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Archiv der Kategorie Verbände

BDÜ Bayern auf Bayreuther Ökonomiekongress: “Wir bringen Unternehmen und Übersetzer zusammen”

Bayreuther Ökonomiekongress 2011

Die Welt von morgen ist globalisiert – schon jetzt haben geschätzte 80 Prozent der deutschen Industrieunternehmen Übersetzungsbedarf. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) ist am 10. und am 11. Mai 2012 auf dem 4. Ökonomiekongress in Bayreuth mit einem Stand des BDÜ-Landesverbandes Bayern vertreten. An beiden Tagen geben dort Dolmetscher und Übersetzer, allesamt ehrenamtliche Mitglieder der BDÜ-Regionalgruppe Hof und Bayreuth, Tipps für die Zusammenarbeit mit Sprachexperten und die Übersetzersuche. Interessierte können vor Ort in der Online-Datenbank des Verbandes nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern recherchieren. Dort sind die Kontaktdaten von Experten für gut 400 Fachgebiete sowie für alle gängigen, aber auch selteneren Sprachen, wie zum Beispiel Mongolisch oder Urdu, verzeichnet.

„Wir bringen Unternehmen mit Auslandsgeschäften und Übersetzer zusammen“, so Isabelle Hofmann, Vorstandsmitglied im BDÜ-Landesverband Bayern. Bei der Wahl des passenden Übersetzers zählten insbesondere die Qualifikation und die Erfahrung in der gewünschten Branche. Hofmann: „Professionelle Übersetzer übersetzen nicht alles, sondern sind auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert.“ Sogar innerhalb eines Fachgebietes gibt es weitere Spezialisierungen. So sind beispielsweise in der Datenbank des BDÜ nicht nur Fachübersetzer für Wirtschaft, Technik oder Recht zu finden, sondern auch für Bankwesen, Fahrzeugbau oder Europarecht. Für Kongressbesucher, die auf der Suche nach öffentlich bestellten und beeidigten Dolmetschern und Übersetzern mit Sitz in Bayern sind, hält der Verband außerdem ein gedrucktes Übersetzerverzeichnis zum Mitnehmen bereit.

Dolmetscher und Übersetzer sind ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der internationalen Wirtschaft. Da die Berufsbezeichnungen „Übersetzer“ und „Dolmetscher“ nicht geschützt sind, gilt die BDÜ-Mitgliedschaft als Qualitätssiegel für Auftraggeber. Alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen.

Über den BDÜ Landesverband Bayern
BDÜ BayernDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Justiz. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Der BDÜ Landesverband Bayern ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern der größte Mitgliedsverband des BDÜ. Seine Mitgliederdatenbank im Internet hilft bei der Suche nach qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern in Bayern.

www.oekonomiekongress.de
www.bdue-bayern.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ Bayern, 2012-05-11. Bild: Matthias Rüby/Bayreuther Ökonomiekongress (Foto von 2011), BDÜ Bayern.]

MDÜ 2/2012 mit Titelthema “Übersetzen und Dolmetschen in der EU”

MDÜ27 Mitgliedsstaaten gehören aktuell der Europäischen Union an, der Bedarf an Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen wächst unaufhörlich. Das aktuelle MDÜ gibt einen Überblick über alle europäischen Institutionen, die Bedarf an Übersetzungsdienstleistungen haben. Kai Zimmermann erläutert, wie die Europäische Kommission ihre Rahmenverträge und Aufträge ausschreibt und was man mitbringen muss, um mitzubieten. Frauke Becker berichtet von einem Praktikum im Sprachendienst in Luxemburg, und Per N. Döhler und Dr. Thea Döhler bringen Licht in die Umsatzsteuerregelung für Rechnungen nach Europa.

In der Rubrik Dolmetschen zeigt Prof. Dr. Michaela Albl-Mikasa aus Winterthur auf, welche Auswirkungen Englisch als Lingua Franca auf den Alltag in der Dolmetschkabine hat, und es gibt ein Interview aus Anlass der Aufnahme der Gebärdensprachen als gleichwertige Konferenzsprachen in den aiic. In der neuen Werkzeug-Rubrik “FiF - Funktion  im Fokus” geht es um PerfectMatch 2.0, und im Bereich “Sprachmittler als Unternehmer” bekommen Sie Tipps zur elektronischen Rechnungen.

