„Dolmetscher im Netz der Macht“ – Neuerscheinung beschreibt Lebenswege in autoritären Regimen

Buchtitel Die Dolmetscher nicht nur in ihrer professionellen Rolle, sondern auch im Spiegel der Lebenszusammenhänge zu begreifen, die das dolmetscherische Ich konstituieren – darum geht es in diesem Band, der 2017 erschienen ist.

Anhand von autobiographischen Texten untersuchen die Autoren, wie Dolmetscher ihr Selbstbild, ihre Werte, ihre Weltsicht, ihr Rollenverständnis – kurz gesagt: ihre Identität – darstellen.

Der Fokus liegt dabei auf Arbeitssituationen in autoritären Regimen und Konflikten, in denen sich Grundfragen der Existenz, wie etwa Anpassung oder Widerstand, Neutralität oder Parteilichkeit, zuspitzen und verdichten.

Die Analysen zeigen, dass die Entscheidungen, die Menschen in solchen Situationen treffen, so widersprüchlich, vielfältig und komplex sind wie das Leben selbst.

Zu den Herausgebern

  • Dörte Andres ist Professorin für Dolmetschwissenschaft am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim.
  • Klaus Kaindl ist Professor für Übersetzungswissenschaft am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien.
  • Ingrid Kurz ist Professorin für Dolmetschwissenschaft i.R. am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien und Konferenzdolmetscherin.

Bibliografische Informationen

  • Dörte Andres, Klaus Kaindl, Ingrid Kurz (Hg., 2017): Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Netz der Macht. Autobiographisch konstruierte Lebenswege in autoritären Regimen. Berlin: Frank & Timme. 280 Seiten, 39,80 Euro, ISBN 978-3-7329-0336-8.

[Text: Verlag Frank & Timme. Quelle: Frank & Timme. Bild: Frank & Timme.]

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