Eichner. Quelle: Mitteilung vom 26.04.2012. Bild: MDÜ.]

Schweizer Online-Übersetzungsdienstleister my translate nimmt Geschäftsbetrieb auf

my translateAb sofort gibt es einen neuen Anbieter im Online-Übersetzungsmarkt, der aus der Schweiz für frischen Wind sorgt: Unter mytranslate.com steht dem Kunden erstmals eine transparente Plattform zur Verfügung, auf der er zwischen allen Übersetzungsstufen und -paketen individuell wählen kann.

Das Angebot reicht von der reinen Übersetzung über verschiedene Korrekturstufen bis hin zum Rundum-sorglos-Paket. Hinzu kommt eine benutzerfreundliche Oberfläche, die den Bestellvorgang einfach gestaltet und über ein frisches Design verfügt. High-Tech im Hintergrund sorgt dafür, dass die Aufträge schnell und zuverlässig über ein eigenes, globales Übersetzernetzwerk abgewickelt werden.

Geschäftsführer Hajo Klemmer erklärt: „Mit mytranslate.com beschreiten wir ganz neue Wege in puncto Transparenz. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen möchten die Wahl haben, auch einfache Übersetzungen ohne Korrektur einkaufen zu können. Wer sich für andere Qualitätsstufen entscheidet, den können wir ebenso im bedienen. So kann der Kunde bei uns genau das buchen, was er benötigt - und zwar genau das.“

my translate AG
Die my translate AG ist der erste Anbieter im Online-Übersetzungsmarkt, der seinen Kunden eine völlig transparente Plattform zur Verfügung stellt. Der Kunde kann zwischen allen Übersetzungsstufen und -paketen individuell wählen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Appenzell in der Schweiz und betreibt eine deutsche Niederlassung in Magdeburg.

www.mytranslate.com

[Text: my translate. Quelle: Pressemitteilung my translate, 2012-03-09. Bild: my translate.]​

ADÜ Nord: Beck, Bodora und Fellows neu im Vorstand

ADÜ-Nord-Vorstand 2012
Der neue Vorstand: Michael Friebel (Schatzmeister), Dorothea Beck (2. Vorsitzende), Natascha Dalügge-Momme (1. Vorsitzende), Lea Bodora (Schriftführerin), Dr. Ralph Fellows (Referent)

Auf der ordentlichen Mitgliederjahresversammlung des Berufsverbands Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e. V. (ADÜ Nord) am 21. April 2012 wurden drei der fünf Vorstandsämter neu besetzt. Die 1. Vorsitzende und der Schatzmeister führen ihr Amt noch bis April 2013 fort.

Die Versammlung fand bei typischem Aprilwetter im Hotel am Schloss Ahrensburg in Schleswig-Holstein statt. Von den 357 ADÜ-Nord-Mitgliedern waren 38 anwesend und vertraten weitere 33 Mitglieder per Vollmacht, sodass sich eine Stimmenpräsenz von 71 (etwa 20 Prozent der Mitglieder) ergab. Besonders gefreut hat sich der Verband über die Anwesenheit von Mitgliedern aus Dänemark und Kanada.

Wahlen für drei Vorstandsämter und Kassenprüfung

Turnusmäßig standen die Positionen der 2. Vorsitzenden und der Schriftführerin zur Wahl. Außerdem musste auch die Referenten-Position neu besetzt werden, weil die amtierende Kollegin Annekathrin Schlömp ihr Amt aufgibt.

  • Für die Referenten-Position gab es erfreulicherweise zwei Kandidaturen: Dr. Ralph Fellows und Magdalena Morgenroth. Gewählt wurde Ralph Fellows mit 59 Stimmen zu 8 Stimmen (2 ungültige Stimmen und 2 Enthaltungen).
  • Die Kandidatin zur Wahl der 2. Vorsitzenden war Dorothea Beck, die mit 65 Stimmen (5 Enthaltungen, 1 Nein-Stimme) gewählt wurde.
  • Die Kandidatin zur Wahl der Schriftführerin war Lea Bodora, die mit 67 Stimmen (3 Enthaltungen, 1 ungültige Stimme) gewählt wurde.

Alle Kandidaten nahmen die Wahl an.

