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Archiv der Kategorie Lokalisierung

Berlin: Localization World 2010 mit facettenreichem Programm

GoldelseIn diesem Jahr bietet die Localization World (07.–09.06.2010, Berlin ) – die führende Konferenz rund um die internationale Produkt- und Unternehmenskommunikation – erneut ein vielfältiges Programm. Praxisbeispiele von Cisco, KLM, Puma und Symantec liefern Unternehmen konkrete Anhaltspunkte für die Umsetzung ihrer Internationalisierungsvorhaben. Mit weiteren Vorträgen sprechen die Veranstalter gezielt kleine und mittelständische Unternehmen an.

Neben den Branchen-Schwerpunkten zur Lokalisierung in den Bereichen „Life Sciences” bzw. „Finanzwirtschaft“ steht unter anderem auch das Thema „Übersetzungs- und Lokalisierungsstrategien im Web 2.0“ im Fokus. Hierfür konnte u. a. ICANN als Kooperationspartner gewonnen werden. Am ersten Konferenztag findet ergänzend der International Search Summit statt, der sich internationalen und multilingualen Themen innerhalb des Search- und Online-Marketings widmet. Weitere neue Partner sind in diesem Jahr das US-Beratungshaus Common Sense Advisory, die European Language Industry Association (ELIA) und  WebCertain.

Das dreitägige Konferenzprogramm mit fünf parallelen Vortragsslots der Localization World wendet sich an Entscheider und Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen sowie Sprachdienstleister und Übersetzer. Sie erhalten umfassende Informationen darüber, wie sie ihre Internationalisierungsstrategien erfolgreich umsetzen und neue Märkte erschließen können. Dazu stehen Anwendervorträge, Trendberichte und Podiumsdiskussionen auf dem Programm.

Localization für die Medizintechnik- und Pharmabranche

Mit einem eigenen Themenschwerpunkt „Life Sciences“ adressiert die Localization World speziell den Bereich Pharma und Medizintechnik. Hier stehen Themen wie die Adaption der Produkt- und Unternehmenskommunikation der Life-Science-Branche für ausländische Märkte im Mittelpunkt. Experten gehen unter anderem auf die unterschiedlichen Regularien ein, Anwender erläutern erfolgreiche Herangehensweisen und zeigen, wie sich mögliche Stolperfallen umgehen lassen. Weiterhin sind Podiumsdiskussionen und Roundtables zu aktuellen Themenstellungen vorgesehen.

Internationale Kommunikation bei Banken und Versicherungen

Damit Banken und Versicherungen innerhalb des weiter liberalisierten Marktes ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, bedarf es einer zunehmenden Internationalisierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Damit verbunden sind umfassende Lokalisierungsprojekte wie das Bereitstellen von Webinhalten, Verkaufsprospekten, Geschäftsberichten und anderen Unterlagen in mehreren Sprachen. Übersetzungen müssen oft innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen, andererseits kommt es bei den betreffenden Dokumenten schon aus Haftungsgründen auf jedes einzelne Wort an. Die Unternehmen verfolgen hierbei recht unterschiedliche Strategien, die Bandbreite reicht vom internen Übersetzer-Team bis zum kompletten Outsourcing der Übersetzungen an Sprachdienstleister. Das dafür notwendige Rüstzeug erhalten Entscheider und Kommunikationsverantwortliche aus der Finanzwirtschaft auf der Localization World in Form von Expertenwissen und Anwenderbeispielen.

Informationen zur Localization World

Localization WorldDie Localization World findet vom 7. bis 9. Juni 2010 im Maritim Hotel proArte in Berlin statt. Sie wird gemeinsam vom Localization Institute und der MultiLingual Computing, Inc. organisiert. Die Gebühr für die Teilnahme an der Konferenz beträgt 895 Euro. Bis zum 3. Mai 2010 gibt es einen Frühbucherrabatt in Höhe von 100 Euro. Interessenten, die die Localization World nur an einem Tag besuchen möchten, zahlen 500 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter www.localizationworld.com.

[Text: Localization World. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2010-03-31. Bild: photocase.de, Localization World.]