Anna Bologna nimmt mit der Vorstellung von Globish  den Faden des “einfachen Englisch” auf, André Lindemann erläutert den aktuellen Stand beim Kostenrechtsmodernisierungsgesetz. Darüber hinaus enthält das Heft auf acht Seiten das vollständige Programm der 2. Internationalen Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” mitten im Heft, zum Herausnehmen.

Dazu wieder interessante Buchbesprechungen, ein Blick in eine Ausstellung, Aufschlussreiches aus einem Workshop zur Positionierung, ein Bericht aus Israel, und natürlich ein gut gefüllter Seminarkalender.

Die Überschriften im Einzelnen:

  • Titelthema: Übersetzen und Dolmetschen in der EU
  • Übersetzen und Dolmetschen für die EU - ein Überblick
  • Als Freiberufler für die GD Übersetzung arbeiten
  • Einblick in die Welt der EU-Sprachendienste: EU auf Probe
  • Umsatzsteuer für Sprachmittlerleistungen in Länder der EU
  • Konferenz-)Dolmetschqualität unter veränderten Vorzeichen
  • Gleichstellung von Gebärden- und Lautsprachen in der aiic
  •  Neuerungen bei elektronischen Rechnungen
  • Positionierung und Vermarktung für Sprachendienste
  • Globish - die neue Weltsprache?
  • Ausstellung „Found in Translation“
  • Nachruf Curt Meyer-Clason
  • Zweites Gesetz zur Modernisierung des Kostenrechts
  • Bericht der Jahreskonferenz der Israel Translators Association
  • Und natürlich die Rubriken Aus dem BDÜ, Rezensionen, Kalender

MDÜ – die auflagenstärkste Fachzeitschrift der Branche
Die vom BDÜ herausgegebene Zeitschrift MDÜ - Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer ist die auflagenstärkste Fachzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer im deutschsprachigen Raum (Auflage zurzeit 7.000 Exemplare). Das MDÜ berichtet praxisnah über Arbeitswerkzeuge wie Translation-Memory-Systeme, Terminologieverwaltungsprogramme und Wörterbücher. Interviews und Hintergrundberichte zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen Gesetzen und Vorschriften bringen Sie beruflich auf den neuesten Stand. Die Artikel sind informativ und fundiert geschrieben, ohne trocken und wissenschaftlich überfrachtet zu sein. Branchenexperten stoßen Diskussionen über kontroverse Themen wie Abrechnungsmodalitäten, Muttersprachenprinzip oder auch Rechte an der eigenen Terminologie an. Ein wichtiges Thema im MDÜ ist der Übersetzer oder Dolmetscher als Unternehmer: Rechtsanwälte, Steuerberater und Werbefachleute geben Tipps für Selbständige.

[Text: Brigitte Eichner. Quelle: Mitteilung vom 26.04.2012. Bild: MDÜ.]

ADÜ Nord: Beck, Bodora und Fellows neu im Vorstand

ADÜ-Nord-Vorstand 2012
Der neue Vorstand: Michael Friebel (Schatzmeister), Dorothea Beck (2. Vorsitzende), Natascha Dalügge-Momme (1. Vorsitzende), Lea Bodora (Schriftführerin), Dr. Ralph Fellows (Referent)

Auf der ordentlichen Mitgliederjahresversammlung des Berufsverbands Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e. V. (ADÜ Nord) am 21. April 2012 wurden drei der fünf Vorstandsämter neu besetzt. Die 1. Vorsitzende und der Schatzmeister führen ihr Amt noch bis April 2013 fort.

Die Versammlung fand bei typischem Aprilwetter im Hotel am Schloss Ahrensburg in Schleswig-Holstein statt. Von den 357 ADÜ-Nord-Mitgliedern waren 38 anwesend und vertraten weitere 33 Mitglieder per Vollmacht, sodass sich eine Stimmenpräsenz von 71 (etwa 20 Prozent der Mitglieder) ergab. Besonders gefreut hat sich der Verband über die Anwesenheit von Mitgliedern aus Dänemark und Kanada.