Sowohl die 1. Vorsitzende Natascha Dalügge-Momme als auch Schatzmeister Michael Friebel hatten letztes Jahr bei ihrer Wiederwahl angekündigt, dass sie nur für ein Jahr bis April 2012 zur Verfügung stehen. Erfreulicherweise haben sich beide bereit erklärt, ihr Amt noch ein Jahr weiterzuführen, um für die notwendige Kontinuität in der Vorstandsarbeit zu sorgen.

Nach herzlichem Dank an die drei scheidenden Vorstandsmitglieder Helke Heino, Milena Münch und Annekathrin Schlömp wurden die beiden Kassenprüferinnen Dörte Johnson und Wendy Sprock einstimmig mit 2 Enthaltungen gewählt. Beim anschließenden Bericht der Beauftragten kündigte Georgia Mais, langjährige Beauftragte für Weiterbildung an, dass sie ihr Amt zum Ende dieses Jahres aufgeben wird und gerne schon jetzt einen Nachfolger einarbeiten möchte.

ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hochqualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.

www.adue-nord.de

[Text: ADÜ Nord. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2012-04-23. Bild: ADÜ Nord.]

BDÜ veranstaltet Gründerseminare für Übersetzer und Dolmetscher

BDÜDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) unterstützt Existenzgründer mit Seminaren in vielen Städten Deutschlands. Wer sich als Dolmetscher oder Übersetzer selbstständig machen möchte, kann sich zum Beispiel durch das Seminar “Existenzgründung für Übersetzer und Dolmetscher” am 5. Mai von 10.00 bis 17.00 Uhr in Karlsruhe darauf vorbereiten.

Das Seminar beleuchtet in kompakter Form die wichtigsten Aspekte der Existenzgründung: Dabei geht es um persönliche Voraussetzungen und allgemeine Rechtsgrundlagen der Gründung ebenso wie um Akquise, Preiskalkulation, Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung. Veranstaltungsort ist das Hotel Eden in der Bahnhofstraße 15 -19, in der Nähe des Karlsruher Hauptbahnhofs. Die Teilnahme am Tagesseminar steht allen Interessenten offen und kostet 140,00 Euro. Studierende zahlen 100,00 Euro. Nähere Informationen und Online-Anmeldung auf der BDÜ-Website.

Mehr als 70 Prozent aller Dolmetscher und Übersetzer arbeiten heutzutage freiberuflich. Um Berufseinsteiger auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten, bietet der BDÜ in vielen Regionen neben Seminaren auch Gründerstammtische und spezielle Mentorenprogramme an. Eine Übersicht über Angebote und Ansprechpartner vor Ort sind ab sofort auf der BDÜ-Website unter dem neu eingerichteten Menüpunkt “Für Existenzgründer” zu finden.

www.bdue.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2012-04-12. Bild: BDÜ.]

Übersetzungsbüro Peschel feiert ein Jahr Oxford

Marie CrosslandDer britische Ableger des Übersetzungsbüros Peschel feiert sein einjähriges Bestehen. Das Büro im englischen Oxford wurde am 1. März 2011 eröffnet, um den Radius des Sprachdienstleisters mit Hauptsitz in Freiburg zu erweitern.

Übersetzerin Marie Crossland (Bild, MA in Translation Studies), die das englische Büro leitet, blickt auf ein aufregendes erstes Jahr zurück. Das Übersetzungsbüro Peschel konnte durch ihre Aufbauarbeit seine Kundenbasis um Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen erweitern und ist in diversen Netzwerken wie der Deutsch-Britischen Handelskammer und dem Oxfordshire International Trade Forum aktiv. „Jetzt geht es darum, die geknüpften Kontakte zu festigen und auf dieser Grundlage neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen“, so Frau Crossland.

Dipl.-Dolm. Anja Peschel hat das Übersetzungsbüro vor 14 Jahren gegründet und leitet die Geschäfte. Sie erläutert: „Frau Crossland hat drei Jahre bei uns in Freiburg gearbeitet und wollte aus privaten Gründen wieder zurück in ihre Heimat. Da ich schon seit einigen Jahren die Idee hatte, eine englische Zweigstelle zu eröffnen, hat sich das gut gefügt. So hatte ich jemanden, der mit unserer Unternehmensphilosophie und Arbeitsweise vertraut ist und mein Unternehmen vor Ort gut vertreten kann.

