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Archiv der Kategorie Videos
Videodokumentation: Daakaka - eine Sprache stirbt aus
29.1.2012 von Richard Schneider.
Daakaka wird nur noch von rund 600 Bewohnern des Inselstaates Vanuatu im Südpazifik gesprochen. Wissenschaftler vom Berliner Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) versuchen, die vom Aussterben bedrohte Sprache zu dokumentieren und suchen nach Möglichkeiten, sie zu bewahren. Das ZAS ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut des Landes Berlin, das auf das Zentralinstitut für Sprachwissenschaft (ZISW) an der Akademie der Wissenschaften der DDR zurückgeht.
Die Forscher um die Anthropologin Soraya Hosni und die Linguistin Kilu von Prince haben ihre Bemühungen in einem Videotagebuch festgehalten, dessen zehn Kapitel Überschriften tragen wie “Bedrohter Sprachschatz”, “Weibliche Sprachgenies”, “Tor zur Welt der Buchstaben”, “Ein Wörterbuch für Daakie”.
Auf der Website der VolkswagenStiftung, die die Unternehmung gefördert hat, wird das Projekt wie folgt beschrieben:
Mit dem DoBeS-Programm unterstützt die VolkswagenStiftung seit über zehn Jahren weltweit Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen bei der Dokumentation bedrohter Sprachen und bei der Entwicklung von Empfehlungen für Sprachdokumentation und Archivierung. Die Sprachen werden mit Tonband, Videokamera, Fotoapparat und Notizblock aufgezeichnet und in einem eigens dafür eingerichteten elektronischen Archiv am Max Planck Institute für Psycholinguistik in Nijmegen aufbewahrt. Im DoBeS-Projektverbund wird auch das Dokumentationsteam um Professor Dr. Manfred Krifka vom Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin und der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin gefördert.
Die Heimat des Daakaka
Ambrym ist die fünftgrößte Insel des südpazifischen Staates Vanuatu. Etwa 7.000 bis 10.000 Menschen leben auf der knapp 680 Quadratkilometer großen Insel. Geologisch gesehen ist Ambrym ein riesiger Vulkankegel. Im unbewohnten Inneren der Insel liegen zwei aktive Vulkankrater in einer großen, aufgrund der schwefelhaltigen Niederschläge fast vegetationsfreien Caldera (Vulkankessel). Daher lebt die Bevölkerung hauptsächlich an den fruchtbaren Küsten im Norden, Südosten und Südwesten. Untereinander haben diese Regionen nur wenig Kontakt.
Mindestens drei unterschiedliche Sprachen identifizierten die Forscher alleine im abgeschiedenen Südwesten der Insel. Eine davon ist Daakaka, das von weniger als 1.000 der insgesamt rund 3.000 hier lebenden Menschen gesprochen wird. Die Sprachen Südwest-Ambryms sind besonders gefährdet: Die aktiven Vulkane und der saure Regen drohen die Bevölkerung zu vertreiben. Und seit das Mobiltelefon die Insel erreicht hat, setzt sich Bislama, die auf dem Englischen basierende Verkehrssprache Vanuatus, immer stärker durch und verdrängt die lokalen Sprachen.
Daakaka bewahren
Soraya Hosni und ihre Kollegen wollen die Verwendung der Sprachen in vielfältiger Weise dokumentieren. Mit Mikrofon und Kamera nehmen die Forscher zum Beispiel Geschichtenerzähler auf, dokumentieren Sandzeichnungen, Lieder und Spiele oder Gerichtsverhandlungen und enträtseln die Begrifflichkeiten des komplexen Verwandtschaftssystems. Mit Hilfe der Einheimischen werden die Aufzeichnungen sorgfältig übersetzt und analysiert. Mit diesem Material wollen die Wissenschaftler später mehrsprachige, möglichst umfassende Wörterbücher und kleinere Schulbücher in den bedrohten Sprachen produzieren, die sie den Einheimischen zur Verfügung stellen.
Die Zahl der Sprachen nimmt seit Jahrtausenden mit rapide zunehmender Geschwindigkeit ab. Um das Jahr 10.000 v. Chr. gab es rund 20.000 Sprachen, im 15. Jahrhundert n. Chr. waren es rund 7.500, heute sind es ca. 6.000. Es gibt Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass um das Jahr 2200 herum nur noch hundert verschiedene Sprachen existieren werden.