Wahlen für drei Vorstandsämter und Kassenprüfung

Turnusmäßig standen die Positionen der 2. Vorsitzenden und der Schriftführerin zur Wahl. Außerdem musste auch die Referenten-Position neu besetzt werden, weil die amtierende Kollegin Annekathrin Schlömp ihr Amt aufgibt.

  • Für die Referenten-Position gab es erfreulicherweise zwei Kandidaturen: Dr. Ralph Fellows und Magdalena Morgenroth. Gewählt wurde Ralph Fellows mit 59 Stimmen zu 8 Stimmen (2 ungültige Stimmen und 2 Enthaltungen).
  • Die Kandidatin zur Wahl der 2. Vorsitzenden war Dorothea Beck, die mit 65 Stimmen (5 Enthaltungen, 1 Nein-Stimme) gewählt wurde.
  • Die Kandidatin zur Wahl der Schriftführerin war Lea Bodora, die mit 67 Stimmen (3 Enthaltungen, 1 ungültige Stimme) gewählt wurde.

Alle Kandidaten nahmen die Wahl an.

Sowohl die 1. Vorsitzende Natascha Dalügge-Momme als auch Schatzmeister Michael Friebel hatten letztes Jahr bei ihrer Wiederwahl angekündigt, dass sie nur für ein Jahr bis April 2012 zur Verfügung stehen. Erfreulicherweise haben sich beide bereit erklärt, ihr Amt noch ein Jahr weiterzuführen, um für die notwendige Kontinuität in der Vorstandsarbeit zu sorgen.

Nach herzlichem Dank an die drei scheidenden Vorstandsmitglieder Helke Heino, Milena Münch und Annekathrin Schlömp wurden die beiden Kassenprüferinnen Dörte Johnson und Wendy Sprock einstimmig mit 2 Enthaltungen gewählt. Beim anschließenden Bericht der Beauftragten kündigte Georgia Mais, langjährige Beauftragte für Weiterbildung an, dass sie ihr Amt zum Ende dieses Jahres aufgeben wird und gerne schon jetzt einen Nachfolger einarbeiten möchte.

ADÜ Nord
Der ADÜ Nord ist der etablierte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Schwerpunkt in Norddeutschland. In den Reihen unserer mehr als 350 hochqualifizierten Mitglieder sind über 50 Arbeitssprachen und zahlreiche fachliche Spezialisierungen vertreten.

www.adue-nord.de

[Text: ADÜ Nord. Quelle: Pressemitteilung ADÜ Nord, 2012-04-23. Bild: ADÜ Nord.]

BDÜ veranstaltet Gründerseminare für Übersetzer und Dolmetscher

BDÜDer Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) unterstützt Existenzgründer mit Seminaren in vielen Städten Deutschlands. Wer sich als Dolmetscher oder Übersetzer selbstständig machen möchte, kann sich zum Beispiel durch das Seminar “Existenzgründung für Übersetzer und Dolmetscher” am 5. Mai von 10.00 bis 17.00 Uhr in Karlsruhe darauf vorbereiten.

Das Seminar beleuchtet in kompakter Form die wichtigsten Aspekte der Existenzgründung: Dabei geht es um persönliche Voraussetzungen und allgemeine Rechtsgrundlagen der Gründung ebenso wie um Akquise, Preiskalkulation, Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung. Veranstaltungsort ist das Hotel Eden in der Bahnhofstraße 15 -19, in der Nähe des Karlsruher Hauptbahnhofs. Die Teilnahme am Tagesseminar steht allen Interessenten offen und kostet 140,00 Euro. Studierende zahlen 100,00 Euro. Nähere Informationen und Online-Anmeldung auf der BDÜ-Website.

Mehr als 70 Prozent aller Dolmetscher und Übersetzer arbeiten heutzutage freiberuflich. Um Berufseinsteiger auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten, bietet der BDÜ in vielen Regionen neben Seminaren auch Gründerstammtische und spezielle Mentorenprogramme an. Eine Übersicht über Angebote und Ansprechpartner vor Ort sind ab sofort auf der BDÜ-Website unter dem neu eingerichteten Menüpunkt “Für Existenzgründer” zu finden.

www.bdue.de

[Text: Birgit Golms. Quelle: Pressemitteilung BDÜ, 2012-04-12. Bild: BDÜ.]