Das Übersetzungsbüro Peschel arbeitet mit einem Stammteam aus fest angestellten Übersetzerinnen, wobei sich die geografische Distanz zwischen dem englischen und dem deutschen Team mit Hilfe von häufigen Videokonferenzen und Telefonaten problemlos überbrücken lässt. Das Inhouse-Team wird von einem Pool an freiberuflichen Übersetzern ergänzt, die meist von Ihren Heimatländern aus für das Übersetzungsbüro Peschel arbeiten. So können die Kunden von der direkten Unterstützung durch einen Sprachdienstleister vor Ort profitieren, durch den sie Zugang zu herausragenden Übersetzern und Dolmetschern auf der ganzen Welt haben. Jede Übersetzung durchläuft vor der Lieferung eine interne Qualitätskontrolle. So wird jederzeit höchste Qualität gewährleistet.

Übersetzungsbüro Peschel
Das Übersetzungsbüro Peschel ist in der Solarstadt Freiburg im Breisgau beheimatet. Zu den vielfältigen Dienstleistungen gehören das Übersetzen und Dolmetschen in und aus dem Deutschen, Englischen, Französischen, Spanischen und Italienischen. Seit seiner Gründung im Jahr 1998 betreut das Übersetzungsbüro Peschel einen stetig wachsenden internationalen Kundenstamm aus den Bereichen erneuerbare Energien, Medizin und Pharmazie, Jura, Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Politik und dem öffentlichen Sektor.

www.peschel-communications.de

[Text: Anja Peschel. Quelle: Pressemitteilung Übersetzungsbüro Peschel, 2012-03-01. Bild: Übersetzungsbüro Peschel.]

SDL-Bilanz 2011: Neues Rekordergebnis, aber Wachstum schwächt sich ab

SDLSDL plc, einer der größten Sprachdienstleister der Welt, hat am 09.03.2012 seine untestierten vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2011 (Geschäftsjahresende per 31. Dezember 2011) vorgelegt. Die Marketing-Abteilung jubelt, aber ein Vergleich mit der SDL-Bilanz 2010 zeigt, dass sich das Wachstum aller Kennzahlen etwas abgeschwächt hat:

SDL-Bilanz 2011

SDL charakterisiert die Ergebnisse wie folgt:

  • Rekordumsatz und hervorragendes Betriebsergebnis im Finanzjahr 2011 durch weitere Fortschritte bei der Umsetzung unserer strategischen Vision
  • Sensationeller Umsatzanstieg um 13 %
  • Alle Geschäftsbereiche trugen im Jahr 2011 zum positiven Umsatzwachstum bei:
    • Content Management Technologies verzeichnete ein Umsatzwachstum von 17 %, das sich aus -2 % Wechselkurseinfluss, einem vernachlässigbaren Einfluss durch Akquisitionen und einem konstanten währungsbereinigten Umsatzwachstum von +19 % zusammensetzt.
    • Language Technologies verzeichnete ein Umsatzwachstum von 18 %, das sich aus -1 % Wechselkurseinfluss, 11 % Akquisitionen und einem konstanten währungsbereinigten Umsatzwachstum von 8 % zusammensetzt.
    • Language Services erreichte ein Umsatzwachstum von 9 %, das sich aus -1 % Wechselkurseinfluss und einem konstanten währungsbereinigten Umsatzwachstum von 10 % zusammensetzt.
  • Erstdividende von 5,8 Pence je Stammaktie, ein Anstieg um 5,5 % im Verglich zur Erstdividende des vorigen Jahres.
  • Zu den wichtigsten Unternehmen, die 2011 als Neukunden gewonnen werden konnten, zählen Brother, TIBCO Software, Mattel, AGIP, Marks & Spencer und Semcon.
  • Das Wachstum wurde durch Cross-Selling untermauert. Die Vertriebspipeline bleibt weiterhin robust und spiegelt neue Gewinnimpulse wider.
  • Die robuste Bilanz bildete eine starke Grundlage für die nun abgeschlossene Akquisition von Alterian, womit wir die Kompetenzen unseres Unternehmens um Datenanalysen, Kampagnenmanagement und Social-Media-Monitoring erweitern konnten.

