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Archiv der Kategorie Ausbildung
Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfram Wilss wird 85
18.7.2010 von Richard Schneider.
Am 25. Juli 2010 feiert Wolfram Wilss (Bild) seinen 85. Geburtstag. Der emeritierte Professor für „Angewandte Sprachwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Theorie des Übersetzens” war lange Jahre Direktor des Dolmetscher-Instituts der Universität des Saarlandes.
In Ravensburg geboren, war der Jubilar zunächst als Sprachendienstleiter im Bonner Bundeskanzleramt tätig. 1966 wurde er zum Direktor des Dolmetscher-Instituts an der Universität des Saarlandes ernannt und 1968 auf den Lehrstuhl für „Angewandte Sprachwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Theorie des Übersetzens” berufen.
Als „Wegbereiter der Übersetzungswissenschaft” hat er über 25 Jahre das Dolmetscher-Institut und die daraus hervorgegangene Fachrichtung „Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen” entscheidend geprägt - mit den Schwerpunkten Problemlösen und Routine. Im Zentrum seiner Lehre und seiner Forschungen standen Professionalisierung, Optimierung und Technisierung der Tätigkeit des Übersetzens. Außerdem war Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfram Wilss Sprecher und Projektleiter des früheren Sonderforschungsbereichs „Elektronische Sprachforschung”.
Auch nach seiner Emeritierung 1990 ist der Jubilar wissenschaftlich aktiv geblieben und hat seitdem mehrere neue Studien vorgelegt. Dabei hat er neben „Übersetzen und Dolmetschen im 20. Jahrhundert“ (deutsche und englische Fassung) sowie „Weltgesellschaft, Weltverkehrssprache und Weltkultur“ auch die „Wandlungen eines Universitätsinstituts - Vom Dolmetscherinstitut zur Fachrichtung Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen der Universität des Saarlandes“ beschrieben. In seinem 2003 erschienenen Sammelband untersucht er „Die Zukunft der internationalen Kommunikation im 21. Jahrhundert“.
[Text: Dr. Wolfgang Müller. Quelle: Pressemitteilung Universität des Saarlandes, 2010-07-15. Bild: Universität des Saarlandes.]
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Dolmetscherschule Köln schreibt Stipendium aus
17.7.2010 von Richard Schneider.
Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln am Rheinischen Bildungszentrum Köln (RBZ) schreibt für den Ausbildungsstart im September dieses Jahres ein Stipendium aus. Bewerben können sich junge Leute mit sehr guten Sprachkenntnissen in Englisch, Spanisch oder Türkisch, die für eine dieser Sprache Übersetzer und Dolmetscher werden möchten. Die Schüler müssen darüber hinaus auch mit der deutschen Sprache perfekt umgehen können und als Abschluss das Abitur, die Fachhochschul- oder Fachoberschulreife nachweisen. Im August finden ein Stipendium-Test und ein anschließendes Bewerbungsgespräch statt.
Das RBZ-Stipendium deckt die Gebühren für die schulische Berufsausbildung für zunächst zwei Semester ab. Die Förderdauer kann nach Abschluss der Zwischenprüfung mit hervorragenden Noten um ein weiteres Semester verlängert werden. Schriftliche Bewerbungen für das Stipendium werden bis zum 4. August 2010 angenommen.
Die am RBZ angebotene Ausbildungsform mit staatlicher Prüfung ist in Nordrhein-Westfalen einmalig. Übersetzer und Dolmetscher mit staatlicher Prüfung haben auch außerhalb der Wirtschaft gute Job-Perspektiven, weil sie breite zusätzliche landeskundliche Kenntnisse erlernen. Die Schüler des RBZ können sich je nach individueller Neigung zwischen den staatlich geprüften Ausbildungsabschlüssen oder der IHK-Prüfung entscheiden.
Das RBZ Köln ist seit 40 Jahren im Bereich Ausbildung und Studium tätig und engagiert sich als gemeinnützige Institution im Verbund der Rheinischen Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration. Zu den Bildungspartnern gehören unter anderem die Rheinische Akademie Köln und Rheinische Fachhochschule Köln.
www.dolmetscherschule-koeln.de
[Text: Beatrix Polgar-Stüwe. Quelle: Pressemitteilung Dolmetscherschule Köln, 2010-07-14.]
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Infonachmittag an Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln
27.6.2010 von Richard Schneider.
Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln am Rheinischen Bildungszentrum Köln (RBZ) lädt am Dienstag, 6. Juli 2010, um 17:30 Uhr zu einem Infonachmittag über die neue schulische Berufsausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher ein.
Die Veranstaltung findet im RBZ, Universitätstraße 1, in 50937 Köln statt. Die Schulleiterin stellt interessierten Schülern und ihren Eltern das neue, berufsbildende Angebot für die Sprachen Englisch, Spanisch und Türkisch vor und beantworten ihre Fragen. Das Semester startet Anfang September. Angesprochen sind sprachbegabte Schülerinnen und Schüler mit Abitur, Fachhochschul- oder Fachoberschulreife.
Die am RBZ angebotene Ausbildungsform mit staatlicher Prüfung ist in Nordrhein-Westfalen einmalig. Im Gegensatz zu einem IHK-Abschluss, bei dem sich die Prüfungsleistungen vor allem auf das Übersetzen in der Wirtschaftssprache beschränken, werden durch eine staatliche Prüfung auch fundierte Kenntnisse im allgemeinsprachlichen Übersetzen nachgewiesen. Die Übersetzer und Dolmetscher mit staatlicher Prüfung haben auch außerhalb der Wirtschaft gute Job-Perspektiven, weil sie über zusätzliche Kenntnisse aus Technik, Politik, Wissenschaft und Kultur verfügen.
