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Archiv der Kategorie Nachrichten
Mord an Ärzteteam in Afghanistan: Chemnitzer Dolmetscherin unter den Opfern
8.8.2010 von Richard Schneider.
Bei dem Massaker an zehn Mitarbeitern des augenärztlichen Hilfswerks “International Assistance Mission” (IAM) in der abgelegenen afghanischen Bergprovinz Nuristan ist auch eine Deutsche ums Leben gekommen: Daniela B. (35), die dem Ärzteteam als Dolmetscherin diente. Der stern schreibt:
Die einzige Deutsche im Team war keine Ärztin - sondern Sprachwissenschaftlerin: Daniela B., geboren 1975 in Chemnitz. Sie hatte nach dem Abitur Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig studiert, Englisch und Russisch, zusätzlich einen Abschluss als Deutschlehrerin für Ausländer gemacht.
Vier Jahre war sie an der Universität Gloucesterhire in Südengland eingeschrieben, arbeitete als freiberufliche Übersetzerin und kam 2007 nach Afghanistan für die “International Assistance Mission”. Das Land hatte es ihr angetan. In Kabul lernte sie ein knappes halbes Jahr lang Dari, eine der beiden Landessprachen. Amir Mohammed, ihr Lehrer von damals, erinnert sich noch heute an die stille Deutsche mit den blauen Augen: “Als Studentin war sie exzellent, sehr fleißig, hat wahnsinnig schnell gelernt. Sie hat mir immer gesagt: ‘Ich will mit den Menschen reden, will wissen, was die fühlen, denken, sie verstehen!’ Sie wollte alles wissen über Kultur, Sitten, und die Geschichte Afghanistans. […]”
Für ein Jahr ging sie dann nach Faisabad zum “Language Research Program” von IAM in der Nordostprovinz Badakhschan. Ziel ihres Projektes war es, “für die örtlichen Sprachen in den isolierten Bergregionen eine Schriftvariante zu entwickeln, so dass Menschen dort in ihrer eigenen Sprache lesen und schreiben lernen können”, wie ein ehemaliger Kollege sagt. Daniela B. sprach fließend Dari, leidlich Vahi und Mandschi, zwei lokale Sprachen, und war dabei, weitere zu lernen.
Vor einem Jahr verließ sie IAM, um zusammen mit anderen eine neue Nichtregierungsorganisation (NGO) namens “Samar” aufzubauen, die sich vor allem mit der Erforschung und Rettung der lokalen Sprachen beschäftigen wollte. Den Kontakt zu den alten IAM-Kollegen hatte Daniela B. nie abreißen lassen. Als Karen Woo, die britische Ärztin, die vor allem Frauen behandelte, sich auf das “Eye Camp” vorbereitete, brauchte sie eine Frau zum Übersetzen. Daniela B., fließend in Englisch und Dari, war die perfekte Kandidatin. Sie willigte ein mitzukommen. Auf ihre letzte Reise.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Stern, 2010-08-08.]
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Localization World Berlin konnte an Vorjahreserfolg anknüpfen
14.6.2010 von Richard Schneider.
Unter dem Motto ‚Know-how for Global Success’ bot die Localization World in Berlin (07.-09.06.2010) als führende Konferenz und Networking-Plattform auch in diesem Jahr erneut umfassende Informationen zu aktuellen Themen der internationalen Unternehmens- und Produktkommunikation. Annähernd 500 Teilnehmer, ein facettenreiches Programm mit knapp 100 Referenten, Workshopleitern und Moderatoren, darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch – die Veranstalter blicken auf eine erfolgreiche Konferenz in Berlin zurück.
Stärker als in den Jahren zuvor standen bei der Localization World 2010 branchenspezifische Themen auf der Agenda. Diese adressierten in erster Linie Unternehmen aus der Industrie, sowie Banken und Versicherungen. Neben einer eigenen Vortragsreihe für die Pharma- und Life-Sciences-Industrie, fand erstmals ein Roundtable statt, das sich gezielt mit den Anforderungen in der Finanzwirtschaft beschäftigte. Darüber hinaus boten namhafte Vertreter international agierender Unternehmen Einblicke in aktuelle Projekte, erfolgreiche Lokalisierungsstrategien und bewährte Konzepte. Dazu zählten beispielsweise die Fluggesellschaft KLM, der Anbieter von Online-Bezahlsystemen PayPal, der Sportartikelhersteller Puma oder auch der Softwareanbieter Symantec. Aus dem Bereich der Elektronikindustrie bereicherten Referenten von Canon und Cisco Systems die Programm-Agenda. Als Keynote-Sprecher eröffnete Adam Greenfield, Design Director bei Nokia, die Localization World.
