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Archiv der Kategorie Übersetzen

EU wirbt um deutschsprachige Übersetzer

EUWie schon am 21. Juli berichtet wurde, sucht die Europäische Union dringend deutschsprachige Übersetzer für den weltweit größten Übersetzungsdienst. Derzeit sind in Brüssel 33 Stellen vakant. Vorausgesetzt werden natürlich perfekte Deutschkenntnisse sowie sprachliche Kreativität, denn oftmals müssen Worte beschrieben oder gar neu erfunden werden.

Die EU startete vor einiger Zeit einen Aufruf mit dem provokanten Titel: „Deutsch - vom Aussterben bedroht?“ Andrea Dahmen, Referatsleiterin bei der EU, sieht jedoch kein besorgniserregendes Nachwuchsproblem für die deutsche Sprache, da es mittlerweile immer mehr Übersetzer-Studiengänge in Deutschland gibt.

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise werden insbesondere Spezialisten aus dem Bereich Wirtschaft und Finanzen gesucht. Das Einstiegsgehalt beläuft sich auf 4200 Euro (netto). Das überschreitet natürlich den Standard in diesem Beruf. Bereits im 18. Jahrhundert wurde den Übersetzern allerdings vorgeworfen, sie verdienen zu viel. Lessing sagte Folgendes: „Unsere Übersetzer verstehen selten die Sprache; sie wollen sie erst verstehen (lernen); sie übersetzen, [um] sich zu üben, und sind klug genug, sich ihre Übungen bezahlen zu lassen.“

Vor dem Hintergrund, dass Übersetzer über alle möglichen Themen übersetzen müssen, von Energieverfahrenstechnik über Tiermedizin bis hin zur Reinigung der Kanalisation, sei die Frage, ob es der Wahrheit entspricht, was Lessing seinerzeit gesagt hat, mal dahin gestellt.

Zu diesem Thema hat u.a. der Soester Anzeiger einen längeren Artikel veröffentlicht.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: Soester Anzeiger, 02.08.2010. Bild: EU.]

EU-Kommission will Übersetzungsregelung für EU-Patent vereinfachen

Der am 01.07.2010 von der Europäischen Kommission präsentierte Vorschlag zur Regelung der Übersetzung des künftigen EU-Patents ist der noch fehlende Baustein, damit das einheitliche EU-Patent Realität werden kann. Heutzutage ist es zehnmal teurer, in Europa ein Patent zu erhalten als in den USA. Diese Situation ist für Forschung, Entwicklung und Innovation demotivierend und untergräbt die europäische Wettbewerbsfähigkeit. Daher besteht Handlungsbedarf in Europa – Innovatoren müssen ihre Erfindungen zu erschwinglichen Kosten mit einem einheitlichen Patent schützen können, das in der gesamten EU Wirkung hat, bei dem möglichst geringe Übersetzungskosten anfallen und das nicht mehr national validiert werden muss. Der neue Vorschlag stützt sich auf das erfolgreiche Drei-Sprachen-System des Europäischen Patentamts (EPA) und dürfte bei Verabschiedung die derzeit noch erheblichen Übersetzungskosten deutlich reduzieren.

Michel BarnierMichel Barnier (Bild), EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, hierzu: „Damit Europa global wettbewerbsfähig sein kann, müssen wir Innovationen fördern. Daran hapert es noch – es ist viel zu teuer und kompliziert, ein Patent zu erhalten. Entscheidend für Forschung und Entwicklung und das künftige Wachstum ist daher ein in der gesamten EU gültiges EU-Patent. Der heutige Vorschlag – der letzte Baustein des Patentreformpakets – ist eine gute Nachricht für Innovatoren in ganz Europa, insbesondere für kleine Unternehmen. Ich hoffe, dass die Mitgliedstaaten schnell handeln werden, damit sichergestellt ist, dass das EU-Patent Realität wird. Ich bin fest entschlossen, mit allen Seiten eng zusammenzuarbeiten, um zu einer endgültigen Einigung zu gelangen.“

Geltendes Patentrecht in Europa

Das derzeitige europäische Patentsystem ist, insbesondere mit Blick auf die Übersetzungserfordernisse, sehr teuer und komplex. Das EPA – eine zwischenstaatliche Einrichtung, der 37 Staaten angehören (EU 27 + 10 andere europäische Länder) – prüft die Patentanmeldungen und erteilt ein europäisches Patent, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Damit ein erteiltes Patent jedoch in einem Mitgliedstaat Wirkung hat, muss der Erfinder eine nationale Validierung beantragen. Dabei fallen Übersetzungs- und Verwaltungskosten an.