Am RBZ lernen angehende Übersetzer in vier Semestern die Fremdsprache auf hohem Niveau. Sie übersetzen allgemeinsprachliche Texte und können Wahlfächer belegen. Die muttersprachlichen Lehrkräfte legen großen Wert auf die Vermittlung von breitem landeskundlichem Wissen und trainieren mit ihren Schülern den sicheren Umgang mit sprachlich-fachlichen Hilfsmitteln und den elektronischen Medien. Gute Schüler können im dritten Semester zusätzlich die Ausbildung zum Dolmetscher starten. Dann lernen sie die anspruchsvollen Techniken des Gesprächs- und Vortragsdolmetschen. Im Beruf sind Dolmetscher gefragte Experten bei Verhandlungen und Konferenzen auf internationaler Ebene. Die Ausbildung mit Doppel-Abschluss zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher dauert bei entsprechenden Sprachkenntnissen insgesamt 24 Monate. Die Schüler des RBZ können sich je nach individueller Neigung zwischen den staatlich geprüften Ausbildungsabschlüssen oder der IHK-Prüfung entscheiden.
Anmeldungen zum Infoabend per Mail kontakt@dolmetscherschule-koeln.de oder telefonisch im Schulsekretariat unter 0221-355316-18.
www.dolmetscherschule-koeln.de
Mehr zum Thema auf uepo.de
2010-06-07: Köln: Neue schulische Berufsausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer
[Text: Beatrix Polgar-Stüwe. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 2010-06-15.]
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“Praxis und Studium” in Saarbrücken: Studis fragen, Ehemalige antworten
22.6.2010 von Richard Schneider.

Wie der Berufsalltag von Übersetzern und Dolmetschern aussieht, erfahren Studenten am 2. und 3. Juli 2010 an der Universität des Saarlandes von berufserfahrenen Absolventen der Fachrichtung Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen. Die Veranstaltung „Praxis und Studium“ wird von der Fachrichtung gemeinsam mit der Alumni-Vereinigung AMICALE – Verein der Freunde der FR 4.6 e.V. zum elften Mal ausgerichtet.
Wie schaffe ich am besten den Sprung von der Uni ins Berufsleben? Wie arbeiten Übersetzer und Dolmetscher in der Industrie, im öffentlichen Dienst, in Übersetzungsbüros, bei internationalen Organisationen oder als Freiberufler? Oder: Wie mache ich mich selbständig? Das sind einige der Fragen, die bei der Info-Veranstaltung beantwortet werden sollen. Dazu hat die Fachrichtung „Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen“ wieder Experten aus den verschiedensten Berufen, die in Saarbrücken studiert haben, an die Universität eingeladen.
Im Vortragsprogramm sind folgende Themen vorgesehen:
- Julia Lemmer: Der Sprachendienst des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Monika Schorr: Dolmetschen bei der EU
- Daria Schmitt: Hurra, ein Auftrag!
Zwischen den Vorträgen nehmen die Absolventen als Experten an Diskussionsrunden teil. Dabei stehen sieben verschiedene Themen zur Auswahl: Selbständigkeit, Berufsalltag bei verschiedenen Arbeitgebern, Aufgaben eines Projektmanagers, neue Technologien beim Übersetzen, Berufsalltag von Dolmetschern, Übersetzer und Dolmetscher als Kommunikationsexperten im Bildungssektor und das Berufsfeld Sprachendienst.
Die Veranstaltung „Praxis und Studium“ findet alle zwei Jahre statt und dient dem Erfahrungsaustausch zwischen Ehemaligen und Studierenden. In Diskussionsrunden erhalten die Studierenden Einblick in die Berufswelt und die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche von Übersetzern und Dolmetschern. Ausgewählte Vorträge geben einen Eindruck von speziellen Tätigkeitsfeldern des Berufsbildes. Die Veranstaltung richtet sich explizit auch an Studenten der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge, sie stellt eine ideale Gelegenheit dar, in die Berufswelt hineinzuschnuppern und oftmals auch erste berufliche Kontakte zu knüpfen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website der Fachrichtung Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen und im Programmheft der Veranstaltung.
[Text: Rainer Egler. Quelle: Universität des Saarlandes. Bild: Winkler, Presseteam Universität des Saarlandes.]
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Köln: Neue schulische Berufsausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer
7.6.2010 von Richard Schneider.
Ab Anfang September 2010 bietet das Rheinisches Bildungszentrum Köln (RBZ) eine neue schulische Berufsausbildung zum Übersetzer und Dolmetscher in den Sprachen Englisch, Spanisch und Türkisch an. Die Ausbildung richtet sich an Schüler mit Abitur, Fachhochschul- oder Fachoberschulreife (Mittlere Reife) und guten Sprachkenntnissen. Realschüler weisen in einem Einstufungstest ihre Sprachkenntnisse nach.
Die am RBZ angebotene Ausbildungsform mit staatlicher Prüfung ist in Nordrhein-Westfalen einmalig. Im Gegensatz zu einem IHK-Abschluss, bei dem sich die Prüfungsleistungen vor allem auf das Übersetzen in der Wirtschaftssprache beschränken, werden durch eine staatliche Prüfung auch fundierte Kenntnisse im allgemeinsprachlichen Übersetzen nachgewiesen. Das hat Vorteile: Die Übersetzer und Dolmetscher mit staatlicher Prüfung haben auch außerhalb der Wirtschaft gute Job-Perspektiven durch ihr fachliches Know-how aus technischen, politischen, internationalen, wissenschaftlichen, kulturellen oder sozialen Fachgebieten.
Am RBZ lernen angehende Übersetzer in vier Semestern die Fremdsprache auf hohem, nahezu Fachhochschulniveau. Sie übersetzen allgemeinsprachliche Texte und Fachartikel, und können Wahlfächer belegen. Die muttersprachlichen Lehrkräfte legen großen Wert auf die Vermittlung von breitem Wissen über die wirtschaftlichen, politischen, geografischen und kulturellen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die Schüler trainieren auch den sicheren Umgang mit sprachlichen, fachlichen und elektronischen Hilfsmitteln.