Das “Videotagebuch der Wissenschaft” zur Erfassung der aussterbenden Sprache Daakaka können Sie unter anderem auf der Website sciencemovies.de und bei stern.de aufrufen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Stern, 2012-01-29.]
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Video: Andrä erläutert Einsatz von ontram+ bei Claas
14.11.2010 von Richard Schneider.
Die schwäbische Softwareschmiede Andrä AG hat ein Video produziert, das den Einsatz von ontram (online translation management), einer Lösung zum webbasierten Übersetzungsmanagement, beim Landmaschinenhersteller CLAAS (3 Mrd. Euro Umsatz, 9.000 Mitarbeiter) erläutert. Zu Wort kommen Sven Christian Andrä (Bild), Vorstand der Andrä AG, sowie Nicole Deppe vom Corporate Marketing bei CLAAS. CLAAS übersetzt seine Marketingbroschüren in 21 Sprachen. Mit ontram konnten die Übersetzungsprozesse vereinheitlicht und beschleunigt werden.
Die Andrä AG beschreibt ihr Produkt in einer Pressemitteilung wie folgt:
ontram+ ist das einzige Übersetzungsmanagementsystem, welches speziell für den Einsatz in Unternehmen optimiert ist. Die Kompatibilität zur Java Enterprise Edition erleichtert den Einsatz der Software in Cloud-Computing-Umgebungen und stellt zudem Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit auch für sehr umfangreiche Anwendungsfälle sicher. Integrationsfähigkeit sowie höchste Effizienz in Betrieb, Administration und Projektmanagement sind herausragende Eigenschaften von ontram+.
Das siebenminütige Video können Sie sich auf der Website der Andrä AG anschauen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Andrä AG. Bild: Andrä AG.]
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Video: Mark Lancaster zur SDL-Firmengeschichte und Branchentrends
25.10.2010 von Richard Schneider.
Mark Lancaster (Bild) ist Gründer und CEO von SDL, einem der größten Unternehmen der Sprachenbranche, das zahlreiche Werkzeuge zur Dokumentenverwaltung und computergestützten Übersetzung (darunter Trados) anbietet.
Auf der zweitägigen Konferenz „SDL Innovate 2010“ im kalifornischen Santa Clara hat er im Februar 2010 einen Vortrag zur Geschichte seines Unternehmens, der Entwicklung der Übersetzungsbranche und den Trends der Zukunft gehalten.
Der Vortrag vermittelt interessante Einblicke in Gedankenwelt des SDL-Chefs, dessen Hobby das Aufkaufen von Firmen zu sein scheint. Der Mitschnitt zeigt, dass auch hinter Übersetzungskonzernen wie SDL letztendlich Menschen mit ihren Visionen, Ambitionen und Irrtümern stehen. Lancaster scheint auf jeden Fall das im Übermaß zu besitzen, was den meisten Einzelübersetzern fehlt: Unternehmergeist.
Die in englischer Sprache vorliegende Aufzeichnung ist in sieben Teilen auf YouTube abrufbar:
1: Innovation and the history of SDL (4:39)
http://www.youtube.com/watch?v=XoyV8wCLY2U
2: Innovation and the history of SDL (6:52)
http://www.youtube.com/v/VXUIQZzzaqQ
3: Innovation and the history of SDL (8:27)
http://www.youtube.com/watch?v=muqXfcYEU9s
4: The internet, the customer experience and language (5:23)
http://www.youtube.com/watch?v=HQ2-CvPdtbQ
5: ROI for multilingual content management (6:02)
http://www.youtube.com/watch?v=g5lkvH8bOwE
6: Organizational structures and managing content and language (7:19)
http://www.youtube.com/watch?v=Rw9E4UZixkU
7: Trends in managing content and language
http://www.youtube.com/watch?v=eaHDG1b3R8s
[Text: Richard Schneider. Bild: SDL.]
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Dialekte im Film: Ein Problem für die Synchronisation
14.4.2010 von Richard Schneider.
Am Beispiel des französischen Spielfilms Willkommen bei den Sch’tis demonstriert die arte-Sendereihe Metropolis die Probleme und Hürden bei der Übersetzung von Dialekten.