Angesichts dieser Kosten lassen die meisten Erfinder ihre Erfindung nur in sehr wenigen Mitgliedstaaten patentieren. Beispielsweise kostet ein in 13 Ländern validiertes europäisches Patent ganze 20.000 EUR, wovon allein fast 14.000 EUR auf die Übersetzungskosten entfallen. Damit ist ein europäisches Patent zehnmal teurer als ein amerikanisches Patent, das etwa 1.850 EUR kostet.
 
Verhandlungen über das EU-Patent

Im August 2000 legte die Kommission einen Verordnungsvorschlag über ein Gemeinschaftspatent vor (jetzt nach dem Lissabonner Vertrag als EU-Patent bezeichnet). Im Dezember 2009 verabschiedeten die Mitgliedstaaten einstimmig Schlussfolgerungen zur Verbesserung des Patentsystems in Europa. Das Paket enthielt die wichtigsten Elemente zur Verwirklichung eines einheitlichen EU-Patents und eines neuen Patentgerichts in der EU, klammerte jedoch die Übersetzungsregelungen aus. Voraussichtlich gegen Ende 2010 wird das Gutachten des Gerichtshofs der Europäischen Union über die Vereinbarkeit des Entwurfs des Übereinkommens über das neue Patentgericht mit den EU-Verträgen vorliegen. Mit dem heutigen Vorschlag wird das Paket vervollständigt, indem die Übersetzungsregelungen für das EU-Patent festgelegt werden.

Übersetzungsregelungen für das EU-Patent

Mit dem heutigen Vorschlag für eine Ratsverordnung würden die Bearbeitungskosten für ein EU-Patent, das in allen 27 Mitgliedstaaten Wirkung hat, auf unter 6.200 EUR gesenkt, wobei nur etwa 10 % auf Übersetzungskosten entfielen.

Der Kommissionsvorschlag stützt sich auf die geltende EPA-Sprachenregelung. Die Kommission schlägt vor, dass das EU-Patent in einer der Amtssprachen des EPA – Englisch, Französisch oder Deutsch – geprüft und erteilt wird. Das erteilte Patent wird in dieser Sprache veröffentlicht, deren Wortlaut dann (rechtlich) verbindlich ist. Die Veröffentlichung wird die Übersetzung der Patentansprüche in die beiden anderen EPA-Amtssprachen umfassen. Patentansprüche sind der Teil des Patents, in dem der Umfang des Patentschutzes der Erfindung festgelegt wird.

Außer im Fall eines Rechtsstreits bezüglich eines EU-Patents werden vom Patentinhaber keine weiteren Übersetzungen in andere Sprachen verlangt. Bei einem Rechtsstreit kann der Patentinhaber aufgefordert werden, weitere Übersetzungen auf seine Kosten anfertigen zu lassen. So hat der Patentinhaber u. U. eine vollständige Übersetzung des EU-Patents in der Sprache des mutmaßlichen Patentrechtsverletzers oder in der  Verfahrenssprache des Gerichts vorzulegen, wenn diese von der Sprachfassung des Patents abweicht.

Der Kommissionsvorschlag enthält auch flankierende Maßnahmen, mit denen das Patentsystem für Innovatoren leichter zugänglich gemacht werden soll. Erstens sollen hochwertige maschinelle Übersetzungen des EU-Patents in alle EPA-Amtssprachen zur Verfügung gestellt werden. Damit haben Erfinder in Europa leichter Zugang zu technischen Informationen über Patente in ihrer eigenen Sprache. Ferner soll der Zugang für Anmelder eines EU-Patents aus EU-Ländern, deren Landessprache nicht Englisch, Französisch oder Deutsch ist, erleichtert werden, indem sie die Möglichkeit haben, ihre Anmeldungen in ihrer eigenen Sprache einzureichen. Die Kosten für die Übersetzung in die EPA-Verfahrenssprache (je nach Wahl des Anmelders bei der Patentanmeldung Englisch, Französisch oder Deutsch) werden erstattungsfähig sein.

Hintergrund

Im Dezember 2009 erzielten die Mitgliedstaten eine politische Einigung und nahmen die Schlussfolgerungen des Rates über eine allgemeine Ausrichtung zum Verordnungsvorschlag für eine EU-Patent an. Einvernehmen wurde über die wesentlichen Grundzüge der neuen Patentgerichtsbarkeit in Europa und des künftigen EU-Patents erzielt, wobei jedoch die Übersetzungsregelungen ausgeklammert wurden.  Die Mitgliedstaaten vereinbarten jedoch, dass die Übersetzung des EU-Patents in einer gesonderten Verordnung geregelt werden sollte. Daher hat die Kommission diesen Vorschlag zur Regelung der Übersetzung des EU-Patents angenommen.

[Text: EU. Quelle: Pressemitteilung EU-Kommission, 2010-07-01 (IP/10/870). Bild: EU-Mediathek.]