Simon the Sorcerer macht sich über Übersetzer lustig

Simon the SorcererDie Tageszeitung Die Welt beschäftigt sich mit dem Thema “Ironie und Sarkasmus in Computerspielen” und führt auch ein Beispiel an, in welchem die Spieleentwickler die Probleme mit Übersetzern und Lokalisierern aufs Korn nehmen:

Bekannt und preisgekrönt ist auch “Simon the Sorcerer”, ein Spiel, in dem ein Jugendlicher in eine Parallelwelt verschlagen wird und dort als Zauberer die Welt retten soll - dumm nur, dass er damit immer wieder mal überfordert ist. Probiert der Spieler in dem Adventure zum Beispiel etwas aus, das nicht funktioniert, sagt Simon etwa: “Der Übersetzer hat wieder an meinem Skript rumgefummelt, und ich kann nichts dagegen tun, bis ich nicht die Master-Version getestet habe.” Überhaupt Übersetzungen: Viele Computerspieler haben sich schon über schlechte Übersetzungen von Spielen geärgert, Simon macht daraus einen Kult beim Einpacken der königlichen Rob(b)e: “Das muss wieder einer dieser Übersetzungsfehler sein. Da nimmt man ein ‘b’ zu viel und dann das …”

Uepo-Artikel zum Thema

[Text: Richard Schneider. Quelle: Die Welt, 2009-06-28. Bild: TGC The Games Company GmbH.]

“Genau ins Schwarze getroffen”: Ulrich Henes mit Localization World zufrieden

Localization WorldKnapp 500 Teilnehmer, hochkarätig besetzte Vorträge und Roundtables, unzählige Möglichkeiten zum gezielten Networking – die diesjährige Localization World (8.-10. Juni 2009, Berlin) war wieder ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Für Themen rund um die Produktvermarktung auf internationalem Parkett erwies sich die Konferenz mit begleitender Ausstellung als führende Informationsplattform. Unter dem Motto „Know-how for Global Success“ zeigte die Veranstaltung, wie Unternehmen neue Zielmärkte erschließen und ihre internationalen Geschäftsstrategien erfolgreich umsetzen können. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Lokalisierung der Produktkommunikation. Unternehmen, die ihre Außendarstellung – egal ob Marketingunterlagen oder technische Beschreibungen – an die spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Exportlandes anpassen, sind gegenüber dem Mitbewerber klar im Vorteil.

Erstmals fand in diesem Jahr auf der Localization World ein Business-Track statt, der sich mit erfolgreichen Modellen international agierender Unternehmen auseinandersetzte. Vertreter namhafter Unternehmen wie Expedia, HypoVereinsbank, Microsoft, Nero, Roland Berger, Saatchi & Saatchi und Voith Turbo gestalteten als Referenten die Veranstaltung aktiv mit. Workshops, Seminare und Vorträge boten darüber hinaus fachspezifische Informationen für die Life-Science- und Pharma-Branche sowie zum Thema „Lokalisieren von Software-Spielen“. Die Konferenz eröffnete als Keynote-Sprecher Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Ulrich Henes„Nach wie vor ist der Informationsbedarf zu den Themen der internationalen Produktkommunikation enorm hoch, das zeigt auch die Resonanz der Teilnehmer. Selbst in Zeiten gekürzter Reisebudgets ist die Anzahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr fast konstant geblieben“, sagt Ulrich Henes (Bild), Gründer des Localization Institute in den USA und Mitausrichter der Localization World. „Mit dem neu entwickelten Bereich ‚Global Business’ haben wir genau ins Schwarze getroffen. Das Plenum zu den Vorträgen war meist bis auf den letzten Platz besetzt. Durch diese thematische Erweiterung ist es uns gelungen, die Konferenz für die Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen international agierender Unternehmen attraktiv zu gestalten. Gleichzeitig schufen wir damit die Möglichkeit zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Sprachdienstleistern, Agenturen und Übersetzern.“

Um Internationalisierungsvorhaben erfolgreich umzusetzen, bedarf es sowohl einer gründlichen Planung als auch einer effektiven Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Analyse möglicher Zielmärkte, die Entwicklung länderspezifischer Marketing-Kampagnen, die Ausweitung des Personalmanagements sowie die Lokalisierung von Webseiten und produktbegleitenden Informationen für den Pre- und Post-Sales-Bereich. Entsprechend weit war der Themenbogen der Localization World gespannt. Das Konferenzprogramm lieferte dabei spezifische Informationen für unterschiedliche Zielgruppen. Es begann mit der Strategieentwicklung für die Erschließung von Auslandsmärkten und reichte bis zur effizienten Lokalisierung der Produktkommunikation für die jeweiligen Zielsprachen. Marketing- und Vertriebsverantwortliche kamen mit den Themen des „Business-Track“ ebenso auf ihre Kosten wie Vertreter von Sprachdienstleistern und Übersetzer, die die Konferenz auch als Möglichkeit zur Weiterbildung nutzten. Darüber hinaus boten die Aussteller-Area, der Lounge-Bereich und die Abendveranstaltungen zahlreiche Gelegenheiten zum Networking.