Mark LancasterMark Lancaster (Bild), Executive Chairman von SDL plc, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Das Jahr 2012 ist angesichts des 20-jährigen Jubiläums von SDL ein bedeutender Meilenstein für uns. Unser Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf Innovationen, und wir freuen uns, in einem weiteren Jahr über erhebliche Fortschritte zu berichten, dank denen wir einen Rekordumsatz und ein hervorragendes Betriebsergebnis verzeichnen konnten. Wir sind mit unseren strategischen Zielen weit vorangekommen. Dementsprechend war 2011 auch ein bemerkenswertes Jahr im Hinblick auf die Gewinnung von Neukunden und neue Produkteinführungen in globalen Märkten. Wir waren sehr drauf bedacht, in Bereiche zu investieren, in denen sich langfristige Wachstumstrends abzeichnen, und wir sehen den Möglichkeiten, die sich durch die Akquisition von Alterian ergeben, freudig entgegen. Wir sind davon überzeugt, dass SDL gut aufgestellt ist, um von den bevorstehenden Möglichkeiten zu profitieren und seinen Aktionären weiterhin einen Mehrwert zu bieten.”

John Hunter, Chief Executive Officer, fügte hinzu: „Unser Unternehmen hat im Jahr 2011 wieder einmal sein starkes defensives Wachstumsverhalten unter Beweis gestellt, indem wir durch effiziente Maßnahmen optimalen Nutzen aus verschiedenen Marktbedingungen gezogen haben. Für das Jahr 2012 haben wir uns gut positioniert, um unser Angebot auf mehrere Regionen, Kunden und Branchen auszuweiten. So vermeiden wir es, Entwicklungen in spezifischen Sektoren oder regionalen Wirtschaften ausgesetzt zu sein. Wir beginnen das Jahr 2012 mit einer breiteren Palette an Produkten und Dienstleistungen gekoppelt mit einer soliden Vertriebspipeline. Wir vertrauen auf unsere Strategie und unsere Fähigkeit, diese umzusetzen. Zudem verfügen wir über eine starke Bilanz, die es uns ermöglicht, unsere strategischen Wachstumsziele sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen weiterzuverfolgen.“

Über SDL
SDL ermöglicht globalen Unternehmen, mit ihren Kunden zu interagieren – und zwar in der Sprache, über den Kanal und zu dem Zeitpunkt, die bzw. den sie bevorzugen. Wir unterstützen Unternehmen bei der Markendarstellung und helfen ihnen dabei, ihre Umsätze auf globaler Ebene zu steigern, die Time-to-Market zu verkürzen und ihre Kundenbeziehungen zu stärken. Die innovativen Technologie- und Servicelösungen von SDL für Unternehmen umfassen die gesamte Reise des Kunden und beinhalten Social Listening und Marketing-Analysen, Kampagnenmanagement, Language Management und Services, Erstellung von Videoinhalten und schriftlichen Inhalten, Web Content Management, Publikation dynamischer technischer Dokumentationen und eCommerce. Dank SDL-Lösungen kann die globale Reichweite über verschiedene Sprachen, Kulturen, Kanäle und Medien hinweg gesteigert werden.
SDL verfügt über 1.500 Unternehmenskunden, 400 Partner und über 185.000 Desktop-Software-Lizenzen weltweit. Die globale Infrastruktur von SDL umfasst über 60 Niederlassungen in 35 Ländern.

www.sdl.com

Mehr zum Thema auf uepo.de
2011-03-21: Plus 20 Prozent: SDL präsentiert Geschäftsergebnisse für 2010

[Text: SDL. Quelle: Pressemitteilung SDL, 2012-03-09. Bild: SDL.]

Gericht: Arbeitgeber brauchen Arbeitsverträge nicht übersetzen zu lassen

Justitia, Römerberg FrankfurtWenn ein ausländischer Arbeitnehmer ohne Deutschkenntnisse einen deutschsprachigen Arbeitsvertrag unterschreibt, ist dieser wirksam. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, eine Übersetzung anfertigen zu lassen. Dies hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden.