Kunstausstellung in Wien: Übersetzung ist eine Form

In Wien läuft derzeit eine Ausstellung zum Thema Übersetzung. Vom 09.04. bis 29.05.2010 präsentieren junge Künstler in 13 Exponaten ihre Interpretationen des Übersetzungsprozesses. Die Kuratoren Birgit Rinagl und Franz Thalmair schreiben:

Lange ist der Weg der Übersetzung bis ein Ausgangstext seiner neuen Bestimmung zugeführt wird, um dann zu erfahren, dass jede noch so ausdifferenzierte sprachliche Einheit bei wechselndem Kontext und neuerlicher Rezeption unweigerlich einer Bedeutungsveränderung im Sinne der Interpretation unterliegt.

Die Ausstellung „Übersetzung ist eine Form. / Translation is a mode.“ fokussiert auf zeitgenössische Handlungsfelder im Bereich konzeptueller Medienkunst, die inhaltlich wie formal auf das Thema der Übersetzung Bezug nehmen.

Ausgehend von philologisch-linguistischen Übersetzungsparadigmen werden im Ausstellungsraum die Ebene des Mediums, die Ebene der Form und jene des Inhalts der gezeigten Werke getrennt voneinander und auf ihre wechselseitige Beziehung hin befragt.

Im Zentrum des Interesses stehen sowohl werkimmanente Fragestellungen zum Thema der Übersetzung als auch jene Übersetzungsprozesse, die aus kuratorischer Sicht konstituierend auf die Ausstellbarkeit und die Präsentationsformen medialer Kunst wirken.

In der Tagespresse ist ein längerer Artikel zur Ausstellung erschienen. Manisha Jothady beschreibt unter der Überschrift „Schlüssel zum Verstehen der Welt“ nicht nur einige Ausstellungsstücke, sondern auch die grundlegenden Prozesse des Übersetzens. Sie können den Artikel in voller Länge auf der Website der Wiener Zeitung lesen.

Die Künstler und die einzelnen Exponate werden auf cont3xt.net vorgestellt.

Kunstraum Niederoesterreich
Als junger Ausstellungs- und Projektraum zeichnet sich der Kunstraum Niederoesterreich durch seine Offenheit für experimentierfreudige und gattungsübergreifende Projekte aus. Er ist künstlerische Forschungsstätte und gleichzeitig lebendiger Ort der Kommunikation für Kunstinteressierte und Professionisten. Seit 2005 steht der Kunstraum des Landes Niederösterreich in der Herrengasse 13 mitten in Wien an fünf Tagen der Woche bei freiem Eintritt für Besucher offen. Mit atmosphärisch reizvoller Architektur und 300 m² Ausstellungsfläche im Palais Niederösterreich, dem ehemaligen niederösterreichischen Landhaus, bietet der Kunstraum Präsentationsmöglichkeiten für junge österreichische und internationale Künstler. Ohne Verkaufs- oder Quotendruck und doch im Zentrum des kulturellen Geschehens können sie hier mit ihren Arbeiten an die Öffentlichkeit treten.

www.kunstraum.net

[Text- und Bildzusammenstellung: Richard Schneider. Quelle: Kunstraum Niederoesterreich; Wiener Zeitung, 2010-05-11. Bild: Kunstraum Niederoesterreich.]

Dialekte im Film: Ein Problem für die Synchronisation

Willkommen bei den Sch'tisAm Beispiel des französischen Spielfilms Willkommen bei den Sch’tis demonstriert die arte-Sendereihe Metropolis die Probleme und Hürden bei der Übersetzung von Dialekten.

Die deutsche Synchronisation war sehr aufwändig, weil unter anderem ein Linguist damit beauftragt wurde, die Lautverschiebungen des Sch’ti-Dialekts im Deutschen nachzukonstruieren. Statt der üblichen 40.000 bis 60.000 Euro kostete die Eindeutschung daher mehr als 150.000 Euro. Für das britische Kino erhielt der Film Untertitel, in denen ebenfalls eine dialektale Aussprache nachgebildet wurde. Eine Synchronisationskultur und -branche gibt es in Großbritannien nicht.

Den Arte-Beitrag können Sie sich auf YouTube anschauen (5:34 Minuten): http://www.youtube.com/watch?v=LPIsZqvofSY.

[Text: Richard Schneider. Quelle: arte/YouTube. Bild: ProKino Filmverleih GmbH.]

Die Übertitler an der Deutschen Oper Berlin

Der Tagesspiegel porträtiert unter der Überschrift „Der Dolmetscher – Von Beruf Übertitler“ die Personen, die an der Deutschen Oper Berlin dafür sorgen, dass man versteht, was auf der Bühne gesungen wird. Die Zeitung schreibt:

Lutz Walter ist Übertitler. Er ist derjenige, den in der Deutschen Oper niemand beachtet, weil alle in die andere Richtung schauen. Der in einem kleinen, düsteren Raum hockt, hinter den billigsten Plätzen. Er ist zuständig dafür, dass auf einer schwarzen Projektionsfläche über der Bühne weiße Sätze erscheinen.