2010 findet die Localization World vom 7. bis 9. Juni erneut in Berlin statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Localization World in Silicon Valley unter www.localizationworld.com.

[Text: The Localization Institute. Quelle: Pressemitteilung The Localization Institute, 2009-06-19. Bild: The Localization Institute.]

technische kommunikation 2/2009 mit Schwerpunkt Softwarelokalisierung

Ausgabe 2 der Fachzeitschrift technische kommunikation ist vor Kurzem erschienen. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema “Softwarelokalisierung”. Darüber hinaus finden Sie im Heft aktuelle Fachbeiträge über Usability sowie über die neue Studie der tekom über Content-Management-Systeme.

Schwerpunkt: Softwarelokalisierung

Lokalisieren nach Drehbuch
Die Lokalisierung gilt als letzter Arbeitsschritt zur Globalisierung eines Produkts. Wolfgang Zenk stellt Grundlagen, Arbeitsschritte und Werkzeuge dar, damit die Lokalisierung einer Software erfolgreich funktioniert.
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Standards im Abseits?
Die großen Softwarehersteller geben den Takt für die Softwarelokalisierung vor. Von ihren Entwicklungsumgebungen hängt ab, ob sich eine Anwendung leicht oder schwer bearbeiten lässt. Florian Sachse zeigt, was derzeit technologischer Stand ist und wie es um die Zukunft der Lokalisierung bestellt ist.

Näher am Anwender
Insgesamt 7,5 Millionen Wörter mussten für Online-Hilfe und Software von Microsoft Office 2007 neu übersetzt werden. Etwa 15 Monate dauerte die Lokalisierung, für die erstmals auch die Maschinelle Übersetzung zum Einsatz kam. Leif Sonstenes stellt das Lokalisierungsprojekt vor.
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Technische Dokumentation

Werkzeuge: Praxistipps Word: Besser als sein Ruf?
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Arbeitspraxis: Schneller Informationsgewinn
Software für das Enterprise Ressource Planning zählt sicherlich nicht zu den Leichtgewichten, mit denen es ein Anwender zu tun hat. Umso wichtiger ist es, dass ihn die Online-Hilfe umfassend unterstützt. Heike Raab erklärt, welchen Weg die proALPHA AG gegangen ist und warum am Ende der tekom-Dokupreis stand.

Sprache: Praxistipps Sprache: Was die Welt im Innersten zusammenhält

Online-Hilfe: Wer die Wahl hat
Für die Redakteure von Online-Hilfen und Softwarehandbüchern bietet der Markt eine Reihe von Autorenwerkzeugen an. Juliane Dittrich und Birgit Horn erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt. Außerdem haben sie sich die aktuellen Versionen von Doc-To-Help und RoboHelp näher angesehen.

Gesetze, Normen, Richtlinien: Umsetzung neue EG-Maschinenrichtlinie

Informationsmanagement: Der Markt bleibt in Bewegung
624 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen äußern sich in einer neuen tekom-Studie detailliert über Content-Management-Systeme. Daniela Straub und Wolfgang Ziegler fassen wesentliche Ergebnisse zusammen.

Usability: Usability im Blindflug?
Ob Marketingstrategen, Politiker oder auch Journalisten – sie alle nutzen verschiedene Methoden, um den Bedürfnissen von Zielgruppen auf die Schliche zu kommen. Auch die Technische Redaktion sollte wissen, welche Anforderungen Leser an eine Anleitung stellen. Markus Nickl macht deutlich, wie sich diese Methoden nutzen lassen und wo im Unternehmen bereits Wissensquellen sprudeln.

[Text: tekom. Quelle: tekom-Website.]

Spanisch in Nord- und Südamerika

In der Übersetzungs- und Lokalisierungsbranche stößt man häufig auf die Bezeichnungen US-Spanisch und lateinamerikanisches Spanisch. Gib es einen Unterschied zwischen diesen beiden Sprachen und inwieweit unterscheiden sie sich von internationalem Spanisch und neutralem Spanisch? Abgesehen von den minimalen Abweichungen, die es zwischen US-Spanisch, lateinamerikanischem (LA) Spanisch, internationalem Spanisch und neutralem Spanisch geben mag, haben alle vier Sprachvariationen eine Gemeinsamkeit: Keine von ihnen gibt es wirklich.

Zu diesem Ergebnis kommen José Gambín, Managing Director von AbroadLink, und Igor Zubicaray, leitender Übersetzer für Spanisch bei AbroadLink, in einem ausführlichen Artikel für die tcworld 6/2008, den Sie dort in voller Länge lesen können.

