Der gläserne Übersetzer: Auslandskonten werden ab 2017 automatisch an Finanzämter gemeldet

Viele Übersetzer und Dolmetscher unterhalten aus praktischen Gründen Auslandskonten. Man kann auf diese Weise Kunden die Zahlung von Honoraren erleichtern oder im Heimatland oder wichtigsten Urlaubsland unkompliziert Geldgeschäfte erledigen. So bunkern zum Beispiel viele Kollegen, die für amerikanische Übersetzungsbüros arbeiten, deren Honorare auf einem US-Konto. Die dort eingehenden Gelder werden … Weiter lesen

Haftungsrisiko: OLG Köln verpflichtet Ärzte, Leistung von Laiendolmetschern zu prüfen oder Profis zu bestellen

Stellen Sie sich vor, Sie müssen zum Zahnarzt, sprechen aber nicht dessen Sprache. Damit überhaupt eine Kommunikation zustande kommt, nehmen Sie einen Verwandten oder Bekannten mit. Wenn es nur darum geht, ein Karieslöchlein zu füllen, mag das noch angehen. Was aber, wenn eine Wurzelbehandlung oder kieferchirurgische Eingriffe notwendig sind? Haftungsrisiko … Weiter lesen

Strafbefehle müssen mit Übersetzung zugestellt werden, wenn Beschuldigte kein Deutsch verstehen

Das Landgericht Freiburg hat am 17. Juni 2016 entschieden (3 Qs 127/15), dass ein Strafbefehl ggf. übersetzt und zusätzlich als Übersetzung zugestellt werden muss. Dies gilt dann, wenn der Beschuldigte der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig ist. Erst mit Eingang der Übersetzung gilt der Strafbefehl als wirksam zugestellt und erst … Weiter lesen

EU: Kommission und Parlament wollen Übersetzungen von öffentlichen Urkunden überflüssig machen

Das Europäische Parlament hat am 09.06.2016 eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Verordnung angenommen, die dafür sorgen soll, dass sich der bürokratische Aufwand und die Kosten für Bürger verringern, die eine in der EU ausgestellte öffentliche Urkunde in einem anderen EU-Land vorlegen müssen. Aufwand und Kosten entstehen für die Betroffenen durch … Weiter lesen

Telefonüberwachung: Dolmetscher- oder Übersetzertätigkeit? OLG Schleswig hat entschieden

Das Abhören und zumindest teilweise übersetzen von aufgezeichneten Telefonaten im Rahmen der so genannten Telekommunikationsüberwachung (TÜ) mutmaßlicher Straftäter, umgangssprachlich auch Telefonüberwachung genannt, ist für viele Gerichts- und Polizeiübersetzer eine Routinetätigkeit. Die TÜ hat sich in Deutschland zu einem Massengeschäft entwickelt. Die Zahl der Überwachungen hat sich innerhalb von 10 Jahren mehr … Weiter lesen

Eignen sich Rechtstexte für eine Übersetzung mit Translation-Memory-Systemen? „Ja“, meint Fabio Proia

Der Einsatz von Computerprogrammen zur Unterstützung der übersetzerischen Tätigkeit hat sich seit Mitte der 90er Jahre zunehmend durchgesetzt und ist heute in marktrelevanten Fachgebieten, wie zum Beispiel der Übersetzung technischer Dokumentation und der Softwarelokalisierung, schlicht und einfach nicht mehr wegzudenken. Unter den Softwarewerkzeugen haben sich vor allem die so genannten … Weiter lesen

BDÜ veröffentlicht erstmals „Fachliste Recht“ mit 500 spezialisierten Übersetzern und Dolmetschern

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) publiziert erstmals die „Fachliste Recht“: Das kostenfreie Verzeichnis enthält die Kontaktdaten von rund 500 Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 40 Sprachen, die auf das Fachgebiet Recht spezialisiert sind. Geht es um juristische Sachverhalte, muss bei der Übertragung in eine andere Sprache jedes … Weiter lesen

OLG Stuttgart: Kein Anspruch auf Übersetzung eines Urteils in Sprache des Angeklagten

„Es besteht keine Verpflichtung des Gerichts, ein nicht rechtskräftiges Urteil schriftlich in die ausländische Sprache des Angeklagten übersetzen […] zu lassen, wenn der der deutschen Sprache nicht mächtige Angeklagte in der Hauptverhandlung anwesend war, die Hauptverhandlung laufend durch einen Dolmetscher für den Angeklagten übersetzt wurde und dieser einen Verteidiger hat.“ … Weiter lesen

Sozialgericht Karlsruhe: Gerichtsdolmetscher müssen Rechtsterminologie beherrschen

Allgemein beeidigte Gerichtsdolmetscher müssen die „gebräuchlichen juristischen Begriffe“ kennen. Sie dürfen daher für Terminologierecherchen keine Vorbereitungszeit in Rechnung stellen. Dies geht aus einem Beschluss des Sozialgerichts Karlsruhe hervor. In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es: Der Antragsteller, ein öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Dolmetscher u. a. für die französische Sprache, nahm … Weiter lesen

Bundesverfassungsgericht: Literaturübersetzer dürfen „Angemessenheit“ der Honorare gerichtlich prüfen lassen

Literaturübersetzer dürfen nach § 32 des Urheberrechtsgesetzes gerichtlich prüfen lassen, ob ihre mit Verlagen vertraglich vereinbarten Honorare „angemessen“ sind. Wird festgestellt, dass dies nicht der Fall ist, haben sie Anspruch auf einen finanziellen Nachschlag. Diese 2002 in Kraft getretene Neuregelung des Urheberrechtsgesetzes verstößt nicht gegen die grundgesetzlich garantierte Privatautonomie und … Weiter lesen

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