Wir erfahren, dass die Zauberflöte aus 180 Noten- und Textseiten mit 493 „Takes“ und der Rosenkavalier sogar aus rund 500 Seiten und 1.500 „Takes“ besteht. Wobei allerdings rätselhaft bleibt, was ein Übertitler unter einem „Take“ versteht.

Miriam Konert ist Dramaturgieassistentin. Sie „tüftelt […] Übersetzungen aus, fragt sich, wo ein Gedankenstrich, ein Punkt fehlt. […] Nach Diskussionen mit dem Regisseur und einem Lektor überprüft sie Rechtschreibfehler, fügt ,Blacks‘ in die Powerpoint-Präsentation ein: Folien ohne Text, die stehen bleiben, wenn nur das Orchester spielt.“

Zur Akzeptanz der Übertitel schreibt das Blatt:

Als sie 1993 eingeführt und zunächst mit Dias, dann mit Filmrollen projiziert wurden, waren die Opernfans nicht gerade erfreut. „Störend“, lautete das Urteil, „vom Kunstwerk ablenkend.“ Platt, banal. Götz Friedrich erlaubte die Neuerung an seiner Oper bloß bei fremdsprachigen Stücken und Premieren. Für manche Inszenierungen legte er sogar eine bestimmte Anzahl von Übertiteln fest, die nicht überschritten werden durfte. Erst 2004, unter der Intendanz von Kirsten Harms, wurden die meisten Vorstellungen für den Zuschauer „lesbar“.

Den genannten Artikel können Sie im Tagesspiegel lesen.

Deutsche Oper Berlin, Barbara Schöneberger

[Text: Richard Schneider. Quelle: Tagesspiegel, 2010-03-23. Bild: Andre Rival im Auftrag der Deutschen Oper Berlin.]

Juhani Lönnroth: Beitrag der Übersetzung zum europäischen Einigungsprozess

Juhani LönnrothAuf der vom BDÜ im September 2009 veranstalteten Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” in Berlin hielt der Generaldirektor der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission Juhani Lönnroth (Bild) einen Vortrag zum Thema “Von Schlossern und Brückenbauern: Der Beitrag der Übersetzung zum europäischen Einigungsprozess”.

Hier ein paar Zitate aus diesem Vortrag:

Die EWG hatte am Anfang sechs Mitgliedsstaaten und vier Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch. Die Übersetzung erfolgte somit in zwölf Sprachkombinationen. Heute haben wir 27 Mitgliedsstaaten, 23 Amtssprachen und 506 Sprachkombinationen.

Klaus Wowereit  bezeichnete die Übersetzer als ‘professionelle Brückenbauer, die den Zugang zu einer anderen Welt eröffnen und so dazu beitragen, dass Begegnung auch mit gegenseitigem Verstehen einhergeht.’ Sprachmittler sind wohl am ehesten mit den Schlossern zu vergleichen, die Türen und Fenster öffnen, damit die Bürger im einen Zimmer sehen können, was in den anderen Zimmer geschieht.

Alle Sprachendienste aller europäischen Einrichtungen - also dieDolmetsch- und die Übersetzungsdienste - zusammen betrachtet, kommen wir auf über 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. […] 2008 wurden bei der Generaldirektion Übersetzung - also nur bei der Kommission -  1.805.589 Seiten übersetzt. Das ist mehr als das Hundertfache des Übersetzungsaufkommens von 1958.

Nur die Hälfte der Bevölkerung in der EU kann sich in einer anderen Sprache als der Muttersprache unterhalten. Erfolgreicher Fremdsprachenerwerb setzt voraus, dass der Lernende zunächst seine Muttersprache perfekt berherrscht. Beherrschuung der Muttersprache kommt jedoch nicht von allein, hier spielt die Bildungspolitik eine zentrale Rolle. […] Aus den Statistiken geht hervor, dass die deutsche Sprache als Ausgangssprache eine noch bescheidene Rolle spielt.

Es müssen innovative Verfahren und Materialien ausprobiert werden, um dadurch den Beitrag zum Fortschritt zu leisten. Wir sind ständig darum bemüht, unsere Effizienz und Produktivität zu verbessern. In der heutigen Zeit genügt es nicht, gut zu sein und zu wissen, dass man gut ist. Und wir alle wissen natürlich, dass nichts so gut sein kann, dass es nicht noch verbessert werden könnte. […] Qualitätsmanagement und -sicherung bedeutet eine ständige Überprüfung aller Arbeitsabläufe, sowie eine gründliche Revision und ein Gegenlesen der Übersetzung. […] Wir arbeiten seit Jahren daran, die Sprache der EU für den Bürger verständlicher zu machen.