Um sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin am Markt zu behaupten, intensivieren Unternehmen ihre Internationalisierungsvorhaben. Die Localization World mit den zahlreichen Fachvorträgen und Anwenderbeispielen vermittelte hierzu das nötige Know-how for Global Success“, kommentiert Ulrich Henes (Bild), Gründer des Localization Institute in USA und Mitausrichter der Localization World.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Konferenz sind die zahlreichen Gelegenheiten zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Sprachdienstleistern, Agenturen und Übersetzern. In diesem Sinne versteht sich auch die neu gegründete Initiative ‚Translators without Borders’. Nach dem Vorbild von ‚Ärzte ohne Grenzen’ engagiert sie sich im ehrenamtlichen Bereich, indem sie vor allem Non Governmental Organisations (NGOs) mit Übersetzern und Sprachdienstleistern zusammenbringt und kleinere Unternehmen bei ihren Lokalisierungsvorhaben unterstützt.
Die Localization World richtet sich in erster Linie an Entscheider und Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen sowie Sprachdienstleister und Übersetzer. Sie erhalten umfassende Informationen darüber, wie sie mithilfe von Internationalisierungsstrategien erfolgreich neue Märkte erschließen können. Dazu standen Anwendervorträge, Trendberichte sowie Podiumsdiskussionen auf dem Programm.
Nach wie vor ist der Informationsbedarf zu den Themen der internationalen Produktkommunikation sehr hoch. Um Internationalisierungsvorhaben erfolgreich umzusetzen, bedarf es sowohl einer gründlichen Planung als auch einer effektiven Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Analyse möglicher Zielmärkte, die Entwicklung länderspezifischer Marketing-Kampagnen, die Ausweitung des Personalmanagements sowie die Lokalisierung von Webseiten und produktbegleitenden Informationen für den Pre- und Post-Sales-Bereich. Entsprechend weit war der Themenbogen der Localization World gespannt.
Neben den Branchen-Schwerpunkten zur Lokalisierung in den Bereichen „Life Sciences” bzw. „Finanzwirtschaft“ stand unter anderem auch das Thema „Übersetzungs- und Lokalisierungsstrategien im Web 2.0“ im Fokus. Hierfür konnte u. a. ICANN als Kooperationspartner gewonnen werden. Am ersten Konferenztag fand ergänzend der International Search Summit statt, der sich internationalen und multilingualen Themen innerhalb des Search- und Online-Marketings widmete. Weitere neue Partner waren das US-Beratungshaus Common Sense Advisory, die European Language Industry Association (ELIA) und WebCertain.
2011 findet die Localization World erneut in Deutschland statt. Termin und Veranstaltungsort werden in Kürze bekannt gegeben. Weitere Informationen zur vergangenen Veranstaltung in Berlin und zur kommenden Localization World in Seattle unter www.localizationworld.com.
[Text: Dr. Claudia Rudisch. Quelle: Pressemitteilung Localization World, 2010-06-17. Bild: Localization World.]
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UNESCO feiert zum 10. Mal “internationalen Tag der Muttersprache”
21.2.2010 von Richard Schneider.
Hintergrundinformationen zum Ursprung und Anlass dieses Gedenktages finden Sie in folgendem Artikel des Übersetzerportals:
21. Februar, Tag der Muttersprache: Tote und Verletzte vor 50 Jahren in Ost-Bengalen
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BDÜ veröffentlicht Exotenliste 2010: Über 100 Übersetzer für seltene Sprachen
9.2.2010 von Richard Schneider.
Bei der Suche nach einem Dolmetscher oder Übersetzer für eine “exotische” Sprache hilft die Exotenliste des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ). Sie enthält die Kontaktdaten von über 100 geprüften Sprachexperten für 41 in Deutschland wenig verbreitete Sprachen - von Afrikaans bis Weißrussisch.