ATICOM-FORUM 1/2012: Veranstaltungsberichte und mehr

FORUM 1/2012Das FORUM, die Verbandszeitschrift des ATICOM Fachverbands der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher, ist kürzlich erschienen. Neben mehreren ausführlichen Veranstaltungsberichten und -ankündigungen werden u. a. sprachliche Entwicklungen aufgegriffen:

  • Anglophoner Tag 2012 - Bonn
  • Amerikanische Rechtssprache für Übersetzer und Dolmetscher
  • Veranstaltungskalender
  • Veranstaltungsberichte
  • ATICOM-Gasttagung - Das Ende der Nahrungskette oder Teil der Wertschöpfungskette?
  • Réseau franco-allemand
  • ATICOM-Workshop für Portugiesisch-Übersetzer und -Dolmetscher
  • Bericht über das ATICOM-Seminar „Heinzelmännchen für Übersetzerinnen
  • Intensivkurs Dolmetschen: From Germersheim with Love
  • Deutsch aktuell
  • Einfluss der Migranten auf die deutsche Sprache
  • Kurz berichtet
  • Frankreich schafft die „Mademoiselle“ ab
  • Google übersetzt europäische Patente
  • Anglizismus des Jahres 2011 : Shitstorm
  • Übersetzer als Unternehmer
  • Grenzüberschreitendes Mahnen und Vollstrecken
  • Recht aktuell
  • Kein uneingeschränktes Recht auf Übersetzung eines Urteils
  • Letzte Meldung
  • Dolmetscherboykott an englischen und walisischen Gerichten

Sowohl diese als auch die älteren Ausgaben des FORUMs stehen für Sie als PDF auf der ATICOM-Webseite unter http://www.aticom.de/de/Service/Verbandszeitschrift.cfm zum Download bereit.

[Text: Bettina Behrendt. Quelle: Pressemitteilung ATICOM, 10.04.2012. Bild: ATICOM.]

ATICOM wird Mitglied im Bundesverband mittelständische Wirtschaft

Reiner HeardSeit dem 1. März 2012 ist ATICOM, Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher, Mitglied im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Der Beitritt zu dem  Interessenverband des mittelständischen Unternehmertums wird die Berufsgruppe der Übersetzer und Dolmetscher weiter stärken und für die Mitglieder von ATICOM viele Vorteile mit sich bringen. So eröffnet sich durch den BVMW für ATICOM die Möglichkeit, in Kooperation mit angeschlossenen Verbänden spezifische Projekte zu initiieren.

Das können zum Beispiel Fortbildungen im kaufmännischen Bereich sein oder auch die Zusammenarbeit mit Zertifizierungsgesellschaften. Diese Projekte tragen dazu bei, ATICOM-Mitglieder und den Fortbestand ihrer Dienstleistungen auf dem hart umkämpften Markt für Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen zu unterstützen. Darüber hinaus bietet die Mitgliedschaft im BVMW den Berufsübersetzern und Berufsdolmetschern eine Plattform, um potenzielle Kunden kennen zu lernen.

Auf der anderen Seite präsentiert sich ATICOM als wichtiger Partner der mittelständischen Wirtschaft, denn viele Unternehmen sind international aktiv und benötigen gute und fachlich versierte Sprachmittler für die Kommunikation mit Geschäftspartnern im Ausland. ATICOM ist jedoch auch der richtige Ansprechpartner für Fragen, die über reine Sprachdienstleistungen hinausgehen: „Die Kenntnis interkultureller Besonderheiten wird für Unternehmen in unserer globalen Wirtschaftswelt immer wichtiger, da sie bereits bei den ersten Verhandlungen mit Partnern aus anderen Kulturkreisen zu beachten sind“, erklärt Reiner Heard, Vorsitzender von ATICOM. „Im Rahmen des BVMW werden unsere Mitglieder die Möglichkeit bekommen, interessierten Unternehmen ihren Kulturkreis und spezifische Verhaltensweisen vorzustellen.“

Der BVMW vertritt 150.000 Unternehmen mit 4,3 Millionen Beschäftigten. Zu den Aufgaben des Bundesverbands mittelständischer Unternehmen zählt neben der politischen Interessenvertretung auch die persönliche Beratung seiner Mitglieder. Der BVMW organisiert kommunikative Veranstaltungen und sichert seinen Mitgliedern durch praxisbezogene Informationen einen entscheidenden Wissensvorsprung im Wettbewerb.