Juhani Lönnroth erklärte desweiteren:

Wir haben zurzeit Nachwuchsprobleme bei der Übersetzung ins Englische sowie ins Dänische. Viele Mitglieder der englisch- und dänischsprachigen Abteilungen sind eingestellt worden, als das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark 1973 den Europäischen Gemeinschaften beitraten. Heute, etwa 35 Jahre später, treten die ersten Vertreter dieser Generation in den Ruhestand und weitere werden ihnen folgen. Damit gehen sprachliche und technische Fertigkeiten verloren, die über Jahrzehnte angesammelt wurden. […] Das ‘Europäische Master Übersetzen’ soll ein Netz von Studiengängen schaffen und so das Niveau der Übersetzerausbildung heben.

Zum Abschluss bediente sich Juhani Lönnroth noch eines Vergleichs, um die Situation der Übersetzerinnen und Übersetzer zu verdeutlichen:

Nicht jeder, der ein Haus bezieht, macht sich Gedanken darüber, wie viele Handwerker wie lange arbeiten müssen, bevor das Gebäude bezugsfertig wird. Man betrachtet die Handwerker eher als ein lästiges Übel. So geht es auch uns. Die Bürger lesen unsere Übersetzungen, und da diese so gut sind, merken sie oft gar nicht, dass sie eine Übersetzung in der Hand halten.  Den Schlüsseldienst ruft man erst, wenn die Tür verschlossen ist, und dann wundert man sich, warum jemand so lange braucht, um diese Tür aufzukriegen. Wie lange man braucht, um mal eben so ein paar Seiten in hervorragender Qualität zu Übersetzen, können sich nur diejenigen Vorstellen, die das selbst schon einmal versucht haben. Aber wir haben eine wichtige Aufgabe. Wir leisten einen Beitrag zur Verständigung und somit zum Frieden in Europa. Denn die Menschen, die einander verstehen, schießen nicht aufeinander.

Juhani Lönnroth (64) ist Finne und hat seit dem 01.01.2004 den Posten des Generaldirektor der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission inne. Er studierte u.a. in Helsinki und Wisconsin, sowie in Frankreich und den USA. Lönnroth spricht 5 Sprachen (Finnisch, Schwedisch, Englisch, Französisch und Deutsch) und verfügt über Grundkenntnisse in Russisch und Spanisch. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Beiträge zu den Themen Beschäftigung, Soziales, Migration und Sprachen.

Den obigen Vortrag können Sie in gesamter Länge auf den Seiten der Generaldirektion Übersetzen der EU-Kommission abrufen.

[Textauswahl: Eva Mauermann. Quelle: Vortragsmanuskript Juhani Lönnroth, zur Verfügung gestellt vom BDÜ. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Veranstalters. Bild: BDÜ.]

Übersetzung von Geschäftsberichten: Qualifizierte Übersetzer Mangelware

FORIS linguaDie Saison der Geschäftsberichte läuft zurzeit auf Hochtouren. Und damit auch die Hochsaison für die kleine Zahl der Übersetzer, die in bilanzieller Rechnungslegung geschult sind. „Von Februar bis Mai suchen Kommunikationsagenturen und Investor Relations-Abteilungen händeringend nach Fachübersetzern, die Jahresabschlüsse nach HGB, IAS oder US-GAAP vom Deutschen ins Englische übertragen können, denn Übersetzungsfehler können Konsequenzen haben“, sagt Steffi Brettschneider (Bild unten), Key Account-Managerin von FORIS lingua. Der Bonner Spezialist für juristische und finanztechnische Fachübersetzungen ist Teil der börsennotierten juristischen Finanzdienstleistungsgruppe FORIS AG.

WennSteffi Brettschneider die Saison der Hauptversammlungen beginnt, steigt der Bedarf an Fachübersetzern jedes Jahr aufs Neue sprunghaft an. Allein der Prime Standard der Deutschen Börse zählt 352 Unternehmen. Um sich für die Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX zu qualifizieren, haben diese sich verpflichtet, europaweit die höchsten internationalen Transparenzanforderungen zu erfüllen. Dazu gehört auch, Quartalsfinanzberichte zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zu veröffentlichen. Hinzu kommen unzählige börsen- und nicht börsennotierte Exportunternehmen aus dem Mittelstand, die ihre Geschäftsberichte zum Jahresbeginn ebenfalls übersetzen lassen wollen, um ihre internationalen Geschäftspartner von ihrer Leistungskraft zu überzeugen.

