Berlin: Sind die 220 Dolmetscher des Flüchtlingsamts freie Mitarbeiter oder Angestellte? Zoll beschlagnahmt Unterlagen

Das Hauptzollamt hat am 29.11.2017 zwei Standorte des Berliner Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) durchsucht und Unterlagen zur Beschäftigung der rund 220 Übersetzer und Dolmetscher beschlagnahmt. Die Bild-Zeitung titelte „Verdacht des Sozialbetrugs: Razzia in Berliner Flüchtlingsamt“. Die Sprachmittler sind beim Amt als freie Mitarbeiter beschäftigt. De facto arbeiten die meisten aber seit … Weiter lesen

Neu ab 2018: Krankenkassenbeiträge werden rückwirkend angepasst und zu viel gezahlte Beiträge erstattet

Für freiwillig Versicherte mit Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit werden ab dem 1. Januar 2018 die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nach einem neuen Verfahren festgesetzt. Bislang wurden die Beiträge grundsätzlich nur ab dem Folgemonat der Ausfertigung des Einkommensteuerbescheides anpasst, also erhöht oder gesenkt. Ab 2018 müssen die Krankenkassen wegen einer … Weiter lesen

Ausgabe 2018 erschienen: Per N. Döhler hat Umsatzsteuer-Leitfaden für Übersetzer aktualisiert

Per N. Döhler von Triacom hat seinen erstmals 2003 herausgegebenen Leitfaden zur „Umsatzsteuer von selbstständigen Übersetzern und Dolmetschern“ auf den neuesten Stand gebracht und in der Version 2018 (1) veröffentlicht. In der Einleitung heißt es: Wie nahezu alle Dienstleistungen unterliegen Umsätze selbstständiger Übersetzer und Dolmetscher grundsätzlich der Umsatzsteuer. Die Regeln … Weiter lesen

BGH: Revisionsanträge wegen unzureichender Dolmetschleistungen müssen detailliert begründet werden

Wer unter Hinweis auf mangelhafte Dolmetschleistungen Revision gegen ein ergangenes Urteil eingelegen will, muss die beanstandeten Mängel und deren Auswirkungen auf das Verfahren konkret begründen. Es reicht nicht aus zu behaupten, die Dolmetschsituation sei schwierig oder unzumutbar oder der Gerichtsdolmetscher sei „schlecht“ gewesen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe … Weiter lesen

Jetzt in Neuauflage erschienen: Das österreichische Recht der Sachverständigen und Dolmetscher

Das bekannte Standardwerk „Das Recht der Sachverständigen und Dolmetscher“ ist im Juni 2017 in vierter, aktualisierter Auflage erschienen. Es verschafft einen Überblick über alle Regelungen, die Übersetzer und Dolmetscher in Österreich kennen müssen. Hierzu gehören das Sachverständigen- und Dolmetschergesetz (SDG), das Gebührenanspruchsgesetz (GebAG) und die Strafprozessordnung. Die Neuauflage berücksichtigt die … Weiter lesen

Bundesfinanzhof meint: Zukauf von Fremdübersetzungen führt zur Gewerblichkeit der Übersetzungstätigkeit

Eine Personengesellschaft, die ihren Kunden im Rahmen einheitlicher Aufträge regelmäßig und in nicht unerheblichem Umfang Übersetzungen auch in Sprachen, die ihre Gesellschafter nicht selbst beherrschen, liefert, ist gewerblich tätig, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 21. Februar 2017 VIII R 45/13 entschieden hat. Im Streitfall fertigte die Klägerin – … Weiter lesen

Der gläserne Übersetzer: Auslandskonten werden ab 2017 automatisch an Finanzämter gemeldet

Viele Übersetzer und Dolmetscher unterhalten aus praktischen Gründen Auslandskonten. Man kann auf diese Weise Kunden die Zahlung von Honoraren erleichtern oder im Heimatland oder wichtigsten Urlaubsland unkompliziert Geldgeschäfte erledigen. So bunkern zum Beispiel viele Kollegen, die für amerikanische Übersetzungsbüros arbeiten, deren Honorare auf einem US-Konto. Die dort eingehenden Gelder werden … Weiter lesen

Haftungsrisiko: OLG Köln verpflichtet Ärzte, Leistung von Laiendolmetschern zu prüfen oder Profis zu bestellen

Stellen Sie sich vor, Sie müssen zum Zahnarzt, sprechen aber nicht dessen Sprache. Damit überhaupt eine Kommunikation zustande kommt, nehmen Sie einen Verwandten oder Bekannten mit. Wenn es nur darum geht, ein Karieslöchlein zu füllen, mag das noch angehen. Was aber, wenn eine Wurzelbehandlung oder kieferchirurgische Eingriffe notwendig sind? Haftungsrisiko … Weiter lesen

Strafbefehle müssen mit Übersetzung zugestellt werden, wenn Beschuldigte kein Deutsch verstehen

Das Landgericht Freiburg hat am 17. Juni 2016 entschieden (3 Qs 127/15), dass ein Strafbefehl ggf. übersetzt und zusätzlich als Übersetzung zugestellt werden muss. Dies gilt dann, wenn der Beschuldigte der deutschen Sprache nicht hinreichend mächtig ist. Erst mit Eingang der Übersetzung gilt der Strafbefehl als wirksam zugestellt und erst … Weiter lesen

EU: Kommission und Parlament wollen Übersetzungen von öffentlichen Urkunden überflüssig machen

Das Europäische Parlament hat am 09.06.2016 eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Verordnung angenommen, die dafür sorgen soll, dass sich der bürokratische Aufwand und die Kosten für Bürger verringern, die eine in der EU ausgestellte öffentliche Urkunde in einem anderen EU-Land vorlegen müssen. Aufwand und Kosten entstehen für die Betroffenen durch … Weiter lesen

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