Über ATICOM
Der Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher ATICOM e. V. mit Sitz in Hattingen, Nordrhein-Westfalen, wurde 1999 gegründet. Als spezifische Interessenvertretung professioneller, ausgebildeter Übersetzer und Dolmetscher fungiert ATICOM als Schnittstelle zwischen rund 200 Mitgliedern und potenziellen Auftraggebern wie Unternehmen, Verbänden, Behörden und Institutionen.

www.aticom.de

[Text: Sabine Milowan. Quelle: Pressemitteilung ATICOM, 03.04.2012. Bild: ATICOM.]

Alexandra Jantscher-Karlhuber: Neue Präsidentin für UNIVERSITAS

Seit 58 Jahren setzt sich UNIVERSITAS AUSTRIA für die Belange von Dolmetschern und Übersetzern ein. Die letzten fünf Jahre stand Eva Holzmair-Ronge dem österreichischen Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen vor. Bei der Mitgliederversammlung am 9. März 2012 übergab sie der bisherigen Vizepräsidentin Alexandra Jantscher-Karlhuber (Bild rechts) ihr Amt. Letztere ist seit 1982 Mitglied von UNIVERSITAS. Jantscher-Karlhuber ist als Universitätslektorin am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien (Simultandolmetschen, Englisch) tätig. Darüber hinaus arbeitet sie als Lektorin am Lehrgang für Gebärdensprachdolmetschausbildung des Landes OÖ (Einführung ins Simultandolmetschen, deutsche Sprachkompetenz) und an der FH Wien (Koordination von ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen für Konferenzen und andere Veranstaltungen). Zu ihren Arbeitssprachen gehören Englisch und Französisch.

“Ich möchte die erfolgreiche Arbeit meiner Vorgängerin fortführen und besonderes Augenmerk auf unser Mentoring-Programm zum Berufseinstieg für Jungmitglieder legen”, sagt Alexandra Jantscher-Karlhuber. Des Weiteren möchte sie sich verstärkt dafür einsetzen, dass der Beruf des Übersetzers/Dolmetschers nicht als Hilfstätigkeit angesehen wird. “Oft werden unausgebildete Laien auf die so zentrale Tätigkeit der interkulturellen Kommunikation losgelassen. Das Internet ist voller verunglückter Übersetzungen, die das Image einer Firma nachhaltig ruinieren können”, erklärt Generalsekretärin Dagmar Jenner.

Nach wie vor steht es ganz oben an der Tagesordnung des Verbandes, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Übersetzungen und Verdolmetschungen durch ausgebildete Sprachmittler zu schärfen. “Niemals würde ein Unternehmen die Website von Hobby-ProgrammiererInnen erstellen lassen. Es erstaunt, dass bei Übersetzungen und Dolmetschungen unreflektiert auf Laien zurückgegriffen wird”, so die neu gewählte Präsidentin von UNIVERSITAS AUSTRIA. Die Fähigkeit zu dolmetschen oder zu übersetzen sei schließlich nicht angeboren, sondern das Ergebnis jahrelanger akademischer Ausbildung und Berufspraxis.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: universitas.org, 12.03.2012. Bild: universitas.org.]

Heimliche Helfer – Übersetzer und Dolmetscher tragen zum Erfolg international agierender Unternehmen bei

Die wirtschaftliche Konjunktur ist im Aufwind, die Exporte boomen: 2011 knackten die deutschen Exporte erstmals die Billionen-Marke und stiegen um 11,4 Prozent auf 1,06 Billionen Euro. Diesen internationalen Erfolg verdanken deutsche Unternehmen nicht nur ihren Strategen, Entwicklern und Qualitätsstandards, sondern auch einer Berufsgruppe, die eher im Hintergrund wirkt – den Übersetzern und Dolmetschern.

„Im Zeitalter der Globalisierung gibt es kaum ein Unternehmen, das noch ohne Übersetzungsdienste auskommt. Sprachmittler sind das Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern und Kunden, ganz gleich ob es um internationale Vertragsverhandlungen geht oder um die Übertragung von technischen Dokumentationen, Betriebsanleitungen und Werbebroschüren in andere Sprachen“, betont Reiner Heard, Vorsitzender des Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V. - ATICOM.