Übersetzen und Lokalisieren ist nicht das Gleiche

Im aktuellen Newsletter der Locatech GmbH, Dortmund, ist der nachfolgende Artikel von Leif Sonstenes erschienen, den wir hier mit freundlicher Genehmigung wiedergeben:

Die fortschreitende Globalisierung der Märkte und der daraus resultierende Wettbewerb bringen neue Herausforderungen mit sich, denen Unternehmen sich stellen müssen. Dabei beeinflusst die Globalisierung nicht nur das Verhalten der großen Konzerne, sondern immer mehr auch die Vorgehensweisen vieler mittelständischer Unternehmen. Diese sehen sich unter anderem durch den wachsenden Kostendruck auf den heimischen Märkten sowie durch eine zunehmende technische Komplexität industrieller Produkte einem immer größeren Konkurrenzdruck ausgesetzt. Durch eine erfolgreiche Präsenz in ausländischen Märkten können sie jedoch von Umsatzsteigerungen profitieren, die im Verhältnis mit der zusätzlichen Investition für die Lokalisierung sehr lukrativ sein können.

Unternehmen, die erklärungsbedürftige Produkte produzieren, müssen sich hier einer weiteren Herausforderung stellen. Sie können ihre Produkte nur dann im Ausland verkaufen, wenn sie in der jeweiligen Landessprache vertrieben werden. Gerade technische Produkte wie Maschinen und Arbeitsgeräte, die im produzierenden Gewerbe zum Einsatz kommen, unterliegen dabei besonderen gesetzlichen Vorgaben. Ihre Bedienung muss nach bestimmten Richtlinien, etwa nach EUDirektiven, in der entsprechenden Landessprache beschrieben sein. Da die Hersteller für Schäden haften, die auf eine unzureichende oder unverständliche Bedienungsanleitung zurückzuführen sind, ist dabei besondere Sorgfalt.

Übersetzen mit Bedacht

Bei einer technischen Lokalisierung bieten Lokalisierungsdienstleister den Herstellern ein besonderes Know-how an. Ihre Aufgabe ist es, Ideen und Begriffe von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Dabei geht jedoch die technische Lokalisierung weit über das bloße Übersetzen hinaus. Zahlreiche Prozesse müssen berücksichtigt werden, um einen Text so wirken zu lassen, als sei er bereits ursprünglich im jeweiligen Land erstellt worden. Lokalisierungsexperten beachten bei ihren Projekten stets die Besonderheiten der jeweiligen Landessprache. So gibt es beispielsweise von Land zu Land Unterschiede in der Darstellung von Zahlen, der Uhrzeit oder des Datums. Und auch im grafischen Bereich gilt es, länderspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen.

Nicht jede Farbe kann bedenkenlos in jedem Land verwendet werden. Steht in Europa beispielsweise die Farbe Weiß für „Reinheit“ und „Unschuld“, bedeutet sie in Asien „Trauer“ und „Tod“. Auch dürfen aus ethischen Gründen Männer und Frauen nicht in jedem Land zusammen auf einem Foto abgebildet sein. Während die Darstellung von Menschen ab 50 Jahren in Westeuropa je nach Kontext mit positiven Assoziationen verbunden wird, wäre dies in Rumänien keineswegs der Fall, da dort viele ältere Menschen in wirtschaftlich armen Verhältnissen leben. Abbildungen von nackter Haut sind in Europa weitgehend unproblematisch, in China allerdings gelten etwa nackte Schultern oder in Taiwan nackte Fußsohlen als Tabu.

Besondere Achtsamkeit ist bei der Darstellung von Gesten geboten, da verschiedene Kulturkreise diese unterschiedlich auffassen und sie unter Umständen sogar als obszön gelten können. Selbst ein Produktname kann nicht ohne weiteres einheitlich verwendet werden. So ist beispielsweise auf dem englischen Markt ein Parfum mit dem Namen „Mist“ (englisch für „Nebel“ oder „Hauch“) erhältlich. In Deutschland würde sich ein Parfum mit diesem Namen gar nicht oder nur sehr schlecht verkaufen.

Fachwissen ergänzt Sprachkenntnisse

Für eine qualitativ hochwertige, technische Lokalisierung ist neben den ethischen Gesichtspunkten aber auch ein besonderes Fachwissen über technische Hintergründe erforderlich. Eine Fremdsprache fließend zu sprechen, befähigt beispielsweise nicht automatisch dazu, die Bedienungsanleitung für einen Bohrturm erstellen zu können. Höchste Qualität bei der Lokalisierung kann nur mit Muttersprachlern erreicht werden. Zudem sollte der Übersetzer auch in dem Land leben, für das er lokalisiert, denn nur so bekommt er aktuelle Sprachentwicklungen hautnah mit.

