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Archiv der Kategorie Steuern

Städte und Gemeinden fordern Gewerbesteuer für Freiberufler

Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben eine gemeinsame Resolution unter dem Titel „Kommunale Handlungsfähigkeit sichern: Gewerbesteuer verbreitern - kommunale Haushalte entlasten“ verabschiedet. Darin appellieren sie angesichts eines drohenden kommunalen Defizits in nie gekannter Höhe von etwa 15 Milliarden Euro in diesem Jahr an die Bundesregierung, die kommunalen Haushalte von Sozialausgaben zu entlasten sowie an der Gewerbesteuer festzuhalten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollen durch eine Einbeziehung der freien Berufe und eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage „stabilisiert“ werden.

Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Oberbürgermeister von Bautzen, Christian Schramm, betonte: „Unsere Finanzlage ist dramatisch. Wir brauchen die Gewerbesteuer als Band zwischen den Gemeinden und der vor Ort ansässigen Wirtschaft. Denn die Städte und Gemeinden schaffen die notwendige Infrastruktur und kümmern sich um die Ansiedlung von Unternehmen. Stabilisiert werden kann die Gewerbesteuer durch eine breitere Bemessungsgrundlage, vor allem durch die Einbeziehung der Selbständigen. Warum zahlen Handwerk und Mittelstand längst Gewerbesteuer, Selbständige aber nicht? Auch die Freiberufler könnten Gewerbesteuerzahlungen auf die Einkommensteuer anrechnen lassen.“

Das von der FDP angeregte Modell der völligen Abschaffung der Gewerbesteuer und deren Ersatz durch kommunale Zuschläge auf die Einkommen- und die Körperschaftsteuer sowie einen höheren Anteil der Kommunen an der Umsatzsteuer wird von den Städtevertretern abgelehnt. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sagt: „Das vorliegende Modell des Bundes verschafft uns keine stabilere Steuerbasis, sondern bringt erhebliche Verwerfungen mit sich. Wir können uns nicht entmündigen lassen, indem große Teile unserer wichtigsten Steuer durch Zuweisungen von Bund und Ländern in Form von Umsatzsteueranteilen ersetzt werden.“

[Text: Richard Schneider. Quelle: Pressemitteilung Deutscher Städtebund, 2010-06-15.]

Per N. Döhler aktualisiert Umsatzsteuerleitfaden

Per N. DöhlerÜbersetzerkollege Per N. Döhler (Bild) hat seinen Leitfaden zur „Umsatzsteuer von selbstständigen Übersetzern und Dolmetschern“ durchgesehen und in Details überarbeitet. Er gilt für alle, die ihre Einnahmen in Deutschland versteuern und berücksichtigt besonders die Leistungen für ausländische Kunden.

„Dieses Jahr ändert sich nicht so viel“, so Döhler. „Aber ab 2010 gibt es dann viele redaktionelle Änderungen in den für uns einschlägigen Paragrafen, was die Steuerbarkeit betrifft (allerdings bisher keine nennenswerten Änderungen in der Sache) und (wenn die Behörden fertig werden) ein neues Verfahren zum Rückholen von Vorsteuer aus dem EU-Ausland.“

Auf fünf Seiten erläutert er knapp und verständlich die wichtigsten Grundsatzfragen. Viele Übersetzer haben Privat- und Geschäftskunden im Ausland, so dass die je nach Kundenart und Land unterschiedlichen Umsatzsteuerregelungen schnell zu einem Verwirrspiel werden. Auch viele Steuerberater und Finanzbeamte blicken da nicht auf Anhieb durch. In solchen Fällen empfiehlt es sich, ein ausgedrucktes Exemplar des Leitfadens zu überreichen und so ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten.

Für Einzelfragen steht Döhler allerdings nicht zur Verfügung. Diese sollten Sie mit Ihrem Steuerberater oder Finanzbeamten besprechen.

Den Leitfaden können Sie als PDF-Datei unter folgender Adresse herunterladen: www.triacom.com/archive/umsatzsteuer.de.pdf

[Text: Richard Schneider. Quelle: Mitteilung Per N. Döhler auf verschiedenen Mailinglisten. Bild: Döhler.]

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