In der Liste, die jährlich erscheint, sind im Vergleich zum Vorjahr auch Experten für die Sprachen Albanisch, Berberisch, Lingala, Luxemburgisch, Malaiisch und Singhalesisch vertreten. Die meisten der aufgeführten Dolmetscher und Übersetzer sind gerichtlich beeidigt oder ermächtigt. Diese Zusatzqualifikation ist für Behörden, Geschäftsleute und Privatpersonen wichtig, die beglaubigte Übersetzungen benötigen.
Die Exotenliste 2010 steht ab sofort auf der BDÜ-Website in der Rubrik “Für Aufraggeber” zum kostenlosen Herunterladen bereit: www.bdue.de.
Wer Experten für gängige Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Französisch sucht, der wird ebenfalls auf der BDÜ-Website fündig: In der Mitgliederdatenbank des Verbandes stehen die Kontaktdaten von über 6000 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen dieser Welt, online recherchierbar nach Muttersprachlern, Fachgebieten oder Postleitzahl.
[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2010-02-09. Bild: BDÜ.]
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Mit drei Klicks zum Ziel: Neue Übersetzer-Datenbank uebersetzer-finden.de
1.9.2009 von Richard Schneider.
Mit „www.uebersetzer-finden.de“ geht ein neues Internetverzeichnis für Übersetzer, Dolmetscher und Lektoren an den Start. Geschäftsführerin Anna Janaszkiewicz will Mitgliedern ein repräsentatives Umfeld bieten, das insbesondere auf Suchmaschinen anspricht und dessen Zweck die Herstellung direkter Geschäftskontakte zwischen Übersetzern/Dolmetschern und den Endkunden ist.
Das Angebot richtet sich hauptsächlich an die zahlreichen kleinen Büros und Freelancer ohne eigenen Internetauftritt bzw. mit selbst gestalteten Homepages.
Wesentliches Merkmal der Plattform ist neben der modernen Oberfläche und der Nutzerfreundlichkeit vor allem die konsequente und flexible Ausrichtung an Suchmaschinen. Mitglieder legen ein umfassendes Profil sowie eigene Keywords an, die aktiv an Suchmaschinen gesendet werden und dazu beitragen, dass das jeweilige Profil direkt in den Suchmaschinen angezeigt wird. Dabei wird sich die Breitenwirkung des Portals im Web mit der Anzahl der Mitglieder erhöhen.
Die Website bietet mit Absicht keine Zusatzfunktionen wie Foren, Glossare etc. und verfolgt konsequent den alleinigen Zweck – das direkte Zusammenbringen von Übersetzern, Dolmetschern, Lektoren und Endkunden.
Auftraggeber können die jeweiligen Profile entweder direkt in den Suchmaschinen sehen oder auf der übersichtlich gestalteten Plattform nach exakt umrissenen Bedarfsprofilen suchen. Dazu sind nicht mehr als drei Klicks notwendig. Auf diese Weise erhalten alle Mitglieder eine auf ihre Fähigkeiten abgestimmte Chance. Das rotierende Mitgliederverzeichnis ermöglicht auch Übersetzern, Dolmetschern und Lektoren, deren Namen mit U, W oder Z beginnen, regelmäßig auf Platz 1 bzw. in den obersten Bereich der Liste zu gelangen. Im „Profil des Tages“ auf der Startseite wird jeden Tag ein anderer Übersetzer gesondert vorgestellt und hervorgehoben.
Anna Janaszkiewicz, selbst Übersetzerin, sagt: „Ich weiß, was die Kollegen brauchen, und habe es auf uebersetzer-finden.de umgesetzt. Übersetzer, Dolmetscher und Lektoren können sich umfassend und individuell in einem attraktiven Umfeld darstellen und online gefunden werden. Gleichzeitig wird durch die technischen Extras ein gegenseitiger ,Kannibalismus’ unter den Mitgliedern verhindert. Technisch und konzeptionell ist dieses Branchenportal einzigartig im deutschsprachigen Raum.“
Damit das so bleibt, wird die Plattform fortlaufend weiter an die Bedürfnisse der Mitglieder angepasst. „Einige ergänzende Tools sind bereits in Planung“, so Janaszkiewicz, „damit das Portal lebt und seinen Nutzen für die Mitglieder möglichst umfassend entfalten kann. Denn einen Erfolg gibt es entweder für beide Seiten oder für keine von beiden.“
Vorteile für Mitglieder
- Suchmaschinenoptimierte Profilseite mit eigener Webadresse
- beliebig viele Sprachkombinationen ohne Zusatzkosten
- beliebig viele Fachkombinationen ohne Zusatzkosten
- beliebig viele Medienbereiche, Werkzeuge, Referenzen usw. ohne Zusatzkosten
- großzügiger Raum für Erfahrungen, Lebenslauf, Aus- und Fortbildung, Zertifikate, Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen und weitere individuelle Informationen
- frei wählbare Keywords/Tags, um optimal gefunden zu werden
- Kontaktinformationen (auch ICQ, skype, XING etc.)