Geklagt hatte ein portugiesischer Lkw-Fahrer, der zwei Jahre bei einer deutschen Spedition beschäftigt war. Die Einstellungsverhandlungen wurden auf Portugiesisch geführt, der Arbeitsvertrag selbst wurde jedoch nicht übersetzt.

Vier Monate nach seinem Ausscheiden aus der Firma machte der Fahrer Ansprüche in Höhe von 900 Euro Lohn sowie diverse Fahrtkostenpauschalen in Höhe von insgesamt 3.870 Euro geltend. Der frühere Arbeitgeber weigerte sich, die Forderungen zu begleichen, weil diese zu spät angemeldet worden seien. Laut Arbeitsvertrag habe dies innerhalb von drei Monaten nach Ausscheiden aus dem Betrieb zu geschehen.

Daraufhin verklagte der Fahrer seinen früheren Arbeitgeber auf Zahlung der ausstehenden Beträge. Von einer Ausschlussfrist von drei Monaten habe er nichts gewusst, denn als Portugiese ohne Deutschkenntnisse habe er den deutschsprachigen Vertrag nicht lesen können. Die Klausel mit der Ausschlussfrist könne nur dann wirksam sein, wenn er von ihr Kenntnis habe nehmen können. Dies sei aber nicht möglich gewesen, weil der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag nicht habe ins Portugiesische übersetzen lassen.

Sowohl das Arbeitsgericht Kaiserslautern als auch das Landesarbeitsgericht Mainz folgten dieser Argumentation nicht. Die Verantwortung für das Verstehen des Arbeitsvertrags liege nicht beim Arbeitgeber, sondern beim Arbeitnehmer. Es sei für den Fahrer zumutbar gewesen, sich selbst vor Abschluss des Vertrags eine Übersetzung zu beschaffen. Eine gesetzliche Vorschrift, die den Arbeitgeber zur Übersetzung verpflichte, gebe es nicht. Mit seiner Unterschrift habe der Arbeitnehmer alle Vertragsbestimmungen einschließlich der Ausschlussfrist von drei Monaten „vorbehaltlos angenommen“.

Das Landesarbeitsgericht Mainz hat eine Revision beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt zugelassen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Landesarbeitsgericht Mainz, Urteil vom 02.02.2012, Aktenzeichen 11 Sa 569/11. Bild: Richard Schneider.]

W3C startet Standardisierungsprozess zur vereinfachten Übersetzung von Webinhalten

W3CImmer mehr Kunden erwarten Webinhalte in ihrer Sprache. Zudem wollen sie schnell und unkompliziert Inhalte in anderen Sprachen erschließen. Unternehmen nutzen das Internet, um Kunden global zu erreichen; die Bereitstellung von Informationen in der jeweiligen Landessprache spielt dabei eine entscheidende Rolle für das Geschäft.Das World Wide Web Consortium (W3C) reagiert darauf und hat am 07.03.2012 die Gründung der Arbeitsgruppe “MultilingualWeb–Language Technologies” (MLW-LT) bekannt gegeben. Durch das Projekt wird die Erstellung von Webinhalten in Weltsprachen vereinfacht. Die neue Arbeitsgruppe MLW-LT wird Standards entwickeln, um automatische und manuelle Übersetzung sowie die Anpassung von Webinhalten an lokale Bedürfnisse zu unterstützen. Geleitet wird sie vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Trinity College Dublin und der University of Limerick.

Übersetzung: Ein wachsendes Milliardengeschäft

DFKIMarktanalysen zeigen, dass der Jahresumsatz kommerzieller Übersetzungen 21-26 Milliarden Dollar beträgt, wodurch weltweit milliardenschwere Geschäfte über Landesgrenzen hinweg ermöglicht werden. Multinationale Unternehmen sind darauf angewiesen, Webcontent simultan in viele Sprachen zu übersetzen. Öffentliche Stellen in Europa und Indien müssen mit Bürgern in verschiedensten Sprachen kommunizieren.