Auch die Qualität des Ausgangstextes hat Einfluss auf das Lokalisierungsprojekt. Oft dokumentieren jene Personen Bedienungsanleitungen oder Softwareanwendungen, die mit der Entwicklung beschäftigt waren. Ihnen fällt es jedoch nicht immer leicht zu beschreiben, wie das, was sie entwickelt haben, bedient wird. Sie setzen oft Wissen voraus, das nicht bei allen Endbenutzern vorhanden ist.

Ist also der Ausgangstext nicht aus der richtigen Perspektive geschrieben und dadurch für den Bediener unverständlich oder generell unlogisch aufgebaut, gestaltet sich die Arbeit der Übersetzer entsprechend kompliziert. Daher trägt die Person, die den Ausgangstext erstellt, eine besondere Verantwortung für den weiteren Verlauf der Lokalisierung.

Bei allen Projekten ist darüber hinaus ein besonderer Weitblick gefragt. Änderungen in letzter Minute, beispielsweise bei neuen technologischen Entwicklungen, lösen gegebenenfalls eine Änderungsflut an den bereits lokalisierten Texten aus. Selbst wenn sich nur ein einziger Begriff in der Ursprungsversion ändert, muss diese Änderung in allen Projektbereichen, etwa der parallel erstellten Onlinehilfe oder einer Dokumentation, übernommen werden. Damit verbundene Erklärungen oder Abhängigkeiten müssen ebenfalls angepasst werden. Bei Lokalisierungsprojekten, die in mehrere Sprachen gleichzeitig zu übersetzen sind, müssen Änderungen am Basistext für jede Sprache separat überprüft und berücksichtigt werden.

Ablauf einer Lokalisierung

Wenn Projekte über eine reine Übersetzung hinausgehen, gestalten sie sich sehr speziell. So wird gelegentlich gewünscht, dass ein bestimmtes „Corporate Wording“ mit der Übersetzung in Einklang gebracht werden muss. Formulierungen, die von Marketingabteilungen geprägt wurden, sollen sich unbedingt auch im lokalisierten Text wieder finden. Dies kann der Fall sein, wenn beispielsweise ein Onlineportal auf eine weltweit einheitliche Plattform umgestellt werden soll und dadurch allen Nutzern einheitliche Funktionen und Werkzeuge zur Verfügung stehen sollen.

Hier gilt es, unterschiedlichste Wünsche und Vorgaben aufeinander abzustimmen. Ein gemeinsamer Workshop vor Beginn der Übersetzung und das daraus erarbeitete gegenseitige Verständnis der Firmen, Aufgaben und Abhängigkeiten können ein wichtiger Bestandteil für die erfolgreiche Zusammenarbeit sein.

Der Projektmanager bildet den Mittelpunkt eines jeden Projekts. Er kommuniziert mit dem Kunden, entwickelt den Projektplan, bildet das Projektteam, überwacht die Qualität, die Termine und das Budget. Grundsätzlich werden die übergeordneten Aufgaben wie Kommunikation, Verwaltung, Analyse, Vorbereitung, Nachbereitung und so weiter kundennah abgewickelt, also in dem Land, in dem der Kunde sich befindet. Alle sprachlichen Arbeiten werden später hingegen in den jeweiligen Ländern von Muttersprachlern durchgeführt.

Bevor die eigentliche Lokalisierungsarbeit beginnt, wird alles geprüft, was später den Projektverlauf zeitlich beeinträchtigen könnte. So werden Zeit und Kosten gespart. Im ersten Schritt erfolgt also eine ausführliche technische Analyse der Basisdateien durch einen Techniker. Dazu ermittelt dieser zunächst die Anzahl der Wörter, Seiten und Grafiken. Außerdem untersucht er die Basisdateien auf mögliche Kompatibilitäts- oder Formatierungsprobleme.

Eine Sprachkraft prüft im Vorfeld kulturelle Aspekte wie etwa Wortspiele, die sich nicht in eine andere Sprache übertragen lassen, oder Grafiken, die nicht verwendet werden dürfen. Zudem sichtet sie das vorhandene Referenzmaterial, bereits übersetzte Dokumente sowie gleichzeitig zu übersetzendes Material, wie etwa Software- und Onlinehilfen, erkennt Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen diesen Materialien und dokumentiert diese.