Gute Schüler können im dritten Semester zusätzlich die Ausbildung zum Dolmetscher starten. Dann lernen sie die anspruchsvollen Techniken des Gesprächs- und Vortragsdolmetschen. Im Beruf übernehmen sie eine wichtige Rolle bei der internationalen Kommunikation und sind gefragte Experten, wenn es darum geht, Verhandlungen und Konferenzen auch auf globaler Ebene zu führen. Die Ausbildung mit Doppel-Abschluss zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher dauert bei entsprechenden Sprachkenntnissen insgesamt 24 Monate.
Mit beiden staatlich geprüften Abschlüssen ist die Mitgliedschaft im Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) möglich. Schüler des RBZ können sich je nach individueller Neigung zwischen den staatlich geprüften Ausbildungsabschlüssen oder der IHK-Prüfung entscheiden.
Vorteile gegenüber UNI und FH
- Zugang ohne Hochschulreife möglich
- Praxisnähe (keine Sprachwissenschaft/ Linguistik)
- Ausbildung kann für nur eine Sprache gemacht werden
- Kürzere Ausbildungszeit
Der Ausbildungsaufbau ist modular: Nach einem Jahr wird die Prüfung zum geprüften Fremdsprachenkorrespondenten IHK abgelegt. Nach einem weiteren Jahr folgt die Prüfung zum staatlich geprüften Übersetzer (wahlweise IHK-Prüfung).
Vorteile
- 1 Ausbildungsgang - 2 Abschlüsse
- Erwerb von Fachkenntnissen im kaufmännischen Bereich, in BWL, EDV und Bürokommunikation
- Hohe Praxisorientierung
- Die kurze FK-Ausbildung kann auch eine Vorbereitung auf ein Hochschulstudium sein (z. B. bei Wartezeit)
- Ideale Ergänzungsqualifikation
www.dolmetscherschule-koeln.de
[Text: Beatrix Polgar-Stüwe. Quelle: Pressemitteilung Rheinische Fachhochschule Köln, 2010-06-08.]
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Neuer Master Translationswissenschaft in Saarbrücken
2.6.2010 von Richard Schneider.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Übersetzern und Dolmetschern nimmt in Europa ständig zu. Gebraucht werden sie in der Industrie, der Wirtschaft oder in internationalen Einrichtungen wie beispielsweise dem Europäischen Parlament. Nach dem Bachelor „Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Translation“ (VSLT) führt die Universität des Saarlandes zum Wintersemester den konsekutiven Master Translationswissenschaft ein. Das neue Master-Fach zeichnet sich durch wissenschaftliche Qualität, einen hohen Praxisbezug, neueste Sprach- und Übersetzungstechnologien sowie eine gute Betreuungsrelation aus. Die Absolventen werden auf die hohen Anforderungen im Beruf vorbereitet, können aber auch eine akademische Laufbahn einschlagen.
Im neuen Master Translationswissenschaft lernen Studenten nicht nur Vokabeln, Grammatik oder Hörverstehen, sondern auch, wie man einen Text professionell übersetzt, bei Konferenzen dolmetscht oder ein Übersetzungs-Projekt managt. Das Studienfach baut auf dem Bachelor „Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Translationswissenschaft“ auf.
„Unsere Bachelor-Studenten erhalten eine breite humanistische Bildung. Fertige Übersetzer und Dolmetscher sind sie allerdings erst, wenn sie auch den Master absolviert haben“, erklärt der Professor für Romanische Übersetzungswissenschaft Alberto Gil (Bild). Der Master Translationswissenschaft ist nicht zulassungsbeschränkt, Voraussetzung ist ein Bachelor oder ein vergleichbarer Abschluss. Auch Bachelor-Absolventen anderer Fächer können den Master belegen, wenn sie über sehr gute Fremdsprachen-Kenntnisse verfügen. Studiert werden zwei Sprachen. Deutsche Muttersprachler können zwischen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch wählen. Für französische Muttersprachler werden die Sprachen Englisch und Deutsch angeboten.
Der neue Master bietet eine Kombination aus wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen, übersetzungspraktischen Übungen und berufsbezogenen Projektarbeiten. „Dabei vermitteln wir den Studenten auch Kenntnisse im Projektmanagement. Unter anderem bekommen sie einen Übersetzungsauftrag, den sie vom Auftrag selbst bis zur Abrechnung selbst bearbeiten müssen - wie in der späteren Berufspraxis üblich“, sagt Professor Gil. Die Betreuungsrelation in seinem Bereich ist sehr gut. Außerdem arbeiten die Studenten mit der neuesten sprachtechnologischen Ausstattung und modernen Übersetzungsprogrammen.
Im ersten Studienjahr lernen sie die Grundlagen des Übersetzens und Dolmetschens auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene, im zweiten Jahr spezialisieren sich die Studierenden auf ein bestimmtes Fachgebiet. Wählen können sie zwischen Informationstechnologie und Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften sowie Konferenzdolmetschen. Als Grundlage für die Fachübersetzung studieren sie ein Sachfach aus den genannten Bereichen. „Wer nicht weiß, wie eine Maschine funktioniert, kann auch die Gebrauchsanweisung dafür nicht übersetzen“, sagt Professor Gil.