- Firmenlogo und/oder Foto ohne Zusatzkosten
- E-Mail- und Homepage-Verlinkung ohne Zusatzkosten
- Hohe Reichweite – durch aktives Online-Marketing
- gerechte Sortierung der Suchergebnisse durch ein rotierendes Verzeichnis: selbst Namen mit dem Anfangsbuchstaben W oder Z gelangen regelmäßig auf Platz 1 bzw. in den oberen Bereich der Liste
- Vermittlung von Kundenanfragen ohne Zusatzkosten
- einfache Suche für die Auftraggeber - mit nur 3 Klicks zum Ziel
- hohe Suchmaschinen-Kompatibilität durch eine eingebaute Sitemap und durch die Reaktion auf die speziell gesuchte Kombination von Keywords/Sprachen/Fachgebieten.
[Text: Anna Janaszkiewicz. Quelle: Pressemitteilung uebersetzer-finden.de, 2009-09-01. Bild: Janaszkiewicz.]
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dokuworld.de - neue Drehscheibe für internationale Produktkommunikation
15.7.2009 von Richard Schneider.
Die neue Website dokuworld.de informiert ab sofort zu den Themen rund um die internationale Produktkommunikation. Die Fachbeiträge, Praxisbeispiele, Meinungsumfragen und Newsletter auf diesem Portal richten sich an Kommunikationsverantwortliche in international agierenden Unternehmen.
Die internationale Produktkommunikation, also das Anpassen der Informationen und Beschreibungen von Produkten und Dienstleistungen an die landesspezifischen Gegebenheiten, bekommt in Unternehmen zunehmend strategische Bedeutung. Da immer häufiger Unternehmen bestehende Insel-Anwendungen durch integrierte Gesamtlösungen ersetzen, wächst zu diesem Thema der Informationsbedarf.
Das Redaktionsteam des neuen Mediums dokuworld.de bereitet Informationen zu diesem Themenspektrum allgemein verständlich auf und stellt sie auf der gleichnamigen Internetplattform zur Verfügung. Sämtliche Bereiche werden dabei abgedeckt: vom Erstellen und Lokalisieren der Produktinformationen für den Pre-Sales-Bereich bis hin zu mehrsprachigen technischen Dokumentationen und deren Publikation in unterschiedlichen Zielmedien.
Das Portal wendet sich in erster Linie an Marketing- und Vertriebsleiter, Verantwortliche für technische Redaktionen sowie CIOs. Interessierte können am Expertenwissen zu den Themen Product Information Management, technische Dokumentation und Mehrsprachigkeit partizipieren. Im Bereich Praxis finden sich branchenspezifische Beiträge: Anwenderbeispiele geben Einblick in unterschiedliche Projekte und Aufgabenstellungen. Zurzeit informiert dokuworld.de aus den Branchen Chemie/Pharma, Elektrotechnik, Fertigungsindustrie, Finanzdienstleistung, Kommunikation/IT sowie Medizintechnik.
„Mit dokuworld.de adressieren wir Kommunikationsverantwortliche international aufgestellter Unternehmen. Dieser Zielgruppe wollen wir Basisinformationen, Praxiserfahrungen und Hintergrundwissen rund um internationale Produktkommunikation bieten“, erläutert Dr. Claudia Rudisch, Redakteurin bei dokuworld.de. „Wir sehen unser Medium als breitenwirksame Ergänzung zu anderen fachspezifischen Informationsquellen“, fügt Nicole Körber hinzu, Geschäftsführerin der good news! GmbH und Herausgeberin von dokuworld.de. „Unser Ziel ist es, die unterschiedlichen Aufgabenstellungen, die mit der internationalen Produktkommunikation verbunden sind, verständlich darzustellen - ohne in die Bits-and-Bytes-Ebene abzudriften.“
Das Team von dokuworld.de betreibt seit Jahren als „good news! Marketing & PR Consulting GmbH“ in Stockelsdorf bei Lübeck bereits die Pressearbeit für gut drei Dutzend Unternehmen, darunter auch einige aus dem Bereich Dokumentation/Übersetzung wie Across Systems, die Dokuwerk KG, SCHEMA sowie die Kongressmessen DMS Expo und Localisation World.