Dem Mikrozensus 2010 des Statistischen Bundesamtes zufolge, hat sich in Deutschland die Zahl der Übersetzer und Dolmetscher seit 2003 auf 40.000 verdoppelt. Diese Zahlen werden sich in Zukunft noch weiter erhöhen, denn je mehr sich deutsche Unternehmen neue Märkte im Ausland erschließen und internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten, desto wichtiger wird die Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern.

Verhandlungssicher auf internationalem Parkett

Anders als für manchen deutschen Politiker ist Englisch zwar für viele Geschäftsleute kein Buch mit sieben Siegeln, sondern zweite Geschäftssprache. Doch wenn es um offizielle Vertragsverhandlungen oder komplexe Geschäftsabschlüsse geht, ist ein professioneller Dolmetscher unverzichtbar. Gleiches gilt in besonderem Maße für Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die nicht in Europa oder den USA angesiedelt sind, denn schließlich spricht kaum ein Unternehmer fließend und verhandlungssicher Koreanisch, Chinesisch oder Russisch. Bereits bei den ersten Gesprächen mit künftigen Geschäftspartnern leisten Dolmetscher wertvolle Dienste, denn ein ausgebildeter Dolmetscher beherrscht nicht nur die jeweilige Landessprache, er kennt auch die gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Landes und sorgt dafür, dass das erste Treffen ohne Missverständnisse und Tritt ins Fettnäpfchen verläuft. Missverständnisse kann es aber nicht nur im persönlichen Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern geben, sondern auch, wenn ein Unternehmen kein Geld für professionelle Übersetzer ausgeben will.

Fatale Folgen für Unternehmen durch fehlerhafte Übersetzungen

„1. die Verpackung zu auspacken und die Lampekette zu abnehmen 2. anschliessen mit dem Strom und pruefen, ob die Lampen und die Schmuckszubehoere in Ordnung sind, wenn es irgendein Problem gaebe, muss es sofort wechseln sein.“ Wer diese Übersetzung einer Betriebsanleitung liest, kann sicher sein, dass hier kein Profi am Werk war. Manche Unternehmen sparen sich die Kosten für einen professionellen Übersetzer und lassen lieber Mitarbeiter oder automatische Übersetzungsprogramme auf die Texte los. Was dabei herauskommt ist unfreiwillig komisch, unverständlich und kann für das Unternehmen fatale Folgen haben.

Der Deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung hat 2010 in einer Studie die Folgen mangelhafter Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen untersucht. Die Studie ergab, dass jede 10. Dokumentation schwere Mängel aufwies, die zum Teil auf fehlerhafte Übersetzungen zurückzuführen waren. Für Unternehmen, kann es unangenehme Folgen nach sich ziehen, wenn sie an der falschen Stelle sparen: In Deutschland gilt das Fehlen einer deutschen Betriebsanleitung bereits als Sachmangel, und wenn Unfälle auf eine fehlerhafte Produkt- oder Betriebsanleitung zurückzuführen sind, muss der Hersteller oder Importeur mit rechtlichen Schritten und erheblichen Schadensersatzforderungen rechnen.

Regelmäßige Fortbildung wird für Übersetzer und Dolmetscher künftig noch wichtiger

Ohne Übersetzer und Dolmetscher geht in unserer globalisierten Welt nichts mehr und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Internationalisierung der Wirtschaft  schafft einen enormen Bedarf an Übersetzungsleistungen, stellt aber auch wachsende Anforderungen an Sprachmittler. Neben einer qualifizierten Ausbildung wird von Dolmetschern und Übersetzern heute mehr denn je erwartet, dass sie sich in ihrem Spezialgebiet laufend weiterbilden. Es genügt heute nicht mehr sprachlich up-to-date zu sein, es wird erwartet, dass Übersetzer und Dolmetscher über die Entwicklungen in ihrem Fachgebiet sowie in technischen und rechtlichen Belangen auf dem Laufenden sind.

Als Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher engagiert sich ATICOM deshalb seit jeher besonders für die Fort- und Weiterbildung und bietet Seminare, Kurse und Veranstaltungen an, in denen sich Übersetzer und Dolmetscher laufend weiter qualifizieren können, um so die Herausforderungen der Zukunft noch besser zu meistern.