Interessenten für den Schwerpunkt Konferenzdolmetschen müssen vor dem Studium eine Eignungsprüfung absolvieren. „Dolmetscher brauchen ein gutes Erinnerungsvermögen, sie müssen schnell reagieren und Stress gut aushalten. Wir testen bereits vor Studienbeginn, ob jemand diese Fähigkeiten mitbringt“, erklärt die Dolmetsch-Dozentin Martina Behr. Die Eignungsprüfung für das kommende Wintersemester findet am 11. und 12. Juni statt, Interessierte können sich ab sofort dafür anmelden. Interessierte für den Bereich Übersetzen müssen keine Prüfung ablegen. Eine Bewerbung für den Master Translationswissenschaft ist zu jedem Wintersemester möglich. Absolventen können übrigens auch in anderen Berufen arbeiten, in denen Sprachspezialisten benötigt werden, etwa in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, als Assistenten der Geschäftsleitung oder als Sprachlehrer.
[Text: Saar-Uni-Presseteam. Quelle: Pressemitteilung Universität des Saarlandes, 2010-06-02. Bild: Daniel Zielinski/Universität des Saarlandes.]
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Österreich kürt “Sprachmaniacs 2010″
24.4.2010 von Richard Schneider.

Die brillantesten Sprachentalente der österreichischen allgemeinbildenden höheren Schulen stehen fest. An der WIFI Sprachmania 2010, dem größten Fremdsprachenwettbewerb der Alpenrepublik, beteiligten sich über 3.000 Schüler aus allen Bundesländern. Aus 39 Finalisten wurden nun die sprachgewandtesten Schüler gekürt. Diese stellten im Finale ihr Können vor einer Lehrer-Jury in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch unter Beweis.
Die “Sprachmaniacs 2010″ sind:
- Englisch und Switch-Wettbewerb (Englisch + Französisch): Elena Gamon, BG Bludenz (Foto: vierte von links). Die Schülerin lernt seit 8 Jahren Englisch und auch seit 6 Jahren Französisch. Sie absolvierte bereits Auslandsaufenthalte in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz sowie Malta und liebt es, fremde Länder auch privat zu erkunden.
- Französisch: Sophie Zahalka, Kollegium Kalksburg, Wien (Foto: zweite von rechts). Sprachen waren schon immer die Leidenschaft der Schülerin, die bereits in Irland oder Le Mans auf Auslandsreise war. Neben den Sprachen gilt ihr Interesse dem Theaterspiel.
- Italienisch: Lisa Magdalena Wurm, BG/BRG/BORG Oberschützen (Foto: zweite von links). Nach Auslandsaufenthalten in Frankreich und Italien würde die Schülerin gerne Italienisch, Französisch oder auch Genetik studieren. Neben der Schule spielt sie gerne Violine und Klavier oder tanzt lateinamerikanische Tänze.
- Spanisch: Thomas Hofbauer, Sir Karl-Popper-Schule Wien (Foto: ganz links). Eine Interrail-Reise führte den Schüler bereits bis nach Santiago de Compostela. Privat spielt er mehrere Musikinstrumente. Sein Berufswunsch ist Arzt.
- Russisch: Tobias Himmelbauer, BG/BRG Werndlpark Steyr (Foto: ganz rechts). Der Schüler gewann bereits die österreichische Russisch-Olympiade 2008 und interessiert sich privat für Musik, Politik und Geschichte. Am liebsten würde er Simultandolmetscher werden.

Kür der Sprachmaniacs
Beim Finale am 9. April 2010 waren die Schüler in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Wien gefordert, im Dialog mit bekannten Persönlichkeiten in ihrer jeweiligen Fremdsprache spontan zu agieren. Die Prominenten waren Radiolegende Paul Hollingdale (Englisch), Regisseur Eric Ginestet (Französisch), Bariton Marco Di Sapia (Italienisch), ORF-Journalistin Julieta Rudich (Spanisch) und Russkaja-Sänger Georgij Makazaria (Russisch). Eine Fachjury kürte dann die besten Sprachentalente. Der größte heimische Fremdsprachenwettbewerb, der von zahlreichen Sponsoren (u. a. Cambridge University, British Council, Langenscheidt, BMUKK, ÖBV, Alcatel Lucent, Französisches, Russisches und Italienisches Kulturinstitut, Società Dante Alighieri, Universität Cadiz, Spanische Botschaft, etc.) unterstützt wird, fand bereits zum 16. Mal in Folge statt. Zum zweiten Mal wurde auch ein zusätzlicher Switch-Wettbewerb, in dem die besten Schüler in einer Gesprächssituation flexibel zwischen zwei Fremdsprachen wechseln müssen, durchgeführt.
Die drei Erstplatzierten in jeder Sprache und die Gewinnerin im Switch-Wettbewerb bekamen von WKÖ-Vizepräsidentin KommR Renate Römer und WIFI Institutsleiter Dr. Michael Landertshammer jeweils ein Sparbuch überreicht. Alle 39 Finalisten erhielten Sachpreise bzw. Sprachaufenthalte von den Sponsoren des Wettbewerbs.
Berufsleben fordert höhere Fremdsprachenkenntnisse
Fremdsprachenkenntnisse sind in der österreichischen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Nur 37 % der 500 im Zuge einer WIFI-Studie befragten Arbeitnehmer gebrauchen Fremdsprachen selten bis nie. 30 % nutzen Fremdsprachen zumindest hin und wieder und immerhin 32 % häufig bis sehr häufig. Noch deutlicher fallen die Ergebnisse bei der Frage nach einer persönlichen Einschätzung aus. So empfinden 50 % der Arbeitnehmer Fremdsprachenkenntnisse in ihrem Beruf als wichtig bzw. sehr wichtig. Männer schätzen die Relevanz mit 55 % sogar noch höher ein als Frauen mit 46 %.
“Sprachen lernen ist zwar ein kontinuierlicher Prozess, doch der Grundstein hierfür wird schon in der Jugend gelegt. Aus diesem Grund veranstalten wir jährlich die ‘WIFI-Sprachmania’, den größten Fremdsprachenwettbewerb an österreichischen AHS”, erläutert Dr. Michael Landertshammer, Institutsleiter des WIFI Österreich, die Motivation hinter dem Wettbewerb.