Die Vermutung liegt nahe, dass der Mangel an Standards, die den Austausch von Informationen über Übersetzungen regulieren, dazu führt, dass bis zu 20 % mehr Kosten für Übersetzungen entstehen. Können Sprachbarrieren nicht überwunden und Webinhalte nur in einer Sprache veröffentlicht werden, ist außerdem davon auszugehen, dass so manche Anbieter im Web scheitern werden. So geht aus einer Studie hervor, dass 51% der europäischen Einzelhändler ihr Geschäft über das Internet abhandeln, aber nur 21 % grenzübergreifende Übersetzungen anbieten. Während 30 % der europäischen Bürger über das Internet kaufen, sind es nur 7 %, die Produkte von Händlern aus anderen EU-Mitgliedstaaten erwerben. Die gleiche Studie zeigt auch, dass sogar mehrsprachige Internetnutzer davon absehen, von einer Internetseite zu kaufen, die nicht in ihrer Muttersprache verfasst ist.

Der Bedarf an Übersetzungen steigt mit wachsender Sprachenvielfalt im Netz. Chinesisch, Russisch und Arabisch zählen zu jenen Sprachen, deren Repräsentanz in den letzten zehn Jahren am stärksten gewachsen ist. Derzeit spricht weniger als ein Drittel der Internet-Benutzer Englisch als Muttersprache – ein Größenverhältnis, das mit der Erweiterung des Webs weiter abnehmen wird. Viele nutzen bereits online Übersetzungsmaschinen, die On-Demand-Übersetzungen unterstützen. Für Online Producer ist es besonders wichtig, sich dieser Anwendungen und deren Auswirkungen auf die ursprünglichen Inhalte bewusst zu sein.

Gemeinschaft bringt vielseitige Erfahrung in das W3C ein

Die entstehende Open Web Platform (aufbauend auf HTML5) wird diesem Trend folgen und die Verbreitung vielsprachiger Inhalte unterstützen und die Übersetzung vereinfachen. Zehn Organisationen sind bereits W3C-Mitglieder geworden, um vor allem neue Standards für die Übersetzung und Anpassung von Webinhalten an lokale Bedürfnisse anzupassen. Sie repräsentieren sowohl geographische Vielseitigkeit als auch professionelle Übersetzungsdienste und Verkäufer maschineller Übersetzungstechnologien: Schlüsselfaktoren für die Vermittlung Standard basierter Lösungen. Die Arbeitsgruppe stellt eine Gemeinschaft von Online-Producer, Lokalisierungsunternehmen, Sprachtechnologie-Experten, Browser-Anbieter, Tool-Entwickler und -Benutzer dar, die zusammen Lösungen für schnelle, qualitativ hochwertige Übersetzungen im Web entwickelt. Diese Arbeit innerhalb des W3C wird die Integration von Lösungen mit der Open Web Platform und mehrsprachiger Linked Data gewährleisten und kleine Übersetzungsagenturen und große Language Service Provider ermöglichen.

Die Arbeitsgruppe wird mit anderen Organisationen, die sich aktiv mit Mehrsprachigkeit beschäftigen, zusammenarbeiten; dazu zählen das Unicode Consortium, ETSI, ISO und OASIS.

MultilingualWeb-LTDie neu entstandene Arbeitsgruppe wird durch das Projekt “MultiLingualWeb-LT”, das auf dem W3C-Projekt “MultilingualWeb” aufbaut, unterstützt. Beide Projekte werden von der Europäischen Union gefördert, deren Schwerpunkt die Erstellung eines digitalen Binnenmarkts im Web ist. Als Schlüssel zu diesem Ziel gilt Studien zufolge vor allem das Überbrücken von Sprachbarrieren.

Über das World Wide Web Consortium (W3C)
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem alle Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltes Team und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Ziele vor allem durch die Entwicklung von Web-Standards und Richtlinien für das langfristige Wachstum des World Wide Web. Mehr als 300 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. Die Arbeiten werden gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio University in Japan gesteuert. Daneben unterhält W3C eine Reihe von World Offices in 14 Regionen rund um die Welt.

Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Das Finanzierungsvolumen lag 2010 bei ca. 36 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 400 Mitarbeiter aus 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und 57 Spin-Off-Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Weitere Informationen: www.dfki.de

Website der Arbeitsgruppe: www.w3.org/International/multilingualweb/lt
Marktanalyse: tinyurl.com/3534b79
Studie: http://ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_313_en.pdf

[Text: Clemens Weins. Quelle: Pressemitteilung DFKI, 2012-03-08. Bild: DFKI.]