Zentrum für Translationswissenschaft der Uni Wien beteiligt sich an Flüchtlingshilfe

ZTW Uni Wien

Im 19. Bezirk von Wien befindet sich in der Gymnasiumstraße 50 das Büro des Zentrums für Translationswissenschaft, das StudienServiceCenter Translationswissenschaft sowie das Institut für Translationswissenschaft.

Dozenten und Studenten des Zentrums für Translationswissenschaft der Universität Wien engagieren sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe wie aus Informationen auf der Website des Instituts hervorgeht:

Die Mitarbeiter des Zentrums für Translationswissenschaft bieten Unterstützung für Menschen an, die nach oder durch Österreich geflüchtet sind bzw. für begleitende Organisationen und engagieren sich in folgenden Bereichen:

  • Abgabe von Sachspenden: Die Mitarbeiter des Zentrums für Translationswissenschaft geben laufend Sachspenden in Traiskirchen, am West- und am Hauptbahnhof ab und sind bereit, Flüchtlinge aufzunehmen oder als Patenfamilien zu betreuen. Dabei werden die Flüchtlinge auch kommunikativ betreut. Auch die Bedarfsmeldungen auf Facebook oder Websites werden laufend verfolgt.
  • Dolmetscheinsätze in Traiskirchen und auf Bahnhöfen in Wien, Ungarn usw.: Auch außerhalb der regulären, professionellen Dolmetscheinsätze in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Persisch, Englisch, Urdu, Dari und Ungarisch in verschiedenen Kombinationen sind Dolmetscher im Einsatz. Dolmetscher-Netzwerke geben in Echtzeit den konkreten Bedarf an Dolmetscher für bestimmte Sprachen weiter. In diesem Zusammenhang gibt es auch Smartphone-basierte Ferndolmetschungen. Diese Einsätze sind moralisch lobenswert, dennoch darf bei den Behörden und politischen EntscheidungsträgerInnen nicht der Eindruck entstehen, dass keine zusätzlichen Mittel für diese Art der Unterstützung nötig sind. Das ZTW als Ausbildungsstätte von professionellen Dolmetschern sollte daher für zusätzliche Budgetmittel für diese Dolmetscheinsätze lobbyieren.
  • Sprachunterricht: Dozenten des ZTW halten Deutschkurse beim Österreischischen Integrationsfonds im Arbeitsbereich “Treffpunkt Deutsch” ab. Diese stehen allen Migranten und Flüchtlingen offen.
  • Initiativen im Bereich Crowdfunding und Crowdsourcing:
    – Lehrende des ZTW sind im Verein ‘the connection’ – Deutsch für jugendliche Migranten/Asylwerber ehrenamtlich tätig, wobei auch multimediale Initiativen über Crowdfunding ermöglicht wurden.
    – Im Rahmen des 24h Education Hackathons (Teil des StEFFIE-Festivals – Experimental Fun Festival for Innovative Education 25.-27. September), sollen zwei Projekte auf die Beine gestellt werden: 1. eine Open-Source-Plattform mit Lernmaterialien für Deutsch zum kostenlosen Herunterladen (für Flüchtlinge, die selbstständig lernen möchten oder als Unterstützung für ehrenamtliche Helfer/Lehrer). 2. einen Deutschlern-Marathon für Flüchtlinge mit ehrenamtlichen Lehrern bzw. ‘facilitators’ und Tandem-Partnern.
    – Beteiligung am Refugee Phrasebook, bei dem jeder sich international beteiligen und übersetzen kann.
    – Es ist geplant, Studierende des ZTW auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen zu involvieren.
  • Mitarbeit bei anderen NGOs und Initiativen (Ärzte ohne Grenzen etc.): ZTW-Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich für Ärzte ohne Grenzen, die mit der Flüchtlingskrise derzeit alle Hände voll zu tun haben, vor allem, aber nicht nur in Ungarn. Kurzfristig werden dabei immer wieder Übersetzungen bzw. Dolmetschungen benötigt oder einfach Betreuungsunterstützung durch mehrsprachige Kommunikation. Aufrufe im Rahmen von Lehrveranstaltungen werden auf Moodle gepostet, um Studierende auch außerhalb der Vorlesungszeiten aktiv zu involvieren, was sehr gut funktioniert.

transvienna.univie.ac.at

[Text: Uni Wien, entgendert und lesbar gemacht von Richard Schneider. Quelle: ZTW Uni Wien, 2016-02. Bild: Peter Kubelka für die Öffentlichkeitsarbeit der Uni Wien.]

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