Über ATICOM e.V.
Der Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher ATICOM e. V. mit Sitz in Hattingen, Nordrhein-Westfalen, wurde 1999 gegründet. Als spezifische Interessenvertretung professioneller, ausgebildeter Übersetzer und Dolmetscher fungiert ATICOM als Schnittstelle zwischen rund 200 Mitgliedern und potenziellen Auftraggebern wie Unternehmen, Verbänden, Behörden und Institutionen. Über die Website www.aticom.de, die jährlich über 700.000 Seitenaufrufe verzeichnet, und das elektronische Mitgliederverzeichnis sind für zahlreiche Sprachen und Fachgebiete qualifizierte Übersetzer und/oder Dolmetscher zu finden.

ATICOM setzt sich intensiv für die Professionalisierung des Berufsstandes ein und nimmt gemäß strengen Aufnahmekriterien nur Personen als Mitglieder auf, die eine berufliche Qualifikation als Übersetzer und/oder Dolmetscher bzw. entsprechende Berufserfahrung nachweisen können und den Beruf auch persönlich ausüben. Charakteristisch für ATICOM sind schlanke, demokratische Strukturen, wirtschaftliche Effizienz, hohe Transparenz und der kontinuierliche, direkte Austausch mit den Mitgliedern. Wichtige Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind neben der intensiven Kooperation mit gleichgesinnten Verbänden im In- und Ausland die umfassende Weiterbildung der ATICOM-Mitglieder. So werden kontinuierlich berufsspezifische Seminare und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten, wie z. B. Marketing, Kundenbindung, Preiskalkulation, Steuerrecht, Gerichtsdolmetschen, HTML und elektronische Medien.

ATICOM wurde im August 2002 als Vollmitglied in den Weltverband FIT aufgenommen und wirkt seitdem aktiv in verschiedenen Gremien der Dachorganisation mit.

www.aticom.de

[Text: Sabine Milowan. Quelle: Pressemitteilung ATICOM, 01.03.2012. Bild: ATICOM.]

BDÜ-Konferenz “Übersetzen in die Zukunft”: Anmeldung ab sofort möglich

Mitte Januar endete die Frist zur Einreichung von Vorschlägen für Vorträge, Workshops und Kurzseminare zur Konferenz “Übersetzen in die Zukunft” 2012, die vom 28. bis zum 30. September in Berlin stattfindet.

Über 1.100 Interessenten wählten in den letzten Wochen auf der Konferenz-Website aus den eingegangenen 170 Vorschlägen ihre “Favoriten”. Damit gaben sie der Programmkommission wichtige Hinweise zur Relevanz der einzelnen Themen.

Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautet „Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation“. Damit Herzlichen Dank allen, die an der “Favoritenwahl” teilgenommen haben!

So unterstützt konnte die Programmkommission - bestehend aus Wolfram Baur (BDÜ Weiterbildungsgesellschaft), Brigitte Eichner (Chefredaktion MDÜ), Prof. Dr. Sylvia Kalina (FH Köln) und Prof. Dr. Felix Mayer (SDI München) - ein interessantes und vielseitiges Konferenzprogramm aus mehr als 100 Vorträgen und Podiumsdiskussionen sowie rund 50 Workshops und Kurzseminaren zusammenstellen. Das Konferenzprogramm (Stand 15.02.2012) steht weiter unten zum Download bereit.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahlen bei den rund 50 Workshops und Kurzseminaren begrenzt sind. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung zur Konferenz. Bereits während des Anmeldevorgangs können Sie Ihren Platz in zunächst zwei Workshops oder Kurzseminaren Ihrer Wahl reservieren. Für die Teilnahme an Vorträgen ist keine Reservierung erforderlich. Sollten unmittelbar vor der Konferenz in einzelnen Workshops und/oder Kurzseminaren noch freie Plätze verfügbar sein, werden wir die Anzahl der pro Teilnehmer buchbaren Workshops und Kurzseminare erhöhen und Sie entsprechend darüber informieren. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis für die zunächst vorgesehene Begrenzung der Buchungsmöglichkeit auf 2 Workshops bzw. Kurzseminare pro Teilnehmer, um möglichst vielen Konferenzteilnehmern eine Teilnahme an solchen kleineren Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl zu ermöglichen.