Der Projektmanager entwickelt im nächsten Schritt einen ausführlichen Plan, dem alle Mitarbeiter wichtige Schnittpunkte, Termine und Prozessstufen für die Textarbeit entnehmen können. Danach wird ein Projektteam gebildet, das aus Fachübersetzern mit den entsprechenden technischen Kenntnissen, Lektoren der jeweils erforderlichen Sprachen, Grafikern und Technikern besteht.

Ein Terminologe fasst im nächsten Schritt die wichtigsten Fachbegriffe in so genannten Terminologielisten zusammen. Diese werden übersetzt und von den Landesrepräsentanten des Kunden vorab genehmigt. Damit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter wichtige Begriffe im Sinne des Kunden lokalisieren. Außerdem wird so vermieden, dass innerhalb des Projekts unterschiedliche mögliche Übersetzungen für den jeweiligen Fachbegriff verwendet werden. Das Projektteam entwickelt zudem individuelle Stilrichtlinien, die es ebenfalls mit dem Kunden abstimmt. So kann die Übersetzung vollständig im Sinne des Kunden durchführt werden.

Sind die Dokumente in der Quellsprache fertig und zur Übersetzung freigegeben, bereitet der Projektmanager sie auf und sendet sie an die Übersetzer in den jeweiligen Ländern. Bei umfangreicheren Lokalisierungen arbeiten häufig mehrere Übersetzer gleichzeitig an verschiedenen Projektteilen. Die im Vorfeld definierten Terminologielisten und Stilrichtlinien stellen sicher, dass sie auf derselben Basis arbeiten.

Darüber hinaus werden Übersetzungsspeicher oder Translation-Memory- Tools eingesetzt. Die Übersetzungen werden von Menschen und nicht von Übersetzungsprogrammen durchgeführt. Die Übersetzer werden dabei von einem Tool unterstützt, das jeden übersetzten Satz in einer Datenbank speichert, während der Übersetzer arbeitet. Kommt derselbe oder einer ähnlichen Satz später noch einmal im Text vor, schlägt das Tool die bereits gespeicherte Übersetzung vor. So spart der Übersetzer Zeit, und die Kosten der Übersetzungsarbeit werden reduziert.

Die übersetzten Teile gehen an den Projektmanager zurück, der sie dann einem Lektor übergibt. Dieser stellt sicher, dass die vereinbarten und gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien befolgt wurden und sorgt dafür, dass das gesamte Dokument einen einheitlichen Stil aufweist.

Ist die Arbeit am sprachlichen Teil abgeschlossen, wird das ursprüngliche Seitenbild von spezialisierten Grafikern wie Layoutern oder Desktop-Publishing-Spezialisten wieder hergestellt. Einige Sprachen benötigen mehr oder weniger Wörter und damit auch Platz, um den Ausgangsinhalt wiederzugeben. Daher werden die Zeilen- und Seitenumbrüche stets kontrolliert. Auch die Grafiken müssen an die richtige Stelle in Bezug zum beschreibenden Text gebracht werden.

Abschließend finden verschiedene Qualitätssicherungsschritte statt, um zu gewährleisten, dass das lokalisierte Dokument wirklich genau dem Ausgangsdokument entspricht. Damit ist die Lokalisierung abgeschlossen, und die druckfertigen Dateien können an den Kunden ausgeliefert werden.

[Text: Leif Sonstenes, Locatech GmbH, Dortmund. Quelle: Locatech-Newsletter, Oktober 2008, www.locatech.com.]

Sisulizer 2008, das Lokalisierungs-Werkzeug aus Finnland

SisulizerImmer mehr Software-Entwickler stellen sich den benachbarten Märkten und übersetzen ihre Software in andere Sprachen. Das Programm Sisulizer 2008 ermöglicht und überwacht die Übersetzung, ohne dabei den Quelltext für externe Mitarbeiter freizugeben. Viele neue Funktionen und eine besonders einfache Handhabung zeichnen die neue Version des Software-Übersetzers aus.

Eine deutschsprachige Software lässt sich leider nur im deutschsprachigen Umfeld vermarkten, also in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich. Wer auch die benachbarten Märkte in Europa und auf der ganzen Welt bedienen möchte, muss zusehen, dass die eigene Software die in anderen Ländern gesprochenen Sprachen ebenfalls beherrscht. Damit das gelingt, ist eine Lokalisierung notwendig. Dabei werden alle Texte der Software in eine andere Sprache übersetzt.