Die WIFIs
Die Wirtschaftsförderungsinstitute der Wirtschaftskammern (WIFIs) sind mit einem Marktanteil von 20 Prozent der größte Anbieter für berufliche Aus- und Weiterbildung in Österreich. Pro Jahr besuchen 340.000 Kunden 30.000 Kurse, Seminare und Lehrgänge. Aktuell sind für die WIFIs 12.000 Trainer im Einsatz. Seit mehr als 60 Jahren ist das WIFI kompetenter Partner der österreichischen Wirtschaft mit neun Landesinstituten und 80 Außenstellen. Praktisches Know-how “made in Austria” bietet das WIFI auch in immer mehr Ländern Ost- und Südosteuropas an und begleitet international expandierende Unternehmen mit WIFI Niederlassungen in Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn.
Mit 3.600 Sprachkursen im Jahr 2009, 20 Sprachen - von Arabisch bis Ungarisch - und 33.600 Kursteilnehmer zählt das WIFI zu den größten Sprachlehrinstituten Österreichs. WIFI Sprachzertifikate sind durch Kooperationen mit ausländischen Instituten und Universitäten international anerkannt - das meist nachgefragte Produkt ist das Cambridge Certificate.
[Text: Britta Kleinfercher. Quelle: Presseaussendung WIFI Österreich, 2010-04-12. Bild: Wirtschaftskammer Österreich, Willi Denk.]
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Betreuung von Praktikanten: Nervige Zusatzbelastung oder wertvolle Nachwuchsarbeit?
22.4.2010 von Richard Schneider.
Das Freiburger Übersetzungsbüro Peschel nimmt bereits seit zehn Jahren regelmäßig Praktikanten auf. Für deren Betreuung ist Ellen Göppl zuständig. Im nachfolgenden Beitrag schildert Sie die Erfahrungen, die man im Breisgau mit Praktikanten gemacht hat. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere durch diesen Artikel motiviert, auch einmal für einige Monate Studierende aufzunehmen und in die tägliche Berufspraxis einzuarbeiten. Denn, so Göppl: „Im Normalfall ist dies für beide Seiten eine Bereicherung.“

Autorin Ellen Göppl (rechts) im Gespräch mit einer Praktikantin. Das mittlere Foto zeigt sie mit Praktikantin Irmela Obermann bei Vorbereitungen für einen Messeauftritt und das untere im Gespräch mit Kunden
Wir im Übersetzungsbüro Peschel haben nicht nur das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des Nachwuchses zu leisten und eine angemessene Berufsphilosophie weiterzugeben, sondern bekommen auch tatkräftige Unterstützung bei Routineaufgaben, wodurch das angestammte Team teilweise entlastet wird. Außerdem macht es einfach Spaß, mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Da wir auch Dolmetscherteams zusammenstellen, erhalten Studenten manchmal sogar die Chance, bei einer Konferenz das Simultandolmetschen aus allernächster Nähe zu verfolgen.
Die Praktikanten erhalten Einblick in das „echte“ Berufsleben und lernen allein im administrativen Bereich vieles, was an den Hochschulen nicht vermittelt wird. Darüber hinaus arbeiten sie auch mit Textsorten (von der Geburtsurkunde bis zur knapp formulierten Powerpoint-Präsentation), die sie vorher noch nie übersetzt haben.
Die Nachfrage nach Praktikumsplätzen in der Übersetzerbranche ist groß und wir erhalten wesentlich mehr Bewerbungen als wir Plätze anbieten können. Im Allgemeinen beschäftigen wir parallel eine deutsch- und eine englischsprachige Praktikantin für etwa 4 bis 6 Monate.
Aber was bedeutet es überhaupt, einen Praktikanten zu betreuen und wie viel Aufwand erfordert es? In der Hauptsache stellen sich die folgenden drei Fragen:
- Was erwarten wir von dem Praktikanten?
- Was erwartet der Praktikant von uns?
- Welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten?
Was erwartet das Übersetzungsbüro vom Praktikanten?
Was man selbst von dem Praktikanten erwartet, sollte schon in der Ausschreibung festgelegt oder spätestens in einem ersten Gespräch geklärt werden.
Der Praktikant sollte in der Lage sein, zumindest einfachere Fachtexte so zu übersetzen, dass sich der Korrekturaufwand in einem vertretbaren Rahmen hält. Aus diesem Grund nehmen wir in unserem Büro inzwischen ausschließlich Studenten (im Hauptstudium) – oder ggf. Absolventen – des Studienganges Übersetzen/Dolmetschen auf, denn Anglisten, Romanisten usw. fehlt es unserer Erfahrung nach an dem spezifischen „Handwerkszeug“, um sich in ein mehr oder weniger neues Fachgebiet einzuarbeiten und sich in der Zielsprache genügend vom Ausgangstext zu lösen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!
Wünschenswert ist, dass der Praktikant bereits etwas Erfahrung im Umgang mit Kunden hat – z.B. durch frühere Praktika oder Studentenjobs, damit er Telefonanrufe einigermaßen routiniert entgegennehmen oder Kunden im Büro begrüßen und nach und nach in einem gewissen Rahmen auch beraten kann. Bei der Aufgabenzuweisung sollte man ruhig kreativ vorgehen, je nach Talent kann man auch Studenten an der Verfassung von Werbebriefen oder der Ermittlung neuer Kundengruppen mitwirken lassen. Normalerweise wird der Nachwuchs neue Herausforderungen zu schätzen wissen!