[Text: dokuworld.de, mit Ergänzung von Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung dokuworld.de, 2009-07-14. Bild: dokuworld.de.]
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Vatikan: Probleme mit Latein-Übersetzung verzögern Enzyklika-Veröffentlichung
1.7.2009 von Richard Schneider.
Die Veröffentlichung eines aktuellen päpstlichen Rundschreibens verzögert sich um eine Woche, da die Übersetzung ins Lateinische noch nicht fertig ist. Die Financial Times Deutschland schreibt:
Seine Mitarbeiter schaffen es nicht, die neue päpstliche Sozialenzyklika “Caritas in veritate” - also “Liebe in Wahrheit” - rechtzeitig in die offizielle Kirchensprache zu übersetzen. Eigentlich sollte die Stellungnahme des römisch-katholischen Oberhirten am Montag erscheinen. Doch nun verzögert sich der Start um eine Woche. “Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch und Chinesisch sind kein Problem, aber das Latein macht Bauchschmerzen”, zitiert die Zeitung “La Repubblica” einen römischen Insider. Offensichtlich, so wird von Vaticanisti gemutmaßt, plagen sich die Übersetzer damit, neuzeitliche Modewörter wie “Börsenwert” oder “Steuerparadies” korrekt ins Lateinische zu übertragen.
Uepo-Artikel zum Thema
Latein verliert an Boden - selbst im Vatikan
Auch im Vatikan: Übersetzungsstau und Qualitätsmängel
Papst-Übersetzer Reginald Foster beklagt Niedergang des Lateinischen im Vatikan
[Text: Richard Schneider. Quelle: Financial Times Deutschland, 2009-06-29.]
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60 Jahre Grundgesetz ohne Deutsch
6.6.2009 von Richard Schneider.
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) stellt anlässlich des 60. Jahrestages der Verkündung des Grundgesetzes fest, dass der deutschen Verfassung noch immer eine Bekenntnis zur deutschen Sprache fehlt.
“Die deutsche Sprache muss in Artikel 22 festgeschrieben werden”, sagte der VDS-Vorsitzende Walter Krämer, denn sie habe in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung verloren. Die Änderung des Grundgesetzes wirke darauf hin, dass die Kenntnis der deutschen Sprache für alle Bürger verpflichtend ist, so Krämer. Die Festschreibung trüge auch dazu bei, dass das Deutsche an den Universitäten wieder eine bessere Stellung erhält und setze ein Zeichen dafür, dass Werbung und Warenauszeichnungen für Verbraucher klar und verständlich sein müssen.
Eine repräsentative Studie der Technischen Universität Dresden stellte im Mai fest, dass 85 Prozent der Bevölkerung die VDS-Forderung unterstützen, den Artikel 22 des Grundgesetzes entsprechend zu ändern.
Der VDS sammelt derzeit Unterschriften, um seiner Forderung, das Deutsche im Grundgesetz festzuschreiben, Nachdruck zu verleihen.
[Text: VDS. Quelle: Pressemitteilung VDS, 2009-05-22.]
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lingosmart.com – neuer Internet-Marktplatz für Übersetzungsdienstleistungen
12.5.2009 von Richard Schneider.
Als zukunftweisender Anbieter fremdsprachiger Kommunikations- und Korrespondenzlösungen präsentiert lingosmart.com den ersten echten Marktplatz für Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen im Internet. Damit erhalten Übersetzer erstmals die Möglichkeit, ohne administrativen und logistischen Aufwand auch kleinste Übersetzungsaufträge kostengünstig anzubieten und abzuwickeln.