Die deutsche Synchronisation war sehr aufwändig, weil unter anderem ein Linguist damit beauftragt wurde, die Lautverschiebungen des Sch’ti-Dialekts im Deutschen nachzukonstruieren. Statt der üblichen 40.000 bis 60.000 Euro kostete die Eindeutschung daher mehr als 150.000 Euro. Für das britische Kino erhielt der Film Untertitel, in denen ebenfalls eine dialektale Aussprache nachgebildet wurde. Eine Synchronisationskultur und -branche gibt es in Großbritannien nicht.
Den Arte-Beitrag können Sie sich auf YouTube anschauen (5:34 Minuten): http://www.youtube.com/watch?v=LPIsZqvofSY.
[Text: Richard Schneider. Quelle: arte/YouTube. Bild: ProKino Filmverleih GmbH.]
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Nicoletta De Rossi interviewt Übersetzerin Barbara Biral
24.11.2009 von Richard Schneider.
Nicoletta De Rossi, Kolumnistin der Nürnberger Zeitung, erklärt in einem Artikel die Bedeutung von einigen „falschen Freunden“ der italienischen Sprache wie etwa bilancia (Waage), alto (hoch) oder scurrile (vulgär). Außerdem führt sie ein Interview mit der Nürnberger Italienisch-Übersetzerin Dr. Barbara Biral, in welchem unter anderem die Bedeutung der fränkischen Redewendung „Bassd scho!“ geklärt wird.
Artikel „Sprachfallen: Bilancia heißt nicht Bilanz, sondern Waage“
Video „Interview mit Italienisch-Übersetzerin Barbara Biral“ (6:42 Minuten)
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Video: Was Dolmetscher sich vom Redner wünschen
16.5.2009 von Richard Schneider.
Damit Konferenzdolmetscher vernünftig ihre Arbeit tun können, müssen die Veranstalter und vor allem die Redner bestimmte Regeln einhalten. Überlicherweise werden dem Kunden dafür Checklisten zur Verfügung gestellt.
Einen anderen Weg geht Calliope Interpreters, ein internationales Netzwerk freiberuflich arbeitender beratender Dolmetscher. Die Kollegen haben ein äußerst amüsantes Video mit dem Titel “Smart speaking at international meetings” produziert, das Rednern die Bedürfnisse der Dolmetscher erläutert und erklärt, wie die optimale Verdolmetschung der Redebeiträge sichergestellt werden kann.

Das Video können Sie sich auf der Calliope-Website anschauen.
[Text: Richard Schneider. Quelle: Gefunden im Blog des VKD, dem Verband der Konferenzdolmetscher im BDÜ. Bild: Calliope.]
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Stefan Raab macht sich über Simultandolmetscher lustig
11.2.2009 von Richard Schneider.
Auf YouTube sind zwei Ausschnitte aus der Sendung TV Total aufgetaucht, in denen sich Moderator Stefan Raab (Bild) über Simultandolmetscher lustig macht.
Tuckiger Simultandolmetscher
Raab bezeichnet die Sprechmelodie eines Kollegen, der ein Interview mit NATO-Generalsekretär Javier Solana live für das ZDF-Morgenmagazin dolmetscht, als „tuckig“. Es sei sicher schwierig für den Dolmetscher, sich zu konzentrieren, wenn er sich gleichzeitig die Fingernägel lackiere oder die Beine rasiere. In der Tat klingen unsere Kollegen von der sprechenden Zunft manchmal merkwürdig gepresst oder ziehen die Aussprache in ihrem Ringen um Worte unbewusst in die Länge. Schauen Sie selbst: www.youtube.com/watch?v=wun-5r1XrrM
Star Wars: „Am 4. Mai sind wir bei Ihnen!“
In einem Interview mit Star-Wars-Schöpfer George Lucas fällt der bekannte und zum geflügelten Wort avancierte Segensspruch „May the force be with you“. Auf Deutsch: „Möge die Macht mit dir sein!“ Der vom Nachrichtensender N24 angeheuerte Simultandolmetscher verhört sich jedoch gründlich, versteht das Gesagte als „May the 4th [we’ll] be with you“ und übersetzt: „Am 4. Mai sind wir bei Ihnen!“ - http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/videos/player/?contentId=15671
[Text: Richard Schneider. Bild: TV Total.]
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