„Wenn der saisonale Engpass an finanztechnisch geschulten Fachübersetzern durch Übersetzer überbrückt wird, die die Materie nicht beherrschen, weil sie zum Beispiel selbst nicht einmal eine Bilanz lesen können, ist die Gefahr von Pannen groß“, warnt Brettschneider, Spezialistin für rechtskonforme Fachübersetzungen. „Die Finanzberichterstattung ist ein hochsensibles Feld. Übersetzungsfehler sind im besten Fall peinlich, im schlimmsten Fall können sie rechtliche Konsequenzen für das Unternehmen und sein Management haben“, urteilt Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, Rechtsanwalt und Vorstand der FORIS AG.

Das musste zum Beispiel ein Internetdienstleister aus München feststellen. In der deutschen Fassung einer Ad hoc-Meldung zu den Zahlen des Jahresabschlusses hatte das Unternehmen eine Steigerung des Gewinns um 300 Prozent vermeldet. Ein Übersetzungsfehler - denn die Steigerung betraf in Wirklichkeit nur das Bruttoergebnis, wie es die englische Originalfassung der Mitteilung auch korrekt dargestellt hatte. Die fehlerhafte Übersetzung sorgte dafür, dass der Börsenkurs binnen weniger Stunden um 50 Prozent hochschnellte. Prompt reichte die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre unter Berufung auf das Börsengesetz Strafanzeige gegen das Unternehmen ein, und der Fall ging an die Presse. Der Vorwurf: Das Start-up habe unrichtige Angaben gemacht und seine Aktionäre bewusst getäuscht. Die Behörden für Wertpapieraufsicht leiteten offizielle Ermittlungen ein. Diese wurden später eingestellt. Der Imageschaden aber war da.

In der Krise wirken solche Übersetzungspannen doppelt. Mangelhaft übersetzte Geschäftsberichte führen nicht nur zur Verunsicherung bei Analysten und Anlegern, sondern unmittelbar auch dazu, dass Investments abgezogen werden. „Ungereimtheiten im öffentlichen Auftritt werden zurzeit von Investoren, Kunden und Lieferanten besonders kritisch bewertet. Wer in Krisenzeiten anderen sein Kapital anvertraut, erwartet höchste Professionalität“, so Tödtmann. „Wer jetzt patzt, verspielt Vertrauen und möglicherweise Investorengelder, die das Unternehmen für den Aufschwung gut gebrauchen kann.“

www.forislingua.de

Interview mit Steffi Brettschneider im Handelsblatt:
Geschäftsberichte: Wenn Übersetzungsfehler Millionen kosten

[Text: Pia Preuß. Quelle: Pressemitteilung FORIS lingua, 2010-03-16. Bild: FORIS lingua.]

Glosse: Übersetz das doch mal kurz!

In der Literatur, der Wirtschaft, im Alltag – es gibt sie einfach überall. Und doch werden sie oft übersehen. Übersetzer vermitteln und verbinden, bringen Kulturen zusammen und machen Fremdes vertraut. Trotzdem müssen sie oft um ihre Anerkennung kämpfen.

Carolin Tetzel hat für die Rundfunksendung „Resonanzen - Die Welt aus dem Blickwinkel der Kultur“ eine Glosse zu diesem Thema verfasst, die Sie sich auf der Website des Senders WDR 3 anhören können (4:04 Minuten).

Review in den Märkten: Qualitätssicherung durch die Landesgesellschaft

Tanja DamatoDer Ansatz, mehrsprachige Dokumentationen durch die Landesgesellschaft auf Kundenseite zu lektorieren, kann heute einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Dieses Review bindet die spezifischen Kenntnisse der Landesgesellschaft optimal ein und kann die Dokumentation so bestmöglich für den jeweiligen Markt vorbereiten. Tanja Damato (Bild) von der Transline Deutschland GmbH beschreibt im nachfolgenden Beitrag unterschiedliche Aspekte des Themas und geht dabei auch auf potentielle Probleme ein.

Für ein besseres Qualitätsmanagement

Vor nicht allzu langer Zeit war es Standard in der Übersetzungsbranche, dass der Auftraggeber die Dokumentation in einem festgelegten Datenformat an den Dienstleister weitergab, der diese mithilfe allgemeiner Wörterbücher und Glossare manuell übersetzte und zurückschickte. Damit war die Dokumentation in der Zielsprache bereits druckreif. Ein professionelles Qualitätsmanagement steckte vielfach noch in den Kinderschuhen und gehörte bestenfalls zur Kür, jedoch nicht zum Pflichtprogramm.

Heute sind die Qualitätsansprüche an mehrsprachige Dokumentationen massiv gewachsen, sowohl durch internationale Rechtsnormen wie die DIN EN 15038 als auch durch verstärkten Kosten- und Zeitdruck. Während die eigentliche Übersetzung durch Software-Entwicklungen im Bereich von CAT-Tools und Prozesssteuerung bereits erheblich standardisiert wurde, steht zunehmend auch die Nachbereitung im Fokus. Aspekte wie Lektorat, Debriefing und Feedback gehören untrennbar zum Übersetzungsprozess dazu.