Zu allgemeinen Regeln und Abläufen wie Pausenregelung, Kleidung, private Nutzung von Internet usw. schicken wir den Praktikanten schon vorab ein Infoblatt. Was genau auf einem solchen Blatt steht, hängt auch davon ab, ob die Praktikanten üblicherweise aus derselben Stadt rekrutiert werden können oder von außerhalb – vielleicht sogar aus dem Ausland – kommen.
Gespräche über Erwartungen und Anforderungen sollten mit den vorübergehenden Teammitgliedern nicht nur am Anfang und Ende des Praktikums, sondern auch zwischendurch stattfinden, um Fortschritte zu kontrollieren und sich gegenseitig Feedback zu geben.
Besonders wichtig ist es für die festen Mitarbeiter bzw. den Einzelübersetzer, genügend Zeit für die Betreuung und vor allem die Korrektur der Übersetzungen einzuplanen. Anfangs kann eine Korrektur von Fachtexten ähnlich lange dauern wie die eigene Übersetzung desselben Textes – im Laufe des Praktikums sollte es dann natürlich schneller gehen. Vom Praktikanten zu übersetzende Texte sind möglichst entsprechend der Vorkenntnisse auszuwählen. In jedem Fall ist es praktisch, eine Art „To-Do-List“ für die Praktikanten zu führen, z. B. auch darüber, welche Glossare oder Adresslisten in der nächsten Zeit zu überarbeiten sind.
Was erwartet der Praktikant vom Übersetzungsbüro?
Üblicherweise wird er das im Motivationsschreiben erläutern – und üblicherweise lautet die Erwartung „… möchte ich nun Erfahrungen in der Übersetzerpraxis sammeln.“ Er möchte live erfahren, wie es ist, tatsächlich als Übersetzer zu arbeiten, d. h. er darf auch ruhig in steigendem Maße „echtem“ Termindruck ausgesetzt werden und lernen, dass selbst der „Traumberuf“ nicht jeden Tag Spaß, sondern oft enge Deadlines, ungeduldige Kunden (oder auch Kollegen) und jede Menge Verwaltungsarbeit bedeutet.
Für den einen oder anderen dürfte es auch etwas ernüchternd sein, dass leider nicht alle Ausgangstexte gut geschrieben sind – oder einfach langweilig. Fairerweise wird ein Praktikant nicht nur zur Adresseingabe, zum Eintüten von Mailings oder gar zum Kaffeekochen herangezogen, sondern bekommt ausreichend Gelegenheit, selbst Übersetzungen anzufertigen und sich Angebotserstellung und Abrechnung erklären zu lassen.
Von der tatsächlichen Aufgabenverteilung und natürlich auch der Qualifizierung des Praktikanten hängt nicht zuletzt auch seine Vergütung ab. Man sollte sich gut überlegen – und wird mit der Zeit auch herausfinden – wie viel Arbeit, für die man sonst andere Aushilfen oder freie Mitarbeiter hätte bezahlen müssen, Praktikanten tatsächlich erledigen, und wie viel Arbeitszeit man für Erklärungen, Korrekturen und Betreuung selbst hineinstecken muss. Je länger ein Praktikum dauert, desto eher wird ein Student – nach der Einarbeitungsphase – selbstständig arbeiten können und auch darauf angewiesen sein, von der Vergütung zumindest die Miete zahlen zu können.
Zur Betreuung gehört nicht unbedingt nur die professionelle Einarbeitung, denn vor allem bei auswärtigen Praktikanten ist man möglicherweise auch persönlicher Ansprechpartner für verschiedene Fragen des alltäglichen Lebens. Gerade ausländische Studenten sind oft noch sehr jung, weshalb neben bzw. nach der Arbeit idealerweise ein bisschen Zeit für persönliche Gespräche oder vielleicht sogar gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung stehen sollte.
Ich habe selbst vor einigen Monaten mit einer englischen Praktikantin gearbeitet, die in der ersten Zeit einen unmotivierten und verschlossenen Eindruck machte. In einem persönlichen Gespräch unter vier Augen stellte sich dann heraus, dass sie extrem schüchtern war und sich außerdem für ihr Deutsch schämte – obwohl es dafür gar keinen Anlass gab. Nachdem ich ihre Bedenken zerstreuen konnte, verbesserte sich unser Verhältnis sofort und sie wurde viel motivierter und gesprächiger. Dieses Erlebnis zeigt ganz gut, dass es nicht viel „kostet“, jemanden zu motivieren und sich diese Motivation für beide Seiten auszahlt.
Nichtsdestotrotz sollte für Praktikanten aber auch klar sein, dass das Stammteam während der Arbeitszeit so wenig wie möglich unterbrochen werden sollte und Fragen nicht ständig zwischendurch gestellt werden können.
Rechtliche Aspekte
Um sich selbst und seine Kunden zu schützen, sollte man mit Praktikanten unbedingt eine Geheimhaltungsvereinbarung abschließen und ggf. eine Kundenschutzklausel in den Praktikantenvertrag aufnehmen. Schließlich erlangt der Praktikant nicht nur Einblicke in kundenspezifische Unterlagen, sondern bekommt auch mit, für wen Sie zu welchen Konditionen arbeiten.
Ein Praktikantenvertrag muss nicht unbedingt so ausführlich sein wie ein Arbeitsvertrag, sollte aber Angaben zur Dauer des Praktikums, Vergütung, Arbeitszeiten und Aufgabengebiet enthalten. Je länger das Praktikum dauert, desto wichtiger werden auch Angaben zur Urlaubregelung und Verhalten im Krankheitsfall.