Die Firma Sisulizer Ltd & Co KG stellt mit Sisulizer 2008 die neueste Version der beliebten Lokalisierungs-Software vor. Die Windows-Anwendung konzentriert sich ganz darauf, es für die Entwickler so einfach wie nur irgendwie möglich zu machen, die eigene Software in andere Sprachen zu übersetzen. Während interne oder externe Mitarbeiter an der Übersetzung der Texte arbeiten, versteckt Sisulizer 2008 den Quelltext vor allzu neugierigen Augen. So bleibt die eigene Entwicklungsarbeit gesichert und kein Mitarbeiter gerät in Versuchung, den Quelltext zu kopieren. Die Kosten für Sisulizer finanzieren sich dabei sehr schnell gegen, schließlich ist es mit den lokalisierten Versionen möglich, neue Märkte zu erobern und zusätzliche Gelder einzunehmen.

Die neue Version Sisulizer 2008 unternimmt große Anstrengungen, um den Übersetzern ganz besonders hilfreich zur Seite zu stehen. Dazu gehört, dass sich die Software intuitiv bedienen lässt - es werden keine technischen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Das ist wichtig, damit sich die Übersetzer ganz auf ihre Aufgabe und damit auf die in eine andere Sprache zu übertragenden Texte konzentrieren können.

Sisulizer 2008 unterstützt ab sofort die Windows Presentation Foundation (WPF). Dies erlaubt es allen Übersetzern, Windows WIN32 Formulare, Windows Formulare und die neuen WPF-Dialoge zu sichten, ohne dass es dafür nötig wäre, sich mit der .NET-Laufzeit auseinanderzusetzen.

Um die Produktivität des Übersetzers noch weiter zu steigern, wurde Sisulizer 2008 mit einer neuen Rechtschreibprüfung ausgestattet, die sehr an die klassische Word-Korrektur erinnert. Sie kontrolliert jedes neue Wort bereits auf eine korrekte Schreibweise hin, noch während es eingetippt wird. Zusätzlich zur eingebauten Rechtschreibprüfung unterstützt das Programm auch die Hunspell-Engine, die von Hause aus über 80 Sprachen unterstützt. Auch die Lingsoft-Engine wird unterstützt. Sie liefert exzellente Ergebnisse vor allem im skandinavischen Bereich. Sisulizer kommt allerdings mit allen Sprachen zurecht, darunter auch solchen, die von rechts nach links verlaufen oder die zu den Double-Byte-Sprachen gehören.

Sisulizer 2008 weist viele hundert technische Verbesserungen auf. Dazu zählt auch ein Support für WPF/XAML, für .NET 3.0 und 3.5, für Visual Studio 2008, Access 2007 und für Firebird.

Sisulizer

Lokalisierung in drei Schritten

Im ersten Schritt scannt Sisulizer die zu lokalisierende Anwendung und bringt dabei den ganzen Text in Erfahrung, der in der Software zum Einsatz kommt. Dabei kommt das Programm mit Anwendungen zurecht, die in .NET, C++ Builder, Delphi, Visual C++, Visual Basic, Visual Studio, Borland Developer Studio und Java geschrieben sind. Außerdem werden Windows Binaries, XLIFF und .NET Assemblies unterstützt. Der Übersetzer gibt einfach vor, welche Windows-Ressource zu übersetzen ist. Dabei lassen sich auch Icons, Menüs, Dialogboxen, Strings und andere Programmelemente lokalisieren. Auch mit HTML und XML kommt das Programm bestens zurecht. Sisulizer kann zu übersetzende Texte auch aus Textdateien und aus Datenbanken extrahieren. Renate Reinartz, Geschäftsführerin der Sisulizer Ltd & Co KG: “Sisulizer 2008 ist auch in der mobilen Welt zuhause und unterstützt .NET Compact Framework, Pocket PCs, Symbian-Programme und J2ME.”

Im zweiten Arbeitsschritt geht es um die eigentliche Übersetzung. Zu diesem Zweck stellt Sisulizer einen visuellen Editor bereit. Bei der Übersetzung ist es möglich, jeden einzelnen Satz seinem Status entsprechend zu markieren – z.B. als fertig übersetzt oder als automatisch übersetzt. Der Sisulizer-Austauschassistent erlaubt es auch, Projektdateien zusammen mit einer selbstinstallierenden Sisulizer Free Edition an externe Übersetzer weiterzugeben. Die externen Mitarbeiter sind dann dazu in der Lage, den ihnen zugewiesenen Text im WYSIWYG-Editor zu übersetzen, um am Ende eine einzelne Datei wieder an den Auftraggeber zurückzusenden. Dabei ist es nicht nötig, den Quelltext der Software mit zu versenden - was gerade bei externen Mitarbeitern in anderen Ländern einfach zu unsicher wäre.