Eine aktuelle Tendenz, die diese Elemente integriert, zeigt, dass sich Übersetzungsprozesse weg von einer Trennung der Aufgaben von Auftraggeber und Auftragnehmern hin zu einer gemeinsamen Qualitätssicherung bewegen. Gerade die Nachbearbeitung soll durch ein professionelles Lektorat direkt bei der Landesgesellschaft des Kunden durchgeführt werden. Bisher gibt es hier methodisch wie prozessorientiert verschiedene Lösungen, wobei manches doch noch eher unsystematisch vor sich geht und nicht jedes Konzept wirklich ausgegoren ist.

End-Lektorat im Zielmarkt

Um ein Produkt erfolgreich einzuführen und dauerhaft zu etablieren, bedarf es einer lückenlosen Kenntnis sowohl des Produkts an sich als auch der Bedingungen im entsprechenden Markt. Inzwischen wird gerade bei technischen Dokumentationen vermehrt auf Standardisierung und Vereinheitlichung geachtet. Ein solcher Text ist frei von bestimmten kulturellen Prägungen, regionalen Dialekten, landestypischen Emotionen oder blumigen Ausdrücken. Jedoch ist Kulturneutralität in allen Bereichen kaum denkbar, weil sich generell jede Sprache, die sich international etabliert, auch entlang der kulturellen Voraussetzungen eines Landes ausdifferenziert.

Diese ständige Weiterentwicklung der Sprachen erfordert für das Lektorat Fachleute, die eben nicht nur Sprachprofis sind, sondern auch das Produkt selbst und den Zielmarkt kennen. Eine ins Spanische übersetzte Dokumentation für den Zielmarkt im Mutterland wird so höchstwahrscheinlich anders aussehen, als für den argentinischen Markt. Ein international tätiges Unternehmen gibt das Lektorat also bewusst an die argentinische Landesgesellschaft, die ihren Markt besser als jeder andere kennt und hier oft auch dem externen Sprachdienstleister voraus ist. Gerade bei sicherheitsrelevanten Fragen ist eine profunde Markt-, Branchen und Firmenkenntnis unerlässlich.

Aktive Vernetzung

Die eigentliche Übersetzung wird vom Dienstleister nach dem 4-Augen-Prinzip erstellt und dann zum Lektorat an den Mitarbeiter der Landesgesellschaft gegeben. Firmenspezifische Begriffe und regionale Eigenheiten können so nochmals geprüft und ggf. korrigiert werden. Oft werden jedoch Mitarbeiter aus Marketing oder Verwaltung zum Lektorat herangezogen, die im Alltag andere Aufgaben haben, einen anderen Bildungsstand, eine andere „Sprache“ und unterschiedliche Fachkenntnisse – auch in Sachen Übersetzungen – mitbringen. Abweichende Ergebnisse sind so beinahe vorprogrammiert, was nicht zuletzt Einfluss auf die Inhalte im Translation Memory hat. Deshalb muss im Vorhinein geklärt werden, wer die endgültige Freigabe von Text und Korrekturen erteilt, der Sprachprofi und damit der Übersetzer oder der Produktprofi, also der Mitarbeiter vor Ort. Abweichungen vom Ausgangstext hingegen gefährden die Verständlichkeit der Übersetzung und führen schlimmstenfalls zur Verfälschung der Texte.

Dies auszuschließen ist der Anspruch an das Zusammenspiel von Kunde und Dienstleister. Begriffliche Inkonsistenz lässt sich vermeiden, wenn die unternehmensinterne Terminologie auch in der Landesgesellschaft bekannt ist und während Übersetzung und Lektorat verwendet wird. Die Kunst des Projektmanagements besteht also darin, einen schlanken, klar strukturierten Prozess zu definieren, der allen Beteiligten gerecht wird und keine Qualitätslücken zulässt. Nur die gelungene Kollaboration zwischen Fachleuten auf beiden Seiten vermeidet entsprechende Schwierigkeiten. So kann z.B. der Einsatz eines Wikis, auf das alle Beteiligten Zugriff haben und wo sie eigene Erkenntnisse und Vorschläge einbringen können, zur besseren Abstimmung beitragen. Die permanente, aktive Vernetzung ist somit Grundvoraussetzung, um offene Fragen schnell und zuverlässig zu klären.

Technische Aspekte

Prozessseitig können zudem technische Schwierigkeiten auftreten, etwa beim Datentransfer: In vielen Ländern ist die Hard- und Softwareausstattung nicht immer auf dem neuesten Stand, den man z.B. bei Landesgesellschaften in den USA vorfindet. Auch die Leistungsfähigkeit von Datenleitungen spielt eine Rolle, die bei der Projektanlage berücksichtigt werden sollte. Lektoren hingegen müssen oft mit Software arbeiten, die nur erfahrenen Übersetzern vertraut ist und somit eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert.