Sofern es sich nicht um ein unvergütetes Kurzpraktikum handelt, muss für den Praktikanten eine Gehaltsabrechnung erfolgen. Bei selbstständigen Einzelübersetzern kann dies normalerweise der Steuerberater übernehmen, es gibt aber auch entsprechende Dienstleister (z. B. www.lohndirekt.de), die teilweise sehr kostengünstig sind. Informationen zu geringfügigen (maximal 400 Euro pro Monat) und kurzfristigen (längstens 2 Monate) Beschäftigungen finden sich auch im Internet, zum Beispiel auf www.dgb-jugend.de/studium/jobben/jobarten. Von der Höhe der Vergütung hängt beispielsweise ab, ob der Praktikant sozialversicherungspflichtig ist. Die Versicherung gegen Unfälle am Arbeitsplatz (dazu zählt auch der Weg zur und von der Arbeit!) trägt grundsätzlich der Arbeitgeber; der Beitrag ist obligatorisch an die entsprechende Berufsgenossenschaft zu zahlen und richtet sich nach der Höhe des Gehalts.
Freiberufler sollten beachten, dass in Betrieben ab einem Mitarbeiter (auch wenn dieser wie im Falle eines Praktikanten nur vorübergehend angestellt ist) ein Verbandskasten nach DIN 13157 vorhanden sein muss. Viel mehr gibt es zur Sicherheit am Arbeitsplatz von Übersetzern wohl nicht unbedingt zu sagen.
Im Hinblick auf die IT-Sicherheit sollte ein Merkblatt mit Computerregeln vorbereitet werden: z. B. kein eigenmächtiges Herunterladen von Programmen, keine unabgesprochene Verwendung eigener Datenträger wie Disketten oder USB-Sticks, private Nutzung des Internets gar nicht oder nur außerhalb der Arbeitszeiten usw. Ebenso sollte die Rechtestruktur des Netzwerks dem Praktikanten nur Zugriff auf die Daten gestatten, die er für seine Arbeit tatsächlich braucht.
Abschließend lässt sich sagen, dass sich bei der Betreuung von Praktikanten viele Dinge mit gesundem Menschenverstand und etwas Fingerspitzengefühl ganz einfach organisieren und regeln lassen. Es ist an uns als erfahrene Übersetzer, dem Nachwuchs der Branche zu vermitteln, wie man vernünftige Qualität zu einem angemessenen Preis bietet. Auf einem Markt, auf den immer mehr Billiganbieter zweifelhafter Qualifikation drängen, ist es an uns, ein Arbeitsumfeld mitzugestalten, in dem wir auch in Zukunft noch gerne tätig sein möchten. Deshalb profitieren nicht zuletzt auch wir selbst in hohem Maße davon, wenn wir angehenden Übersetzern einen umfassenden Einblick in unseren Arbeitsalltag gewähren.
Welche Unterlagen benötigt das Übersetzungsbüro vom Praktikanten?
- Motivationsschreiben und Lebenslauf
- Vordiplom oder Zwischenzeugnis, ggf. Abschlusszeugnis
- Zeugnisse über bisherige Praktika, Jobs
- Lohnsteuerkarte
- Sozialversicherungsausweis
- Personalfragebogen (beim Steuerberater oder der Abrechnungsstelle erhältlich)
Welche Infos sollte der Praktikant vorab erhalten?
- Allgemeine Regeln im Büro
- Arbeitszeiten
- Infos zu Stadt und Wohnungssuche (u. a. www.zwischenmiete.de)
- Evtl. Verpflegung in der Mittagspause (Küche vorhanden?)
- Ansprechpartner vor und während des Praktikums
- Verkehrsmittel
Praktikumsbörsen im Internet
- www.prabo.de
- www.karriere.unicum.de
- Außerdem können Übersetzer einen Aushang an die einschlägigen Universitäten senden
Die Autorin
Ellen Göppl, Jahrgang 1973, ist Diplom-Übersetzerin (FH Köln) für Französisch und Englisch und arbeitet seit Januar 2000 im Übersetzungsbüro Peschel, wo sie seit 7 Jahren für die Auswahl und Betreuung der Praktikanten zuständig ist. Neben ihrer Arbeit als Übersetzerin sammelte sie Erfahrungen als Journalistin und Sprachdozentin. Im Frühjahr 2010 wird sie voraussichtlich ihr MBA-Studium am RheinAhrCampus (FH Koblenz) abschließen.
Übersetzungsbüro Peschel
Das in Freiburg beheimatete Übersetzungsbüro Peschel ist ein führender Sprachdienstleister im Bereich der erneuerbaren Energien. Zu den vielfältigen Dienstleistungen gehören das Übersetzen und Dolmetschen in und aus dem Deutschen, Englischen, Französischen, Spanischen und Italienischen. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 betreut das Übersetzungsbüro Peschel einen stetig wachsenden internationalen Kundenstamm aus den Bereichen erneuerbare Energien, Medizin und Pharmazie, Jura, Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Politik und dem öffentlichen Sektor. Derzeit beschäftigt das Büro sieben feste Mitarbeiter, die von einem Pool an freien Mitarbeitern unterstützt werden.
[Text: Ellen Göppl. Die Erstfassung dieses Artikels ist im MDÜ 1/2008 erschienen. Bild: Übersetzungsbüro Peschel.]
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Hochschule Magdeburg-Stendal schafft 50 Trados-Lizenzen an
15.4.2010 von Richard Schneider.
SDL, der weltweit führende Anbieter von Global Information Management Lösungen, zählt seit Kurzem die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) zu seinen Kunden. Das akademische Institut erwarb rund 50 Lizenzen für SDL Trados Studio 2009 sowie die SDL-Servertechnologien, SDL MultiTerm Server und SDL TM Server.
Die 1991 gegründete Hochschule ist seit Langem bekannt für eine fundierte akademische Ausbildung und für eine engagierte Studentenschaft. An fünf Fachbereichen in Magdeburg sowie zwei Fachbereichen am Standort Stendal können Interessenten aus rund 50 Studiengängen wählen. Mit rund 4.800 Studenten in Magdeburg, 1.800 in Stendal und mehr als 130 Professoren gewährleistet die Hochschule eine sehr gute Betreuungsquote. Seit dem Wintersemester 2005/2006 werden ausschließlich Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten.