Im dritten Arbeitsschritt generiert Sisulizer die lokalisierte Version einer Software. Dabei läuft alles vollautomatisch ab. Der Anwender muss nicht darüber nachdenken, an welche Stelle die einzelnen Textschnippsel gehören - darum kümmert sich die Lokalisierungs-Software selbst. Sisulizer verfügt außerdem über ein Übersetzungs-Gedächtnis (Translation Memory). Das bedeutet, dass sich das Programm alle durchgeführten Übersetzungen merkt. Bei einer neuen Lokalisierung ist es dann problemlos möglich, auf die früheren Arbeiten zurückzugreifen.

Sisulizer

Drei Versionen für Entwickler, zwei für Übersetzer

Mit allen Sisulizer-Editionen können beliebig viele Textpassagen in beliebig viele Sprachen übersetzt werden. Sie unterscheiden sich lediglich in den unterstützten Entwicklungsumgebungen.

Für Entwickler stehen drei Editionen zur Auswahl. Die Professional Edition (1.199 Euro) deckt die meisten Einsatzgebiete im Desktop-Umfeld ab. Die Enterprise Edition (1.749 Euro) unterstützt darüber hinaus die Automatisierung sowie die Lokalisierung von Server-Datenbanken und Webserver-Plattformen. Die neue Standard Edition (299 Euro) ermöglicht kleinen Software-Unternehmen den Einstieg in die Welt der professionellen Software-Lokalisierung. Dabei kommt Sisulizer mit C++Builder-, Delphi-, Visual Basic-, Visual C++- und Java-Anwendungen zurecht. Auch bei mobilen Projekten ist die Standard Edition eine große Hilfe. Sie liest außerdem verschiedene Textformate wie INI oder PO aus.

Gleich zwei Sisulizer-Editionen sind für die Übersetzer gedacht. Die kostenlose Free Edition wird von Entwicklern an ihre Übersetzer verteilt, damit diese im Kontext visuell übersetzen. Die neue Translator Edition (399 Euro) richtet sich an internationale Unternehmen, bei denen vor Ort nicht nur übersetzt, sondern auch direkt die lokalisierte Version erstellt werden soll. Dadurch wird der Lokalisierungszyklus schneller und unabhängiger von der Zentrale, was auch die Entwickler entlastet.

Testversion 30 Tage kostenfrei ausprobieren

Sisulizer 2008 arbeitet unter Windows XP, 2003 und Vista. Auf der Homepage (http://www.sisulizer.com/downloads.shtml) steht eine kostenlose 30-Tage-Testversion zur Verfügung, die sich auf dem eigenen Rechner ausprobieren lässt.

Sisulizer

Sisulizer Ltd

Die Sisulizer Ltd, Finnland, wurde 2005 gegründet, um Software-Entwicklern auf der ganzen Welt die Lokalisierung ihrer Software zu erleichtern. Das Mastermind hinter Sisulizer ist Jaakko Salmenius - seit fast 10 Jahren ein bekannter Referent auf Konferenzen wie JavaOne, BorCon und Ekon. Als Mitbegründer und CTO der finnischen Unternehmen Innoview Data Technologies und Multilizer Oy sammelte Jaakko Salmenius langjährige und wichtige Praxiserfahrung bei der Entwicklung von Lokalisierungs-Tools und den spezifischen Problemen bei der Software-Lokalisierung. Das Ergebnis ist das von Grund auf neu entwickelte Produkt Sisulizer, in dem bewährte Verfahren und neue Ideen harmonisch zusammenfliessen.

Den weltweiten Vertrieb außerhalb von Asien hat die Sisulizer Ltd & Co KG in Bedburg bei Köln übernommen. Deren Gründer, Markus Kreisel und Renate Reinartz, verfügen über gut 15 Jahre Erfahrung auf internationalen Märkten. Im deutschsprachigen Raum kennen Sie Herrn Kreisel und Frau Reinartz von den vielen Konferenzen, an denen Sie als K&R Software teilgenommen haben. K&R Software war langjähriger Vertriebspartner von Innoview und Multilizer und hat sich bei der Lokalisierung vieler Software-Produkte und Websites einen sehr guten Ruf als Lokalisierungsspezialist erworben. Weitere Infos unter www.sisulizer.com

[Text: Pressebüro Typemania. Quelle: Pressemitteilung Sisulizer, 2008-08-07. Bild: Sisulizer.]

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