Eine Lösung ist die einfache Webschnittstelle, die von jedem internetfähigen Rechner aufgerufen werden kann, anstelle des Lektorats im Translation Memory. Weblektorats-Funktionen sind in der Regel intuitiv bedienbar und können wesentliche Routineschritte automatisieren. Alternative Oberflächensprachen erleichtern die Anwendung enorm, zudem kann auch die Quellsprache bei Verfügbarkeit von zwei oder mehr textuell und strukturell identischen Texten ausgetauscht werden. Auf diese Weise kann der Lektor mit der Sprache arbeiten, die er am besten beherrscht. Zudem kann er im fertigen Layout korrigieren, um Zusammenhänge besser nachzuvollziehen. So ist auch die Bereitstellung farbig markierter PDF-Dateien entstanden, bei denen er mittels Farbmarkierungen erkennt, welche Inhalte tatsächlich neu übersetzt wurden und damit nicht mehr geprüft werden müssen.

Feedback und Debriefing

Der Begriff „Review“ ist stark mit dem Lektorat bei der Landesgesellschaft verbunden. Allerdings zählt zur Nachbereitung auch ein strukturiertes und moderiertes Feedbackmanagement, welches gerade für zukünftige Projekte sicherstellen soll, dass jeder Lektor den notwendigen Wissensstand hat. Feedback und Debriefing sind die Voraussetzungen, um Prozesserfahrung optimal zu nutzen und zukünftig davon zu profitieren. Der Dienstleister kann den Rahmen und das Know-how bieten, um diesen Prozess professionell zu moderieren und seine eigene Branchenerfahrung mit den Markt- und Firmenkenntnissen der Landesgesellschaft zusammenzuführen.

Fazit

Ein gutes Zusammenspiel von Dienstleister und Kunden im Zielland kann bedeutend zur Qualitätssicherung beitragen. Konzepte, die das verfügbare Wissen gerade über die regionalen Umstände am Markt der Landesgesellschaft nutzbar machen, erweisen sich gegenüber einer strikten Aufgabentrennung und festgezurrter Hierarchien schnell als überlegen. Eine Unternehmensphilosophie, die hier ansetzt und flexibel auf wechselnde Anforderungen reagiert, erkennt den Wert der verfügbaren Potentiale. Der einzelne Mitarbeiter vor Ort ist damit nicht länger nur Befehlsempfänger, sondern direkt am gemeinsamen Erfolg beteiligt.

Über die Autorin
Tanja Damato leitet seit 2007 Vertrieb und Marketing sowie seit 2008 Teilbereiche der Produktion der Transline Deutschland GmbH – einem international aufgestellten Dienstleister für multilinguale technische Kommunikation.

Über die Transline Gruppe
Die Transline Gruppe ist führender Anbieter intelligenter Dienstleistungen für die Globalisierung. Mit Transline Deutschland GmbH, Transline Patentübersetzungen GmbH, den Tochtergesellschaften in einer Reihe europäischer Länder sowie der Doculine Verlags-GmbH deckt die Gruppe die gesamte Prozesskette der globalen Kommunikation ab – von der technischen Dokumentation über die sprachliche Übersetzung und kulturelle Adaption bis zur druckfertigen Fremdsprachen-Publikation oder dem mehrsprachigen Internetauftritt. In der Doculine Verlags-GmbH erscheinen Fachbücher und Publikationen zu diesem Themenkreis. Zur Transline Gruppe gehört auch das IMK Dr. Sturz (Institut für Management und Kommunikation), das in der Unternehmensgruppe den Bereich Beratung, Schulung und Coaching abdeckt.

Weitere Informationen im Internet unter www.transline.de

[Text: Tanja Damato. Quelle: Pressemitteilung Transline, 2010-02-15. Bild: Transline.]

Nicoletta De Rossi interviewt Übersetzerin Barbara Biral

Nicoletta De Rossi, Kolumnistin der Nürnberger Zeitung, erklärt in einem Artikel die Bedeutung von einigen „falschen Freunden“ der italienischen Sprache wie etwa bilancia (Waage), alto (hoch) oder scurrile (vulgär). Außerdem führt sie ein Interview mit der Nürnberger Italienisch-Übersetzerin Dr. Barbara Biral, in welchem unter anderem die Bedeutung der fränkischen Redewendung „Bassd scho!“ geklärt wird.

Artikel „Sprachfallen: Bilancia heißt nicht Bilanz, sondern Waage
Video „Interview mit Italienisch-Übersetzerin Barbara Biral“ (6:42 Minuten)