„Praxisorientierte Studiengänge, die Studenten auf den Alltag im Lokalisierungsbereich adäquat vorbereiten, sind für unseren Erfolg als Fachhochschule immens wichtig“, sagt Anne Lequy (Bild), Studiendekanin im Fachbereich Kommunikation und Medien. „Dank der SDL-Technologien können Studenten in unseren Bachelor-Studiengängen praxisnahes Übersetzungsmanagement erlernen, sodass unsere Studienabgänger nahtlos ins Berufsleben einsteigen können.“
Die marktführende Translation-Memory-Lösung, SDL Trados Studio 2009, speichert ausgangs- und zielsprachliche Übersetzungen in einer Sprachdatenbank, sodass ein bestehender Satz kein zweites Mal übersetzt werden muss. Innovative Funktionen wie AutoSuggest, QuickPlace u. v. m. beschleunigen zudem den Übersetzungsprozess drastisch, sodass die Projektkosten signifikant reduziert werden können.
Die Serverkomponente der Translation-Memory-Lösung erlaubt allen Beteiligten, unabhängig von ihrem Standort, jederzeit in Echtzeit auf übersetzte Inhalte zuzugreifen. Durch diese Zentralisierung wird sichergestellt, dass einmal übersetzte Inhalte konsistent genutzt werden.
Diese Konsistenz wird durch den Einsatz des Terminologiemanagement-Tools, SDL MultiTerm Server, weiter gesteigert. Dank zentraler Verwaltung und gemeinsamer Nutzung freigegebener Terminologie wird sichergestellt, dass nur sogenannte „erlaubte“ Ausdrücke benutzt werden; ein ideales Werkzeug für alle Organisationen und Unternehmen, um sich von Mitstreitern zu differenzieren und eine globale, konsistente Marke aufzubauen und zu pflegen.
„Wir freuen uns sehr, dass sich auch die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) für die SDL-Technologien entschieden hat“, so Thomas Koenen, General Manager, SDL Language Technologies. „Bisher haben weltweit mehr als 200 Universitäten und Hochschulen unsere Technologien in ihr Curriculum aufgenommen, und die Zahlen steigen weiter. Dies zeigt deutlich, wie wichtig es für akademische Institute ist, den Nachwuchs praxisnah und mit den marktführenden Lösungen auszubilden, ohne dass die intellektuelle Freiheit eingeschränkt oder Institute kommerzialisiert werden. Unser SDL-Hochschulprogramm bietet hier ein breitgefächertes unabhängiges Angebot, von dem Dozenten wie auch Studenten profitieren können.“
Weitere Informationen über das SDL-Hochschulprogramm finden Sie im „Portal für akademische Einrichtungen“ auf translationzone.com. Ein aufgezeichnetes Webinar, welches das SDL-Hochschulprogramm vorstellt, steht als Download zur Verfügung.
[Text: Ilona Arnold. Quelle: Pressemitteilung SDL, 2010-04-14. Bild: SDL, Hochschule Magdeburg-Stendal.]
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Uni Hamburg untersucht Verständigungsprobleme im Krankenhaus
12.4.2010 von Richard Schneider.
Die Tageszeitung Die Welt berichtet über die Forschungsaktivitäten der Universität Hamburg zur Mehrsprachigkeit. Die Hochschule sei auf diesem Gebiet mit einem Sonderforschungsbereich führend tätig, der seit 1999 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert werde. Unter dem Titel „Lima“ (Linguistic Diversity Management in Urban Areas), betrieben die Hamburger internationale „Verbundforschung“ und planten, einen „Exzellenzcluster“ einzurichten. Zurzeit untersuche man die Verständigungsprobleme im Krankenhaus:
Und die haben ergeben, dass der Einsatz der freiwilligen Übersetzungshelfer durchaus seine Tücken mit schmerzhaften juristischen Aspekten hat. Beispiel ist die Aufklärung von Patienten über ihre Erkrankung und die Therapie. “Das ist immerhin eine Sache von rechtlicher Bedeutung”, sagt Bührig. Die Ärzte müssten davon ausgehen, dass ein Patient, der unterschreibt, ausreichend aufgeklärt worden sei und der Behandlung zustimmt, die Aufklärung auch verstanden hat. Ohne entsprechende Aufklärung und Unterschrift wäre ein Eingriff ein Fall von Körperverletzung.
Schon bei einer einfachen Diätberatung unterschieden sich die Erklärungen von Laienübersetzern oft beträchtlich von den Fakten. Familienangehörige würden nicht selten in die Übersetzungen auch ihre eigenen Überzeugungen als gut gemeinte Details einbauen. Prof. Dr. Kristin Bührig vom Institut für Germanistik I sagt: „Wir haben es auch erlebt, dass Angehörige oder Bekannte aus dem Wunsch heraus, das Krankheitsgeschehen plastisch zu erklären, die Dinge derart dramatisierten, dass die Patienten völlig verängstigt waren.“
Fazit der Forschungen sei die Erkenntnis, dass die Übersetzung im Krankenhaus in professionelle Hände gehöre. Das in den Kliniken vorhandene Sprachenpotenzial solle dabei aber ruhig genutzt werden. Laut Bührig entwickelt die Universität zu diesem Zweck ein Fortbildungsmodul für zweisprachige Krankenhausmitarbeiter.
Den genannten Artikel können Sie auf der Website der Welt lesen.
Mehr zum Thema im Übersetzerportal
Patientin verwechselt, weil „kein Dolmetscher greifbar“: Kaiserschnitt statt Herztonuntersuchung
[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2010-04-12. Bild: Uni Hamburg.]
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