Neue Möglichkeiten für Übersetzer und Dolmetscher
lingosmart.com wendet sich vor allem an Geschäftskunden, die international agieren und bisher keine Möglichkeit hatten, fremdsprachige Geschäftskorrespondenz preisgünstig und vor allem schnell erledigen zu lassen. Der Internet-Marktplatz eröffnet hier ganz neue Perspektiven, denn jetzt ist es möglich, ohne Umwege und Zeitverluste direkt mit fremdsprachigen Lieferanten, Kunden oder Geschäftspartnern in Kontakt zu treten. So schafft lingosmart.com ein völlig neues Marktsegment für Übersetzungen und für Übersetzer eine zusätzliche Einnahmequelle.
Analog zu anderen Internet-Marktplätzen können die Kunden den für ihre Anforderungen geeigneten Übersetzer anhand verschiedener Kriterien und Filter auswählen. Abgerechnet wird bei lingosmart.com pro Wort. Das Honorar bestimmt dabei jeder Übersetzer selbst. Aufträge werden direkt nach Fertigstellung abgerechnet und dem Übersetzer gutgeschrieben; lingosmart.com erhebt lediglich eine Provision von 20 % für die Bereitstellung der Plattform. Das Honorar-Guthaben kann jederzeit aufs Girokonto überwiesen werden.
„Für viele Übersetzer und Dolmetscher bietet lingosmart.com ganz neue Chancen, Geld zu verdienen“, sagt Reinhard Glass, Geschäftsführer von lingosmart.com. „Die Möglichkeit, sofort einen Übersetzer selbst für allerkürzeste Texte zu erreichen, eröffnet allen Beteiligten ein riesiges, bisher ungenutztes Potenzial. Es werden sich künftig Aufträge ergeben in Bereichen, in denen bislang niemand daran gedacht hat, überhaupt einen Übersetzer in Anspruch zu nehmen. Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit kompetenten Übersetzern, die die neue Plattform für echten Zusatzverdienst nutzen wollen. Und das ganz ohne zusätzliche Infrastruktur und Administration.“
Seminare informieren über neue Art der fremdsprachigen Kommunikation
Die neuen Möglichkeiten der mehrsprachigen Geschäftskorrespondenz und -kommunikation durch lingosmart.com werden durch ein umfangreiches Seminarangebot unterstützt. Die Seminare wenden sich an Anwender und Unternehmen, die ihre bestehenden ausländischen Geschäftsbeziehungen intensivieren oder neue Kontakte knüpfen wollen. Anhand von Fallbeispielen werden Benutzer mit den praxisnahen Lösungen vertraut gemacht, die lingosmart.com durch den direkten Zugang zu Übersetzern und Dolmetschern bietet.
Dazu betont Reinhard Glass: „Wir wollen die neuen Möglichkeiten der fremdsprachigen Kommunikation und Korrespondenz schnell und gezielt in die Unternehmen tragen und mit unserem Seminarangebot die zukünftigen Anwender von Anfang an langfristig an uns binden.“
[Text: Elmar Distelhoff. Quelle: Pressemitteilung lingosmart.com, 2009-04-22. Bild: lingosmart.com]
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Europatag: EU-Dolmetscher Gerald Dichtl stellt Schülern Berufspraxis vor
28.3.2009 von admin.
Wegen des von der Bundesregierung ausgerufenen Europatages an allen deutschen Schulen lud das Deutschherren-Gymnasium in Aichach den EU-Dolmetscher Gerald Dichtl und einen Europaabgeordneten ein.
Dichtl war früher selbst Schüler des Aichacher Gymnasiums und studierte anschließend am Sprachen- und Dolmetscherinstitut (SDI) in München Französisch, Italienisch und Spanisch. Heute beherrscht er sechs Sprachen und arbeitet als Simultandolmetscher bei der Europäischen Kommission in Brüssel.
Er beschrieb den Schülern sein Arbeitsumfeld mit 67 fest angestellten Dolmetschern, die 23 Sprachen bearbeiten, erklärte, was „Simultan-“ und „Relaisdolmetschen“ bedeutet, warum Dolmetscher stets zu zweit in der Kabine sitzen und mindestens drei Sprachen beherrschen müssen. Außerdem beschrieb er die Einstellungsvoraussetzungen bei der EU.
Die Berufsaussichten für Dolmetscher bei der EU sind nach Angaben von Dichtl gut. Im vergangenen Jahr seien allein an seiner Arbeitsstelle für die deutschsprachige Kabine drei neue Dolmetscher eingestellt worden und der Bedarf werde in den nächsten fünf Jahren wachsen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Augsburger Allgemeine, 2009-03-10.]
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