Die Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort über den Menüpunkt “Anmeldung” hier auf der Website möglich.

Wer sich bis 31. Mai 2012 anmeldet, profitiert von einem Frühbucherrabatt. Wir freuen uns darauf, Sie in Berlin als Konferenzteilnehmer zu begrüßen!

weitere Infos: www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

[Text: BDÜ-Pressemitteilung, 15.02.2012. Quelle: BDÜ. Bild: BDÜ]

VKD: Dolmetscher lassen die Muttersprache zu Wort kommen

VKDDie eigene Muttersprache ist etwas ganz Besonderes – diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht, der sich in einer fremden Sprache verständigen wollte. Kein Wunder also, dass ihr die UNESCO einen eigenen Tag widmet und den 21. Februar zum „Tag der Muttersprache“ (Mother Language Day) erklärt hat. Seit dem Jahr 2000 wird auf diese Weise die Sprachvielfalt gewürdigt, für die sich auch der Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) stark macht – und das jeden Tag.

Wer sich in einer fremden Sprache verständigen muss, steht nicht selten vor einer großen Herausforderung. Immerhin muss nicht nur der Inhalt des Gesagten beim Zuhörer ankommen – auch Nuancen und Wortspiele sollten möglichst übermittelt werden. Wer darauf gerade bei wichtigen Veranstaltungen nicht verzichten möchte, dem bietet der VKD professionelle Unterstützung. Seine rund 450 Mitglieder decken insgesamt 33 Sprachen ab und sind bundesweit und international im Einsatz, bei Staatsbesuchen ebenso wie etwa bei Fachkonferenzen oder großen Sportereignissen. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit: Sie sorgen dafür, dass der Charakter einer Rede auch in der Fremdsprache beibehalten wird, so dass sich der Sprecher ganz auf seine Inhalte konzentrieren kann. Oder anders gesagt: Sie lassen Sprachbarrieren verschwinden.

Und was macht nach Ansicht der Experten den größten Unterschied zwischen Mutter- und Fremdsprache aus? „Nelson Mandela hat das einmal treffend auf den Punkt gebracht: Spricht man mit einem Menschen in einer Sprache, die er versteht, dann erreicht man seinen Kopf. Spricht man mit ihm in seiner Muttersprache, dann erreicht man sein Herz“, sagt Ruth Kritzer, Vorsitzende des VKD. Mit ihrer Arbeit tragen die Konferenzdolmetscher dazu bei, dass die Muttersprachen auch bei internationalen Veranstaltungen den ihnen gebührenden Raum erhalten – erst recht in Zeiten der Globalisierung. „Die Bezeichnung ‚Muttersprache’ macht ja bereits deutlich, dass diese ein Teil der eigenen Persönlichkeit ist“, so Kritzer. „Umso wichtiger ist es, die Sprachvielfalt der Welt als das zu würdigen, was sie ist: eine echte Bereicherung.“

Der Verband der Konferenzdolmetscher im BDÜ (VKD-BDÜ) e.V.
Der deutsche Verband der Konferenzdolmetscher im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (VKD im BDÜ) vertritt die Interessen seiner Mitglieder und ganz allgemein des Berufsstandes der Konferenzdolmetscher, insbesondere in Deutschland, gegenüber nationalen und internationalen Organisationen, Behörden, Körperschaften, Regierungen, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Er wurde 2003 gegründet und zählt derzeit 450 Mitglieder. Die Aufnahme in den Verband unterliegt strengen Aufnahmekriterien: Bei den meisten Mitgliedern handelt es sich um Konferenzdolmetscher mit einem Hochschulabschluss.

www.vkd.bdue.de

Mehr zum Thema im Übersetzerportal
2002-02-21: 21. Februar, Tag der Muttersprache: Tote und Verletzte vor 50 Jahren in Ost-Bengalen
2004-02-21: „Beziehung der Deutschen zur eigenen Sprache komplexbeladen.“ – Zafer Senocak zum Tag der Muttersprache

[Text: Britta Piet. Quelle: Pressemitteilung VKD, 2012-01-17. Bild: VKD.]